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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Fesselnder Auftakt mit düsterer Atmosphäre

Schattenwalzer - Die Finsternis und ihre Beute (Die Tränen der Götter Band 1)
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„Schattenwalzer – Die Finsternis und ihre Beute“ hat mich mit seiner einzigartigen Mischung aus Regency-Romantasy und düsterer Fantasy sofort in seinen Bann gezogen. Ich hatte zwar mit glamourösen Bällen ...


„Schattenwalzer – Die Finsternis und ihre Beute“ hat mich mit seiner einzigartigen Mischung aus Regency-Romantasy und düsterer Fantasy sofort in seinen Bann gezogen. Ich hatte zwar mit glamourösen Bällen und vielen gesellschaftlichen Intrigen gerechnet, aber stattdessen bekam ich eine Geschichte voller Spannung, Magie und knisternder Momente zwischen den Charakteren.

Das Worldbuilding ist absolut faszinierend! Hexen, vampirähnliche Dämonen, Sirenen und Götter – all diese Elemente sind wunderbar miteinander verwoben und machen die Welt lebendig. Es gibt so viele Geheimnisse, die nur nach und nach enthüllt werden, dass ich immer weiterlesen wollte. Allerdings bedeutet das auch: Viele Fragen bleiben offen, was das Warten auf Band 2 nicht gerade einfacher macht.

Die Figuren sind ein echtes Highlight. Besonders die Nebencharaktere haben mir gefallen, weil sie so viel Tiefe und Persönlichkeit mitbringen. Und ja, die romantische Spannung ist spürbar – aber Slow Burn-Fans brauchen hier definitiv Geduld.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Spannend, aber mit schwacher Auflösung

Während du schläfst
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"Während du schläfst" hat mich von Anfang an gefesselt. Die Vorstellung, neben einem toten Nachbarn aufzuwachen und sich an nichts erinnern zu können, ist absolut beklemmend – und genau so fühlt es sich ...

"Während du schläfst" hat mich von Anfang an gefesselt. Die Vorstellung, neben einem toten Nachbarn aufzuwachen und sich an nichts erinnern zu können, ist absolut beklemmend – und genau so fühlt es sich auch an, Tara auf ihrem albtraumhaften Weg zu begleiten.

Die Geschichte ist spannend erzählt, voller Geheimnisse und falscher Fährten. Man fragt sich ständig, wem man trauen kann, denn irgendwie scheint jeder in Taras Umfeld etwas zu verbergen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, weil es so flüssig geschrieben ist und mich die vielen Wendungen immer wieder überrascht haben.

Was mich allerdings nicht ganz überzeugt hat, war die Auflösung. Nach all der Spannung hatte ich mir ein schlüssigeres, weniger an den Haaren herbeigezogenes Ende gewünscht. Es fühlte sich ein bisschen so an, als wollte die Autorin unbedingt noch eine Überraschung einbauen, egal ob es passt oder nicht.

Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Wer Psychothriller mit viel Rätselraten und familiären Abgründen mag, wird hier auf jeden Fall gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Fesselnde Dystopie mit kleinen Schwächen, aber großer Wirkung

Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden
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Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden ist eine mutige und tiefgründige Geschichte, die mich lange beschäftigt hat. Die Idee einer dystopischen Gesellschaft, in der Frauen die Macht ...


Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden ist eine mutige und tiefgründige Geschichte, die mich lange beschäftigt hat. Die Idee einer dystopischen Gesellschaft, in der Frauen die Macht übernommen haben und Männer in Laboren gehalten werden, ist gleichermaßen faszinierend wie verstörend. Was zunächst nach einem radikalen Rollentausch klingt, entpuppt sich schnell als kluge Gesellschaftskritik, die viele moralische Fragen aufwirft.

Die Welt ist erschreckend glaubwürdig beschrieben, und genau das macht die Geschichte so intensiv. Besonders Flynn hat mich emotional abgeholt – sein Schicksal geht wirklich unter die Haut. Zoe als Protagonistin brauchte bei mir etwas Anlaufzeit, aber ihre Entwicklung ist spannend mitzuverfolgen. Ihre Gespräche mit Flynn gehören zu den stärksten Momenten des Buches.

Allerdings gibt es Passagen, in denen sich die Handlung ein wenig zieht, weil manche Szenen zu ausführlich beschrieben werden. Hier hätte ein strafferer Erzählstil der Spannung gutgetan. Trotzdem bleibt das Buch durchgehend fesselnd, vor allem wegen der tiefgründigen Themen und der emotionalen Wucht der Charaktere.

Ein eindrucksvoller Auftakt, der Lust auf mehr macht!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Ein fesselndes Krimidinner mit vielen düsteren Geheimnissen

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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„Das Dinner“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Idee, ein Krimidinner als Rahmen für die Aufarbeitung eines ungelösten Falls aus der Vergangenheit zu nutzen, ist kreativ und spannend umgesetzt. ...


„Das Dinner“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Idee, ein Krimidinner als Rahmen für die Aufarbeitung eines ungelösten Falls aus der Vergangenheit zu nutzen, ist kreativ und spannend umgesetzt. Durch die wechselnden Perspektiven und die zwei Zeitebenen bleibt die Geschichte durchgehend dynamisch. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen und die Spannung mit jeder Enthüllung weiter ansteigt.

Allerdings gab es für mich einige Vorhersehbarkeiten, und manche Stellen wirkten etwas undurchsichtig. Dennoch sorgt das raffinierte Spiel mit Verdachtsmomenten und Twists bis zum Schluss für Nervenkitzel. Ein packender Thriller, den man in einem Rutsch durchliest!

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Spannende Reise mit kleinen Schwächen – Sophia und die Suche nach Troja

Sophia und die Suche nach Troja
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„Sophia und die Suche nach Troja“ von Susanne Lieder nimmt die Leser*innen mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert und beleuchtet das Leben des berühmten Archäologen Heinrich Schliemann und seiner ...


„Sophia und die Suche nach Troja“ von Susanne Lieder nimmt die Leser*innen mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert und beleuchtet das Leben des berühmten Archäologen Heinrich Schliemann und seiner Ehefrau Sophia. Der Roman bietet eine interessante Mischung aus Beziehungsgeschichte und historischen Einblicken, lässt jedoch in manchen Punkten die Balance vermissen.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, und die wechselnden Perspektiven zwischen Sophia und Heinrich erlauben einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt. Besonders spannend fand ich Sophias Entwicklung als kluge, belesene Frau, die ihren Platz an Heinrichs Seite findet – trotz der Konflikte, die ihre Beziehung begleiten. Der Roman zeichnet ein lebendiges Bild ihrer Ehe und zeigt sowohl Heinrichs Ehrgeiz als auch Sophias Standhaftigkeit.

Allerdings bleibt die eigentliche Entdeckung Trojas überraschend kurz und wird fast bis an das Ende des Buches verbannt. Ich hätte mir mehr Details zu den Grabungen und deren Herausforderungen gewünscht. Auch das gefühlt plötzliche Ende des Romans hinterlässt den Eindruck, dass noch etwas fehlt.

Trotzdem überzeugt das Buch mit einem angenehm flüssigen Schreibstil und einer sorgfältigen Recherche. Es ist lesenswert für alle, die historische Romane und die spannende Zeit der Archäologie mögen, auch wenn es nicht ganz den Fokus hat, den man nach dem Klappentext erwarten würde.

Eine interessante Geschichte mit lebendigen Charakteren und guter Atmosphäre, aber mit Schwächen bei der Darstellung der Ausgrabungen und der Gewichtung der Inhalte.

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