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Veröffentlicht am 24.04.2025

Jeder Schurke braucht einen Helden

Thousand Autumns. Buch 1
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Jeder Schurke braucht einen Helden.

Tja, was soll ich sagen - ich war neugierig auf das chinesische Light Novel von einer sehr populären Autorin im asiatischen Raum. Es ist übrigens einer der ersten ...

Jeder Schurke braucht einen Helden.

Tja, was soll ich sagen - ich war neugierig auf das chinesische Light Novel von einer sehr populären Autorin im asiatischen Raum. Es ist übrigens einer der ersten Light Novels, die im Programm eines Publikumsverlags erscheinen, der keine Mangasparte hat.

Es hat mich stark an „Tiger & Dragon“ erinnert, dem Drama, das Anfang der 2000er aus dem asiatischen Raum zu uns hinüber schwappte. Sowohl die Kampfkunst als auch die Dialoge. Ich mochte den Film damals.

Die Hauptfiguren sind beide sehr starke Charaktere, aber auf denkbar gegensätzliche Weise. Shen Qiao ist der Anführer einer Kampfkunstschule, er hat ein reines Herz. Doch sein Leben ändert sich, als er nach einem Kampf nur schwer verletzt überlebt und all seine erworbene Stärke verliert. Yan Wushi findet ihn - und nimmt ihn mit an die Huanyue-Schule, doch nicht etwa mit der ehrenvollen Absichten. Er will ihn gesund pflegen - und sein reines Herz verderben. Shen hat zu allem Überfluss sein Gedächtnis verloren und Yan gibt sich als sein Meister aus …

Aber halt, ganz so einfach ist es nicht. Es entwickelt sich trotz der angekündigten BoysLove Prämisse zunächst in eine andere Richtung. Schon nach wenigen Dutzend Seiten sucht sich Shen allein seinen Weg durch das altertümliche China auf der Suche nach alter Stärke. So manches mal werden ihm auch Wegbegleiter oder Gegner zur Seite gestellt.

Meng Xi Shi webt sehr viel historischen Input mit ein - interessant, keine Frage! Aber wenn ihr mich jetzt nach Details fragen würdet, ich würde nichts mehr wissen. Es war faszinierend, so viel über die Geschichte Chinas zu erfahren. Doch ohne tiefere Vorkenntnis bleibt nicht allzu viel haften. Ich kann mir aber vorstellen, dass der geschichtliche Inhalt - so aufgearbeitet - im asiatischen Raum Erfolge feiert. Für mich war er einfach zu dicht.

Der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich schnell im Buch voran kam. Einfach, flüssig und manchmal sarkastisch. Insbesondere die Dialoge zwischen Shen und Yan fand ich sehr amüsant. Die beiden waren wie Feuer und Wasser, die aufeinander prallen. Auch die Beschreibungen von Landschaft und Städten sorgten bei mir für Kopfkino. Andererseits war ich immer nur der Beobachter von der Seitenlinie aus. Die tiefgehende Auseinandersetzung mit der Handlung hat mir gefehlt. Warum ist Wushi beispielsweise so wie er ist? Solche Sachen haben mich einfach nicht erreicht.

Der erste Band ist prachtvoll aufgemacht. Ich war hin und weg. Artwork im Mangastyle, eine farbige Karte. Ein Namenverzeichnis, ein Glossar, ein Grußwort der Autorin, Anmerkung der Übersetzerin, Fußnoten im Fließtext, wo der westliche Leser darüber stolpern könnte - kurzum: Der Verlag hat wirklich alles getan, um uns den Einstieg ins Buch so einfach wie möglich zu machen!

Fazit? Es gibt viele Aspekte, die ich wirklich gut fand. Insbesondere das Magiesystem hat mich begeistert, weil ich es aus vielen Animeserien wiedererkannt habe. Doch richtig begeistern konnte mich „Thousand Autums“ nicht. Der letzte Funke hat für mich gefehlt.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Für Orientfans

Der Sternenstaubdieb
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„Wenn ihr je in der Wüste gewesen seid und dort eine Stimme aus eurer Vergangenheit hört, die euch anbietet, euch eure sehnlichsten Wünsche zu erfüllen, dann schlagt rasch einen anderen Pfad ein …“

Wer ...

„Wenn ihr je in der Wüste gewesen seid und dort eine Stimme aus eurer Vergangenheit hört, die euch anbietet, euch eure sehnlichsten Wünsche zu erfüllen, dann schlagt rasch einen anderen Pfad ein …“

Wer die Erzählungen aus 1001 Nacht liebt, sollte sich diese Geschichte - gemacht aus Wüstensand und Basargeschichten - nicht entgehen lassen. Warum ich persönlich trotzdem nur zu einem moderaten Ergebnis komme, erfahrt ihr in der Rezension.

