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Veröffentlicht am 26.10.2025

Weihnachtlicher Wohlfühl-Roman

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Eigentlich wollte Santa Claus es in diesem Jahr ruhiger angehen lassen. Doch dann muss er feststellen, dass ein Wunsch, der im letzten Jahr im letzten Moment geäußert wurde, für technische Probleme sorgt. ...

Eigentlich wollte Santa Claus es in diesem Jahr ruhiger angehen lassen. Doch dann muss er feststellen, dass ein Wunsch, der im letzten Jahr im letzten Moment geäußert wurde, für technische Probleme sorgt. Santa will diesen Wunsch auf jeden Fall erfüllen, doch das ist gar nicht so einfach. Denn Xander hat sich gewünscht, dass seine beste Freundin Ellie endlich mehr in ihm sieht als nur einen Freund. Doch Ellie will diese Freundschaft auf keinen Fall gefährden und lernt dann auch noch einen anderen Mann kennen. Santa hat deshalb alle Hände voll zu tun...

Auch dieses Mal trägt sich die Handlung des diesjährigen Weihnachtsromans in dem kleinen, fiktiven Städtchen im Rheinland zu, das man bereits aus den anderen Bänden dieser Reihe kennt. Deshalb trifft man auf einige Bekannte und kann beobachten, wie es ihnen mittlerweile geht. Vorkenntnisse sind allerdings nicht nötig. Jeder Teil der Reihe kann unabhängig von den anderen gelesen werden. 

In diesem Jahr stehen Xander und Ellie im Zentrum der Handlung. Die beiden sind beste Freunde, doch Xander hat längst erkannt, dass von seiner Seite aus viel tiefere Gefühle im Spiel sind. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über das Geschehen und kann sich ganz auf diesen weihnachtlichen Liebesroman einlassen. Für weihnachtliche Stimmung sorgen Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, glitzernder Schneefall und Einblicke in die Werkstatt von Santa Claus und seinen kekssüchtigen Rentieren. 

Die Perspektiven, in denen die Schäferhündin Amara zu Wort kommt, geben den weihnachtlichen Liebesromanen von Petra Schier immer einen ganz besonderen Reiz und das ist auch in diesem Jahr wieder definitiv der Fall. In diesem einfühlsam erzählten Roman kann man große Gefühle, weihnachtliche Atmosphäre, aber auch ein wohldosierte Prise Humor genießen. 

Für alle Fans der Reihe und die, die es noch werden wollen, ist dieser Band ein absolutes Muss! 

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Spannender Thriller mit traumhafter Hintergrundkulisse

The Island - Auf der Flucht
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Nach einem dramatischen Vorfall ist Hotelmanagerin Lola klar, dass sie sofort aus Hongkong verschwinden muss und keine Spuren hinterlassen darf. Sie bittet ihren alten Freund Moxham um Hilfe, der ihr auch ...

Nach einem dramatischen Vorfall ist Hotelmanagerin Lola klar, dass sie sofort aus Hongkong verschwinden muss und keine Spuren hinterlassen darf. Sie bittet ihren alten Freund Moxham um Hilfe, der ihr auch sofort einen neuen Job auf Keeper Island, einer paradiesischen Insel, auf der er mittlerweile als Resort-Chef arbeitet, anbietet. Hier soll Lola die extravaganten Wünsche der Superreichen erfüllen und jedes Problem mit einem Lächeln lösen. Lola nimmt den Job gerne an. Doch kaum angekommen, wird Moxhams Leiche gefunden. Hotelleitung und Polizei gehen von einem Unfall aus. Lola hat allerdings eine ganz andere Theorie und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stellt sie schnell fest, dass Gäste und Angestellte Geheimnisse hüten, wodurch sie niemandem trauen kann...

Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hotelmanagerin Lola, geschildert. Lola wirkt sofort sympathisch und beschreibt ihre Eindrücke locker und teilweise sehr humorvoll. Der Einstieg ins Geschehen gelingt deshalb mühelos. Ihre Schilderungen wirken so lebendig, dass man sich die traumhafte Hintergrundkulisse und die agierenden Personen problemlos vorstellen kann. 

