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Veröffentlicht am 27.03.2025

Teilweise sehr langatmig

Der Junge aus dem Meer
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Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen ...

Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen den Jungen auf und adoptieren ihn. Von Anfang an umgibt das Kind etwas geheimnisvolles, was nicht nur mit seiner rätselhaften Herkunft zusammen hängt. Sein Bruder, damals zwei Jahre alt, empfindet von Anfang an eine Rivalität zu ihm, welche lange Jahre anhalten soll.
Im Folgenden geht es, über einen Zeitraum von über 20 Jahren, um das Familienleben der Bonners mit allen Streitigkeiten,der Sorge füreinander,aber auch Neid und Missgunst.Eine weitere große Rolle spielt der harte Broterwerb der Bevölkerung.Der Tod des Familienvaters Ambrose und die damit verbundene Neuorientierung,decken neue Facetten auf ,die nicht nur das Leben der ungleichen Brüder neu beleuchten.

Meine Meinung:
Am Anfang hat mich die Geschichte begeistert, und ich bin gerne in die Atmosphäre Irlands eingetaucht. Nach einer Weile nahmen jedoch die Geschehnisse um den Beruf des Fischers eine übergeordnete Rolle ein, welche für Laien in diesem Berufsfeld etwas ermüdend wirkten und mich streckenweise gelangweilt haben. parallel dazu rückte die Familiengeschichte stark in den Hintergrund. im letzten Drittel änderte sich das zum Glück wieder, und die Geschichte nahm erneut Fahrt auf. Das Ende blieb in Teilen offen, was Raum bot für eigene Gedanken und mir gut gefallen hat. Bis auf die erwähnten Kritikpunkte, in meinen Augen, ein lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Die Tage nach dem Pflaumenregen
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Im Mittelpunkt dieser ruhigen Liebesgeschichte stehen Suchi und Haiwen,die in Shanghai aufwachsen und sich in einander verlieben. Sie werden getrennt, als Haiwen sich heimlich zum Militärdienst meldet, ...

Im Mittelpunkt dieser ruhigen Liebesgeschichte stehen Suchi und Haiwen,die in Shanghai aufwachsen und sich in einander verlieben. Sie werden getrennt, als Haiwen sich heimlich zum Militärdienst meldet, um seinen Bruder vor der Einberufung zu bewahren. 60 Jahre später treffen Sie sich zufällig in Los Angeles wieder. Beide haben in der Zwischenzeit verschiedene Lebenswege beschritten, kann die Liebe noch mal neu erwachen?

Meine Meinung:

Es fiel mir nicht leicht, der Geschichte von Beginn an zu folgen, was unter anderem den vielen Namen, die es zu merken galt, geschuldet war.Über einen längeren Zeitraum plätscherte die Geschichte so dahin ,ohne nennenswerte Höhepunkte. auch wenn sich das nach circa der Hälfte des Buches änderte, blieben die Protagonisten, sowie die anderen Personen für mich, relativ blass, so dass ich keinen emotionalen Zugang zu Ihnen herstellen konnte.Was mir hingegen gut gefiel,waren die Einblicke in fremde Kulturen.Einige Sachen waren mir bekannt,aber es es gab auch ein paar Dinge,die für mich völlig neu waren.
Für LeserInnen mit Interesse an sehr ruhigen Geschichten sicher sehr lesenswert,mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Nur ein Sommer

Wenn die Tage länger werden
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Lisa ist Musiklehrerin und lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn Paul alleine. In den Sommerferien fährt er mit seinem Vater Janusz zu den Großeltern nach Polen und Lisa hat den seltenen Luxus von Freizeit. ...

Lisa ist Musiklehrerin und lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn Paul alleine. In den Sommerferien fährt er mit seinem Vater Janusz zu den Großeltern nach Polen und Lisa hat den seltenen Luxus von Freizeit. Sie möchte die Zeit nutzen, um sich wieder mit ihrer Geige zu beschäftigen, stellt aber fest, dass diese restauriert werden muss. Auf der Suche nach einem Geigenbauer, trifft sie auf Hans und seine Tochter Ute. Zwischen den beiden ungleichen Frauen entwickelt sich so etwas wie Freundschaft. Hans ist der Meinung, dass Lisas Geige eventuell viel älter und wertvoller ist als vermutet und so begibt sich Lisa auf Spurensuche.Dazu befragt sie auch ihre Mutter, was dieser äußerst unangenehm ist, nicht nur,weil Mutter und Tochter seit jeher ein angespanntes Verhältnis haben.

Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin, welche mir größtenteils sehr gut gefallen haben,leider kann ich das von diesem Buch nicht behaupten.
Es ist eine große Anzahl von Themen wie Nationalsozialismus, Kriegsverbrechen,Raubkunst,Krebserkrankung,beginnende Demenz usw, welche die Autorin hier aufgreift.Das führt dazu, dass jedes Thema nur kurz angerissen wird und keine Vertiefung stattfindet, manchmal ist weniger mehr. Außerdem konnte ich mich mit der Protagonistin Lisa überhaupt nicht anfreunden und somit keine Nähe aufbauen.
Was bleibt, ist ein Buch, was zwar leicht zu lesen war, mich emotional, aber kaum berührt hat, sehr schade.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Zieht sich etwas

Dunkle Schatten über Småland
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Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen ...

Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen auf. Schnell steht eine Gruppe, die sich „echte Werwölfe“ nennt, im Mittelpunkt der Ermittlungen.Doch es gibt auch andere Verdächtige,welche nach und nach in den Fokus rücken.



Zwar wurde die Atmosphäre in der Kleinstadt Idylle gut transportiert, aber nach und nach dominierte dieser Teil in meinen Augen zu stark. Auch das Privatleben der Kommissarin (schwanger, ja oder nein) nahm einen zu großen Rahmen ein, wodurch die eigentliche Krimihandlung streckenweise in den Hintergrund rückte. Ich lese sehr gerne schwedische Krimis, dieser konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Tristesse und Glamour

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von ...

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von einer Karriere als Schauspielerin. Als es ihr gelingt ,eine Rolle zu ergattern,ist sie happy.Gleich zu Beginn der Dreharbeiten verliebt sie sich in ihren Kollegen Adam. Da wird ihre kleine Tochter schwer krank und Wanda, muß sich entscheiden, zwischen Kind und Karriere.

Zu Beginn hat mir die Geschichte gut gefallen, das Umfeld wurde sehr passend geschildert, die Protagonistin war mir jedoch von Anfang an nicht sympathisch und das hat sich leider während des gesamten Buches fortgesetzt. Obwohl ich ihren Wunsch nach einem besseren Leben nachvollziehen kann,schnitt es mir ins Herz ,wie sie sich aus der Verantwortung für ihre Tochter gezogen hat. Im zweiten Teil versandete die Geschichte in meinen Augen etwas, Nebensächlichkeiten wurden ständig wiederholt, wichtige Sachen (Krankheit der Tochter) rücken in den Hintergrund.
So blieb das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.
Positiv bewerte ich die Sprecherin Nina Reithmeier,welche ihre Aufgabe gut gelöst hat.

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