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Veröffentlicht am 05.11.2025

So schön

Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik
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Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik ist genau das Richtige zur Winter-/Weihnachtszeit. Die Geschichte hüllt einen ein wie eine warme Kuscheldecke und man fühlt sich beim Lesen einfach nur wohl ...

Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik ist genau das Richtige zur Winter-/Weihnachtszeit. Die Geschichte hüllt einen ein wie eine warme Kuscheldecke und man fühlt sich beim Lesen einfach nur wohl und gut aufgehoben.

Angezogen hat mich bei diesem Buch zuallererst der Titel. Wie süß ist denn bitte eine Stofftierklinik? Da wollte ich natürlich mehr wissen und es hat sich auch gelohnt.
Der Schreibstil ist einfach und locker und macht es einem leicht immer weiterlesen zu wollen.
Die Charaktere sind - abgesehen von Ruby's Chefin und Eddy - alle total sympathisch und herzlich. Auch das Setting in Mousehole, Cornwall zur Winterzeit fand ich richtig schön und ich konnte mich durch die gute Beschreibung prima dort hinträumen.
Was mir besonders gut gefallen hat war der Zusammenhalt und der liebevolle Umgang der Charaktere miteinander. Eine ruhige, gemütliche Geschichte, die Herz und Seele wärmt und einfach nur schön ist.

Einziger Wermutstropfen für mich war das abrupte Ende. Es gab für mich noch einige offene Fragen und ich fand es sehr schade, dass diese nicht mehr behandelt wurden, da hätte man ruhig noch ein paar Seiten dranhängen können. Das hätte für mich die Geschichte final abgerundet.
Aber alles in allem ist "Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik" für mich trotzdem ein sehr schöner Roman, der mir kuschelige Lesestunden beschert hat und mich mit einem wohligen Gefühl zurückgelassen hat.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 17.07.2025

Etwas anders als erwartet

Der Sommer am Ende der Welt
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Die Journalistin Hanna reist in den Sommerferien mit ihrer Tochter Katie nach Borkum. Sie möchte dort für einen Artikel Recherchen betreiben zu den Missständen eines Kinderkurheims, das dort in den 60er ...

Die Journalistin Hanna reist in den Sommerferien mit ihrer Tochter Katie nach Borkum. Sie möchte dort für einen Artikel Recherchen betreiben zu den Missständen eines Kinderkurheims, das dort in den 60er Jahren betrieben wurde und in dem auch ihre Mutter 1963 für sechs Wochen untergebracht war. Doch dort ist zu der Zeit noch einiges mehr geschehen als die schlimmen Erlebnisse der Verschickungskinder...

Das Thema um die Kinderverschickungen in der damaligen Zeit interessiert mich sehr und Eva Völler ist eine tolle Autorin, daher war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Das Cover ist schön und passend gestaltet und die Autorin versteht es, einen mit ihrem einnehmenden Schreibstil direkt in die Geschichte zu ziehen.
Hanna und ihre Tochter sind sympathisch und authentisch gezeichnet und auch Ole mochte ich direkt. Auch der Ort des Geschehens - Borkum - wurde sehr gut dargestellt, sodass ich direkt Bilder der Landschaft vor Augen hatte. Die Geschichte war sehr spannend, bewegend und schnell gelesen, dennoch muss ich sagen, dass ich sie mir im Vorfeld etwas anders vorgestellt hatte. Ich bin davon ausgegangen, dass hier die Missstände in den Kinderkurheimen im Fokus liegen würden, aber es kamen noch einige Themen, die bis in die NS Zeit zurückreichen, dazu und auch das Privatleben der Protagonisten nahm ziemlich viel Raum ein. Wer hier also mit einem Roman im Stil wie "Das Kind mit den stummen Augen" von Lena Rohn rechnet, dessen Erwartungen - die auch meine waren - werden nicht so umfänglich erfüllt.
Trotzdem ist Eva Völler hier ein bewegender, einnehmender und spannender Roman gelungen, den ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannend mit ein paar Schwächen

Die Tochter des Serienkillers
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Jenny, Tochter eines Serienmörders und einer psychisch kranken Mutter, baut sich unter einer neuen Identität mit Mann und Kindern ein neues Leben auf. Alles könnte gut sein, wären da nicht die immer wiederkehrenden ...

Jenny, Tochter eines Serienmörders und einer psychisch kranken Mutter, baut sich unter einer neuen Identität mit Mann und Kindern ein neues Leben auf. Alles könnte gut sein, wären da nicht die immer wiederkehrenden Albträume und nächtlichen Blackouts, nach denen Jenny nicht weiß, was sie in der Zeit getan hat. Dann verschwindet plötzlich Olivia spurlos, mit der ihr Mann vor einer Weile eine Affaire hatte. Als dann auch noch jemand tote Tiere vor ihrem Haus ablegt mit einem Hinweis auf die Morde ihres Vaters, wird Jenny vollends aus der Bahn geworfen. Hat jemand herausgefunden wer sie ist? Hat sie während einem ihrer Blackouts Rache an Olivia geübt und etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Selbstzweifel zerfressen sie. Sie kann niemandem mehr trauen, nicht mal sich selbst...


Das Cover des Buches und der Schriftzug im Buchschnitt gefallen mir gut und der Klappentext hat mich gleich neugierig gemacht.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und durch die kurzen Kapitel bin ich sehr zügig voran gekommen, denn ein Kapitel mehr geht irgendwie immer noch schnell.

