Etwas anders als erwartet
How To Kill a Guy in Ten WaysWorum geht es?
Jeden Tag werden unzählige Frauen von Männern belästigt oder missbraucht. Auch Millies Schwester war eine von ihnen und ist seit dieser einen schicksalshaften Nacht nicht mehr sie selbst. ...
Worum geht es?
Jeden Tag werden unzählige Frauen von Männern belästigt oder missbraucht. Auch Millies Schwester war eine von ihnen und ist seit dieser einen schicksalshaften Nacht nicht mehr sie selbst. Auch sie selbst hat genug schlechte Dates erlebt, um die Hilflosigkeit der Frauen nachvollziehen zu können. Deshalb gibt es zwei Dinge, die Millie mit absoluter Sicherheit weiß:
1. Sie muss den unschuldigen Frauen dort draußen helfen.
2. Sie muss den Vergewaltiger ihrer Schwester finden und zur Verantwortung ziehen.
Mit ihrer Hotline Message M ist sie die Rettung für Frauen, die nachts sicher nach Hause kommen wollen. Egal, ob sie auf dem Heimweg verfolgt werden, sich das Date als gruseliger Typ entpuppt oder sie in einer Bar belästigt werden. Die Frauen können auf Millie zählen.
Doch mit jeder Rettungskation und je schwächer Millies Schwester wird, desto mehr wächst ihre Wut. Auf all die Männer, all die Täter dort draußen. Bis sie es nicht mehr aushält und beschließt, diesen Männern selbst Grenzen aufzuzeigen.
Meine Meinung:
Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben sehr vielversprechend auf mich gewirkt. Ich fand die Idee sehr interessant und war gespannt auf die Umsetzung. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen und konnte das Buch sehr flüssig lesen.
Millies Idee mit der Hotline hat mir sehr gefallen. Ich mag den Gedanken, dass Frauen sich gegenseitig helfen, vor allem, weil wir wahrscheinlich alle schon in solch einer unangenehmen/beklemmenden Situation waren.
Doch je länger ich gelesen und Einblicke in Millies Gedanken bekommen habe, desto weniger konnte ich mich mit ihr identifizieren. Ja, die Grundidee der Hotline ist toll, aber das, was darauf folgte, war meiner Meinung nach zu viel. Es war durchaus interessant sie bei der Planung und Durchführung zu begleiten und auch ihr Interesse an James hat etwas Spannung hineingebracht. Doch schlussendlich fand ich vieles davon nicht sehr realistisch und auch das Ende war etwas zu einfach.
Am besten gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Millie und Nina, weil sie einfach immer zu einhundert Prozent zusammenhalten.
Fazit: Die Idee war gut, die Umsetzung war mir etwas zu brutal und unrealistisch. Dennoch hatte ich Spaß beim Lesen.