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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2025

Durchdacht, schön, motivierend

Smart & Steady – Erfolgreich sein, ohne sich zu verbiegen
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Ich habe mich unglaublich darüber gefreut, dass Sophia Thora ein Buch geschrieben hat und ich es auch als Rezensionsexemplar lesen durfte. Als ich das Buch ausgepackt habe, hat es mich direkt erst einmal ...

Ich habe mich unglaublich darüber gefreut, dass Sophia Thora ein Buch geschrieben hat und ich es auch als Rezensionsexemplar lesen durfte. Als ich das Buch ausgepackt habe, hat es mich direkt erst einmal mit Äußerlichkeiten begeistert. Das Hardcover-Buch fühlt sich schön an, hat ein tolles Format und die Gestaltung mit viel Farbe und ansprechenden Grafiken ist einfach komplett nach meinem Geschmack. Dieses Buch ist rein optisch schon rundum gelungen.

Nun zu den inneren Werten: Sophia Thoras Schreibstil ist klar, direkt und sehr reflektiert. Es fällt leicht, den sachlichen Inhalten aus dem Buch zu folgen. Besonders gut gefallen mir die persönlichen Beispiele von ihr, die die theoretischen Konzepte mit Leben füllen. Ebenfalls super gefallen haben mir die zahlreichen Übungen bzw. meist Reflexionsfragen. Ich liebe persönlich sowas sehr und kann mir gut vorstellen, einige davon auch beim Journaling zu integrieren für die stetige Reflexion meiner persönlichen Ziele.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat: Sophia Thora erläutert einige in meinen Augen sehr hinlänglich bekannte Konzepte recht ausführlich. So beschreibt sie beispielsweise anfangs direkt, in welchen Bereichen (z. B. Beruf, Finanzen, Freizeit) man sich Ziele setzen kann. Das war mir gelegentlich etwas zu selbsterklärend und damit auch langweilig / zäh beim Lesen. Für Einsteiger:innen mag das aber in der Tat hilfreich und interessant sein, somit ist die Bewertung sicherlich recht subjektiv.
Schade fand ich zudem, dass das Quellenverzeichnis sehr kurz war. Bei einem Sachbuch mag ich es, mich beim Lesen direkt weiter inspirieren zu lassen – dies fällt bei „Smart & Steady“ allerdings wirklich knapp aus.

Alles in allem ein gutes Einsteigerbuch in Sachen bedürfnisgerechter Zielsetzung und -realisierung, das inspiriert und motiviert ohne zu überfordern.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Ein Buch wie ein Schoko-Fudge

Am Grund des Himmels
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✨ Hast du schon mal ein Buch gelesen, das sich anfühlt wie ein Schoko-Fudge? „Am Grund des Himmels“ von Mariette Navarro ist genau so ein Buch für mich: schlank, intensiv und unglaublich gehaltvoll – ein ...

✨ Hast du schon mal ein Buch gelesen, das sich anfühlt wie ein Schoko-Fudge? „Am Grund des Himmels“ von Mariette Navarro ist genau so ein Buch für mich: schlank, intensiv und unglaublich gehaltvoll – ein echter Genuss, der lange nachklingt.

📘Das Buch in 3 Sätzen:
Claire verlässt impulsiv ein Meeting und steigt aufs Dach ihres Unternehmens. Dort, mitten im Sturm, stellt sie sich sowohl den Naturgewalten als auch dem inneren Chaos. Die Geschichte ist poetisch und dicht geschrieben – meist als innerer Monolog und als innere Auseinandersetzung mit den Umständen ihrer Arbeit, ihren eigenen Bedürfnissen und ihrer Befreiung von Fremdbestimmung. Zitat Claire: „Ich habe mich von niemandem abgewendet, keine Türen zugeschlagen, mit niemandem abgerechnet und niemanden angeklagt. Ich musste nichts zerreißen, zerbrechen, nicht streiten oder überzeugen. Von ganz allein ist eine Lücke entstanden, ein Abstand, durch den sich die Dinge am Grund des Himmels neu angeordnet haben.“

📘Mein Buchgefühl: Für mich ist das Buch wie bereits erwähnt wirklich wie ein Schoko-Fudge. Ke

⚫Kurzform: Schoko-Fudge, also kompakt, intensiv und nachhallender Genuss
⚫ Ausführlich: Claires Gedankenfluss hat mich ein bisschen an „Die Wand“ von Marlen Haushofer erinnert. Navarro schafft es, große Fragen in zarte Worte zu packen, mit Sprüngen und Schweifen, wie sie nur im Kopf passieren. Ich war richtig tief drin in Claires Innerem – berührt, nachdenklich und begeistert.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Zwischen Diagnosen, Doktorarbeit & Denkanstößen

Junge Frau mit Katze
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„Ich war ein ernstzunehmendes Subjekt. Ich kümmerte mich um meine Neurosen“ – so beschreibt sich Ela, die Hauptfigur in „Junge Frau mit Katze“ von Daniela Dröscher.

Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer ...

„Ich war ein ernstzunehmendes Subjekt. Ich kümmerte mich um meine Neurosen“ – so beschreibt sich Ela, die Hauptfigur in „Junge Frau mit Katze“ von Daniela Dröscher.

Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion, als eine Reihe an körperlichen Beschwerden ihr Leben auf den Kopf stellt. Dieser Roman zeigt schonungslos ehrlich, wie aufgeschmissen insbesondere Frauen bei diffuser Symptomatik sind und wie sehr Krankheit alle Lebensbereiche durcheinanderwirbeln kann. Zwischen zahlreichen Arztbesuchen, familiären Konflikten, der Vorbereitung auf ihre Promotionsverteidigung und Selbstzweifeln versucht Ela, ihren Weg zu finden.

