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Veröffentlicht am 24.04.2025

Wiederholungen und Langeweile statt Fantasy, Romance und Spannung

Blood of Hercules
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Alexis kämpft zusammen mit ihrem Bruder ums Überleben und hofft auf einen der wenigen Studienplätze, doch dann stellt sich heraus, dass sie gar kein Mensch ist, sondern göttliches Blut in sich trägt. Das ...

Alexis kämpft zusammen mit ihrem Bruder ums Überleben und hofft auf einen der wenigen Studienplätze, doch dann stellt sich heraus, dass sie gar kein Mensch ist, sondern göttliches Blut in sich trägt. Das bedeutet, sie muss sich der Feuerprobe stellen und beweisen, dass sie die Unsterblichkeit verdient. Aber sie hat gar keine Magie und ihre Mentoren und Lehrer scheinen nicht sehr viel von ihr zu halten.

Durch die ganzen Wiederholungen in der eintönigen Handlung sind alle Charaktere anstrengend und eintönig. Alexis redet sehr viel mit ihrer unsichtbaren Schlange, was letztendlich nicht annähernd so interessant ist wie es sein könnte, und sie nimmt Unterricht, während sie versucht zu überleben. Sie ist gut in Mathe, aber ansonsten wirkt sie nicht besonders clever, weil sie nie irgendwas versteht und sich komplett treiben lässt. Sie ist fertig mit dem Leben und hat gar nicht den Kampfgeist, den sie haben müsste, aber sie kommt trotzdem damit durch.

Die übrigen, hauptsächlich männlichen Charaktere kreisen um sie, sind genervt, aber gleichzeitig absolut fasziniert von irgendwelchen Eigenschaften, von denen Alexis selbst gar keine Ahnung hat und die für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar waren. Insgesamt haben die Protagonisten zwar interessante Hintergrundgeschichten, aber durch ihre oberflächlichen Handlungen verlieren sie diese Tiefe wieder.

Ich hatte bei dem Cover, Titel und Klappentext eine ganz andere Story erwartet. Mehr Action, Gladiatorenkämpfe, Spannung und auch in romantischer Hinsicht wurde hier zu viel versprochen. Die Handlung zieht sich ohne bemerkbare Fortschritte in die Länge und ich habe lange gewartet, bis endlich mal was passiert, aber dann war das Buch auch schon vorbei. Es gibt keine Spannung, weil einiges durch wechselnde Perspektiven aufgeklärt wird, während anderes generell offensichtlich ist. Am Ende gab es schon kleine Überraschungen, aber die retten auch nicht das ganze Buch. Außerdem fand ich die Regeln dieser Welt nicht einleuchtend und auch nur schlecht erklärt, zum Beispiel die Rollen der Götter, Titanen und aller anderen Wesen, oder auch die willkürlichen Regeln für Frauen und deren Ehre.

Ich fand, dass hier einfach viel zu wenig passiert ist, dabei hat das Buch ja auch einige Seiten. Das Worldbuilding ist eher dürftig und leuchtet auch nicht so ganz ein, es gibt kaum Fortschritte, dafür aber sehr viele Wiederholungen, sowohl in der Handlung als auch in Alexis’ Gedankenwelt. Auch in romantischer Hinsicht passiert fast nichts, obwohl es viele Gelegenheiten gibt, viele Andeutungen und jede Menge Dominanzverhalten. Am Ende ist hier einfach nur viel Lärm um nichts.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Interessante Ideen, oberflächliche Charaktere

A City of Flames
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Nara hasst Drachen und freut sich über die unglaubliche Gelegenheit, den Venatoren beizutreten, die Jagd auf Drachen machen. Doch schon bald merkt sie, dass deren Regeln nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Seit ...

Nara hasst Drachen und freut sich über die unglaubliche Gelegenheit, den Venatoren beizutreten, die Jagd auf Drachen machen. Doch schon bald merkt sie, dass deren Regeln nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Seit dem Tod ihres Vaters will Nara Rache, aber als sie wirklich Drachen gegenübersteht, fühlt sie eine unerklärliche Verbindung und das sät den Samen des Zweifels. Naras innerer Konflikt ist schon spannend, aber auf Dauer auch etwas ermüdend.