Loulie ist bekannt als die Mitternachtshändlerin - sie sucht Relikte in der Wüste und verkauft sie. An ihrer Seite ist stets Quadir, ein Freund und Dschinn. Als der Sultan jedoch nach einem besonderen Relikt verlangt, wird die Suche gefährlich. Gemeinsam mit anderen Weggefährten begibt sie sich auf eine gefährliche Reise zu den verlorenen Dschinnstädten - doch die Gefahr lautet nicht nur im Sand.

Der Anfang fasziniert. Ein unheilvoller Pakt zwischen zwei royalen Brüder bringt Mazen die Freiheit, in die Stadt zu gehen und Geschichten zu lauschen. Dabei trifft der Prinz die Mitternachtshändlerin - und wir bekommen einen Einblick in die Welt, in die uns die Autorin entführen möchte. Eine Welt voller Geschichten, voller orientalischer Elemente und der geballten Dschinmagie. Der Roman begann also schon mal vielversprechend. Wir bekommen die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Der jüngere Prinz Mazen hat genug davon, im Palast vor sich hin zu rotten und will Abenteuer erleben, ist aber längst nicht so kriegslustig wie sein älterer Bruder. Ich mochte ihn, obwohl er anfangs noch naiv daher kam, er entwickelt sich aber im Laufe der Reise. Loulie ist da schon ein anderes Kaliber - als Mitternachtshändlerin ist sie tough und entscheidungsfreudig - mit ihr war ich gerne unterwegs! Besonders, da sich ihre Vergangenheit erst nach und nach entfaltet und sie schon ein bisschen Erfahrung mit der Wüste und der Welt gesammelt hat. Quadir, der immer bei ihr ist, fand ich auch ziemlich cool. Mit Aishas Perspektive kommt noch eine der 40 Räuberinnen des Sultans bzw. Des ältesten Prinzen hinzu. Natürlich bringt diese auch ganz eigene Ziele und Absichten mit ins Buch. Insgesamt war das Team dynamisch und es machte mir über große Strecken Spaß, ihnen zu folgen. Vor allen Dingen, da sie ohne große Romanzen zwischeneinander auskamen. Dazu müssen sie ja schließlich erstmal Vertrauen fassen und von Fremden zu Kammeraden werden. Diese Bindung stand im Vordergrund.

Wir erleben viel Dschinnmagie, viele Verzauberungen und viele plötzliche Angriffe. Actionszenen kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Und trotz der andauernden Spannung, hat es mich irgendwann verloren. Das Tempo hat für mich einfach nicht gestimmt. Einmal sind sie von einer Misere in die nächste tödliche Auseinandersetzung gestolpert, dann plätscherte die Geschichte vor sich hin. Die Ausgewogenheit, die ich normalerweise brauche um am Ball zu bleiben, hat mir einfach gefehlt. Am liebsten hätte ich die Truppe geschüttelt, wenn das Tempo fehlte - und ja, ich rede nicht nur vom Schrittempo, sondern auch von den Dialogen, die sich oft im Kreis bewegten. Nicht immer - aber oft.

Für Orientfans eine Empfehlung! Von mir bekommt das Buch trotzdem nur 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

High-Fantasy Funke ohne prasselndes Feuer

The Fury of Kings
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The Fury of the Kings hat viele Elemente, die ich liebe. Ein High-Fantasy Setting, ein nordisch angehauchtes Land, viele Legenden und Mythen, mysteriöse Magie und eine explosive politische Ausgangssituation, ...


The Fury of the Kings hat viele Elemente, die ich liebe. Ein High-Fantasy Setting, ein nordisch angehauchtes Land, viele Legenden und Mythen, mysteriöse Magie und eine explosive politische Ausgangssituation, da der König einen brüchigen Frieden verwaltet, der zu fallen droht. Eine perfekte Mischung, oder?

Vor Jahrzehnten wurde der Frieden mit den Nachbarn bitter erkämpft. Doch als der Trohnfolger ermordet wird, stürzt Erland in eine Tiefe Krise. Der alternde König zieht sich zurück und wird immer unberechenbarer. Krieg mit West-Erland droht, denn die Mutter des jungen Lord zieht an gefährlichen Fäden, um ihr Reich für ihren Sohn Raymund zu stärken. Gleichzeitig droht aus der ferne dunkle Magie …

Ich mochte das Setting wirklich sehr. Im Umschlag des Buches befindet sich eine Orientierungskarte, die wir auch rege im Laufe des Romans bereisen. Die unterschiedlichen Städte, Bräuche und Gewohnheiten habe ich sehr genossen und mich gefreut, wenn das Setting gewechselt hat und ein weiterer Teil der Karte aufgedeckt wurde. Ich mag es einfach, wenn die Figuren nicht nur statisch im Trohnsaal rumhocken.

