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Veröffentlicht am 07.01.2025

Interessante Zeitreise nach Paris für Kinder in der 2. Klasse

Die Zeit-Agenten 3. Jagd um den Eiffelturm
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Mit den "Zeit-Agenten" von S. J. King gibt es eine neue interessante Buchreihe zum Selberlesen für Kinder. Wir haben hier den dritten Band "Jagd um den Eiffelturm" gelesen und das Buch hat meinem 7-jährigen ...

Mit den "Zeit-Agenten" von S. J. King gibt es eine neue interessante Buchreihe zum Selberlesen für Kinder. Wir haben hier den dritten Band "Jagd um den Eiffelturm" gelesen und das Buch hat meinem 7-jährigen Sohn gut gefallen. Es ist unabhängig von den anderen Bänden lesbar und in sich abgeschlossen.
Die Zeit-Agenten sind eine Gruppe von acht ganz unterschiedlichen Kindern aus allen Teilen der Erde, die gemeinsam die Welt vor dem Zeitdieb Mora beschützen. Dieser stiehlt in verschiedenen Epochen Gegenstände, die von besonderem Wert für die Weltgeschichte sind und deren Verschwinden den Lauf der Zeit verändern könnten.
Dieser Band führt die beiden Agenten Hannah und Alex ins Paris von 1889. Besonders gut gefallen hat uns dabei, dass man viel über die Zeit und in diesem Fall die technischen Errungenschaften und den Bau des Eiffelturms lernen kann. Die geschichtlichen Hintergründe sind gut recherchiert und im Anschluss an die Geschichte gibt es noch zusätzliche Fakten und ein kleines Quiz.
Die Story liest sich sehr leicht, hat einen guten Spannungsbogen und ist damit auch für jüngere Kinder (2. Klasse) zum Selberlesen geeignet. Leider bleibt die Geschichte dabei aber etwas oberflächlich. Die beiden Agenten Hannah und Alex lernt man kaum kennen und auch der Schurke Mora ist zwar böse, seine Motive oder sein Hintergrund werden leider nicht erklärt.
Außerdem haben wir uns die ganze Zeit gefragt, wie es zwei englischsprachige Kinder schaffen, sich in einem französischsprachigen Land zurechtzufinden. Dafür hätte es sicherlich eine kleine Erfindung geben können. Bei der Kleidung, die sich mit dem Zeitsprung automatisch verändert, ist dies zum Beispiel besser erklärt.
Außerdem passt an einer Stelle das Bild nicht zum Text, was mal vorkommen kann, aber leider hier doch sehr auffällig ist. Das ist schade, denn an sich sind die schwarz-weißen Illustrationen eine schöne Ergänzung zum Text und lockern jede Seite sehr gut auf, sodass die Textmenge überschaubar und für die Zielgruppe angemessen ist.
So ist es eine leicht zu lesende Geschichte für jüngere Kinder, die keine große Tiefe hat, dafür aber genug Spannung und interessante Fakten mit sich bringt, sodass das Lesen Spaß macht.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Gute Fortsetzung mit wichtigen Themen wie Freundschaft und Klimaschutz

Ice Guardians 2. Der magische Eissplitter
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Nachdem meinem 10-jährigen Sohn und mir der Start in die Reihe "Ice Guardians" sehr gut gefallen hat, waren wir gespannt, wie die Geschichte nun weitergeht und was es mit dem magischen Eissplitter auf ...

