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Veröffentlicht am 18.03.2025

Bitte einsteigen! Auf der Suche nach dem Juwelendieb.

Abenteuer-Express (Band 1) – Juwelendiebe im Highland Express
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Henry Beck hat keinerlei Interesse an Dampflokomotiven und Zugreisen, dennoch verbringt er vier Tage mit seinem Onkel Nathaniel auf der letzten Fahrt des Highland Falcon Express, Großbritanniens berühmtester ...

Henry Beck hat keinerlei Interesse an Dampflokomotiven und Zugreisen, dennoch verbringt er vier Tage mit seinem Onkel Nathaniel auf der letzten Fahrt des Highland Falcon Express, Großbritanniens berühmtester Dampflokomotive. Doch bald muss Henry erkennen, dass Zugreisen und Züge weniger langweilig sind als er dachte und dann kommt es auch noch zu einem Diebstahl, der Henrys detektivisches Interesse fördert. Alle Passagiere an Bord sind Verdächtige, auch Henry. Kann Henry seine Unschuld beweisen? Zusammen mit seiner neuen Freundin Marlene ‚Lenny‘ Singh möchte er das Rätsel des Juwelendiebs lösen und den Schuldigen vor der Polizei schnappen.

Juwelendiebe im Highland Express ist der erste Band der Abenteuer-Express-Reihe von M.G. Leonard und Sam Sedgmen. Nachdem ich den zweiten Band vor einigen Monaten las, war schnell klar, dass die Reihe weiterverfolgt und auch der erste Band gelesen werden muss. Bereits der zweite Band war ein tolles Spiel aus wunderschönen Zeichnungen der Illustratorin Elisa Paganelli und dem Schrifttext der beiden Autor:innen und schien kaum zu übertreffen, doch das Spiel der beiden Kommunikationsebenen gefiel mir in Juwelendiebe im Highland Express sogar noch einen Tick besser. Besonders schön finde ich, dass die Zeichnungen nicht nur Ausschnitte der Geschichte darstellen, sondern hervorragend innerhalb der Geschichte integriert sind, den Leser:innen Hinweise liefern können und dadurch Text und Zeichnung zu einer Symbiose machen.

Sämtliche (Neben-)Protagonist:innen sind toll ausgewählt. Henry wirkt wieder sehr reflektiert, handelt dennoch manchmal nicht ‚richtig‘. Zum Glück, denn wenn ein elfjähriger Junge nur vernünftig und dem Erwachsenenbild entsprechend handeln würde, dann wäre das Buch für Kinder wahrscheinlich bald langweilig.

Der Fall der gestohlenen Juwelen ist toll ausgearbeitet und lädt zum Rätselraten ein, eine wahre Freude für alle kleinen und großen Kriminals. Denn auch als Erwachsene, hatte ich wieder Spaß am Rätseln und die Atmosphäre ließ mich immer wieder an Agatha Christies Kriminalromane denken.

Juwelendiebe im Highland Express hat von der ersten bis zur letzten Seiten Spaß gemacht und neben großem Rätselspaß, das vor allem im Verbund mit dem Lesekind eine pure Freude ist, bot es ein wunderschönes Setting auf der letzten Reise des Highland Falcon Express’ durch Großbritannien.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Auf zur Adlerinsel

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel
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Prinz Lämpchen vermisst seine Mutter, die Hasenkönigin Maria Mümmel wird weiterhin vermisst. Hilda Hasenherz kommt zu Ohren, dass die Hasenkönigin von einem Adler entführt wurde und macht sich auf den ...

Prinz Lämpchen vermisst seine Mutter, die Hasenkönigin Maria Mümmel wird weiterhin vermisst. Hilda Hasenherz kommt zu Ohren, dass die Hasenkönigin von einem Adler entführt wurde und macht sich auf den Weg, die Königin zurück aufs Schloss Löffelburg zu holen. Mit ihren Freunden Eicho, Igromir, Prinz Lämpchen und Robinius macht Hilda sich auf den Weg Richtung Meer, dorthin soll der Adler geflogen sein. Die fünf brauchen bald Hilfe, um das Meer zu überqueren und die Abenteuer auf der Insel zu meistern, um die Königin zurückzuholen.

