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Veröffentlicht am 11.03.2025

✎ Sabine Städing & SaBine Büchner - Petronella Apfelmus Bilderbuch 1 Oh weh, oh Schreck, der Strumpf ist weg!

Petronella Apfelmus - Oh weh, oh Schreck, der Strumpf ist weg!
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Petronella Apfelmus kannten wir bisher nur vom Hörensagen. Als ich sah, dass es nun auch ein Bilderbuch dieser bekannten Figur gibt, wollten wir den Sprung wagen.

Leider hat uns die Geschichte so gar ...

Petronella Apfelmus kannten wir bisher nur vom Hörensagen. Als ich sah, dass es nun auch ein Bilderbuch dieser bekannten Figur gibt, wollten wir den Sprung wagen.

Leider hat uns die Geschichte so gar nicht abgeholt.

Das lag zum einen an den Reimen. Diese sind sehr holprig und es gibt kaum ein einheitliches Schema. Das macht schon das Vorlesen schwierig, da man sich ständig umstellen muss.

Zum anderen ist die Erzählung zu lang. Es gibt für die angepeilte Zielgruppe viel zu viele Informationen. Derer bedarf es gar nicht, denn die Bilder sprechen bereits eine gewaltige Sprache.

Diese sind im Endeffekt auch das, was uns hat durchhalten lassen. Wir haben intensiv die Zeichnungen angeschaut, gelacht, gesucht, entdeckt, …

Noch wartet ein Kinderroman aus der Serie bei uns darauf, (vor)gelesen zu werden. Wir hoffen, dieser gefällt uns besser, denn Petronella scheint sehr sympathisch zu sein …

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 10.03.2025

✎ Kerstin Hau - Karneval im Hühnerstall

Karneval im Hühnerstall
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Faschingsbücher findet man in unserem Regal kaum. Daher dachte ich, dass es doch ganz nett wäre, dieses bunte Exemplar bei uns einziehen zu lassen. Leider wird es uns ganz schnell wieder verlassen …

Die ...

Faschingsbücher findet man in unserem Regal kaum. Daher dachte ich, dass es doch ganz nett wäre, dieses bunte Exemplar bei uns einziehen zu lassen. Leider wird es uns ganz schnell wieder verlassen …

Die Illustrationen sind total schön. Für die Zielgruppe ab 4 sind sie bestens geeignet.
Sie sind bunt und groß, aber nicht zu überladen. Dennoch gibt es auf den Seiten genug zum Angucken und Entdecken.

Die Geschichte selbst hat uns leider nicht abgeholt.
Wir fanden es zwar wirklich toll, wie der Fuchs sich im Hühnerstall amüsiert hat, doch uns fehlt die Moral. Man hätte hier so viele Sachen für die Kleinen herausziehen können. Gesprächsanlässe bietet die Erzählung, doch das Ende macht dies zunichte.

Ich persönlich brauche nicht immer ein lehrreiches Buch, es darf auch einfach mal nur lustig sein und Spaß machen, doch hier wurde in meinen Augen falsch abgebogen.

Kinder könnten sooo viel aus dem Geschriebenen mitnehmen, doch das Einzige, was sie lernen, ist, dass man sich am besten immer versteckt.
Weder mir noch meiner 7-Jährigen, die sehr auf Bilderbücher steht, hat „Karneval im Hühnerstall“ besonders gefallen. Vor allem den Schluss mochten wir nicht.

Unter einem QR-Code gibt es eine Bastelanleitung für eine Fuchsmaske. Es wäre schön gewesen, wenn direkt im Buch ein Blatt zum Heraustrennen gewesen wäre.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 10.03.2025

✎ Claire Winter - Die verbotene Zeit

Die verbotene Zeit
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Bereits 10 Jahre ist dieser Titel auf dem Markt. Bereits 80 Jahre ist der 2. Weltkrieg zu Ende. Und doch haben manche Menschen noch immer nichts gelernt …

Claire Winter hat mit „Die verbotene Zeit“ einen ...

Bereits 10 Jahre ist dieser Titel auf dem Markt. Bereits 80 Jahre ist der 2. Weltkrieg zu Ende. Und doch haben manche Menschen noch immer nichts gelernt …

Claire Winter hat mit „Die verbotene Zeit“ einen soliden historischen Krimi geschrieben.

Ich habe dem Geschehen gerne gelauscht, bin jedoch über die ein oder andere Ungereimtheit gestolpert.
Zum einen gibt es Namen, bei denen ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie zu dieser Zeit verwendet wurden.
Zum anderen wurden Fingerabdrücke zur Identifikation in einer Weise zu einer Zeit herangezogen, die damals noch nicht so ausgefeilt war wie heute.

Hinzu kommen Gedankengänge der Autorin, deren es meiner Meinung nach nicht bedurfte.
Carlas Amnesie spielt zwar immer wieder eine Rolle, die Geschichte würde jedoch auch ohne dieses Detail funktionieren.
Auch welche Rolle genau Carlas Ehemann einnimmt, hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 20.02.2025

✎ Ferdinand Auhser - Bakabu 16 Bakabu und die Kostüm-Party

Bakabu und die Kostüm-Party
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Wir hatten uns „Bakabu und die Kostüm-Party“ gewünscht, weil wir dachten, uns so schon mal auf die 5. Jahreszeit einstimmen zu können. Doch es kam anders …

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, dass ...

Wir hatten uns „Bakabu und die Kostüm-Party“ gewünscht, weil wir dachten, uns so schon mal auf die 5. Jahreszeit einstimmen zu können. Doch es kam anders …

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, dass Bakabu bereits eine beträchtliche Reihe ist. In Österreich scheint der kleine Ohrwurm sehr bekannt zu sein. Ich hatte bis dato noch nie etwas von ihm gehört.

