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Veröffentlicht am 24.04.2025

Ein Neubeginn mit Minihaus und Pferd

Das kleine Haus am Deich
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Nach zehnjähriger Ehe steht Halbirin Róisín plötzlich allein da. Dass ihr Mann sie verlässt, kam völlig unerwartet und sie versinkt in Trauer und Wut. Gut, dass sie in Pub-Besitzer Sean einen guten Freund ...

Nach zehnjähriger Ehe steht Halbirin Róisín plötzlich allein da. Dass ihr Mann sie verlässt, kam völlig unerwartet und sie versinkt in Trauer und Wut. Gut, dass sie in Pub-Besitzer Sean einen guten Freund hat. Der bietet ihr und ihren Katzen ein Minihaus am Deich zum Wohnen an und einen kleinen Job in seinem Pub. Außerdem stellt er sie seinem alten Kumpel Enda vor. Enda ist Ire und gerade dabei einen alten Hof umzubauen, um dort Pferde gewaltfrei zu trainieren. Róisín und Enda sind sich sofort sympathisch und als Róisín ein „besonderes“ Pferd rettet, stellt sie es bei ihm auf dem Hof ein. Róisín und Enda sind oft zusammen und bald entwickeln sich Gefühle. Doch ist sie schon bereit für eine neue Liebe?

Ich lese gern Romane, die am Meer spielen und bei diesem Buch haben mich Cover und Klappentext angesprochen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und leicht zu lesen, obwohl die Thematik in die Tiefe geht. Die Charaktere sind facettenreich. Besonders Róisín durchläuft eine große Verwandlung vom Gefühlschaos der verlassenen Ehefrau hin zu einer starken, selbstbewussten Frau, die Verantwortung für ein „besonderes“ Pferd übernimmt, wieder Freude am Leben findet und eine neue Liebe wagt. Teilweise habe ich Róisins Gefühlsausbrüche aber auch als zu heftig empfunden. Enda ist ein toller Typ: groß, wild aussehend und doch so einfühlsam und sanft nicht nur zu den Pferden. Ihn mochte ich sofort.

Ich habe den Roman innerhalb weniger Tage gelesen und empfehle ihn gern weiter. Wer einen Liebesroman mit Tiefgang sucht, wer Tiere liebt und große Emotionen nicht scheut, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Was wir von Pinguinen lernen können

Der Pinguin, der fliegen lernte
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Man muss in seinem Element sein um glücklich zu sein und was bewegen zu können. Dieses Fazit zieht Dr. med. Eckart von Hirschhausen nachdem er einen Pinguin beobachtet hat. An Land wirkt das Tier unbeholfen ...

Man muss in seinem Element sein um glücklich zu sein und was bewegen zu können. Dieses Fazit zieht Dr. med. Eckart von Hirschhausen nachdem er einen Pinguin beobachtet hat. An Land wirkt das Tier unbeholfen und plump, doch sobald er ins Wasser taucht, schwimmt er elegant. Die „Pinguingeschichte“, die Eckart von Hirschhausen nun schon viele Jahre immer wieder erzählt, ist gut bekannt und doch berührt und inspiriert sie immer wieder. In dem im Februar diesen Jahres erschienenen Buch „Der Pinguin, der fliegen lernte“ erzählt diese Geschichte neu und verbindet sie mit einzigartigen Fotografien von Pinguinen in ihrem natürlichen Lebensraum. Insgesamt stellt der Autor sieben Lektionen vor, die die Pinguine uns lehren, gefolgt von der Einlandung unsere eigene Pinguingeschichte zu schreiben.Eine achte Lektion zeigt auf, was wir für die Pinguine tun können.

Mir gefällt das Buch gut. Es ist hochwertig und schön gestaltet. Die wunderbaren und einzigartigen Fotografien der Kaiserpinguine von Stefan Christmann machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Im Buch habe ich sehr viel über das Leben und Verhalten der Pinguine erfahren, das war sehr interessant und hat mich zum Staunen gebracht.
Die Ausführungen des Autors sind kurzweilig und humorvoll und regen zum Nachdenken an. Vieles davon ist allerdings schon bekannt aus anderen Büchern und dem Bühnenprogramm. Dennoch tut es gut ab und zu daran erinnert zu werden, ob man noch an der richtigen Stelle, ob man in seinem Element ist.
Das Buch eignet sich sehr gut als Geschenk… für sich selbst oder für andere...