Das Abenteuer der Adlerinsel ist der zweite Hilda-Hasenherz-Band von Tobias Goldfarb. Das Buch ist durch kurze Kapitel, eine einfache Satzstruktur und kurze Sätze bestens für Leseanfänger geeignet, aber auch zum Vorlesen eignet es sich gut. Durch die Zeichnungen der Illustratorin Verena Körting ist auch dem Auge viel geboten, denn über das ganze Buch hinweg begleiten uns ihre farbenfrohen und niedlichen Zeichnungen des Hasenabenteuers. Ein absolutes Highlight waren die verschiedenen Hasen, die Zottel- und Zopfträger.

Das Abenteuer bietet eine gute Portion Spannung, Momente zum Lachen und einige Werte im Bereich Freundschaft und den Glauben an sich selbst. Ein tolles Hasenabenteuer!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Alpenchalet 'Felsenhimmel'

The First to Fall
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Jakob unternimmt mit seiner Zwillingsschwester und vier Freunden eine letzte gemeinsame Bergtour, bevor er sich seinen Traum von Olympia erfüllen möchte. Doch dann kommt es zu einem tragischen Unfall und ...

Jakob unternimmt mit seiner Zwillingsschwester und vier Freunden eine letzte gemeinsame Bergtour, bevor er sich seinen Traum von Olympia erfüllen möchte. Doch dann kommt es zu einem tragischen Unfall und weil Jakob von der Polizei verdächtigt wird, darf er das Land nicht mehr verlassen. Jakob heuert im Alpenchalet ‚Felsenhimmel‘ seiner Mutter an und möchte alles daran setzen, das Chalet vor dem Ruin zu bewahren. Dann taucht plötzlich Emilias Schwester Aurora am Felsenhimmel auf, die Nachforschungen zum Tod ihrer Schwester anstellen möchte. Beide ahnen nicht, wie stark ihre Schicksale bereits miteinander verbunden sind und werden voneinander angezogen. Doch was, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?

The First to Fall ist der Auftakt der Red Summer Dilogie von Kristina Moninger und nach Breaking Waves ihre zweite New-Adult-Suspense-Reihe. Da ich Breaking Waves bereits sehr gerne gelesen habe, musste ich auch The First to Fall unbedingt lesen und wieder konnte mich das Buch von Beginn an einnehmen und fesseln.

Die Geschichte wird aus Jakobs und Auroras Perspektive erzählt, wobei Jakobs Perspektive auch in der Vergangenheit spielt und wir immer mehr von dem tragischen Unfall mitbekommen. Die Autorin schafft es, beide Perspektiven nicht ‚einheitlich‘ wirken zu lassen, sodass sich die beiden Charaktere eigenständig aufbauen und verschiedene Gefühlswelten erleben lassen. Jakob, der von seinen Schuldgefühlen zerfressen wird und obwohl er Hilfe benötigt, doch immer erst an die anderen denkt und Aurora, die unbedingt mehr über den Tod ihrer Schwester erfahren möchte, um damit abschließen zu können. Zudem haben beide einen sehr spannenden Familienbackground.

Noch lieber als den Aufbau der Beziehung zwischen Jakob und Aurora gefiel mir beinahe die Verbindung zwischen Jakobs kleineren Schwester Kit und Aurora, die sich durch tolle Dialoge in mein Herz gespielt hat. Außerdem gefielen mir auch sämtliche Nebencharaktere und ihre kleinen und größeren Botschaften, die jedoch einfach nur mitschwingen und nicht zwanghaft wirkten. Herausheben würde ich hier Jakobs Mutter Marita, die auch eine tolle Entwicklung genommen hat.

Neben den tollen Charakteren und Beziehungen, die während der Geschichte aufgebaut wurden, gefiel mir aber auch der ‚Suspense‘-Aspekt ausgesprochen gut. Zwar hatte ich vermutet, dass die Geschichte in diese Richtung geht und doch konnte ich mir nie sicher sein, sodass daraus ein regelrechtes Hoffen wurde. Etwas Sorge hatte ich, dass auf der Spannungsebene alle Enden bis zum Schluss der Dilogie offen bleiben und der erste Band deswegen zu offen für mich ist, durch das Beantworten einer Frage - die jedoch etliche weitere Fragen aufwirft - konnte mich der Abschluss jedoch begeistern und lässt mich voller Vorfreude - und der Frage, wie ich das bis Oktober aushalten soll - zurück.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

True Crime Geschichten aus dem heimischen Garten (und darüber hinaus).