Da wir mit den Figuren nicht vertraut waren, hätte ich mir eine kurze Vorstellung auf der Umschlagseite gewünscht. Immerhin kommen in der Geschichte 7 Charaktere vor:

- Bakabu, ein Ohrwurm
- Mimi Lou, eine durchgeknallte Knallfröschin mit Sprachproblem
- Charlie Gru, eine ängstliche Tontaube, die stottert und die Wortanfänge manchmal verdreht
- Onkel Kornett, eine Ohrmuschel
- Ukuleila, eine schrille Grille
- Jack Embalo, ein maulender Maulesel
- Camillo, ein Klang-Chamäleon

Die meisten kann man gut erkennen - spätestens dann, wenn gesagt wird, was sie sind.
Onkel Kornett haben wir bis zum Schluss nicht erkannt. Es wird nur in einem Nebensatz gesagt, dass sich die Freund*innen beim Nebelhorn der Ohrmuschel treffen. Wir haben „Ohrmuschel“ jedoch nicht mit „Onkel Kornett“ verbunden. Erst während meiner Recherche wurde uns dies klar.

Hinzu kommt, dass wir noch immer nicht verstehen, was ein Klang-Chamäleon sein soll. Meine Nachforschungen diesbezüglich haben nichts ergeben. Und der Satz „Klang-Chamäleons ändern ihre Farbe, wenn sie pfeifen.“ hat uns ebenso wenig weitergebracht. Vielleicht ist es der Fantasie des Autors entsprungen.

Am meisten hat mein Kind aber die Anleitung zum Pfeifen gestört. Sie selbst kann es bereits. Hat es irgendwann von sich aus gewollt und probiert, bis sie es konnte. Mit der Anleitung im Buch (Lippen wie ein O formen und Zunge an die unteren Zähne) klappt es keinesfalls. Wir haben es mit mehren Personen ausprobiert, aber nach diesem Hinweis ist es niemanden gelungen. (wir haben die Zunge alle an den oberen Zähnen)

Die Bilder sind bunt und platzeinnehmend. Es gibt wenige Details zu entdecken, die zum Verweilen einladen. Die Illustrationen sind sehr klar und fokussiert, um sie auch in einer großen Kinderrunde ansehen zu können.
Lediglich auf den letzten beiden Seiten passen Bild und Text nicht ganz zusammen, denn „es wird schon dunkel“ und trotzdem ist der Himmel noch weiß und hellblau.

Ansonsten fanden wir die Geschichte wirklich süß.
Niemand wird ausgeschlossen. Alle helfen sich gegenseitig. Es gilt das Motto: Probiere es, bis du es kannst.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.02.2025

✎ Sophie Schoenwald - Bär 1 Post für dich

Post für dich
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Ich hatte früher ständig Brieffreund*innen. Ich war sogar in einem Club, in dem man immer wieder neue Leute kennenlernen konnte. Leider hielt das nie lange an, weil die meisten doch nicht so viel Bock ...

Ich hatte früher ständig Brieffreund*innen. Ich war sogar in einem Club, in dem man immer wieder neue Leute kennenlernen konnte. Leider hielt das nie lange an, weil die meisten doch nicht so viel Bock hatten - obwohl in meiner Generation Handys noch nicht so populär waren.

Seit dem Sommer hat auch meine knapp 7 Jährige eine Brieffreundin. Sie schreiben sich zu besonderen Gelegenheiten kleine Zettelchen und malen Bilder. Wenn ein Umschlag mit ihrem Namen im Briefkasten liegt, ist sie sehr glücklich.
Daher war es für uns interessant zu sehen, was der Brief vom Bär auslöst …

Wir haben hier eine Geschichte, in der ein Brief von Tier zu Tier wandert. Das war ursprünglich wahrscheinlich nicht so vorgesehen und ich hatte bei den ersten Malen ein nicht sooo gutes Gefühl. Ich möchte zum Beispiel nicht, dass meine Worte, die ich jemand Bestimmten geschrieben habe, für andere 1:1 verwendet werden.

Die Illustrationen sind wirklich gut gelungen. Allein deshalb haben wir das Buch mehrmals durchgeblättert. Vor allem die Gefühle, die der Brief bei den Tieren auslöst, kommen gut rüber.

Was mich jedoch gestört hat, war, dass immer wieder die Rede von „Worten“ ist.
Beim Absender heißt es zudem:

»Die erste Hälfte des Morgens verbrachte der Bär mit sorgfältigen Überlegungen,
die zweite Hälfte damit, die Überlegungen in Schönschrift aufzuschreiben.«

Als wir den Inhalt am Ende endlich auch zu Gesicht bekamen, waren sowohl mein Kind als auch ich erstaunt, dass es gar nichts zu lesen gab.
Und noch erstaunter fragte mich meine Tochter: „Erkennt Bär seinen eigenen Brief nicht wieder?!?“

Die Idee hinter der Erzählung ist herzallerliebst. Wir haben dadurch wirklich schöne Gespräche führen können, da ich mittlerweile auch immer mal wieder kleine Zettelchen mit lieben Worten bekomme.

Die Kollision von Wort und Bild fanden wir hingegen nicht so toll.
Kleinen Kindern fällt das vielleicht nicht auf. Doch da ich mir dieses Buch auch gut im Grundschulunterricht vorstellen kann, weil die Kinder da eben selbst anfangen zu schreiben und mächtig stolz darauf sind, war uns zumindest das Detail ins Auge gefallen.

©2025 Mademoiselle Cake