Die Handlung ist auf verwirrende Weise oberflächlich. Es gibt so viele offene Geheimnisse, die keine Konsequenzen haben. Normalerweise fragt man sich ja, wie die Charaktere wohl reagieren, wenn sie etwas herausfinden. Aber hier passiert irgendwie gar nichts, daher gibt es bei mir eher Enttäuschung und Verwirrung und weniger Spannung. Dann ist es oft unlogisch, wie die Charaktere reagieren und das macht sie weniger interessant, sympathisch oder bedrohlich, je nachdem. Dadurch sind sie dann auf schlechte Art unberechenbar und ihre Positionen unglaubwürdiger.

Auf einige der Zufälle zum Ende hin hätte ich auch verzichten können, es war mir zu viel des Guten und hat der oberflächlichen Geschichte noch den Rest gegeben. Ich fand es schon schade, da ich die Ideen an sich nicht schlecht fand, aber der Schreibstil war nicht nach meinem Geschmack.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Eine wirklich anstrengende Beziehung: Mord und Liebe durch die Jahrhunderte

Our Infinite Fates
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Evelyn möchte ihrer Schwester Knochenmark spenden, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Denn Evelyn erinnert sich an ihre früheren Leben und weiß, dass ihre große Liebe Arden wie in jedem Leben kommen wird, ...

Evelyn möchte ihrer Schwester Knochenmark spenden, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Denn Evelyn erinnert sich an ihre früheren Leben und weiß, dass ihre große Liebe Arden wie in jedem Leben kommen wird, um sie noch vor ihrem 18. Geburtstag zu töten. Aber Evelyn ist entschlossen, dieses Mal zu überleben - zumindest lange genug, um ihre Schwester zu retten.

Evelyn kennt ihr Schicksal eigentlich, aber auch nach Jahrhunderten ist bei ihr und Arden noch keine Routine eingekehrt. Sie liebt ihre neuen Familien jedes Mal, träumt von einer Zukunft und liebt Arden, auch wenn sie nicht versteht, warum ihre Leben so sind wie sie sind. Daher kann sie es auch nicht akzeptieren.

Abwechselnd zu Kapiteln aus der Gegenwart gibt es Kapitel, die die früheren Leben der Protagonisten behandeln, insbesondere ihre letzten Momente zusammen. Ich fand es da ganz interessant, dass Evelyn und Arden dabei kein festes Geschlecht haben und außerdem haben mir die kleinen Einblicke in ganz unterschiedliche Kulturen sehr gut gefallen, auch wenn ich teilweise schon ein wenig hinterfragt habe, ob sie historisch akkurat sind.

Es sind nur noch wenige Tage bis zu Evelyns Geburtstag und daher ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Dazu kommt die Frage, warum Arden Evelyn immer wieder töten muss. Mehr als die Hälfte des Buches habe ich dadurch ziemlich schnell verschlungen, bis mein Interesse dann stark nachließ, als langsam Antworten kamen. Außerdem mochte ich auch den Schreibstil nicht immer, weil er oft etwas zu direkt ist und es dreht sich auch einiges im Kreis.

Die Protagonisten reden über vieles, aber kommen nie wirklich voran. Sie haben eine wirklich komplizierte Beziehung und Evelyn hat auch immer wieder mal unterschiedliche Reaktionen auf ihren bevorstehenden Tod und weiß nicht, wie sie mit ihrer großen Liebe umgehen soll. Ich fand die beiden zusammen dann meistens nur nervig, während mich eigentlich durchaus interessiert hat, ob Evelyn ihre Ziele erreichen wird.

Zum Ende hin hat mir das Buch kaum noch gefallen und die Liebesgeschichte konnte mich nicht so richtig packen, weil ich Arden nicht mochte und auch Evelyns Liebe daher nicht nachempfinden konnte. Da hat auch nicht geholfen, dass die Protagonisten explizit darüber gesprochen haben. Evelyns Wettlauf gegen die Zeit fand ich spannend, aber das hat leider nicht gereicht.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Toxische Beziehungen und Schnitzeljagd des Todes

A Fall to Forgive
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Für mich ging diese Geschichte schon zu sehr Richtung Dark Romance, weil die Protagonisten Lou und Camelia schon eine komplizierte Beziehung zueinander haben, da Lou sie auch gemobbt hat, um sie vor Rory ...