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Schöner Abschluss der Rosenholzvilla-Saga

Entscheidung in der Rosenholzvilla
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„Entscheidung in der Rosenholzvilla“ beginnt mit einer guten Nachricht: Fabio wird in die Instrumentenwerkstatt zurückkehren. Doch so einfach ist es nicht, denn in Niklas’ Testament gibt es eine Klausel, ...

„Entscheidung in der Rosenholzvilla“ beginnt mit einer guten Nachricht: Fabio wird in die Instrumentenwerkstatt zurückkehren. Doch so einfach ist es nicht, denn in Niklas’ Testament gibt es eine Klausel, mit der niemand gerechnet hat. Eine einfache Lösung scheint nicht in Sicht… Zeitgleich hat Elisa viel Stress, denn die Gäste in der Villa sind recht anspruchsvoll und oft nicht bereit an ihrer Genesung zu arbeiten, ein großes Fest mit vielen Gästen steht an, Serafinas Liebesdrama beeinflusst ihre Arbeit… Da sowohl Elisa als auch Danilo viel zu tun haben, wird die gemeinsame Zeit immer weniger. Kann ihre Liebe all den Herausforderungen stand halten?

Nachdem mir die beiden ersten Teile der „Rosenholzvilla-Saga“ sehr gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf den 3. und letzten Teil. Schnell war ich wieder mittendrin in der Geschichte um Elisa und Danilo, um die Rosenholzvilla mit ihren Gästen und um die Instrumentenwerkstatt und die Campanula. Auch diesmal geht es wieder um große Gefühle: um Liebe und Eifersucht, Vertrauen und Neuanfänge und natürlich geht es um die Musik. Viele Entscheidungen müssen getroffen, Kompromisse gefunden und Streit geschlichtet werden. Elisa, die es gern allen recht machen möchte, wirkte streckenweise ziemlich überfordert. Dass sich bei Danilo alles nur um die Campanula und die Instrumentenwerkstatt dreht, ist dabei nicht hilfreich… Am Ende lösen sich dann zum Glück die Probleme und es gibt für fast alle ein Happy End… und Elisa spielt die Campanula vor großem Publikum. Meine Lieblingsfigur in diesem Roman war allerdings die sechsjährige Mimi, die mich mit ihrer Hingabe an die Musik und ihrem Temperament verzaubert hat.
Die Geschichte selbst ist spannend, emotionsgeladen und voller überraschender Wendungen. Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Der Roman ist angenehm lesbar und hat mich von Beginn an gefesselt. Sehr gern empfehle ich das Buch, die gesamte „Rosenholzvilla-Saga“ weiter.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wege von der Angst zum Frieden

Von Angst befreit
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Jeder kennt Angst und viele Entscheidungen werden aufgrund von Ängsten und Sorgen getroffen. Der Autor Alan Fadling bezeichnet sich selbst als „Meister der Angst“, doch er hat Wege gefunden ein „Meister ...

Jeder kennt Angst und viele Entscheidungen werden aufgrund von Ängsten und Sorgen getroffen. Der Autor Alan Fadling bezeichnet sich selbst als „Meister der Angst“, doch er hat Wege gefunden ein „Meister des Friedens“ zu werden. In seinem Buch nimmt er die Leser mit auf diese Reise. Fadling zeigt auf wie Angst funktioniert und was sie mit uns macht, wie sie uns blockiert. Er lädt uns ein in Gottes Gegenwart. Wir dürfen in Gottes Frieden zu Hause sein, darauf vertrauen, dass Gott uns versorgt wie die Vögel und die Blumen, dass er unser guter Hirte ist, dass Gott größer ist als alles andere…

