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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2025

Shirley Holmes mit einem Hauch Charmed

Tod im Samtmantel
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Dem Cover gehört ein großes Lob gezollt. Schon ohne die Geschichte gelesen zu haben, lädt es mit den vielen Details dazu ein es länger zu betrachten. Nach dem Lesen sieht man es nochmal mit ganz anderen ...

Dem Cover gehört ein großes Lob gezollt. Schon ohne die Geschichte gelesen zu haben, lädt es mit den vielen Details dazu ein es länger zu betrachten. Nach dem Lesen sieht man es nochmal mit ganz anderen Augen, da hier zahlreiche Details der Geschichte aufgegriffen worden sind. Selbst kleine Elemente wie ein Rosenbusch, der später einen wichtigen Teil der Story ausmacht.

Der Schreibstil ist locker und leicht. Die Kapitel kurz, prägnant und flüssig. Man fliegt nahezu durch die Seiten. Die beiden Protagonisten Grace und Suzy sind mit ihren 13 Jahren authentisch dargestellt und gleichzeitig mit einem großen detektivischen Gespür ausgestattet. Als Grace einen grünen gebrauchten Samtmantel kauft und sie dadurch Visionen empfängt, wird auch dies gut dargestellt. Diese sind im Text kursiv hervorgehoben und führen Grace Schritt für Schritt durch die eigenständige Ermittlung in einem Mordfall. Für Erwachsene mögen die Entwicklungen des Buches etwas zu eindimensional sein, für ein Kinder-/Jugendliche durchaus passend.

Als Kind/Jugendliche habe ich Serien wie Shirley Holmes und Charmed geliebt. Die Herangehensweise der Ermittlungen der beiden Mädchen erinnert mich an Shirley Holmes. Die Visionen von Grace weckten meine Nostalgie zur Serie Charmed, zu der es auch Bücher gab. Phoebe Halliwell hatte ebenfalls Visionen und ich meine, dass diese in den Büchern ähnlich wie hier dargestellt wurden.

Ich fühlte mich insgesamt gut unterhalten, hätte mir nur eine bessere Ausarbeitung des Täterprofils gewünscht. Dieses ist doch etwas platt abgehandelt. Die Geschichte lebt von Suspense, man weiß als Leser meistens mehr als die Protagonistin. Damit hätte man entsprechend auch mehr spielen können. Beispielsweise wenn Grace am wahren Täter vielleicht doch kurz Zweifel bekommen und sich einwickeln hätte lassen. So bleibt der Fall relativ klar, ohne große Ausschweife. Trotzdem ein sehr gutes Buch und alleine für das Gefühl in die eigene Kindheit und Jugend zurück versetzt zu werden hat es eine hohe Bewertung verdient. 4 Sterne, da noch Luft nach oben ist. Der letzte Satz lässt eine Fortsetzung vermuten. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Verbotene Ebene

If We Were Gods
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Zunächst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben. Hier passt einfach alles zusammen und nachdem man das Buch gelesen hat, versteht man auch das Detail mit dem goldenen Cutout.

Anfangs ...

Zunächst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben. Hier passt einfach alles zusammen und nachdem man das Buch gelesen hat, versteht man auch das Detail mit dem goldenen Cutout.

Anfangs fand ich etwas schwer in die Geschichte. Um das Magiesystem zu verstehen, bedarf es etwas Konzentration. Die Idee dahinter hat mich trotzdem ziemlich begeistert. Es macht Spaß mit den Buchfiguren tiefer in diese Materie einzutauchen. Die Charaktere sind okay, aber nicht besonders tiefgründig. Interessant ist hier aber inwiefern sie Grenzen überschreiten. Im Grunde baut alles jedoch etwas zu sehr darauf auf, dass jeder wem irgendwas verheimlicht oder andere belügt. Zwischendurch fühlte ich mich zudem wie im ersten Band von Harry Potter, nur für Erwachsene. Auch einige Längen waren dabei. Zwischenzeitlich war ich mir daher nicht sicher wie ich das Buch finden soll. Zum Ende hin wurde es aber nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weg legen. Ab einem bestimmten Punkt packt es und dann richtig. Das macht die schleppenden Passagen wieder gut. Zudem ist der Schreibstil durchweg auf einem hohen Niveau und sehr bildhaft. In dem Roman geht es um Macht, Ruhm, Prestige und den Preis, den man dafür bereit ist zu zahlen. Ich überlege das Buch nochmals zu lesen. Vielleicht gefällt mir der Anfang dann besser. Jetzt da ich weiß wie am Ende alles zusammengeführt wird.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Unzählige Mal kopiert

Die Tribute von Panem 1
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Ich muss gestehen,d ass ich das Buch vor den Verfilmungen gelesen habe und da zunächst gar nicht wirklich rein kam. Das ganz Worldbuilding wirkte irgendwie seltsam auf mich, sodass ich nach nur wenigen ...