Für mich ging diese Geschichte schon zu sehr Richtung Dark Romance, weil die Protagonisten Lou und Camelia schon eine komplizierte Beziehung zueinander haben, da Lou sie auch gemobbt hat, um sie vor Rory zu beschützen. Und dann ist da noch der Antagonist der Geschichte, dessen strahlende Persönlichkeit den meisten Raum einnimmt: Rory. Er ist manipulativ und hilft dabei, das Schlechteste aus den Menschen in seinem Umfeld herauszuholen, und macht auch nach seinem Tod noch alle verrückt.

Ich hatte bei dem Klappentext schon eine ganz andere Geschichte erwartet, vor allem hätte ich gedacht, dass es mehr um Lou, Camelia, Schuld und Vergebung geht, also eine emotionale Reise, aber stattdessen geht es um Rory und seine Spielchen, denn er hat es noch geschafft, jede Menge Rätsel und Hinweise zu hinterlassen, zusätzlich zu den emotionalen Narben bei Lou und Camelia, sodass diese noch nicht wissen, ob sie einander vertrauen können.

Eine Schnitzeljagd war wirklich nicht das, was ich erwartet hätte, und auch die anderen Themen waren nicht so mein Fall. Es geht viel um Manipulation, Demütigung und toxische Beziehungen; keiner der Charaktere war mir sympathisch, daher haben mich weder die Liebesgeschichte noch Rorys Todesumstände interessiert, weil er so unerträglich war. Außerdem fand ich vieles bei diesen Ermittlungen sehr unglaubwürdig, sodass ich es gar nicht mehr ernst nehmen konnte.

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Alte Freundschaften, Bücherliebe und nervige Protagonisten

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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Erin, James und Bonnie waren beste Freunde, bis James etwas tat, dass Erin ihm nicht verzeihen konnte. Die lebensfrohe Bonnie starb viel zu jung und Jahre später kämpfen Erin und James immer noch mit ihrer ...

Erin, James und Bonnie waren beste Freunde, bis James etwas tat, dass Erin ihm nicht verzeihen konnte. Die lebensfrohe Bonnie starb viel zu jung und Jahre später kämpfen Erin und James immer noch mit ihrer Trauer und finden Trost in einem öffentlichen Bücherschrank und fremden Randnotizen in ihren liebsten Büchern - nicht ahnend, dass sie ausgerechnet miteinander schreiben.

Mein größtes Problem mit diesem Liebesroman war, dass ich die Protagonisten beide nicht besonders sympathisch fand und auch die romantischen Gefühle konnten mich nicht überzeugen. Erin ist immer noch stinkwütend, dabei steckt natürlich auch mehr hinter dem entzweienden Ereignis. Aber Erin hat auch nie versucht, da mehr zu erfahren, denn sie interessiert sich hauptsächlich für sich selbst und die Motive anderer Menschen sind ihr eher egal.

James ist aber auch nicht besser und mich hat etwas genervt, dass beide Charaktere ähnliche Probleme mit Familie und Freunden haben, weil sie feste Meinungen zu allem haben, klärende Gespräche vermeiden und mit Scheuklappen durchs Leben laufen. Ich fand beide egoistisch, trotzig und unreif.

Und die Gefühle zwischen ihnen konnte ich dann auch nicht nachvollziehen. James ist einfach schon immer in Erin verliebt, denn sie mögen ja beide gerne klassische Literatur. Während ihres Austausches konnte ich zwar schon fühlen, dass sie viel Gesprächsstoff haben und sich verstanden fühlen, aber ich fand sie insgesamt zu anstrengend, um mehr in ihrer Beziehung zu sehen. James himmelt Erin quasi ohne Einschränkungen an, Erin hingegen denkt kaum an ihn. Ich konnte einfach nicht verstehen, warum James Erin nach all der Zeit noch mag, warum er sie überhaupt je mochte und umgekehrt.

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