Einsamkeit als Erbe
Die Anatomie der EinsamkeitBei diesem Buch passt einfach alles zusammen Cover, Haptik des Buchumschlags (der sehr an eine Leinwand erinnert), Schreibstil und Inhalt.
In zwei Erzählsträngen, die in unterschiedlichen Epochen spielen, ...
Bei diesem Buch passt einfach alles zusammen Cover, Haptik des Buchumschlags (der sehr an eine Leinwand erinnert), Schreibstil und Inhalt.
In zwei Erzählsträngen, die in unterschiedlichen Epochen spielen, lernen wir die zwei, bzw. sogar drei, Hauptprotagonistinnen, ihre Geschichten und Lebenswege kennen. Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder Gedichte aus einer weiteren Epoche. So umspannt das Buch am Ende die Zeit des Zweiten Weltkrieges bis heute. Auf einfühlsame Weise verspinnt Louise Pelt die doch recht unterschiedlichen Geschichten miteinander so das am ende alles ein für mich Stimmiges Bild ergibt.
Besonders gut gefallen hat mir das ich bis zum Schluss nicht erahnen konnte wie die Frauen zusammen gehören.
Eins haben jedoch alle drei Frauen gemeinsam. Die Einsamkeit die sie zum teil ihr leben lang verspürt haben.
Ein wirklich eindrucksvolles Buch zum Thema Einsamkeit, aber auch über Verluste, Sehnsüchte, Mut und Neuanfänge. Erwähnen möchte ich auch noch den Schreibstil Louise Pelts. Trotz der teils tragischen Geschichte ist er sehr ruhig, einfühlsam und fast schon melancholisch. Die Anatomie der Einsamkeit war für mich das erste Buch der Autorin, jedoch sicher nicht das letzte.
Alles in allem habe ich das Buch sehr geliebt und freue mich nun darauf weitere Werke von der Autorin zu lesen.