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Veröffentlicht am 02.04.2025

Romeo, Julia und Rosaline

Rosaline
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Diesen neuen Roman von Natasha Solomons konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Ich habe von der Autorin schon schon einige Romane gelesen und mir haben sie allesamt recht gut gefallen. Daher habe ...

Diesen neuen Roman von Natasha Solomons konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Ich habe von der Autorin schon schon einige Romane gelesen und mir haben sie allesamt recht gut gefallen. Daher habe ich diesem Buch nur entgegenfiebern können. Denn bei "Rosaline" handelt es sich um ein Retelling von einem der berühmtesten Stücke William Shakespeares: "Romeo und Julia".

Das Liebesdrama zweier Liebenden und ihrer zerstrittenen Familien der Montagues und Capulets wurden schon oft verfilmt, doch in Natasha Solomons Buch rückt Rosaline in den Vordergrund. In sie ist Romeo zu Beginn des Stückes unglücklich verliebt. Romeo beschließt mit Benvolio maskiert das Fest der Capulets aufzusuchen. Hier kann er seiner Angebeten ganz nahe sein, als er plötzlich auf Julia trifft. Rosaline scheint schnell vergessen und die Trgödie um Romeo und Julia nimmt ihren Lauf.

In "Rosaline" reisen wir als Leser im Verlauf der Handlung in das Verona aus Shakespeares Zeit und erleben die Tragödie einmal aus einem anderen Blickwinkel. Vor dem Hintergrund der Pest erleben wir eine Rosaline, die keinesfalls als kühl bezeichnet werden kann. Sie ist in Trauer, als sie auf Romeo trifft. Doch dann nimmt die Geschichte ihren Lauf und Romeos wie Julias Schicksal scheint besiegelt. Allerdings führt Rosaline ihr ganz eigenes Spiel und so erlebt man als Leser ein überraschend, anderes, clever durchdachtes Ende.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich fand es unglaublich spannend, die bekannte Geschichte zweier Liebenden auf bekannte Weise und doch anders kennenzulernen. Man stößt auf viele Bekannte, die hier von der Autorin mit besonders viel Leben und Tiefgang ausgestattet sind. Auch die Location besitzt sehr viel authentischen Flair. Ich konnte mir alles richtig gut beim Lesen vorstellen. Die Änderung des Endes fand ich auch sehr kreativ und schlüssig umgesetzt. Überhaupt lernt man auch die bekannten Charaktere aus dem Drama einmal ganz anders kennen. Und auch Romeo erscheint weit mehr als nur ein unglücklich Liebender zu sein. Das fand ich besonders interessant und spannend. Für Shakespeare-Fans ein absolutes Must-Read!

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Spannungsgeladener Auftakt

Storm Dragons – Gewitter am Ende der Welt
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Geschichten mit Drachen finde ich immer ziemlich spannend und so war ich ganz besonders neugierig mehr über dieses Buch zu erfahren.

Was einen hier erwartet ist ein richtig schöner Abenteuerroman, der ...

Geschichten mit Drachen finde ich immer ziemlich spannend und so war ich ganz besonders neugierig mehr über dieses Buch zu erfahren.

Was einen hier erwartet ist ein richtig schöner Abenteuerroman, der stark startet und immer mehr Spannung aufbaut. Man kommt von Anfang an gut in die Geschichte rein und hat das Gefühl selbst bei den Piraten zu sein. Alles kann man sich sehr gut vorstellen und so erlebt man auch die Actionszenen um einiges intensiver. Ich denke da kommen vor allem jüngere Drachenfans ab 10 Jahre auf ihre Kosten. Der Schreibstil spricht auf jeden Fall jüngere Leser wie auch Erwachsene an.

Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe und ich muss sagen das mir ein Stand alone besser gefallen hätte. Nichtsdestotrotz lernt man tolle Charaktere kennen und so fand ich Remy und auch Gem ziemlich gut getroffen. Ich denke das beide Figuren Potenzial bieten um sich in die Geschichte hinein zu versetzen. Die Suche nach den Wahren Drachen ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und bietet viele interessante Orte und spannende Handlungsabläufe. Wir treffen auf Piraten, erleben Magie und dürfen natürlich auch Drachen näher kennenlernen. Ob Gem es schafft die Welt zu retten? Das muss man im nächsten Band nachlesen.

Der Auftakt dieser Reihe ist auf jeden Fall sehr lesenswert. Jüngere Leser werden an der Reihe sicherlich ihre Freude haben. Ich fand die Grundstory sehr gut ungesetzt. Auch die einzelnen Charaktere sind sehr stark ungesetzt. Hier bleiben auch Randfiguren nicht blass zurück. Der Schreibstil holt einen auch sofort ab. Jetzt heißt es nur noch warten.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Romantasy zu Romeo und Julia

Für immer dein Feind
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Die Autorin Olivie Blake ist in den letzten Jahren zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. "The Atlas Six" fand ich schon unglaublich lesenswert. Authentische Charaktere, eine spannende und mitreißende ...

Die Autorin Olivie Blake ist in den letzten Jahren zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. "The Atlas Six" fand ich schon unglaublich lesenswert. Authentische Charaktere, eine spannende und mitreißende Story - da ist es auch kein Wunder das ich mich auch über ihr neuestes Werk im Vorfeld sehr gefreut habe. "Für immer dein Feind" konnte mich ebenfalls schwer begeistern. Was für ein Buch!