Zunächst scheint Lolas neuer Job ein wahrgewordener Traum zu sein, doch nach Moxhams Tod, der schnell als Unfall deklariert wird, versucht Lola mehr zu erfahren. Dabei stellt sich heraus, dass es auf der Insel einige Geheimnisse gibt und dass beinahe jeder verdächtig ist. Es ist schwer, bis gar nicht einzuschätzen, wem Lola überhaupt vertrauen kann. Da man anfangs nicht erfährt, was in Hongkong passiert ist und das erst nach und nach durch Rückblicke aufgeklärt wird, baut sich zusätzliche Spannung auf. 

Immer, wenn man meint, dass man durchschaut, was passiert und wer für den mysteriösen Todesfall verantwortlich ist, sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man die eigenen Überlegungen überdenken und neu ansetzen muss. Dadurch entwickelt sich die Story zu einem echten Pageturner, bei dem sich die Ereignisse zum Ende hin geradezu überschlagen. 

Ein äußerst spannender Thriller, bei dem man mitfiebern kann und nicht weiß, wem man vertrauen soll. 

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Spannender Ostsee-Krimi

Ostseedämmerung
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Beim Spielen finden zwei Kinder ein altes Artefakt aus der Wikingerzeit. Da das Schmuckstück zusammen mit einer Archäologiestudentin verschwand, die es eigentlich zur Universität bringen sollte, rollen ...

Beim Spielen finden zwei Kinder ein altes Artefakt aus der Wikingerzeit. Da das Schmuckstück zusammen mit einer Archäologiestudentin verschwand, die es eigentlich zur Universität bringen sollte, rollen Pia Korittki und ihre Kollegen den alten Fall wieder auf. Leider bestätigen sich Pias schlimmste Befürchtungen, da die Leiche der jungen Frau vergraben im Wald gefunden wird. Die Dorfbewohner und die Mitarbeiter der Ausgrabungsstätte rücken in den Fokus der Ermittlungen....

"Ostseedämmerung" ist bereits der zwanzigste Fall für die Kommissarin Pia Korittki. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat. Es gibt allerdings berufliche und private Nebenhandlungen, die sich durch die Reihe ziehen. Um diese besser nachvollziehen zu können, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Eva Almstädt versteht es wieder hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Dadurch gelingt der Einstieg in diesen Fall mühelos. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wodurch man einen guten Überblick erhält. Da man nicht nur die Ermittlungen, sondern auch einige Charaktere beobachtet, wird man dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen.

Da es sich dieses Mal um einen Cold Case handelt, starten die Ermittlungen eher gemächlich, dennoch wird es nie langweilig, da die Spurensuche der Polizei interessant und glaubhaft wirkt. Man kann sich ganz auf die Suche nach dem Täter einlassen. Doch der lässt sich bei diesem Fall nicht so schnell in die Karten schauen. Man hat zwar gelegentlich einen Verdacht, da es aber auch andere Möglichkeiten gibt, kann man sich nicht sicher sein, ob man mit der eigenen Vermutung richtig liegt und fiebert bis zum Schluss mit.

Fans der Reihe dürfen sich darüber freuen, die Weiterentwicklung in Pias Privatleben zu beobachten. Dieser Handlungsstrang drängt sich allerdings nicht in den Vordergrund, sondern sorgt eher dafür, dass die Protagonistin Pia Korittki noch lebendiger wirkt. Der Fokus der Handlung ruht ganz klar auf den Ermittlungen.

Wieder ein spannender Fall, der dazu anregt, eigene Überlegungen anzustellen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Spannend und wendungsreich

Mörderfinder – Das Muster des Bösen
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Die Idee von Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner, gemeinsam eine Detektei zu gründen, steht kurz vor der Verwirklichung. Doch bereits vor der Eröffnungsfeier nimmt der Friseur ...