Ich bin in diesen zweiten Band der Reihe gestartet, ohne den Vorgänger zu kennen, da aber die Geschichten jeweils abgeschlossen sind, war das kein Problem. Man kann das Buch auch gut als stand alone lesen.
Die Story war sehr einnehmend und die Spannung hat sich für mich durchs komplette Buch gezogen.
Dadurch, dass im Lauf der Geschichte so ziemlich jeder verdächtig erscheint, habe ich zu keinem Charakter besondere Sympathien oder eine Bindung aufbauen können. Jeder hat sich irgendwann so verhalten, dass ich eigentlich keinem mehr über den Weg getraut habe und bis kurz vor Schluss hätte ich mich auch auf niemanden als potentiellen Täter festlegen können, wobei mir das an der Geschichte richtig gut gefallen hat, denn so gab es einiges zum Spekulieren.
Das Ende und die Auflösung kamen mir dann leider etwas plötzlich und zu konstruiert, da hätte sich die Autorin ruhig noch ein paar Kapitel mehr nehmen können. Außerdem gab es auch noch ein paar Themen, die für mich nicht abschließend behandelt wurden, einige Fragen blieben leider offen. Aber trotzdem hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen und mich prima unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Fesselnd, bildhaft, gut recherchiert

Die Brücke von London
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1749: Juliana ist frisch verwitwet und versucht nun, den Tuchladen ihres verstorbenen Mannes auf der London Bridge alleine weiterzuführen. Dabei hat sie mit einigen Problemen zu kämpfen, denn ihr Mann ...

1749: Juliana ist frisch verwitwet und versucht nun, den Tuchladen ihres verstorbenen Mannes auf der London Bridge alleine weiterzuführen. Dabei hat sie mit einigen Problemen zu kämpfen, denn ihr Mann hat ihr nicht alles so intakt hinterlassen wie sie dachte. Wird Juliana es schaffen können sich zu behaupten und ihren Laden zu retten?

1202: Die London Bridge wird gebaut. Die Kirche unterstützt diesen Bau, da er im Sinne Gottes sei. Doch mehrfach kommt es zu Unfällen, bei denen Arbeiter ums Leben kommen. Für die Kirche ist klar, da Gott diese Brücke befürwortet, kann nur der Teufel im Spiel sein und ganz schnell wird es für die vom örtlichen Priester als hexenwerk betreibend bezeichnete Sibilla und ihre Schwester Estrid gefährlich...


Ich habe mich direkt in dieses toll gestaltete Cover verliebt und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Zum Glück, denn der Schreibstil ist absolut einnehmend und passt auch sehr gut zur Handlungszeit. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und war so toll beschrieben, dass ich mich so richtig in die damalige Zeit versetzt fühlte und alles bildlich vor mir gesehen habe, als wäre ich selbst mit dabei.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und beide haben mir gleichermaßen sehr gut gefallen. Die Charaktere waren toll gezeichnet und sehr sympathisch, ich habe mich direkt mit ihnen verbunden gefühlt. Vor allem Alder und Oliver sind mir besonders ans Herz gewachsen.

Es war unheimlich spannend und interessant auf die London Bridge der damaligen Zeit abzutauchen und dieser Roman hat mir wirklich tolle Lesestunden beschert. Für Menschen, die historische Romane mögen, ist dieses Buch auf jeden Fall absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Familiengeheimnis

Vor hundert Sommern
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Großmutter Elisabeth kann ihren Alltag nicht mehr allein bestreiten und zieht daher in ein Seniorenheim. Ihre Tochter Anja und Enkelin Lena kümmern sich darum die Wohnung von Elisabeth für den Verkauf ...

Großmutter Elisabeth kann ihren Alltag nicht mehr allein bestreiten und zieht daher in ein Seniorenheim. Ihre Tochter Anja und Enkelin Lena kümmern sich darum die Wohnung von Elisabeth für den Verkauf zu räumen. Beim Durchsehen und Sortieren fallen ihnen allerlei Erinnerungsstücke in die Hände, aber auch ein paar Dinge aus Elisabeths Kindheit, die bei Anja und Lena einige Fragen aufwerfen. Warum wird über Elisabeths Vater nie gesprochen? Und warum wurden einige Bilder aus dem Familienalbum entfernt? Anja und Lena nehmen sich vor mit Elisabeth darüber zu sprechen, aber es scheint einiges in der Vergangenheit zu geben über das die alte Dame nicht gerne sprechen möchte. Werden Anja und Lena das totgeschwiegene Familiengeheimnis erfahren?

"Vor hundert Sommern" war für mich der erste Roman von Katharina Fuchs. Das nostalgische Cover gefällt mir gut und der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven in zwei Zeitebenen erzählt.
Der Teil in der Vergangenheit wird von Clara - Elisabeths Tante - erzählt und spielt in den 20er und 30er Jahren. Die Kapitel zeigen dort sehr gut die politisch angespannte Situation der damaligen Zeit und die Anfänge der NS Zeit auf.
In der Gegenwart lernen wir Anja und Lena näher kennen. Beide haben jede für sich ihre Probleme mit denen sie im Alltag kämpfen.

Die Kapitel über Clara haben mir sehr gut gefallen und mich gefesselt. Die Teile der Gegenwart hatten für mich jedoch vereinzelt ein paar Längen und mir persönlich waren dort auch zu viele "Probleme" reingepackt. Mir ist bewusst dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat aber trotzdem wurden mir da zu viele Themen untergebracht. Leider wurde ich auch mit Anja und Lena nicht so richtig warm, obwohl sie mit ihren Problemen, Stärken und Schwächen absolut aus dem Leben gegriffen und authentisch gezeichnet sind.

Letztendlich war es für mich aber dennoch eine unterhaltsame Geschichte, die mir einige gute Lesestunden beschert hat.

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