Zwischen Portal-Fantasy und verpasstem Funken
Die Pforten von LopahrInhalt
Bei ihrer Reise nach Bali stößt Rachel nicht nur auf ihren unheimlich gut aussehenden Stiefcousin Cayl, sondern auch auf eine gefährliche Parallelwelt, die sie nicht wieder so schnell hergeben will. ...
Inhalt
Bei ihrer Reise nach Bali stößt Rachel nicht nur auf ihren unheimlich gut aussehenden Stiefcousin Cayl, sondern auch auf eine gefährliche Parallelwelt, die sie nicht wieder so schnell hergeben will. Ein Pakt soll ihr dabei helfen, zurückzufinden, doch ob das der richtige Weg war, wird sich herausstellen.
Meine Meinung
Neben Rachel und Cayl lernen wir in der Welt von Lopahr noch viele andere Figuren kennen, die Rachel auf ihrem Weg begleiten werden. Allerdings hatte ich bei ihnen das Gefühl, dass sie alle relativ oberflächlich bleiben und wir gar nicht so viel von ihnen erfahren. Ähnlich sieht es auch bei Cayl aus, der bis auf kleine Neckereien ziemlich verschlossen bleibt und wenig von sich preisgibt. Rachel ist gefühlt manchmal ein sehr naives Mädchen und kommt im nächsten Moment doch ziemlich gut "alleine" klar. Leider konnte ich ihre Gefühle zu Cayl so gar nicht nachvollziehen, mir hat die Begleitung im Verlieben-Prozess gefehlt. Sie sagt gern, wie gut er aussieht, aber an ihren Gefühlen konnte ich nicht so richtig teilhaben. Der Romance-Anteil in der Geschichte ist also eher überschaubar, auch wenn es ein zwei Szenen gibt, in denen sich etwas anbahnen wollte, dafür begleiten wir die Charaktere eher auf ihrer Reise zurück zur Pforte.
Dann gab es einen Punkt, den ich einfach inhaltlich nicht verstanden habe, daher hier eine Mini-Spoilerwarnung, auch wenn ich versuche, so wenig wie möglich zu verraten: An einem Punkt erhält sie ein zeitliches Limit und wenig später wird dieses Limit einfach komplett ignoriert und sie kann tagelang durch die Welt streifen. Ich habe leider nicht mitbekommen, ob das an ihrer Form lag und damit erklärt wurde, was ich dann anscheinend überlesen habe, oder ob das einfach ignoriert wurde, ich habe jedenfalls bei vielen Zeitangaben ihrer Reise ständig darüber gegrübelt.
Bali als Handlungsort stand nur am Anfang der Geschichte und wurde kaum ausgebaut, was ich aber auch okay fand. Lopahr dagegen fühlt sich an wie eine tatsächliche parallele Welt, mit ähnlichen Elementen zur Erde, nur ein paar mystischen Figuren mehr und zusätzlicher Magie.
Ansonsten gibt es handlungstechnisch immer mal wieder neues zu entdecken und das Magie-System ist auch nicht das einfachste, ebenso ist es immer mal wieder spannend und dem Schreibstil der Autorin konnte ich ansonsten auch gut folgen.
Trotzdem hat mich die Geschichte letztendlich nicht so richtig überzeugen können. Ich bin mir trotz Cliffhanger daher unschlüssig, ob ich die Reihe fortsetzen möchte.
Fazit: Eine spannende Portal-Fantasy mit interessantem Magiesystem, die jedoch durch oberflächliche Figuren, wenig fühlbare Romance und einen irritierenden Logikbruch (der meiner Lesekompetenz geschuldet sein könnte) hinter ihren Möglichkeiten bleibt.