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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Alles anders

The Surf House
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Während einer Auszeit in Marrakesch werden Bea Reisepass, Gepäck und Wertsachen gestohlen. Zum Glück ergattert sie einen Job in einer Surfschule. Doch ein Unglücksfall holt sie ein, sie wird erpresst.
Savannah ...

Während einer Auszeit in Marrakesch werden Bea Reisepass, Gepäck und Wertsachen gestohlen. Zum Glück ergattert sie einen Job in einer Surfschule. Doch ein Unglücksfall holt sie ein, sie wird erpresst.
Savannah ist von eben dort verschwunden. Ihr Bruder Seth sucht nach ihr.
Alles deutet auf etwas Dunkles hin. Bea soll bei der Suche helfen. Savannahs Weg wird nachverfolgt.
Nebenbei erfährt man viel über das Surfen und über das Meer. Die Atmosphäre dieser Wassersportwelt wird gut vorstellbar beschrieben.
Lucy Clarkes Schreibstil ist locker, gut zu lesen. Die jeweilige Situation wird realistisch dargestellt, die Spannung allmählich gesteigert. Man, weiß, dass Schreckliches auf Bea zukommt. Wie schrecklich alles wirklich ist, weiß man noch nicht.
Das Ende kommt nicht gänzlich unerwartet, trotzdem eingut zu lesender Thriller.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Es geht nicht nur um Tulpen

Die Hausboot-Detektei - Tödliche Blüten
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Wühlmäuse haben die Tulpenbeete des berühmten Keukenhofs zerstört. Und: eine dort beschäftigte Gärtnerin wird vermisst.
Natürlich springt die Hausboot-Detektei, bestehend aus vier Detektiven, zwei Enkelkindern, ...

Wühlmäuse haben die Tulpenbeete des berühmten Keukenhofs zerstört. Und: eine dort beschäftigte Gärtnerin wird vermisst.
Natürlich springt die Hausboot-Detektei, bestehend aus vier Detektiven, zwei Enkelkindern, einem Neufundländer und einem Eichhörnchen, ein. Bis auf die Enkel stürzen sich alle begeistert in die Tulpenwelt des berühmten Blumenhofes. Die Polizei denkt nicht, dass ein Verbrechen vorliegt, so können die Freizeitdetektive vollen Einsatz zeigen. Alle vier sind wohlvertraut, haben die bekannten Eigenheiten und pflegen diese. So wirken die Charaktere authentisch. Engagiert werden viele Spuren verfolgt. Was werden sie finden? Neid? Eifersucht? Konkurrenz? Oder etwas Haarsträubendes anderes?
Amy Achterop hat ihre bodenständige und clevere Truppe in bewährter Manier ermitteln lassen. Leider erfolgreich.
Cosy Crime in ungewöhnlichem Milieu.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Kinder, Kinder

Lauf, Mama, lauf!
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Der Einstieg ist humorvoll. Wenn beispielsweise die Autorin sicherheitshalber noch einmal ihre Kinder nachzählt ( Spoiler: es sind zwei) merkt man, nicht alles ist ernst gemeint. Es folgen irrwitzige Geschichten ...

Der Einstieg ist humorvoll. Wenn beispielsweise die Autorin sicherheitshalber noch einmal ihre Kinder nachzählt ( Spoiler: es sind zwei) merkt man, nicht alles ist ernst gemeint. Es folgen irrwitzige Geschichten die für die, die sie lesen, total witzig sind. Für die beteiligte Mama eher weniger. Einiges kennt man aus Erfahrung selber, hat es nie so treffend formulieren können wie Mareike Barmeyer. Ich habe öfter gedacht: „Kenne ich“; „Möchte ich nicht selber erleben“; oder „Das ist neu.“ Amüsant, heiter, manchmal eklig, detailliert beschreibend und sorgfältig beobachtend - so sind die ersten Geschichten in diesem kleinen Büchlein. Auch der ganz normale Wahnsinn des Alltags wird augenzwinkernd beschrieben. Kann das alles wahr sein?
Unterhaltsam und erfrischend lenkt es ein wenig ab vom stressigen Alltag.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Der Hase an sich

Hase und ich
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Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu ...

Chloe Dalton schreibt einfach zauberhaft. Zunächst die Beschreibung der Umgebung im Winter, poetisch, detailliert. Dann das Finden des Hasenbabys, die Sorgen darum, erste Versuche, das Junge am Leben zu halten. Die Autorin will ihn also aufziehen, was erlebt sie dabei? Sehr gefühlvoll, fürsorglich schildert sie das Aneinandergewöhnen. Sie muss sich einschränken, Lärm vermeiden, regelmäßig das Hasenjunge füttern und mehr - all das tut sie gern. Sie nimmt die Veränderungen ihres Tagesablaufes in Kauf, genießt das Zusammenleben.
Es ist ein friedvolles Beisammensein, der Leser ist immer dabei. Genaue Beobachtungen und sorgfältige Pflege stehen im Vordergrund. Verständnis, Fürsorge, Verantwortung werden als selbstverständlich angesehen.
Chloe Dalton nimmt ihren Hasen nicht nur sensorisch wahr, sie forscht über Wesen, Lebensbedingungen, Ursprung, Verbreitung u.ä. akribisch nach und berichtet staunend über ihre wachsende Sensibilität bezüglich der Natur. Möglicherweise ein wenig zu ausführlich.
Entstanden ist interessantes Hasenbuch mit vielen Gefühlen und vielen Informationen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Das Sternerestaurant

Ein Tisch am Fenster
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Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht ...

Sehr poetisch, mit blumigen Worten und schmückenden Beschreibungen gestaltet der Autor den Einstieg sowohl in sein Buch als auch in sein Restaurant in Köln. Er beschreibt, vergleicht, erklärt; es entsteht der Eindruck eines straff organisierten Imperiums.
Leicht schwülstig, garniert mit französischen Einsprengseln ( klar, Moissonnier ist Franzose und in gehobener Küche ist das Usus) wird der Restaurantbetrieb erläutert.
Sachlicher wird dann der Weg zum erstrebten Ziel, dem Sternerestaurant, beschrieben. Hier geht er in die Tiefe, erzählt Anekdoten, auch einige seiner Gäste tragen zu spannenden Berichten bei. Diese Kapitel lesen sich bestens, sind unterhaltsam, auch wenn sich der Autor mitunter als Erzieher seiner Gäste sieht.
Alternierend geht es in die Küche. Extrem detailliert wird die Zubereitung einiger Speisen beschrieben. Interessant für Spezialisten.
Vincent Moissonnier ist charmant, berufsverliebt, kreiert Wortneuschöpfungen, weiß, was er will und ist ziemlich speziell.
Der Leser erfährt alles und mehr über das Restaurant, seine Mannschaft und seine Küche. So also geht Sterneküche!

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