Die Atmosphäre war düster und bedrohlich - natürlich, es droht Krieg, Schlachten werden geschlagen. Für mich war es nicht zu düster, sondern verstärkte für mich das ganze Bedrohungsgefühl, dass die Lage jederzeit kippen könnte. Das hat der Autor richtig gut dargestellt.

Es gibt viele PoVs, denen der Leser abwechselnd folgt. Fiel es mir schwer, diese auseinander zu halten? Nein, jeder war einzigartig und hatte seine eigenen Wünsche, Träume und Ziele. Ich mochte übrigens die weibliche Fraktion deutlich lieber als die männliche - ansonsten ist es bei mir andersherum. Besonders gern habe ich Pherrys Strang verfolgt - ihre aufgeweckte neugierige Art hat mich oft zum Lachen gebracht. Genauso Helana, die zwischen Freiheitsliebe und Pflichtgefühl hin und her geworfen wird. Genauso mochte ich eine Diebestruppe, die unerwartet zu Geld kommt.

Doch das sind noch lange nicht alle! Da gibt es noch Raymund, den jungen trunksüchtigen Lord, da gibt es noch Osian, der sich als Adelsspross beweisen will, da gibt es noch die junge Braut von König Hessian … ihr merkt was, oder? Trotz dessen, dass ich keine Schwierigkeiten hatte, die Charaktere zu definieren, konnte ich mich dennoch nicht wirklich an sie binden. Dafür waren es einfach zu viele, dafür waren sie mir nicht gut genug ausgearbeitet. Auf mich haben sie leider stereotypisch gewirkt - für tiefer gehende Charakterbildung war auch einfach keine Zeit, da sich der Autor um zu viele Figuren auf einmal kümmern musste. So schickte er sie immer wieder auf Aktionen, deren Ende ich mir schon ausmalen konnte und wofür ich sie manchmal hätte schütteln können. Wirklich …


Witzigerweise lässt der schale Geschmack von Genervtheit nach, je mehr Abstand ich von dem Buch bekomme. Es ist kein schlechtes Buch, es ist sogar eine gute Geschichte mit reichlich grauen Charakteren, bei denen man sich nicht sicher sein kann, auf welcher Seite sie gerade stehen. Der Autor wollte nur zu viel in das Buch hineinpacken - und dafür solche Sachen wie Charakterbuilding vernachlässigt - und das hat mich bei der Lektüre immer wieder rausgeworfen.

Ich empfehle es für jeden, der High-Fantasy und graue Charaktere mag. Gebt ihm eine Chance - vielleicht entfacht der Funke bei euch sein Feuer, der bei mir leider verglüht ist.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Asiatische Urban Fantasy trifft auf Hunger Games

Immortal Longings
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Nur einer kann die tödlichen Spiele in San-Er gewinnen - und sowohl die verschollene Prinzessin Calla, der ehemalige Höfling Anton und der Thronanwärter August. Intrigen und Verrat lauern hinter jeder ...

Nur einer kann die tödlichen Spiele in San-Er gewinnen - und sowohl die verschollene Prinzessin Calla, der ehemalige Höfling Anton und der Thronanwärter August. Intrigen und Verrat lauern hinter jeder Ecke. Wen kann man trauen, wer ist der Verräter?

Eines kann Chloe Gong - und dass ist das Setting so in das Herz des Lesers zu zementieren, das man wirklich das Gefühl hat, dort zu sein. Die Nudeln zu schlürfen, abgewetzte Polster unter dem Po und ein Pager in der Hand. Sie schafft den Spagat zwischen punkiger Moderne der Städte, den Kesselartigen Moloch, die rasiermesserscharfem Schwerter und Dolche, mit denen sich die Spieler an die Kehle gehen. Und zwischen der nagenden Armut der Bevölkerung, die das Hauptmotiv der Protagonisten ist, gegen den herrschenden König zu intrigieren. Sei es aus dem Königspalast heraus oder in den dreckverkrusteten Straßen San-Ers.

Immer, wenn wir in der Geschichte zur Ruhe kamen, habe ich die Erweiterung des Settings wirklich genossen. Ich bin gern mit Calla und Anton durch die Straßen gestreift und habe ihrem Kater gestreichelt und die beiden streiten gehört. Calla, die den König töten will. Anton, der das Preisgeld dringend für die Behandlung seiner Freundin benötigt. Zu August konnte ich weniger eine Verbindung aufbauen. Seine Motive waren klar -der Prinz will den König stürzen, da das Volk leidet. Aber seine Vorstellungen sind für mich zu einfach für einen Adultroman - und er hatte genug Zeit, um das zu überdenken.