Dieses Buch zu besprechen fiel mir gar nicht so leicht. Anfangs hat mich die Geschichte gefesselt: Ela wirkt mit ihrer Verletzlichkeit und ihren Ängsten sehr nahbar, und ich konnte mich aufgrund eigener Krankheitserfahrungen gut mit ihr identifizieren. Im Verlauf habe ich jedoch etwas den Draht zur Protagonistin verloren. Vielleicht waren es stellenweise für mich zu viele neu auftretende Krankheitssymptome, zu viele Arztbesuche, zu viele überzeichnete Ärzt:innen – und zu viele weitere Probleme. Vielleicht spielt so manchmal einfach das Leben. Zwischendurch war mir diese Negativität etwas zu viel – ein Punkt, der natürlich subjektiv und vermutlich auch „tagesformabhängig“ ist.
Die Mutter-Tochter-Beziehung blieb für mich teilweise schwer greifbar. Das mag aber auch daran liegen, dass ich das vorherige Werk „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher nicht gelesen habe. Womöglich wäre das für mehr Kontext sinnvoll gewesen.
Was mich jedoch vollkommen überzeugt hat – und was das Buch für mich trotzdem absolut lesenswert macht – ist der wunderbare Sprachstil der Autorin. Mehrfach habe ich Sätze und Gedanken notiert, die einfach brillant formuliert waren. Allein dafür lohnt sich das Lesen – und genau deswegen würde ich es auch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Illustrationsbuch mit kleinen Lebensweisheiten

Was das Leben dir schenkt
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Lucy Claire Dunbachs "Was das Leben dir schenkt" ist ein süßes Geschenkbuch, das eine Sammlung von Illustrationen und Gedanken enthält. Diese entstanden nach einer Phase der Erblindung der Autorin und ...

Lucy Claire Dunbachs "Was das Leben dir schenkt" ist ein süßes Geschenkbuch, das eine Sammlung von Illustrationen und Gedanken enthält. Diese entstanden nach einer Phase der Erblindung der Autorin und wurden ursprünglich von ihr auf Instagram geteilt. Wer sich also einen Eindruck des Buchinhalts verschaffen möchte, kann dies sehr gut auf ihrem Profil tun.

Das Cover zeigt ebenfalls bereits gut die Illustrationstechnik der Atuorin. Mir gefällt die Art, wie sie malt, sehr gut. Es wirkt sehr liebevoll und detail-verliebt. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte unterteilt zu Themen wie Liebe, Freundschaft, Dankbarkeit oder Hoffnung. Wer mag, kann also anhand der Struktur gezielt nach Inspiration in bestimmten Lebensbereichen suchen.

Die Texte im Buch, die bei jeder Illustration dabei sind, wirken ehrlich gesagt zunächst wie altbekannte Kalendersprüche. Sätze wie "Du bist genau dort, wo du sein sollst" oder "Wenn du erkennst, dass das Leben selbst das Glückslos ist, ist der wahre Jackpot gewonnen" sind einfach formuliert. Die Stärke des Buches liegt für mich jedoch darin, dass es zum Innehalten anregt. Nimmt man sich die Zeit, die Illustrationen zu betrachten und die Gedanken auf sich wirken zu lassen, kann das Buch eine entschleunigende Wirkung haben.

Somit ist es in meinen Augen auch nicht ratsam, das Buch von vorne bis hinten durchzublättern, so wie ich es zunächst getan habe. Das hat mich enttäuscht. Ich denke, es lohnt sich, sich Zeit für einzelne Seiten zu nehmen. Dann entwickelt das Buch eine Tiefe über die Kalendersprüche hinaus.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Zwischen Kunstzauber und Ernüchterung

Zwei in einem Bild
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Dieses Buch hat mich mit dem wunderschönen Cover und v.a. seiner Grundidee abgeholt: Kunstwerke nicht nur anzusehen, sondern wortwörtlich in ihnen abzutauchen und zu sehen, wie die Menschen darin wohl ...

Dieses Buch hat mich mit dem wunderschönen Cover und v.a. seiner Grundidee abgeholt: Kunstwerke nicht nur anzusehen, sondern wortwörtlich in ihnen abzutauchen und zu sehen, wie die Menschen darin wohl leben, fühlen oder ihren Alltag verbringen. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal das Bedürfnis, demnächst mal wieder in ein Museum zu gehen und die Bilder mit genau diesen Fragen im Kopf zu betrachten. Allein dafür hat sich die Lektüre für mich durchaus gelohnt, auch wenn es mich in der Umsetzung der Geschichte leider nicht abgeholt hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Claire und Jean wirkte auf mich irgendwie nicht glaubwürdig aufgebaut und es fehlte in meinen Augen die emotionale Grundlage. Einige Dialoge wirkten auf mich ziemlich flach. Teilweise fand ich die Gesprächseinstiege und Gesprächsführung so unrealistisch, dass ich mich regelrecht beim Lesen geärgert habe. Hinzu kam, dass der Handlungsverlauf für mich recht vorhersehbar war, wodurch ich mich stellenweise etwas gelangweilt habe. Auch dieses Claires Verhalten konnte ich nicht immer nachvollziehen, ebenso wie die Reaktion ihrer Vorgesetzten am Ende des Buchs.

Insgesamt bleibt für mich eine schöne Idee mit einer leider wenig starken Umsetzung. Trotzdem ein Buch, das durch seine Perspektive auf Kunst mir mal wieder Lust auf einen Museumsbesuch gemacht hat und damit wiederum zumindest „positiv nachhallt“, um mal einen in meinen Augen viel zu häufig generieten KI-Ausdruck zu replizieren 😝

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