Mir gefällt das Buch sehr gut. Es ist in 14 übersichtliche Kapitel gegliedert. Darin erzählt der Autor offen und ehrlich aus seinem Leben, von seinen Ängsten. Er teilt aber auch seine Erkenntnisse aus dem Bibelstudium und die Wege, die er selbst begangen hat auf dem Weg von einem Angst bestimmten zu einem friedvollen Leben. Der Autor zitiert Texte aus den Psalmen und aus Jesaja, Worte von Jesus und Stellen aus den Briefen von Paulus und Jakobus ebenso wie Aussagen von Personen aus der Kirchengeschichte. So stellt er uns Gott/Jesus als Friedefürst vor, bei dem wir Ruhe finden. Ebenso zeigt der Autor verschiedene Wege um in der Stille Gott zu suchen und sich durch sein Wort, seine Zusagen ermutigen zu lassen.

„Mein Gott ist mir immer nahe.
Seine Macht ist gegenwärtig, um mir zu helfen und mich zu retten.
Gott freut sich an meiner Gegenwart.
Seine Liebe stillt meine Furcht.
Vor Freude singt er über mich.“ (vom Autor frei formuliert nach Zefanja 3,17)

„Ich merke, dass meine Angst nicht annähernd so mächtig ist, wenn ich mir innerlich diese Schau Gottes vor Augen halte. Der Gott, der mir nahe ist, ist für mich. Gott freut sich darüber, wenn ich ihm nahe bin. Gott spricht mir liebevolle Worte zu, die meine rastlosen Gedanken zur Ruhe bringen. (…) Und dieser Gott ist ein Gott des Friedens.“ (s.S. 209)

Am Ende jedes Kapitel sind unter der Überschrift „Angstfreie Reflexion“ Fragen und Denkanstöße, die einladen das Gelesene zu vertiefen. Im Anhang gibt es „Ein von Angst befreites Gebet“ und ein Leitfaden für Gruppen.

„Von Angst befreit“ ist ein persönliches und ermutigendes Buch, dass einlädt sich immer wieder auf Gott zu fokussieren und so die Angst zu besiegen. Ich habe das Buch gern gelesen und empfehle es weiter.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Vier Schwestern und ein Neuanfang

Die Pension am Meer
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In „Die Pension am Meer“ begegnet der Leser Sarah, den Zwillingen Emily und Viola und Georgiana, vier sehr verschiedenen Schwestern, und deren kranken Mutter. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ist ...

In „Die Pension am Meer“ begegnet der Leser Sarah, den Zwillingen Emily und Viola und Georgiana, vier sehr verschiedenen Schwestern, und deren kranken Mutter. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ist das Geld knapp und Sarah, die Älteste, überredet ihre Schwestern das Sommerhaus der Familie für zahlende Gäste zu öffnen. Dazu müssen alle sich einbringen und mit anpacken. Schon bald treffen die ersten Gäste ein…. ein Witwer mit Tochter, ein schwer anspruchsvolles Ehepaar, allein reisende Männer unterschiedlichen Alters…. Während Sarah versucht sich um alles zu kümmern und es allen recht zu machen, bezaubert Emily mit ihrem Charme. Viola findet eine Aufgabe, die zu ihr passt, die sie verändert und die sie ihre Narben fast vergessen lässt. Georgiana, der jüngsten Schwester, fällt es schwer sich anzupassen und sie nutzt jede Möglichkeit im Freien zu sein…

„Die Pension am Meer“ war der erste Roman von Julie Klassen, den ich las und mir hat das Buch sehr gut gefallen. Schnell bin ich eingetaucht in das Jahr 1819, habe die Geschichte der vier Summer-Schwestern gern verfolgt. Die Handlungsorte, die Personen und die damalige Zeit sind detailliert beschrieben. Die Charaktere wirken authentisch und ich konnte ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen. Es ist schön zu erleben wie die Schwestern in der Not aktiv werden, sich einbringen und gemeinsam für ihren Lebensunterhalt sorgen. Besonders berührt hat mich Viola und ihre Entwicklung. Die empathische junge Frau, die sich aufgrund ihrer Narben immer versteckt hat, tritt aus dem Schatten, findet eine Aufgabe und letztlich auch die Liebe.

Ich habe den Roman sehr gern gelesen und freue mich schon auf den 2. Teil der Reihe.

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