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich schnell den Eindruck, dass die Handlung sich an das Drama Romeo und Julia anlehnt. Das hat mich gleich noch neigieriger gemacht, denn ich lese sehr gerne Adaptationen und Nacherzählungen und an diesem Klassiker konnte ich natürlich nicht vorbeigehen. Auch hier haben wir zwei verfeindete Familien, in diesem Fall sind es die Antonova-Schwestern und die Fedorov-Brüder. Sie leben und herrschen in New York bis das Unmögliche geschieht: eine Liebe auf den ersten Blick. Eine völlig ausweglose Situation, doch die Liebe und die Leidenschaft zueinander scheint ungebrochen. Das kann natürlich nur zu Problemen führen und so beginnt eine Geschichte, die eine Spirale der Verzweiflung und Hasses mit sich führt. New York wird dabei zu einem Schauplatz - nicht der magischen Liebe sondern des ewigen Rivalitäte und Feindschaft. Und diese Feindschaft artet immer weiter aus. Ob es für die beiden Liebenden ein happy end gibt?

Olivie Blake hat wieder eine großartige Geschichte erschaffen, die sehr viel Tiefgang spüren lässt. Die tief verwurzelte Feindschaft beider Familien ist nicht nur gut nachvollziehbar, man kann es förmlich fühlen. Auch die einzelnen Charaktere fand ich wieder sehr gut. Alle haben ihre Ecken und Kanten, ihre eigenen Geschichten und Geheimnisse. Das fand ich einfach unglaublich. Ab der ersten Seite wird eine zauberhafte Stimmung erzeugt, die einem den Alltag der Hexen näherbringt. Als sich plötzlich Lev und Sasha verlieben, ändert sich alles. Man fiebert daher die ganze Zeit mit und auch den Epilog fand ich sehr schön. Der Schreibstil selbst ist wieder einmal großartig. Man kommt gut in die Handlung rein und möchte eigentlich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Eine packende und sehr schöne Geschichte mit wunderbaren Charakteren.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Tolles Finale - geniale Trilogie

Vengeance of the Pirate Queen - Fürchte meine Rache
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Für Leser und Liebhaber von Piratengeschichten ist diese Reihe wirklich zu empfehlen. Sowohl die beiden vorherigen Bände, als auch dieser finale Band sind absolut lesewert.

Dieses Buch ist der gelungene ...

Für Leser und Liebhaber von Piratengeschichten ist diese Reihe wirklich zu empfehlen. Sowohl die beiden vorherigen Bände, als auch dieser finale Band sind absolut lesewert.

Dieses Buch ist der gelungene Abschluss einer spannenden dreiteiligen Reihe. Nachdem im ersten und zweiten Band Alosa, die Tochter eines Piratenkönigs und einer Sirene, im Vordergrund stand, dreht sich hier alles um Alosas Assassinin Sorinda. Dadurch verändert sich auch der Blickwinkel auf die Geschichte. Wieder wird die Handlung aus der Ich-Perspektive erzählt, dich diesmal ist eben nicht Alosa, sondern Sorinda da Erzählerin. Das fand ich zunächst etwas verwirrend, im Verlauf der Geschichte jedoch ziemlich spannend.

Sorinda, Kapitänin der Vengeance, erhält von Alosa einen bedeutenden Auftrag, wobei es um vermisste Spione geht. Dabei darf natürlich auch nicht die passende Crew fehlen und hierbei kommt der Pirat Kearan ins Spiel.

Beim Lesen ist man nicht nur direkt auf dem Schiff, man spürt auch richtig die Emotionen der Hauptprotagonistin. So ist das Knistern zwischen Sorinda und Kearan nicht nur authentisch sondern auch richtig spürbar. Das Piratenabenteuer nimmt einen als Leser einfach sofort mit und ich bin mit großer Freude wieder in diese Romantasy eingestiegen. Die Autorin erschafft ein mitreißendes Kopfkino das einen nicht mehr loslässt. Seite für Seite habe ich mit Begeisterung dieses große Piratenabenteuer gelesen. Auch wenn ich diesen Band etwas schwächer (im Vergleich zu den anderen Bänden) fand, kann ich diese Buchreihe nur empfehlen. Das Setting, die Grundstory, aber vor allem diese unglaublich interessanten und tiefgründigen Charaktere haben es mir besondersangetan. Für mich ist diese Reihe ein großes Highlight, das man gerne immer wieder liest.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Atmosphärischer Krimi

Der Mörder ist immer der Esel. Stella Honeycut ermittelt
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Ein perfekter Krimi für Zwischendurch mit Witz und Charme ist dieser hier.

Hier geht es um das Dorf der Esel, einen Eselbrunnen und einen Mord. Das Opfer gehört zur Gin-Destillerie und war im Dorf mehr ...

Ein perfekter Krimi für Zwischendurch mit Witz und Charme ist dieser hier.

Hier geht es um das Dorf der Esel, einen Eselbrunnen und einen Mord. Das Opfer gehört zur Gin-Destillerie und war im Dorf mehr als verhasst. Stella Honeycut erwartet hier ein ganz besonderer Fall (bereits der zweite!) und hat alle Hände voll zu tun.

Diese Ermittlungen werden immer wieder erschwert, denn irgendwie hatte jeder ein Motiv für die Tat. Und so verstrickt sich so mancher in einem Geflecht aus Lügen und Erpressung. Doch wer ist für das Verbrechen verantwortlich? Was hat es mit der Destillerie auf sich und welche Geheimnisse verbirgt die Höhle am Strand?

Ich fand den Krimi richtig gut. Er ist angenehm geschrieben und lässt sich zügig lesen. Auch das Setting fand ich für diesen Roman sehr gelungen. Man kann sich alles beim Lesen richtig gut vorstellen und nicht zuletzt Stella Honeycut ist eine großartige Ermittlerin, die man gerne bei ihren Aktivitäten begleitet. Die Reise in das Dorf der Esel ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Zumal es auch noch am Ende des Buches ein vielversprechendes Rezept eines Birnenkuchens gibt. Ein wundervoller, spannender Fernweh-Krimi für Zwischendurch.

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