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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Was für ein berührender Roman mit einer Tiefe, die mich in alle Poren total erreicht hat.

Maikäferjahre
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Schon von der ersten Seite an entfaltete der Roman einen Sog, den man sich nicht entziehen kann. Man taucht immer tiefer und tiefer in das Geschehen ein und erlebt neben den Grausamkeiten des Kriege, aber ...

Schon von der ersten Seite an entfaltete der Roman einen Sog, den man sich nicht entziehen kann. Man taucht immer tiefer und tiefer in das Geschehen ein und erlebt neben den Grausamkeiten des Kriege, aber auch so unendlich viele warme Momente, die in grauen Momenten die Sonne wieder scheinen lies.

Der Leser begleitet abwechselnd Anni und ihren Zwillingsbruder Tristan in den Wirren des zweiten Weltkrieges.
Während Anni aus der zerbombten Stadt Dresden zusammen mit ihrer kleinen Tochter Clara flieht, ist neben ihr fest an der Seite der halbjüdische Geiger Adam, den ihr Vater mit seinem Leben geschützt hatte.
Viele Kilometer weiter kämpft ihr Herzensbruder sich wieder ins Leben zurück, nachdem er bei einem Flug selber getroffen wurde und abgestürzt ist.

Die Autorin hat es hervorragend verstanden, den Leser auf eine Zeitreise zu entführen, die authentischer nicht hätte sein können. Das Kopfkino fuhr hier zur Höchstleistung auf und als Sahnehäubchen obendrein gab es noch sämtliche Emotionen gratis dazu.

Die Charaktere wurden alle so lebensnah und echt gezeichnet und besonders Anni und Rosalie mochte ich sehr. Beide strahlten so viel Liebe und Menschlichkeit aus und sahen nicht mit den Augen oder gaben den Ohren den Glauben, sondern ihren Herzen und folgten ihm.
Diese innerliche tiefe Verbundenheit der Geschwister wurde hier so gut gezeichnet und dargestellt und immer wieder schweiften meine Gedanken ab und ich musste an diese tiefe Verbundenheit von meiner Oma zu ihren Bruder denken.

Das Geschehen auf beiden Seiten hat mich so gepackt und mitgerissen, dass ich viel zu schnell das Buch durchgelesen hatte. Und wie immer, wenn mich ein Buch so richtig gepackt und entführt hat, konnte ich wieder tagelang kein Buch zur Hand nehmen, weil ich noch gefangen in der Geschichte war.
Die Beschreibungen der Dresdner Bombennacht und das Inferno und die Flucht aus der Stadt, das hat mich so tief erreicht und sämtliche draus entstandenen Emotionen waren so spürbar, dass ich unendlich viele Gänsehautmomente hatte.
Aber auch ebenso die verschiedenen Anfeindungen, die Adam und Tristan ausgesetzt waren, waren so nah dran und spürbar, dass die Tränen von alleine flossen.
Und dennoch steckt im Verlauf der Geschichte so viel Liebe, Wärme und Hoffnung, die den Leser während des Lesens wie eine Sonne begleitet und das Herz erwärmt.

Für mich ein absolutes Wunschbuch und sehr zu empfehlen!

Eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2025

Tiefgründig und voller Botschaften

Wenn die Tage länger werden
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Und wieder einmal ein gelungener Roman von Anne Stern, den ich regelrecht verschlungen habe und der mich auch überrascht hat.
Warum? Weil der Roman nicht einfach nur eine Geschichte ist, sondern sie ist ...

Und wieder einmal ein gelungener Roman von Anne Stern, den ich regelrecht verschlungen habe und der mich auch überrascht hat.
Warum? Weil der Roman nicht einfach nur eine Geschichte ist, sondern sie ist noch so viel mehr. Es ist ein Roman der vor Tiefgründigkeit nur so trotz und der den Leser voll erwischt. Erwischt mit einer Flut von verschiedenen Emotionen. Die Überraschung für mich war, dass der Roman auch das Schicksal eines vererbten Streichinstruments durchleuchtet und den Leser mit in ein dunkles und gut behütetes Familiengeheimnisses entführt.