True Crime in Nature
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Farina Graßmann hält mit True Crime in Nature ein kleines Highlight für mich parat. Ich mochte nicht nur den unglaublich guten Humor mit dem sie die ‚bösartigen Machenschaften‘ der Tier- und Pflanzenwelt ...

Farina Graßmann hält mit True Crime in Nature ein kleines Highlight für mich parat. Ich mochte nicht nur den unglaublich guten Humor mit dem sie die ‚bösartigen Machenschaften‘ der Tier- und Pflanzenwelt präsentiert, sondern auch die direkte Ansprache („stellen sie sich einmal vor…“,). Die Kombination hat bei mir eine richtige Sogwirkung erzeugt, sodass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Auch die Zeichnungen des Illustrators Cornelis Jettke sorgen dafür, dass der Inhalt mit Spaß konsumiert wird und Wissen sich dadurch fast schon spielerisch angeeignet wird.

Ich weiß nicht, ob ich den Blick vom Schreibtisch in den Garten jemals wieder ohne dieses Kopfkino vollziehen kann. Denn den Garten sehe ich (momentan) definitiv mit ganz anderen Augen. Ein tolles Sachbuch, das Spaß macht und neben altbekannten tierischen Machenschaften, auch einiges an neuem Wissen auf humorvolle Weise präsentiert. Eine absolute Empfehlung für alljene, die gerne mehr über die Pflanzen- und Tierwelt wissen möchten.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Der Geschwisterwunsch und seine Folgen.

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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Danica ‚Dani‘ wünscht sich von ihrer alleinstehenden Mutter unbedingt ein kleines Geschwisterchen. Doch diese lehnt ihren Wunsch strikt ab. Doch dann spielt Dani mit ihrer Freundin Minna am Handy ihrer ...

Danica ‚Dani‘ wünscht sich von ihrer alleinstehenden Mutter unbedingt ein kleines Geschwisterchen. Doch diese lehnt ihren Wunsch strikt ab. Doch dann spielt Dani mit ihrer Freundin Minna am Handy ihrer Mutter rum und swiped bei einem peinlichen Typen versehentlich nach rechts. Dani hat das schon längst wieder vergessen als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie sich verliebt hat. Björn, der peinliche Typ, bringt auch noch einen Bruder mit in die Familie. Doch der Grufti Joschi erfüllt ihrer Traum von einem Geschwisterchen absolut nicht. Nun muss Plan B her und Dani macht sich auf die Suche nach ihrem dänischen Spendervater, hat CRPO:4268 vielleicht noch mehr Kinder?

Die Graphic Novel Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer von Elin Lindell zeichnet sich durch einen außergwöhnlichen Zeichenstil und einem guten Humor aus, der mich komplett erreichen konnte.

In einem lustigen Gewand verpackt Lindell viele ernstere Themen (Samenspende, Patchworkfamilie, Umzüge und ihre Folgen) und auch solche, die in Kinderbücher noch wenig Platz finden. Die Protagonistin Danica ist nicht nur ohne ihren/einen Vater aufgewachsen, sondern sie kennt von ihrem Erzeuger auch nur seine Nationalität und seinen Erkennungscode bei der Samenspende.

Und das neue Geschwisterchen ist kein süßes Baby, sondern ein Junge zu dem sie keinerlei Bezug hat und der ganz anders ist als sie. Eine Situation, die einige Kinder kennen, wenn für sie das Leben in einer Patchworkfamilie beginnt.

Die Aufarbeitung der Themen hat mir super gefallen, auch weil sie eigenen Spielraum für Interpretationen lassen und durch den Humor locker rübergebracht werden. Bei der Altersempfehlung würde ich tendenziell eher zwei Jahre draufpacken, auch weil ich die Protagonistin zwischen 12-14 einordnen würde.

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