Nachdem meinem 10-jährigen Sohn und mir der Start in die Reihe "Ice Guardians" sehr gut gefallen hat, waren wir gespannt, wie die Geschichte nun weitergeht und was es mit dem magischen Eissplitter auf sich hat.
Cléo ist mittlerweile an der Gletscherakademie angekommen und beginnt ihre Ausbildung zur Ice Guardian. Das Ziel aller Kinder und Erwachsener dort ist der Schutz der Gletscher und der Bergwelt mit all ihren Tieren und Pflanzen, um damit auch die ganze Welt zu bewahren. Doch Cléo fühlt sich an der Akademie nicht sicher. Wer steckt hinter den merkwürdigen Vorkommnissen um sprechende Eisfiguren? Wer ist hinter Cléo her?
"Ice Guardians 2. Der magische Eissplitter" ist wieder eine spannende Geschichte von Anna Maria Praßler und eine gute Fortsetzung. Ich selbst habe ein bisschen Zeit gebraucht, um wieder ganz in die Geschichte einzusteigen, liest man Band 1 aber direkt vorweg, ist das mit Sicherheit kein Problem.
Cléo bleibt eine sehr sympathische Hauptfigur, die etwas mit ihrer besonderen Gabe hadert, aber ein gutes Gespür dafür hat, welchen Weg sie gehen muss. Mit dabei sind einige bekannte Freundinnen und Freunde, aber auch neue Kinder, die Cléo gerade erst kennenlernt. Auch Rosalinde, die kleine Maus, die Cléo schon auf dem ersten Abenteuer tapfer begleitet hat, ist wieder mit von der Partie.
Ein zentrales Element der Geschichte sind die verschiedenen Freundschaften und die sozialen Beziehungen innerhalb der Akademie. Es zeigt sich, wie schwer es ist, wenn einige Kinder ausgegrenzt werden und wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen. Dabei lernt Cléo sich selbst, aber auch die anderen Kinder immer besser kennen. Man merkt, wie alle an den Aufgaben wachsen und wie wichtig Freundschaft ist.
Die magischen Elemente der Ice Guardians sind schön ausgearbeitet. So lernt Cléo, Wasser bloß mit ihrem Blick zu Eis zu gefrieren. Auch die anderen Kinder haben faszinierende Talente, wie die Gabe Eisstürme heraufzubeschwören. Allerdings wäre noch ein bisschen mehr Zeit für die magischen Momente und ein paar mehr Erklärungen schön gewesen.
Außerdem gibt es in einigen Situationen doch sehr viele Zufälle, die die Geschichte etwas unglaubwürdig und konstruiert erscheinen lassen. Das ist schade, da man mit ein paar mehr Seiten mit Sicherheit bessere Erklärungen hätte schaffen können. Auch für das Ende wären ein bisschen mehr Zeit und ein paar zusätzliche magische und spannende Momente schön gewesen. Die Geschichte ist vollgepackt mit wichtigen Themen wie Klimaschutz, Freundschaft, Ausgrenzung und der ersten Liebe. Vielleicht wäre hier ein bisschen weniger mehr gewesen, sodass mehr Zeit für die Story an sich geblieben wäre.
Trotzdem ist es eine gelungene Fortsetzung, die die Geschichte aus Band 1 gute weiterführt und abschließt. Wir empfehlen sie gerne allen, denen der Auftakt wie uns sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Schräger Manga mit besonderem Humor

Zozo Zombie 1
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Manche Bücher sind nur etwas für Leute mit einer bestimmten Art von Humor. Eines meiner Kinder hat sich köstlich über Zozo Zombie amüsiert, das andere Kind fand es nur ganz ok.
Zozo Zombie trifft in diesem ...

Manche Bücher sind nur etwas für Leute mit einer bestimmten Art von Humor. Eines meiner Kinder hat sich köstlich über Zozo Zombie amüsiert, das andere Kind fand es nur ganz ok.
Zozo Zombie trifft in diesem Manga immer wieder auf den Fünftklässler Isamu. In vielen kurzen Geschichten erleben die beiden verrückte Sachen und Isamu verliert immer mehr die Angst vor dem Zombie.
Zozo hat ganz unterschiedliche Fähigkeiten, die für witzige Momente sorgen. Als Untoter verliert er mal alle Körperteile bei der Morgengymnastik oder benutzt seinen aufgeblasenen Darm als Schlauchboot. Zozo pupst sein Wissen heraus und zwischendurch sind beide Figuren auch mal ohne Kleidung zu sehen. Es kommen andere Monsterwesen vor, aber so richtig unheimlich wird es nicht. Natürlich kann Zozo bei den ganzen Erlebnissen nie sterben und egal was passiert am Ende der Untote in irgendeiner Form wieder da.
Der Zeichenstil ist Manga-typisch mit sehr starken Gesichtsausdrücken und vielen verrückten Elementen. Teilweise sind die japanischen Schriftzeichen neben der deutschen Übersetzung zu sehen, was an einigen Stellen dafür sorgt, dass die Seiten sehr voll sind. Trotzdem lässt sich der Manga schnell und leicht (natürlich von hinten nach vorne und von rechts oben nach links unten) lesen.
Der Humor des Mangas trifft nicht jeden Geschmack, aber Zozo Zombie wird mit Sicherheit einige Kinder zum Lachen bringen und ihnen ein kurzes, lustiges Leseerlebnis bescheren. Daher empfehlen wir allen, die schrägen Humor im Mangaformat mögen, einfach mal reinzulesen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Tolle Illustrationen - geeignet für Kinder, die wenig lesen

Nico & Daimon – Verflammt gute Freunde
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Ich war sehr gespannt auf das Buch „Nico & Daimon“ von Katja Brandis. Die Gestaltung des Buches durch den Illustrator Zapf ist sehr gelungen. Nico und Daimon sehen beide cool aus und auch die anderen Fantasyfiguren ...