Aber darum geht es:

Die langen Sommerferien stehen an und eigentlich kann man sich freuen. Doch der alleinerziehenden Musiklehrerin Lisa graut es dieses Mal davor, denn ihr Sohn Paul verbringt einen Teil seiner Ferien mit seinem Papa Janusz in Polen. Das erste Mal seit 6 Jahren ist Lisa ohne ihren Sohn. Wie soll sie diese Freizeit bloss verbringen? Wo ist die Person Lisa, wenn sie nicht nur Mutter ist?
Als sie das Vorhaben umsetzt ihre, alte vernachlässigte Geige zu restaurieren erfährt sie dadurch, dass die Geige so viel mehr ist und kommt dabei noch einem großen Familiengeheimnis auf die Spur. Obwohl so manches unverhofft kommt, machen sich dadurch auch Türen für Lisa auf und ihr Blick verändert sich…

Eine Roman der so wunderschön geschrieben ist, wo die Emotionen durch jeden Wort zum tragen kommen und der zudem dem Leser ein absolutes Kopfkino beschert.
Die Charaktere sind allesamt so liebevoll ausgearbeitet, dass sie in bunten Farben vor Augen erschienen und zudem noch für mich als Leserin greifbar wurden.
Lisa ist eine wunderbare Frau, die ihren harten Alltag voller Bravour meistert und doch immer wieder diese vergleiche zieht und ihre Stärke dadurch verlernt zu erkennen.
Aber das kennen wird occh auch aus dem Alltag, oder? Wie oft werden vergleiche gezogen oder man beneidet den einen oder anderen wegen etwas anderen an. Und dabei ist doch vieles nicht so wie es erscheint- nur sehen wir das nicht.
All das durchleuchtet die Autorin absolut gekonnt und nimmt den Leser damit auch ihre Reise.

Die wundervolle Geige, mit ihrer eigenen Geschichte, das hat mich sehr gerührt und hat zudem auch ein dunkles Kapitel Deutschlands aufmerksam gemacht, auf welches man nicht genug aufmerksam machen sollte. Das Schicksal vieler unschuldiger Menschen ist etwas, was man nie vergessen sollte und was sich nie wieder so zutragen soll.

Die zarte Freundschaft zwischen Lisa und Inge ist so garndios gezeichnet worden, aber auch die Annäherung zwischen Lisa und ihrer Mutter ist absolut gelungen beschrieben worden.
Ein kleines zartes Band, welches immer stärker wurde.

Wie immer hat es die Autorin gekonnt verstanden, die verschiedenen Charaktere zu jeden Emotionen in Szene zu setzen und dem Leser eine tiefgründige Geschichte präsentiert, mit ganz vielen Botschaften.



Fazit:

5 Sterne für einen tiefgründigen Roman

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Ein starker Roman, den man nicht nur liest, sondern fühlt

Hier draußen
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Was für ein schreibgewätiges Debüt von der Autorin


Schon die Leseprobe hatte mich mit ihren tiefen und feinfühligen Worten voll erreicht und weit fortgetragen- fortgetragen in das kleine Dorf, weit ...

Was für ein schreibgewätiges Debüt von der Autorin


Schon die Leseprobe hatte mich mit ihren tiefen und feinfühligen Worten voll erreicht und weit fortgetragen- fortgetragen in das kleine Dorf, weit hinaus auf das Land.

Genau dortin sind Lara und ihr Mann Ingo gezogen, zusammen mit ihren zwei Kindern. Hier kann man zur Ruhe kommen, weit fort von der Hektik der Stadt und der Schnelllebigkeit. Doch was ist, wenn man durch einen Unfall mit einem Aberglauben in Berührung kommt und sich auf einmal neue und andere Wege ergeben?

Diese Geschichte die von der Autorin leise erzählt wird und deren Worte voller Stärke den Leser eiskalt erwischen und dessen Wirkung sich von voller Pracht entfalten regen zum Nachdenken und innehalten an.
Auch ich lebe auf den Land und ich liebe es total. Diese Ruhe die mich bis in alle Poren erreichet und die mich zum tief einatmen inspirieren und die dann dieses warme Gefühl von „Ich bin zuhause „ in mir verströmen.
Und genau dieses Gefühl hat mir der Roman vermittelt. Ein Buch das berührt und die auch zum nachdenken anregen.

