Spionage, Liebe und Kunst
Die tausend Farben von ParisZunächst sei das außerordentlich schöne Cover gelobt. Es gefällt mir farblich mit den pastelligen Tönen sehr gut. Es wirkt dadurch sehr cozy. Davon sollte man sich allerdings nicht bezüglich der Handlung ...
Zunächst sei das außerordentlich schöne Cover gelobt. Es gefällt mir farblich mit den pastelligen Tönen sehr gut. Es wirkt dadurch sehr cozy. Davon sollte man sich allerdings nicht bezüglich der Handlung täuschen lassen. Es geht zwar auch um cozy Lovestories (ja, zwei!), aber eben auch Spionage und ein dunkles Kapitel des NS-Regimes.
Es fiel mir sehr leicht in das Geschehen des Buches einzutauchen. Der Lesestil ist außerordentlich gut, locker, leicht, aber gleichzeitig niveauvoll. Es werden komplexe Geschehnisse mit sehr viel Leichtigkeit eingestreut. Die Charaktere konnten mich alle auf Anhieb begeistern. Sie zeichnen verschiedene Facetten und Eigenschaften ab und fügen sich gut zueinander. Frank, kommt zunächst etwas sprunghaft rüber. Jack, Künstler durch und durch und Lebemann. Rose, die Fotografin, aus gutem Hause. Dazu noch Amelie, die in einem bescheidenen Blumenladen arbeitet und sich lieber von zu viel Drama fern halten will. Hinzu kommen zahlreiche größere und kleinere Nebencharaktere, die vor allem für die Krimikomponente des Romans entscheidend sind.
Das Buch macht jede Sekunde Freude zu lesen und man möchte wissen wie es weitergeht. Manches wurde etwas zu einfach zum Ende hin gelöst. Es passte ins Gesamtbild hinein, aber damit hätte man noch mehr spielen können.
Ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durch. Damit hatte ich bei einem historischen Roman gar nicht gerechnet. Daher eine klare Empfehlung!