Das Buch wird durch die Actionszenen am Leben gehalten - immer wachsam - immer auf einen Hinterhalt gefasst. Der ganze Roman besteht eigentlich aus Straßenkämpfen - an sich wirklich spannend. Ich konnte leider keine wirkliche Bindung zu den Szenen aufbauen, die Beteiligten waren mir fremd.

Das Buch hat mich gut unterhalten, es ist ein Pageturner - auch wenn man sich an die Erzählweise im Präsens erst gewöhnen muss. Richtig angekommen bin ich aber nur in den ruhigen Momenten, auf den Dächern San-Ers oder in den kleinen Wohnungen der Stadt. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Niveauvoll, dicht erzählt und falsch gewichtet

Der Rabengott
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„Geschichten sind gefährlich für jemanden wie mich. Denn was ich sage, muss wahr sein, oder es wird wahr gemacht. Und falls es nicht wahr gemacht werden kann (…) muss ich einen Preis dafür zahlen.“ ...

„Geschichten sind gefährlich für jemanden wie mich. Denn was ich sage, muss wahr sein, oder es wird wahr gemacht. Und falls es nicht wahr gemacht werden kann (…) muss ich einen Preis dafür zahlen.“ Rabengott ist ein dichtes und anderes Werk, man spürt die Kunstfertigkeit der Autorin hinter jedem Satz - sowohl in der Anlage der Charaktere, als auch in der Geschichte selbst. Liebe ich das Buch - nein, ich denke nicht. Es ist andersartig, sticht aus der Masse hervor - mit seiner Vielzahl an Göttern und streitbaren Menschen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe des Statthalters, mit seinem Adjutanten Eolo nachhause zurückkehrt, findet er die Position schon besetzt vor - durch seinen Onkel. Er ist außer sich vor Zorn. Währenddessen erkundet Eolo den Turm des Raben - und dann haben wir noch einen ganz anderen Erzähler, der sein eigenes Spiel spielt. Zunächst war ich gebannt, von den ersten Seiten - ganz so wie es Leckie wohl auch beabsichtigt hatte. Man kommt nicht umhin, die Ansprache und den göttlichen, allwissenden Erzähler zu bemerken - den anderen Spieler, der sein eigenes Spiel spielt. Er hat Eolo zu seinem ganz eigenen Protagonisten auserkoren - und zeigt das auch immer wieder mit der (ungewöhnlichen) Du-Ansprache. Zum Teil ist es faszinierend - habe ich doch bisher wenige Bücher erlebt, die so durchgehend diese Ansprache verwenden. Eolo war auch mein Lieblingscharakter - treu und findig- Mawat hingegen hatte extremere Charaktereigenschaften. Sein Zorn und seine Verbohrtheit standen ihm oft im Weg. Nichts desto trotz habe ich diesen Erzählstrang wirklich gern gelesen. Dann gibt es noch den „göttlichen“ Erzählstrang - im wahrsten Sinne des Wortes. Durch den göttlichen Erzählstrang zeigt die Autorin viel Liebe zur Darstellung von kulturellen und religiösen Besonderheiten und sowie kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Definitionen von Freundschaft und Vertrauen, von Heimat und Fremde sind anders und spannend. Gleichzeitig versucht Ann Leckie diese doch eher erzählende Plotlinie mit Leben zu füllen durch eine ganz spezielle Freundin (die ich wirklich gelungen fand!) - mich persönlich konnte dieser Strang jedoch nicht so sehr abholen wie die Geschichte mit dem leichten Mysterytouch von Eolo und Mawat. Und da liegt mein persönliches Problem, das „Rabengott“ und ich miteinander hatten. Die Gewichtung war für mich eher kompliziert. Kaum hatte ich mich Eolo angeschlossen und war bereit mit Eolo neue Geheimnisse aufzudecken, erzählte und der Gott schon wieder eine Geschichte, ein Gleichniss und katapultierte mich mit seiner breiten Art zu erzählen wieder aus dem Spannungsverlauf heraus. Mit der Zeit war das ermüdend, trotz der eigentlich sehr dichten, niveauvollen Art zu schreiben. Wäre die Waage mehr zur aktuellen Handlung hin geneigt gewesen, hätte mir das Buch wohl insgesamt mehr zugesagt. Ein niveauvolles, dicht geschriebenes Werk, das durch seine ungewöhnliche Perspektive heraus sticht, mich jedoch nicht ganz abholen konnte.

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