Konnte mich mit der Hauptfigur nicht anfreunden
Die Lektorin - Ich schreibe dein Ende!Lilli Ziegler ist geschieden, arbeitet als Lektorin in einem Verlag und lebt mit ihrer 18jährigen Tochter in einem Haus, das ihr und ihrem Exmann Daniel gehört. So weit ist sie mit ihrem Leben zufrieden. ...
Lilli Ziegler ist geschieden, arbeitet als Lektorin in einem Verlag und lebt mit ihrer 18jährigen Tochter in einem Haus, das ihr und ihrem Exmann Daniel gehört. So weit ist sie mit ihrem Leben zufrieden. Bis sie dann Kapitel aus einem Drehbuchskript erhält. Aber nicht per Post. Nein, der Täter dringt unbemerkt in ihre Wohnung ein ohne Spuren zu hinterlassen. In den Texten sind sehr intime Details von ihr und ihren Kindern eingearbeitet, Dinge die zwar wahr sind, aber niemals an die Öffentlichkeit kommen sollten. Während Lilli sich mit den ersten beiden Kapiteln an die Polizei wendet, einmal weil sie sich in ihrem Haus nicht mehr sicher fühlt und auch Drohungen in den Texten enthalten sind, beschließt sie beim dritten Kapitel den Texter selbst zu entlarven.
Was mir am Anfang noch etwas Spannung beim Lesen gebracht hat war als Lilli sich als Detektivin, Einbrecherin und Analystin versucht. Doch das wurde dann zunehmend langatmig geschildert. Ihre Spekulationen waren so verwirrend, ihre Suche kam mir so sinnlos vor, dass ich sie als Hauptfigur absolut nicht überzeugend fand. Ihre Gedankengänge zu möglichen Verdächtigen werden ausgebreitet, verworfen und neu definiert und dann wieder von vorn. Zum Weiterlesen musste ich mich zwingen. Mein Glück, das ich durchgehalten habe, denn am Ende hat mich dieser Thriller seiner Auflösung doch noch überraschen können. Nur leider hat sich mein Gesamteindruck dadurch nur unwesentlich verbessert. Ich gebe 3 Lese-Sterne, da es mir insgesamt an Spannung gefehlt hat.