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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Neuseelandliebe

Der Ruf des Kiwis
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Mit Der Ruf der Kiwis entführt Sarah Lark die Leser erneut nach Neuseeland, dieses Mal aber auch nach London und in die Wirren des Krieges in der Türkei. Wie gewohnt sind die Beschreibungen der Landschaften ...

Mit Der Ruf der Kiwis entführt Sarah Lark die Leser erneut nach Neuseeland, dieses Mal aber auch nach London und in die Wirren des Krieges in der Türkei. Wie gewohnt sind die Beschreibungen der Landschaften atmosphärisch und detailreich – man spürt die Liebe der Autorin zu den unterschiedlichen Schauplätzen, und die historische Recherche ist beeindruckend.
Allerdings wirkt die Geschichte durch die vielen Storylines stellenweise etwas langatmig. Während die vorherigen Bände der Reihe fesselnd und mitreißend waren, fehlt hier etwas der Spannungsbogen, der einen komplett in die Handlung zieht. Die Charaktere sind liebenswert und gut ausgearbeitet, ihre Entwicklungen bleiben jedoch recht vorhersehbar, wodurch einige Überraschungsmomente ausbleiben.
Insgesamt ist Der Ruf der Kiwis eine solide Fortsetzung mit beeindruckenden historischen Einblicken und einer schönen Darstellung der verschiedenen Länder. Dennoch reicht es nicht ganz an die Stärke der Vorgänger heran – wer die Reihe liebt, wird es sicher gerne lesen, sollte aber mit einem etwas langsameren Erzähltempo rechnen.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

So lala

Daydream
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Daydream punktet mit einer schönen Charakterentwicklung und einer gefühlvollen Liebesgeschichte, die sich authentisch entfaltet. Besonders die Themen Wertschätzung gegenüber Frauen und der Umgang mit sexuellen ...

Daydream punktet mit einer schönen Charakterentwicklung und einer gefühlvollen Liebesgeschichte, die sich authentisch entfaltet. Besonders die Themen Wertschätzung gegenüber Frauen und der Umgang mit sexuellen Erfahrungen werden sensibel und aktuell behandelt, was dem Buch eine gewisse Tiefe verleiht. Zudem wird das toxische Familiengefüge der Protagonistin gut dargestellt, wodurch ihre innere Entwicklung und die Herausforderungen, mit denen sie kämpft, noch greifbarer werden.

Allerdings ist der Slow Burn hier sehr slow – die Geschichte kommt nur langsam in Fahrt und zieht sich stellenweise ziemlich. Wer eine schnelle, mitreißende Romance erwartet, könnte hier etwas ungeduldig werden. Dafür weckt das Buch starke Emotionen, besonders wenn es um den Ex-Freund der Protagonistin geht – man kann gar nicht anders, als ihn regelrecht zu hassen.
Insgesamt ist Daydream eine nette Abwechslung für zwischendurch, besonders für Leser, die langsame Liebesgeschichten mit emotionaler Tiefe, familiären Konflikten und wichtigen gesellschaftlichen Themen schätzen. Wer jedoch ein hohes Erzähltempo bevorzugt, könnte sich hier stellenweise etwas verloren fühlen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Leider enttäuschend

Tödliche Gaben
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Ich hatte mir von Tödliche Gaben deutlich mehr erhofft, vor allem bei einem Autor wie Simon Beckett. Leider konnten mich nur zwei der Kurzgeschichten wirklich überzeugen – der Rest war thematisch sehr ...

Ich hatte mir von Tödliche Gaben deutlich mehr erhofft, vor allem bei einem Autor wie Simon Beckett. Leider konnten mich nur zwei der Kurzgeschichten wirklich überzeugen – der Rest war thematisch sehr sprunghaft und wenig fesselnd. Teilweise habe ich mich gefragt, warum ich überhaupt weiterlesen soll. Die Erwartungen an spannende, gut durchdachte Kurzkrimis wurden hier nicht erfüllt. Statt eines roten Fadens wirkt die Sammlung eher wie ein wilder Mix ohne klares Konzept. Schade, denn das Potenzial wäre da gewesen. Für zwischendurch okay, aber kein Muss.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Leider keine gelungene Fortsetzung

Unter fernen Himmeln
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Dieser fünfte Teil der Reihe konnte mich leider nicht mehr wirklich überzeugen. Während die Vorgänger mit starken Charakteren und mitreißenden Geschichten punkten konnten, fehlt es diesem Band an der gewohnten ...

Dieser fünfte Teil der Reihe konnte mich leider nicht mehr wirklich überzeugen. Während die Vorgänger mit starken Charakteren und mitreißenden Geschichten punkten konnten, fehlt es diesem Band an der gewohnten Tiefe. Die liebgewonnenen Figuren aus den ersten Teilen sind nicht mehr dabei, und die neuen Charaktere wirken eher konstruiert und entwickeln sich kaum.
Die Erzählung springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, doch die Verbindung beider Zeitebenen ist nur mäßig gelungen. Zwar gibt es einige schöne Momente, aber insgesamt fehlt es an der emotionalen Kraft der früheren Bände. Leider kein würdiger Nachfolger der Reihe.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Leider nicht meins

Erdbeeren und Zigarettenqualm
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Erdbeeren und Zigarettenqualm hatte das Potenzial, eine tiefgehende Geschichte über bedeutende Themen zu erzählen, doch leider bleibt es bei einem oberflächlichen Herantasten ohne wirkliche Tiefe. Statt ...

Erdbeeren und Zigarettenqualm hatte das Potenzial, eine tiefgehende Geschichte über bedeutende Themen zu erzählen, doch leider bleibt es bei einem oberflächlichen Herantasten ohne wirkliche Tiefe. Statt sich intensiv mit den zentralen Themen auseinanderzusetzen, verliert sich die Erzählung in einem ständigen Drumherumreden, sodass die eigentliche Botschaft kaum zur Geltung kommt.
Besonders störend ist die Schreibweise in der Du-Perspektive, die anfangs vielleicht noch ungewöhnlich und einnehmend wirken könnte, aber schnell nervtötend wird. Anstatt Nähe zur Protagonistin zu schaffen, sorgt sie eher für Distanz und macht das Lesen anstrengend.
Auch die Hauptfigur selbst trägt nicht gerade zur Lesefreude bei. Sie bleibt über die gesamte Geschichte hinweg unreif und kindisch, ohne nennenswerte Charakterentwicklung. Ihre Gedankensprünge und die teilweise unlogische Erzählweise machen es schwer, sich in sie hineinzuversetzen oder mit ihr mitzufühlen.

Insgesamt hinterlässt Erdbeeren und Zigarettenqualm einen eher enttäuschenden Eindruck. Die Idee hinter dem Buch hätte viel Potenzial gehabt, doch die Umsetzung scheitert an einer unzugänglichen Erzählweise, blassen Charakteren und fehlender inhaltlicher Tiefe. Leider kein Leseerlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt.

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