M=Message oder M=Mord???
How To Kill a Guy in Ten WaysHow to kill a guy in 10 ways
Worum geht’s?
Millie Masters hat nur ein Ziel. Den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden. Nebenbei betreibt sie die Message M, eine Hotline, wo sich Frauen bei ihr melden ...
How to kill a guy in 10 ways
Worum geht’s?
Millie Masters hat nur ein Ziel. Den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden. Nebenbei betreibt sie die Message M, eine Hotline, wo sich Frauen bei ihr melden können, wenn sie in Schwierigkeiten stecken. Mit Männern. Millie nimmt alles in die Hand, um ihr Ziel zu erreichen, jedoch biegt sie manchmal in falsche Wege ein. Als sie noch den gutaussehenden Polizisten James kennenlernt, geht nur noch alles drunter und drüber. Kann sie den Vergewaltiger finden, ohne in Schwierigkeiten zu geraten?
Meine Meinung
„How to kill a guy in 10 ways“ ist Eve Kellman’s erster Debütroman. Sie lebt mit ihrem Partner und zwei Hunden in Bristol, Großbritannien. Übersetzt wurde dieser Roman von Angela Koonen. Ich hatte zuvor noch keine Berührung mit der Autorin, würde mich aber sehr freuen, wenn sie mit ihrem großartigen Talent mehr und mehr Bücher schreibt und veröffentlicht.
Millie hat eine schwere Vergangenheit, die aber nur sie weiß. Keinem hat sie davon erzählt, noch nicht mal ihrer besten Freundin Nina. Äußerlich zeigt sie sich stark, aber tief in ihrem Herzen ist sie gebrochen. Das zeigt sie jedoch keinem. Nachdem ihre Schwester vergewaltigt wurde, sieht sie es als einzige Aufgabe, den zu finden, der ihre Schwester so wehgetan und gebrochen hat. Alles ist zweitrangig. Sie gibt alles dafür auf, und denkt nur noch daran diesen Mann umzubringen. Jedoch bleibt es nicht nur bei dem „einem“. Sie schaltet alle aus, die ihr über den Weg laufen. Natürlich haben diese Männer etwas schlimmes getan und man kann es auch niemals verzeihen. Aber meiner Meinung nach ist ein Mord oder Totschlag, noch etwas viel schlimmeres, was nicht auf eine leichte Schulter genommen werden kann, was Millie aber tut. Ich habe auch das Gefühl gehabt, dass sie Spaß dabei hatte, diesen Menschen beim sterben zuzusehen und die Ermordungen auch so ausgelegt hat, dass es etwas qualvolles ist. Auch wenn Millie viel miterlebt hat und ihrer Schwester helfen wollte, wäre ich am Ende des Buches froh gewesen, wenn sie anstatt James ins Gefängnis kommt. Denn das geht überhaupt gar nicht, dass jemand anderes wegen deiner schlimmen Straftat im Gefängnis sitzt und dafür büßen muss.
Durch die Verwendung der Ich-Perspektive, können sich die Leser in vielen Stellen in die Situation von Millie hineinversetzen. Auch die vielen kleinen Passagen mit Humor, lässt einen ab und zu, auch bei diesem ernstem Thema schmunzeln. Das Buch lässt sich durch Eve Kellman’s guten Schreibstil echt gut und schnell lesen, und man hat auch alles von Anhieb an verstanden.
Bei mir hat die Spannung eher zum Ende des Buches angefangen, als langsam Nina und James Millie auf die Fährte gekommen ist. Während sie die Männer umgebracht hat, war das eher so ein „was passiert hier“ Effekt, der sich aber auch schnell zu einem „das war jetzt aber heftig“ Effekt verändert hat. Es war kein Ekel den ich verspürt habe, aber ich dachte mir schon, was Millie für eine Person ist, die so etwas schlimmes machen kann.