Ich muss gestehen,d ass ich das Buch vor den Verfilmungen gelesen habe und da zunächst gar nicht wirklich rein kam. Das ganz Worldbuilding wirkte irgendwie seltsam auf mich, sodass ich nach nur wenigen Seiten abgebrochen hatte. Als der Film dann ins Kino kam war ich dann doch mal neugierig und auch die nachfolgenden Teil haben in mir den Wunsch geweckt es mit den Bücher doch nochmal zu versuchen.

Der Schreibstil ist durchaus flüßig zu lesen, aber teilweise nicht ganz mein Fall. Dadurch das ich die Filme kannte, kam ich aber nun besser in die Geschcihte rein. Ich mag Katniss als Protagonistin sehr und auch die Story, die von Buch zu Buch immer spannender wird.

Viele vergleichen die Panem-Reihe mit dem japanischen Battle Royale. Da muss ich jedoch sagen, dass mir die Panem-Reihe durchaus besser gefällt. Battle Royale fehlt etwas Emotion. Das Töten ist hier noch grausamer und brutaler und die Charaktere wachsen einem nicht so sehr ans Herz. Nach Panem folgten zahlreiche weiter Dystopien, die immer einen Hauch dieser Reihe mit einfangen wollten, aber es nur selten geschafft haben.

Daher voll verdiente 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Buchentwicklung

BEEP! BEEP! Read all about it!
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Peter Felixberger stellt in "BEEP! BEEP! Read all about it" sein selbstentwickeltes Buch-Entstehungs-Entwicklungs-Programm vor, kurz BEEP. Dabei geht er in 4 Schritten vor. Dazu zählen: Identität, Claim/Buchidee, ...

Peter Felixberger stellt in "BEEP! BEEP! Read all about it" sein selbstentwickeltes Buch-Entstehungs-Entwicklungs-Programm vor, kurz BEEP. Dabei geht er in 4 Schritten vor. Dazu zählen: Identität, Claim/Buchidee, Zielgruppen/Botschaften/Appelle, Titel/Positionierung. Dieses Modell wird anhand von 15 futuristischen Büchern vorgestellt. Jedes davon bildlich und typografisch gut in Szene gesetzt. Das Buch ist weniger dazu gedacht es von vorne bis hinten durchzulesen, als immer mal wieder durchzublättern und in den Beispielen zu stöbern. Der chemische Geruch des Buches ist allerdings etwas störend, verblasste bei mir jedoch nach ein paar Tagen etwas. Am Tag der Ankunft konnte ich es nicht lesen wegen dem Geruch.

Inhaltlich ist es qualitativ hochwertig. Ich hatte mir allerdings etwas anderes vorgestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, dass ich eher auf mir bekannte Techniken und Stützen beim Schreiben zurückgreifen werde. Vielleicht wird es mir in der Zukunft aber doch noch hilfreich. Wer weiß? Momentan finde ich es in seinen Beispielen etwas zu konkret und mir fehlt irgendwie der Ansporn das Model konkret nach diesem Plan umzusetzen. Das Buch gibt wenig Appell zur Eigeninitiative in Punkto schreiben. Das fehlt mir etwas. Wer jedoch Beispiele für das Ausformulieren von Buchideen sucht ist hier sicher gut bedient.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Abenteuer in Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Zunächst muss ich das Cover loben. Es fängt dir ägyptische Kultur und den Stil der Geschichte perfekt ein. Der Farbschnitt und die goldenen Verzierungen machen es sehr edel. Die Farben sind überwiegend ...

Zunächst muss ich das Cover loben. Es fängt dir ägyptische Kultur und den Stil der Geschichte perfekt ein. Der Farbschnitt und die goldenen Verzierungen machen es sehr edel. Die Farben sind überwiegend dunkel und gesättigt. Es macht Spaß die kleinen Details zu ergründen.

Am Anfang ist es für Inez nicht leicht. Sie lebt in Argentinien und bis zuletzt hat sie darüber hinaus nicht viel von der Welt gesehen. Anders ihre Eltern. Da erfährt sie vom plötzlichen Tod ihrer Eltern, die bei Ausgrabungen in Ägypten beiwohnten. Inez macht sich auf den Weg dorthin und wird dort von Whit, einem Bediensteten ihres Onkels vorgestellt. Es wird viel damit gespielt, wem man trauen kann und wem nicht. Dabei gibt es einige interessante Plottwists. Es hat ein historisches Setting, jedoch wird auf geschichtliches wenig eingegangen. Das Magiesystem ist spannend, hätte man nur deutlich ausbauen können. So wirkt es eher wie eine Nebensächlichkeit, die man auch hätte weg lassen können. Dabei hat die Idee viel Potential.

Insgesamt ein ganz gutes Buch mit ein paar Schwächen.

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