Die Charaktere, sehr viel an der Hand, laden ein zum entdecken und zum kennenlernen. Menschen wie Du und ich, alle völlig verschieden, manche mit einem leichten Gebäck an der Hand und manche wiederum durch schwere Last geprägt. Und doch habe sie alle was gemeinsam.
Jeder von ihnen möchte ankommen im Leben, Dinge tun- die ihm gut tun und die man nicht tun möchte, weil es gar von einem erwartet wird.
Die Erwartungen von anderen Menschen an uns ist doch manchmal ziemlich groß. Doch, ist es nicht wichtig, das wir uns dabei wohl fühlen? Das wir das tun, was uns voller Liebe und Dankbarkeit erfüllt? Ist es nicht wichtig, das man einander an die Hand nimmt und das wir uns gegenseitig Mut machen und die uns vor Augen führen, dass Wir allesamt wichtig sind.
Das man auch mal hinter die Fassade schauen sollte.
Ich hätte noch ewig weiter lesen können, denn alle Charaktere sind ans Herz gewachsen.

Dieser Roman voller Empathie und Wärme lädt ein zum Innehalten und um sich zu fragen, was wirklích wichtig ist im Leben.
Das alles und noch so viel mehr, hat die Autorin perfekt vereint und dem Leser einen sehr lesen- und liebenswerten Roman serviert, der noch lange nachhallen wird.


Fazit:
5 Sterne für einen sehr starken Roman, den man nicht einfach nur liest, sondern auch fühlt

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein ganz tiefes Abtauchen und ein absolutes Lesehighlight

Tödliches Gebet
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Es gibt Bücher, die liest man und die lassen einem total begeistert zurück, dass die Worte nur so sprudeln und man blitzschnell eine Rezension schreibt.
Aber es gib auch die Bücher, mit denen taucht man ...

Es gibt Bücher, die liest man und die lassen einem total begeistert zurück, dass die Worte nur so sprudeln und man blitzschnell eine Rezension schreibt.
Aber es gib auch die Bücher, mit denen taucht man so tief ab, dass man aber auch wirklich alles um sich herum vergisst. Man erlebt sagenhaft verschiedene Emotionen, die einem so tief im inneren berühren, dass einem die Worte versiegen und man nach beenden des Buches erst einmal Tage braucht, um wieder zu einem Buch zu greifen, geschweige um Worte zu finden, die diesem Buch gerecht werden.

Genau so erging es mir nach beenden des Buches Tödliches Gebet von Renè Anour. Bei dem Buch handelt es sich um Band 2 rund um den schrulligen Commissaire Campanard. Wer jetzt neugierig auf das Buch wird, dem kann ich nur raten, greift zu und stürzt Euch ins Leseabenteuer. Wer dabei Band 1 nicht kennt, das macht nichts, denn auch Neulinge können mühelos Band 2 lesen, da die Fälle abgeschlossen sind. Allerdings würde Euch da ein Leseabenteuer entgehen.

Da sind zum einen die drei Charaktere die alle völlig verschieden sind und doch zusammen eins sind. Sympathisch ? Ja das sind sie und noch so viel mehr. Sie sind total greifbar und auch besonders in Mohnblüten Schlafanzügen in voller Pracht, oder aber mit violetten Giraffen. Aber auch im Garten des Ungeheuers warten so einige botanische Überraschungen, die mich sehr inspiriert haben.

Der Autor begeistert mich immer wieder mit seiner außergewöhnlichen Gabe Emotionen und verschiedene Szenen so galant und charmant in Worte zu verpacken um diese 1 A an den Leser zu übertragen. Mal habe ich gelacht und im nächsten Moment hat es mich gefröstelt, mal war ich entspannt und meine Gedanken waren mit den kulinarischen Spezialitäten beschäftigt und im nächsten Moment war mir ganz schlecht.
So viele verschiedene Gefühle hat dieses Buch in mir verursacht und ja, ich hatte das Gefühl, selber ein Teil dieser Geschichte gewesen zu sein. Das Kopfkino fuhr auf Hochtouren und auch das Gedankenkarussel war in voller Fahrt dabei.