Die Idee von Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner, gemeinsam eine Detektei zu gründen, steht kurz vor der Verwirklichung. Doch bereits vor der Eröffnungsfeier nimmt der Friseur Kai Weinand Kontakt zu den beiden auf. Sein bester Freund sitzt wegen Entführung in Untersuchungshaft und hat nun den Verdacht, dass seine Tat der Auslöser für eine weitere Entführung sein könnte. Max Bischoff und Marvin Wagner sollen den entführten Sohn eines Richters finden, bevor es zu spät ist. Ihre Nachforschungen führen sie auf eine Seite im Darknet. Hier werden Richterinnen und Richter angeprangert, deren Urteile für zu milde gehalten werden. Den gekidnappten Sohn des Richters können Max Bischoff und Marvin Wagner nicht mehr retten. Doch offenbar hat der Täter sich bereits das nächste Opfer geschnappt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

"Das Muster des Bösen" ist bereits der fünfte Band der Mörderfinder-Reihe, in der der ehemalige Ermittler Max Bischoff versucht, seine Gabe zu nutzen, den Mördern in den Kopf zu schauen, um sie zur Strecke zu bringen. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch ohne Vorkenntnisse folgen. Allerdings gibt es, wie bei jeder Bücherserie, private und berufliche Nebenhandlungen, die sich durch die Bände ziehen. Wenn man daran interessiert ist, sollte man die Serie chronologisch lesen.

Arno Strobel gelingt es wieder hervorragend, sofort das Interesse an der Handlung zu wecken. Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. In kursiv gesetzten Einschüben kann man außerdem beobachten, was den Täter antreibt. Hier wird allerdings nicht zu viel verraten, wodurch man zu eigenen Spekulationen angeregt wird. Diese Überlegungen muss man häufig überdenken, da es zu überraschenden Wendungen kommt. Die Spannung stellt sich nicht nur früh ein, sondern kann durchgehend gehalten werden und sich zum Ende hin sogar steigern.

Man sollte beim Lesen dieses Thrillers nicht allzu zartbesaitet sein, da der Täter seinen Opfern einiges abverlangt und der Autor es ausgezeichnet versteht, diese Szenen so eindrucksvoll zu beschreiben, dass sofort das Kopfkino anspringt. Es gibt einige Verdächtige, dadurch ist man hin- und hergerissen und weiß nicht, wem man vertrauen kann. Der finale Showdown hat es wirklich in sich!

Ein durchgehend spannender und wendungsreicher Thriller, den man geradezu atemlos verschlingt.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Spannende Cold-Case-Ermittlungen

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Dieses Mal haben sich Hauptkommissarin Enna Andersen und ihr Team dazu entschlossen, einen Cold Case aufzurollen, der sie nach Spiekeroog führt. Dort verschwand vor etwa 5 Jahren eine Frau von einem Campingplatz ...

Dieses Mal haben sich Hauptkommissarin Enna Andersen und ihr Team dazu entschlossen, einen Cold Case aufzurollen, der sie nach Spiekeroog führt. Dort verschwand vor etwa 5 Jahren eine Frau von einem Campingplatz und wurde kurz darauf am Strand tot aufgefunden. Bei der Todesursache handelt es sich um ein Schlangengift, das nur schwer nachweisbar ist. Was ist mit der Frau geschehen? Können Enna und ihr Team nach all den Jahren Licht ins Dunkle bringen?

"Enna Andersen und die dunklen Tage" ist bereits der siebte Band einer Reihe, in der Hauptkommissarin Enna Andersen, mit ihrem Team alte, bisher ungelöste Fälle aufrollt und versucht, endlich Klarheit zu gewinnen. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen aber auch dann mühelos folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat.

Falls man die Reihe jedoch kennt, darf man sich nicht nur über ein Wiedersehen mit den sympathischen Hauptcharakteren freuen, sondern kann außerdem beobachten, dass ein neuer Kollege zum Team stößt. Die Protagonisten werden wieder so authentisch beschrieben, dass man sie mühelos vor Augen hat. Besonders angenehm fallen bei diesem Team der Zusammenhalt und das harmonische Miteinander auf.

Der Fall hat es dieses Mal in sich. Denn es ist für das Team gar nicht so einfach, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die akribische Spurensuche und die unterschiedlichen Ansätze, werden nachvollziehbar vermittelt, wodurch man dazu angeregt wird, eigene Überlegungen anzustellen. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über die Ermittlungen und beobachtet, wie die Teammitglieder winzige Puzzleteilchen zusammentragen. Da diese sich nicht sofort an die richtige Stelle legen lassen, bleiben die Ermittlungen durchgehend spannend. Man gerät früh in den Sog der Ereignisse und fiebert mit.

Spannende Cold-Case-Ermittlungen, die durch ein sympathisches Team und überraschende Wendungen überzeugen.

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