Ich war sehr gespannt auf das Buch „Nico & Daimon“ von Katja Brandis. Die Gestaltung des Buches durch den Illustrator Zapf ist sehr gelungen. Nico und Daimon sehen beide cool aus und auch die anderen Fantasyfiguren haben mir von der Gestaltung her sehr gefallen.
So habe ich allein von den Bildern her eine spannende Story für Kinder ab 10 Jahren erwartet. Leider hat mich jedoch die Geschichte an sich nicht wirklich überzeugt. Sie nimmt zwar schnell an Fahrt auf und es gibt einige actionreiche Szenen. Aber echte Spannung lässt auf sich warten, da man eher von Ereignis zu Ereignis hüpft.
Auch ein wenig mehr Tiefgang habe ich vermisst. Dabei werden zwar wichtige Themen wie Mobbing, Rassismus, Obdachlosigkeit und Probleme in der Schule angesprochen. Die Behandlung bleibt aber oberflächlich und wirkt meist sehr künstlich. Auch die Lösungen, die die Geschichte bereithält, haben mir persönlich nicht gefallen. So wird eigentlich immer Daimon in den Kampf gegen die Mobber geschickt. Der kleine Drache speit etwas Feuer, was diese dann so sehr verschreckt, dass sie erst einmal Ruhe geben. Zwar werden auch andere Lösungsvorschläge angedeutet, aber diese gehen dann wegen der vielen Fantasieelemente zu sehr unter.
Leider ist aber auch der Fantasyanteil der Geschichte wenig ausgereift. Es gibt eine magische Welt, in der es Drachen gibt, die von Rittern ausgerottet werden. Daimon hat es irgendwie in unsere Welt geschafft und ist wegen eines Amuletts bei Nico gelandet. Grundsätzlich keine schlechte Ausgangslage, aber in diesem Buch lediglich grob angerissen, an einigen Stellen unlogisch und für mich nicht überzeugend.
Lediglich die Figurengestaltung hat mir ganz gut gefallen und bietet Potenzial für die nächsten Bände. Nico selbst ist ein ziemlich normaler Jugendlicher, der zwar Probleme in der Schule hat, sich aber doch viel Mühe gibt. Seine neue Freundin Mira ist ziemlich cool und bekommt in den kommenden Bänden hoffentlich noch mehr Raum. Auch der Drache Daimon ist ein interessanter Charakter und ein guter Begleiter für die Story.
Für Kinder ab 10 Jahren, die eher wenig lesen, ist die Gestaltung auf jeden Fall gelungen. Die vielen farbigen Illustrationen werten das Buch auf. Sie erleichtern das Lesen, da sie die Seiten auflockern und einzelne Comic-Elemente die Geschichte gut weitererzählen. Nico, Daimon und Mira bilden ein cooles Team, mit dem man durchaus mitfiebern kann. Allen, denen aber auch eine ausgereifte Story wichtig ist und die komplexere Bücher lesen, würde ich eher andere Drachenbücher empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Zu langatmig, wird erst im letzten Viertel spannend

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Ich war wirklich sehr gespannt auf "What the River Knows" von Isabell Ibañez, denn die Grundidee der Geschichte klang mit den Bezügen zum Alten Ägypten, einer uralten Magie und einer potenziellen Liebesgeschichte ...

Ich war wirklich sehr gespannt auf "What the River Knows" von Isabell Ibañez, denn die Grundidee der Geschichte klang mit den Bezügen zum Alten Ägypten, einer uralten Magie und einer potenziellen Liebesgeschichte vielversprechend.
Inez Olivera reist nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern nach Ägypten, das Land, in dem diese gearbeitet haben, um mehr über die mysteriösen Todesumstände herauszufinden. Dabei trifft sie auf einige Hindernisse und auf Whit, der zwar gut aussieht, aber beim ersten Zusammentreffen nicht besonders sympathisch ist.
Der Einstieg in die Geschichte ist durchaus gelungen. Man lernt Inez noch in ihrer Heimat Argentinien kennen und merkt gleich, dass sie ihrer Zeit etwas voraus ist und als Frau viel unabhängiger sein möchte, als es in dieser Epoche üblich war. Sie setzt sich über die Pläne ihrer verbliebenen Familie für sie hinweg und ist clever genug, alleine nach Ägypten zu kommen.
Von da an hat sich die Geschichte für mich allerdings sehr gezogen. Dabei passieren zwar durchaus interessante Dinge, allerdings werden diese so ausführlich und langatmig beschrieben, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Die Liebesgeschichte, die sich später entwickelt, war für mich eher anstrengend als schön.
Lediglich die historischen Bezüge zur britischen Herrschaft über Ägypten und den kulturellen Diebstahl fand ich sehr interessant. Sie scheinen zumindest an wahre Begebenheiten wie die Beschießung Alexandrias durch die Briten 1882 angelehnt zu sein und haben den historischen Kontext der Geschichte gut verdeutlicht.
Dafür hat mich der Fantasy-Anteil mit der uralten ägyptischen Magie, die bestimmten alten Gegenständen innewohnt, nicht wirklich überzeugt. Viel zu oft spielt die Magie in der Geschichte gar keine Rolle und wenn, dann blieb sie für mich viel ungreifbar und irgendwie unmagisch.
Zum Glück war das Hörbuch von Leonie Landa wirklich gut gesprochen, sonst hätte ich bei dieser Geschichte wohl nicht bis zum Ende durchgehalten. Erst im letzten Viertel nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf und es wird tatsächlich etwas rasanter und spannender. Wer also einen langen Atem hat, wird hier dann doch noch belohnt.
Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich den abschließenden Teil der Dilogie noch verfolgen werde.

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