Von Seite zu Seite entfaltete die Geschichte einen Sog, den man sich nicht entziehen konnte. Es gab viele überraschende Wendungen, die mich bis zur letzten Seite miträtseln lassen haben und die mich auch mitzittern lassen haben. Absolut gekonnt, hat es der Autor wieder einmal geschafft einen so hohen Spannungsbogen zu erzeugen, das man echt nur den Hut ziehen kann.

Aber nicht nur das macht diese Fortsetzung so besonders, auch diese Wahnsinns Gabe des Autors Spannung mit ganz viel Humor zu verfeinern und trotzdem ein außergewöhnlich hohes Level zu halten.
Chapeu

Nun heißt es zu hoffen, dass diese Reihe fortgesetzt wird, denn diese Reihe hat es mehr als verdient.


Fazit:
5 Sterne, die immer noch zu wenig sind um diesen Buch gerecht zu werden

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein ganz tiefes Abtauchen und ein absolutes Lesehighlight

Tödliches Gebet
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Es gibt Bücher, die liest man und die lassen einem total begeistert zurück, dass die Worte nur so sprudeln und man blitzschnell eine Rezension schreibt.
Aber es gib auch die Bücher, mit denen taucht man ...

Es gibt Bücher, die liest man und die lassen einem total begeistert zurück, dass die Worte nur so sprudeln und man blitzschnell eine Rezension schreibt.
Aber es gib auch die Bücher, mit denen taucht man so tief ab, dass man aber auch wirklich alles um sich herum vergisst. Man erlebt sagenhaft verschiedene Emotionen, die einem so tief im inneren berühren, dass einem die Worte versiegen und man nach beenden des Buches erst einmal Tage braucht, um wieder zu einem Buch zu greifen, geschweige um Worte zu finden, die diesem Buch gerecht werden.

Genau so erging es mir nach beenden des Buches Tödliches Gebet von Renè Anour. Bei dem Buch handelt es sich um Band 2 rund um den schrulligen Commissaire Campanard. Wer jetzt neugierig auf das Buch wird, dem kann ich nur raten, greift zu und stürzt Euch ins Leseabenteuer. Wer dabei Band 1 nicht kennt, das macht nichts, denn auch Neulinge können mühelos Band 2 lesen, da die Fälle abgeschlossen sind. Allerdings würde Euch da ein Leseabenteuer entgehen.

Da sind zum einen die drei Charaktere die alle völlig verschieden sind und doch zusammen eins sind. Sympathisch ? Ja das sind sie und noch so viel mehr. Sie sind total greifbar und auch besonders in Mohnblüten Schlafanzügen in voller Pracht, oder aber mit violetten Giraffen. Aber auch im Garten des Ungeheuers warten so einige botanische Überraschungen, die mich sehr inspiriert haben.

Der Autor begeistert mich immer wieder mit seiner außergewöhnlichen Gabe Emotionen und verschiedene Szenen so galant und charmant in Worte zu verpacken um diese 1 A an den Leser zu übertragen. Mal habe ich gelacht und im nächsten Moment hat es mich gefröstelt, mal war ich entspannt und meine Gedanken waren mit den kulinarischen Spezialitäten beschäftigt und im nächsten Moment war mir ganz schlecht.
So viele verschiedene Gefühle hat dieses Buch in mir verursacht und ja, ich hatte das Gefühl, selber ein Teil dieser Geschichte gewesen zu sein. Das Kopfkino fuhr auf Hochtouren und auch das Gedankenkarussel war in voller Fahrt dabei.

Von Seite zu Seite entfaltete die Geschichte einen Sog, den man sich nicht entziehen konnte. Es gab viele überraschende Wendungen, die mich bis zur letzten Seite miträtseln lassen haben und die mich auch mitzittern lassen haben. Absolut gekonnt, hat es der Autor wieder einmal geschafft einen so hohen Spannungsbogen zu erzeugen, das man echt nur den Hut ziehen kann.

Aber nicht nur das macht diese Fortsetzung so besonders, auch diese Wahnsinns Gabe des Autors Spannung mit ganz viel Humor zu verfeinern und trotzdem ein außergewöhnlich hohes Level zu halten.
Chapeu

Nun heißt es zu hoffen, dass diese Reihe fortgesetzt wird, denn diese Reihe hat es mehr als verdient.


Fazit:
5 Sterne, die immer noch zu wenig sind um diesen Buch gerecht zu werden

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere