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Veröffentlicht am 13.05.2025

Zwei Leseweisen für ein ganz spezielles Buch

Frühlingsnacht
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"Frühlingsnacht", das vierte Buch des norwegischen Autors Tarjei Vesaas, habe ich zuerst relativ rasch gelesen, mit anderen diskutiert und dann schließlich danach noch einmal aus einem neuen Blickwinkel ...

"Frühlingsnacht", das vierte Buch des norwegischen Autors Tarjei Vesaas, habe ich zuerst relativ rasch gelesen, mit anderen diskutiert und dann schließlich danach noch einmal aus einem neuen Blickwinkel durchgesehen. Denn selten ist mir ein Buch begegnet, das mich dermaßen verwirrt hat: beim Lesen selbst und in der Diskussion in einer Leserunde.

In dieser Rezension möchte ich nun meinen Lese- und Rezeptionsprozess schildern, in der Hoffnung, dass er anderen eine Entscheidungshilfe sein könnte, um sich bewusst für oder gegen die Lektüre dieses Buches zu entscheiden.

Wie habe ich das Buch beim ersten Mal gelesen? In Norwegen, etwa in den 1960er Jahren, leben der 14-jährige Hallstein und seine 18-jährige Schwester Sissel gemeinsam mit ihren Eltern in einem etwas abgelegenen Haus am Land. Nun sind die Eltern ins Nachbardorf auf ein Begräbnis gefahren und werden erst am nächsten Tag zurückkommen, die beiden Jugendlichen sind also für eine Nacht alleine, und insbesondere Hallstein ist voll der Vorfreude auf diesen elternlosen Abend.

Die besondere Sprache des Buches zeigt sich schon gleich am Anfang, der Autor findet neue und ungewöhnliche, oft sehr aussagekräftige Metaphern wie z.B. "Das ganze Haus fühlte sich anders an, weil dies eine Mal beide, Vater und Mutter weggefahren waren. Sie waren heute früh weggefahren, und sie hatten ihr eigenes Gewicht mitgenommen." (S. 5)

Sissel hat einen Verehrer, Tore, und Hallstein beobachtet die beiden heimlich. Ansonsten wirkt Hallstein noch ziemlich verträumt-kindlich, sehr naturverbunden und etwas naiv, hat eine unsichtbare, erfundene Gudrun als Begleiterin, und ist insgesamt ein liebenswerter, aufrichtiger Junge. Seiner älteren Schwester ist er in großer Zuneigung verbunden.

Etwa das erste Viertel des Buches sind die beiden Geschwister alleine und Hallstein hat in der Natur Begegnungen mit einer Schlange und mit Schnecken. Wenn man sich darauf einlassen kann, dann hilft dieser Teil des Buches dabei, sich voll und ganz auf die Perspektive des heranwachsenden Jungen Hallstein einzuschwingen, und bei dieser zu bleiben. Das kann ich sehr empfehlen, wenn man auch die weitere Lektüre des Buches genießen möchte. Mir ist es leider bei der ersten Lektüre nicht gelungen.

Denn dann bricht das Unbekannte, Mystische, Rätselhafte... und für mich gefühlt über weite Strecken der Lektüre auch ziemlich Bedrohliche, über die Geschwister herein. Eine unbekannte Familie strandet in der Nähe des Hauses und braucht und fordert Unterstützung. Die Familie besteht aus dem alten Hjalmar, seiner zweiten Frau Kristine, die nach einem Streit vorgibt, nicht mehr gehen und nicht mehr sprechen zu können und erst einmal lang im Auto sitzen muss, bis sie ins Haus getragen wird, dem erwachsenen Sohn Karl, der kriegstraumatisiert ist und auf mich latent bedrohlich wirkte, dessen hochschwangerer Partnerin Grete sowie der 13-jährigen Tochter Gudrun. Karl und Gudrun sind die Kinder von Hjalmar, aber nicht von Kristine, sie ist, wie an irgendeiner Stelle im Buch von Gudrun erwähnt wird "die Mutter von niemandem".

Allein diese Familienkonstellation so, wie ich sie hier scheinbar logisch klingend aufschreibe, zu entschlüsseln, hat bei mir schon eine Weile an Lesezeit gedauert. Denn wir nähern uns der Familie stückchenhaft an, über viele Dialoge, die sich mir über weite Teile nicht wirklich erschlossen haben. Ich habe mir sehr lange überhaupt keinen Reim auf diese seltsame Familie und ihre Dynamiken machen können und viele Fragen sind bis zum Ende offen geblieben: beispielsweise der Streit zwischen Hjalmar und Kristine im Vorfeld, der immer wieder angedeutet wird, aber kurz, bevor irgendetwas näher erklärt würde, wird abgebrochen und gemeint, die Details seien nicht von Bedeutung. Ebenso Kristine, die offenbar nur so tut, als ob sie nicht gehen und reden könnte und Karl damit bestrafen will, aber zumindest mit Hallstein spricht - aber nur, wenn sonst keiner im Zimmer ist. Ein mysteriöser Todesfall gegen Ende, der absolut nicht aufgeklärt wird: es wird nicht einmal ein Versuch in diese Richtung unternommen. Und verschiedene Familienmitglieder, die den völlig überforderten, 14-jährigen Hallstein um Hilfe bitten, immer wieder, und teils sehr eindringlich, doch oft wird nicht einmal klar, warum und wofür.

Das Buch ist also sehr rätselhaft und hat viele offene Themen, die auch bis zum Ende nicht aufgeklärt werden. Vieles habe ich auch einfach nicht verstanden, weil mir Erzählweise und Sprache nicht sehr zugänglich waren, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass ich aus einer ganz anderen Generation stamme als der Autor und fast 90 Jahre jünger bin als er (jedoch sind bei weitem nicht alle Klassiker so unverständlich für mich, es kann also nicht nur daran liegen).

Unmittelbar nach der Lektüre hat mich das Buch sehr frustriert und verärgert zurückgelassen. Mir ist es eben nicht gelungen, ausschließlich bei der Perspektive des 14-jährigen Hallsteins zu bleiben, sondern ich war neugierig auf Antworten auf die vielen offenen Fragen, habe aber kaum welche bekommen.

Nun, nach eingehender Diskussion mit anderen über das Buch, und meiner Verwunderung darüber, dass es Menschen gibt, die davon so begeistert sind, dass sie es mit Lobpreisungen und Höchstwertungen versehen, habe ich es mir noch einmal durchgeschaut, mit Blick auf die Perspektive des 14-jährigen Hallstein.

Und tatsächlich: wenn es einem gelingt, ausschließlich bei dieser Perspektive zu bleiben und die Rätsel der Familie nicht wie einen Krimi entschlüsseln zu wollen, dann kann es ein sehr lohnenswertes Buch sein. Denn mit diesem Fokus fallen mir die vielen schönen, poetischen Formulierungen viel stärker auf, über die ich beim ersten Mal - ungeduldig auf der Suche nach Antworten auf meine offenen Fragen - oft fast drübergelesen habe, weil sie nichts zu diesem Thema beigetragen haben.

Genießen lässt sich dieses Buch wohl wirklich nur, wenn man sich voll und ganz auf Hallsteins Entwicklungs- und Reifeprozess einlässt, der durch die mysteriösen Geschehnisse dieser Frühlingsnacht und die Aufforderungen der Erwachsenen an ihn, sie zu unterstützen, stark beschleunigt wurde.

Dann finden sich zum Beispiel Stellen wie diese, die zeigt, wie Hallstein offen wird für den Zauber des anderen Geschlechts und gleichzeitig erkennt, wie wenig er davon bisher weiß:

"Allerlei ungeordnete Gedanken durchzogen ihn. Bleib hier, schönes Licht. Bleib hier, Hand. Bleibt hier, schöne Augen. Frauen. Was weiß ich schon?, dachte er. Halb angsterfüllte, halb beschämte Dinge. Schön, dass du endlich kommst, hat sie vorhin gesagt. Etwas von so einer Frau gesagt zu bekommen, das war wunderbar. Der Zauber des Unbekannten." (S. 110)

Oder auch diese, zur Geburt des Babys, das in Hallsteins und Sissels Haus auf die Welt kommt, nachdem Hallstein dabei geholfen hatte, eine Hebamme zu organisieren:

"Hallstein stand mitten im Zimmer, etwas benommen. Er hatte das brausende Leben kennen gelernt, von einer neuen Seite." (S. 65)

Für den Jugendlichen, der Hallstein ist, sind so viele Mysterien des Lebens noch neu und unverständlich. Und wir erleben das Buch ausschließlich aus seiner Perspektive: es gibt im ganzen Buch keine Szene, bei der er nicht dabei wäre und die nicht durch seine Augen betrachtet geschildert ist.

So gesehen kann ein Teil der Verwirrung beim Lesen erklärt werden: was für Hallstein nicht klar und verständlich ist, wird auch uns beim Lesen nicht klar werden, denn es gibt keine weitere Perspektive, die diese Dinge erklären könnte. Somit kann sich ein Teil der Verwirrung auflösen, wenn man es schafft, beim Lesen ganz in dieser Haltung zu bleiben, was mir, wie gesagt, erst bei der wiederholten Beschäftigung mit der Geschichte gelungen ist.

Dennoch bleiben auch dann einige ungeklärte Dinge, bei denen ich mir wünschte, der Autor hätte nicht gar so vieles dermaßen offen gelassen. Dann wäre es für mich insgesamt auch beim ersten Mal schon ein wesentlich angenehmeres Leseerlebnis gewesen und ich hätte mich dann vielleicht auch eher schon von Anfang an auf Hallstein und seinen Reifungsprozess einlassen können, weil ich nicht so damit beschäftigt gewesen wäre, zu versuchen, unentschlüsselbare Rätsel zu lösen.

Insgesamt ist es für mich also ein sehr schwer zu erschließendes Werk, das aber auf jeden Fall sehr vom gemeinsamen Lesen und Austausch profitieren kann. Qualitativ weist es für mich sowohl 5-Sterne-Elemente (die sehr poetische Sprache, das hohe Einfühlungsvermögen in den Reifungsprozess eines bisher kindlichen 14-jährigen,...) als auch 1-Sterne-Elemente auf (die vielen offenen Fäden, die bis zum Ende nicht zusammengebracht werden, das war für mich zu viel der Verwirrung). Somit gebe ich dem Buch insgesamt eine 3-Sterne-Wertung, die aber dem Buch in seiner Differenziertheit nicht ganz gerecht wird, jedoch in Summe für mich noch die fairste Annäherung eines standardisierten Beurteilungsprozesses für ein sehr außergewöhnliches Buch darstellt.

Jenen, die sich für das Buch näher interessieren, rate ich, sich vorher genau damit zu beschäftigen, um was für ein Buch es sich handelt, und jedenfalls kurz hineinzulesen (nicht nur in die ersten Seiten, sondern auch zu den Stellen, an denen die mysteriöse Familie schon da ist), um zu entscheiden, ob man sich auf dieses sehr spezielle Buch einlassen möchte. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich das Buch nicht alleine, sondern in einer Leserunde gelesen habe - so konnte ich noch einmal eine neue Perspektive dazu gewinnen und mir am Ende doch noch einiges an Erkenntnissen daraus mitnehmen. Weitere Bücher des Autors werde ich persönlich aber nicht mehr lesen, offenbar passen meine Erwartungen und der Schreibstil dieses Autors zu wenig zusammen.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Atmosphäre überzeugt, Figuren nicht

Twist
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In "Twist" gelingt Colum McCann das Kunststück, das bisher vielen Menschen, so auch mir, wenig bekannte Thema der im Meer verlaufenden Glasfaserkabel, über die ein Großteil der Informationen im Internet ...

In "Twist" gelingt Colum McCann das Kunststück, das bisher vielen Menschen, so auch mir, wenig bekannte Thema der im Meer verlaufenden Glasfaserkabel, über die ein Großteil der Informationen im Internet transportiert werden, nahbar und spannend aufzubereiten. Durch die Augen von Fennell, eines irischen Journalisten, erleben wir diese Welt hautnah mit. Fennell ist beauftragt, einen Artikel über diese Kabel zu schreiben, und begibt sich zu diesem Zweck für mehrere Wochen an Bord eines Reparaturschiffs für Kabelbrüche in der Tiefsee, das startend von Kapstadt aus die afrikanische Westküste entlang Richtung Norden fährt, um einen Kabelbruch zu beheben.

Was diese Ebene angeht, habe ich in diesem Buch sehr viel gelernt: zum Beispiel, dass der Großteil der Information nicht etwa über Satelliten übermittelt wird (das scheint viel zu teuer zu sein), sondern über diese Kabel. Dass es im Meer richtige Canyons gibt und die Kabel nicht einfach drübergespannt werden können, weil sie sonst aufgrund der Spannung reißen würden, sondern dem Verlauf des Canyons bis hinunter auf seinen Grund und dann wieder hinauf folgen müssen. Wie drastisch es sein kann, wenn solche Kabel kaputt gehen oder sabotiert werden: da hat gleich mal ein großer Teil Afrikas kaum mehr zuverlässiges Internet, bis es repariert ist. Und noch vieles mehr.

Auch Apnoetauchen spielt eine Rolle im Buch - einige der Charaktere üben es aus - und wird sehr atmosphärisch geschildert: man hat das Gefühl, bei den Tauchgängen dabei zu sein und mit den Apnoetauchern die Unterwasserwelt mit all ihren Schönheiten, aber auch nachdenklich stimmende Objekte wie einen von den Tauchern angelegten steinernen Unterwasserfriedhof für die dabei ums Leben gekommenen, sowie Plastikfetzen als Mahnmale der Umweltverschmutzung wahrzunehmen.

Da, wo es also um die Sachebene geht, um die Schilderung einer Umgebung, einer Atmosphäre oder auch einer Technik, ist Colum McCann einfach großartig, und Schreiben kann er definitiv, das Buch liest sich unterhaltsam und leichtgängig.

Jetzt kommt das große Aber: auf psychologischer Ebene hat mich das Buch absolut nicht überzeugt. Es kommen einige Figuren vor, von denen wir manche näher kennen lernen: eben den irischen Journalisten Fennell, dann Conway, den ebenfalls irischstämmigen Kapitän des Reparaturschiffs, dessen dunkelhäutige Partnerin Zanele, Mutter von Zwillingen, die als Schauspielerin in Großbritannien berühmt wird, und einige Personen der Besatzung des Schiffes. Von all diesen Personen ist mir keine einzige gefühlsmäßig nahe gekommen, von niemandem könnte ich nach der Lektüre des Buches eine tiefgründige Charakterisierung zeichnen, alle blieben für mich in ihrer Charakterisierung sehr an der Oberfläche. Auch die Motivation und Handlung der Personen, die sich in manchen Bereichen speziell gegen Ende des Buches drastisch zuspitzt, bleibt weitgehend im Dunkeln und nicht nachvollziehbar, beispielsweise ist der Journalist Fennell von Anfang an, ohne nähere Erklärung dafür, fast besessen von dem zurückgezogenen Conway (und von dessen Partnerin Zanele, die er ein einziges Mal gesehen hat) und will unbedingt all dessen Geheimnisse aus dessen Privatleben aufspüren (was ihm eh nicht wirklich gelingt).

Es gibt auch viel toxisch stereotyp männliches Verhalten: Rivalität, Konkurrenz, Alkoholismus usw., sowie Referenzen auf Filmszenen, die ich nicht kenne und mit denen ich als Symbol nichts anfangen konnte (z.B. jemand schlägt aus Wut einen Spiegel ein). Auch dieses wurde für mich viel zu wenig erklärt oder in einen Kontext gesetzt, der Autor nimmt mich als Frau nicht wirklich mit in diese Welt und macht sie für mich nicht nachvollziehbar.

Entweder der Autor kann Figurendarstellung nicht besser - das kann ich schwer beurteilen, denn ich habe nur ein einziges weiteres Buch von ihm gelesen: "American Mother", das mich in dieser Hinsicht auch nicht sehr überzeugt hat - oder er legt all die Figuren bewusst so wage an, um ihre Einsamkeit und Unverbundenheit zu zeigen... das wäre aber auch besser gegangen und lässt mich als Leserin unzufrieden zurück.

Am Ende des Buches findet sich ebenfalls eine sehr atmosphärische Unterwasserweltbeschreibung samt genauester Anleitung für einen Sabotageakt (technisch so genau beschrieben, dass man es nachmachen könnte, das finde ich fast schon bedenklich - was will uns der Autor damit sagen?), aber die Motivation der handelnden Person bleibt auch hier völlig im Dunkeln.

Mitgenommen habe ich aus dem Buch, wie gesagt, das Wissen über die Unterwasserseekabel, sowie ein einigermaßen unterhaltsames Leseerlebnis, das aber sehr unbefriedigend geendet hat, weil keine meiner offenen Fragen beantwortet wurden... wie lose, zerschnittene Kabel hängen sie nun in meinem Kopf herum. Keine klare Leseempfehlung: wer sich allein für die Unterwasserkabel interessiert, wird dieses Wissen vermutlich auch an anderen Orten finden können.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Daraus hätte man mehr machen können

Peggy
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Ein historischer Roman über die schillernde Peggy Guggenheim - das klang spannend!

Anfangs habe ich das Buch auch sehr gern gelesen, speziell die Kindheit von Peggy war interessant geschildert, ich habe ...

Ein historischer Roman über die schillernde Peggy Guggenheim - das klang spannend!

Anfangs habe ich das Buch auch sehr gern gelesen, speziell die Kindheit von Peggy war interessant geschildert, ich habe mich der Figur gleich nahe gefühlt, mit ihr um ihren beim Untergang der Titanic verschollenen Vater getrauert und gut nachfühlen können, dass sie sich immer anders gefühlt hat und mehr wollte als ihre reiche, ihr aber oberflächlich und immer auf den äußeren Schein bedachte Familie.

Eine Schlüsselszene dazu: Peggy arbeitet als junge Frau, um Erfahrungen zu sammeln - das Geld braucht sie nicht und bekommt auch nicht wirklich einen Lohn ausbezahlt - aushilfsweise in einer Buchhandlung. Ihre ebenfalls reichen Tanten kommen ins Geschäft und möchten 5 Regalmeter Bücher kaufen, egal welche. Der Inhalt interessiert sie nicht, es geht rein um Bücher als Dekoration, wichtig sind die harmonische Farbe und Gestaltung der Buchrücken.

So möchte Peggy nicht sein, sie möchte sich mit Menschen umgeben, die tatsächlich Bücher wegen ihres Inhalts schätzen. Ähnlich geht es ihr mit der Kunst: in den schwerreichen Kreisen, in denen sie sich bewegt, sammeln einige Menschen Kunstwerke, um sie wegzusperren. Peggy liebt Kunst, ihr Interesse dafür wurde schon in ihrer Kindheit durch ihren Vater geweckt, und sie findet, Kunst sollte an Orten ausgestellt werden, an denen viele Menschen sie genießen können.

Also: eine sehr interessante Person und eine sehr interessante Zeit. Man hätte aus diesem Buch viel machen können.

Aber: leider hat das Buch kaum einen Spannungsbogen und ist über weite Strecken einfach nur langweilig. Es geht um gesellschaftliche Events, Bälle, belanglose Unterhaltungen zwischen verschiedenen Personen, die aber nicht wirklich zu irgendetwas Interessantem führen. Ich hatte das Gefühl, je weiter ich mit der Lektüre gekommen bin, desto langweiliger wurde das Buch, und desto mehr habe ich auch den Bezug zu der in diesem Roman portraitierten Peggy verloren... als sie etwa Ehefrau und Mutter wurde, konnte ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wie es ihr damit überhaupt wirklich ging als Freigeist, der sie war.

Ich muss also leider sagen, dass dieses Buch meine hohen Erwartungen nicht erfüllt. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir dadurch die echte Peggy Guggenheim wirklich nahegekommen ist, und eine spannende Unterhaltung war es auch nicht. Deshalb drei Sterne für ein grundsätzlich spannendes Porträt einer sehr interessanten Frau, das streckenweise interessant ist.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Die letztlich unerfüllte Kinderwunschreise einer eher unreflektierten Frau

Lebensschlenker
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Mir fällt es schwer, eine Rezension über "Lebensschlenker" von Nova Meierhenrich zu schreiben. Das liegt darin, dass ich in meiner Beurteilung zwiegespalten bin. Einerseits habe ich großen Respekt vor ...

Mir fällt es schwer, eine Rezension über "Lebensschlenker" von Nova Meierhenrich zu schreiben. Das liegt darin, dass ich in meiner Beurteilung zwiegespalten bin. Einerseits habe ich großen Respekt vor allen, die so wie die Autorin mutig ihre eigene Geschichte teilen. Ihr Leben war in vielem nicht leicht, nicht nur hat sich ihr Kinderwunsch am Ende nicht erfüllt, sie hatte auch einen depressiven Vater, der sich am Ende das Leben genommen hat. Dafür hat sie mein Mitgefühl. Andererseits kann ich das Buch selbst nur teilweise empfehlen und insbesondere Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch würde ich eher zu anderen Büchern raten.

Die bekannte Schauspielerin und Moderatorin Nova Meierhenrich teilt in diesem Buch ihren sehr persönlichen Kinderwunschweg. Ein Wunsch, der sich nicht erfüllt hat... auch mit allen Mitteln der modernen Kinderwunschmedizin konnte sie am Ende nicht Mutter werden und musste mit dem Thema abschließen.

Wir lernen schon ganz am Anfang des Buches eine sehr disziplinierte, planungs- und zielorientierte Frau kennen, die meint, im Leben alles kontrollieren und steuern zu können. Nova weiß, sie will Mutter werden, und zwar am besten von einer Tochter, die sie "Luka" nennen will, nach dem Lied von Suzanne Vega. Diese Vision von ihrem Leben trägt sie seit ihrer Jugend jahrzehntelang in sich: "Und wie an allen anderen Plänen meines persönlichen Lebens-Moodboards hatte ich auch keinerlei Zweifel daran, dass irgendwann Luka zu meinem Leben gehören würde." (S. 13) Was wäre eigentlich, wenn sie mit einem Sohn schwanger geworden wäre? Wäre sie dann eine der Frauen gewesen, die beklagen, wie sehr sie unter "Gender Disappointment" leiden?

Auch ist sie bereit, diesen Weg, wenn nötig, ohne einen Partner an ihrer Seite zu gehen. "Es mag befremdlich klingen, aber ich habe schon in meinen Zwanzigern gewusst: Im Zweifel mache ich es allein. Mein Kind und ich." (S. 20). Doch noch nicht "jetzt", jetzt ist erst einmal die berufliche Karriere dran, reisen, feiern, Selbstverwirklichung. In dem Weltbild der Autorin sollte Kinder-Kriegen kein Problem sein, solange alle biologischen Parameter stimmen.

Um das sicherzustellen, lässt sie schon ab ihren frühen 30ern regelmäßig gynäkologisch ihren Anti-Müller-Hormon-Wert bestimmen. Dieser ist bei ihr ausgezeichnet, sie habe die Werte einer 10 Jahre jüngeren Frau, meinen die Ärzte, deshalb wiegt sie sich in Sicherheit, noch sehr lange problemlos Kinder bekommen zu können. Sie wartet bis zum reifen Alter von 42 Jahren, bis sie überhaupt ihre Kinderwunschreise startet, mangels passenden Partners an ihrer Seite als Solo-Mutter und mit Samenspende in Dänemark, da dieser Weg zu dieser Zeit in Deutschland rechtlich noch nicht erlaubt ist.

Sie wählt aus der riesigen Samenspenderbank den ihr am idealsten erscheinenden Spender aus, "Gordon", und unternimmt mit dessen Samen mehrere Versuche, erst einmal einer Insemination, in der Kinderwunschklinik. Schwanger wird sie nicht. Zwischenzeitlich muss sie weitere Samenhalme besorgen, doch jener von "Gordon" ist ausverkauft, was sie erst einmal in eine Krise stürzt, da sie sich innerlich schon so auf "Gordon" eingestellt hat. Doch schließlich entscheidet sie sich für einen weiteren Spender, und später noch einen weiteren, da auch dieser ausverkauft ist, und weitere Versuche. Irgendwann probiert sie dann IVF und ICSI aus, das klappt aber auch alles nicht, bis sie dann schließlich mit Mitte 40 bei einer Reise zum Nordkap mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch abschließt.

Das macht drei Viertel des Buches aus. Danach folgen noch ein paar kurze Beiträge anderer Frauen - meist aus dem beruflichen und privaten Umfeld der Autorin - und Statements zu deren Leben als freiwillig Kinderfreie, nach einer Fehlgeburt oder als lesbische Frau im Co-Parenting mit einem schwulen Mann. Das soll die Vielfalt der möglichen Wege in Bezug auf das Kinder-Thema aufzeigen. Insgesamt plädiert die Autorin für einen toleranteren, freieren Umgang mit dem Thema und für mehr Sensibilität in Bezug auf ungefragte Kommentare und Nachfragen dazu.

Ich muss ehrlich sagen, sonderlich sympathisch war mir die Autorin in diesem Buch nicht. Sie hat einen gewissen Humor und einen lockeren, frischen Schreibstil, wirkt aber wenig reflektiert und nicht sehr zugänglich. Sie ist sehr überzeugt davon, dass die Selbstbestimmung der Frau über ihr Leben über allem steht - zweifellos ein wichtiger Wert, aber sie wirkt auf mich wie eine recht einsame Frau, die insbesondere die Perspektive des Kindes zu wenig in Betracht zieht (aber zumindest will sie sich für eine offene Spende entscheiden, damit das Kind mit 18 die Möglichkeit hat, seine Abstammung zu erfahren).

Von ihrem Kinderwunschweg erzählt sie außer ihrer Mutter und einer einzigen Freundin jahrelang niemanden. Stürzt sich währenddessen in Partyleben und unverbindliche Dates und sucht dabei bewusst nur nach Männern ohne Kinderwunsch, diesen will sie ja alleine verwirklichen: Mit einem Partner gemeinsam hätte sie nur ein Kind bekommen, wenn sie den absolut perfekten Partner dafür gefunden hätte, was ihr - wie so gut wie allen Menschen mit diesen Vorstellungen - natürlich nicht gelungen ist.

Was mich aber am meisten geärgert hat an dem Buch, weil es Lesende, die sich noch nicht viel mit dem Thema auseinandergesetzt haben, in die Irre führen könnte, ist der geringe Wissensstand der Autorin über den Faktor Alter beim Kinderwunsch. Nicht nur am Anfang ihrer Kinderwunschreise, sondern auch noch beim Verfassen des Buches. So ist es ihr bis heute unerklärlich, warum sie letztlich kinderlos geblieben ist, obwohl sie erst mit 42 gestartet ist (in einem Alter, in dem statistisch auch mit Unterstützung von Kinderwunschkliniken die Erfolgschancen schon sehr gering sind).

Der gute AMH-Wert lässt sie daran glauben, viel länger als andere Zeit zu haben mit dem Kinder-Kriegen. Dabei lässt sie außer acht, dass dieser nur wenig über die (mit dem Alter meist stark abnehmende) Qualität der Eizellen aussagt, sondern nur über die Quantität, und auch stark schwanken kann. Dieses Thema wird im Buch überhaupt nicht behandelt oder kritisch reflektiert, stattdessen meint sie, an "idiopathischer", unerklärter Sterilität zu leiden (daran würden sehr viele leiden, wenn diese dadurch definiert wäre, dass man erst mit 42 zum ersten Mal versucht, schwanger zu werden, und es dann nicht mehr klappt).

Hoffnungslos naiv war schon der Beginn der Kinderwunschreise: selbst, als sie schon den Entschluss dazu gefasst hatte, hat sie noch weitere zwei Jahre gewartet (gerade zwischen 40 und 42 gibt es statistisch einen enormen Fruchtbarkeitsabfall), um alles medizinisch und finanziell genau zu planen, bevor sie dann mit 42 überhaupt den ersten Versuch unternimmt, schwanger zu werden. Traurig genug, dass niemand die Autorin genauer über diesen Faktor Alter aufgeklärt hat, als sie mit ihrem Weg begonnen hat (oder sie es nicht hören wollte? Das klingt auch immer wieder im Buch durch). Mich als Leserin macht es ärgerlich, dass sie es auch in der Reflexion in diesem Buch nicht mehr betont und sich nicht erklären kann, warum es nicht mehr geklappt hat.

Sprachlich ist das Buch sehr umgangssprachlich geschrieben, so schreibt die Autorin beispielsweise immer wieder vom "Loslaufen", wenn es um den Start ihrer Kinderwunschreise geht: "Und so stießen wir an Weihnachten 2015 gemeinsam an, als ich ihr erzählte, dass ich losgelaufen bin. 2016 sollte DAS Jahr werden. Ich war bereit." (die Autorin ist Jahrgang 1973).

Auch inhaltlich ist es keine Offenbarung... wir lesen über den Weg der Autorin und eingestreut, sowie in den Geschichten am Ende, leidenschaftliche Plädoyers dafür, dass jede Frau ihren eigenen Weg auf der Kinderwunschreise gehen und dabei gesellschaftlich unterstützt werden sollte. Kritisch betrachtet wird kaum etwas, auch nicht das Thema der Solo-Mutterschaft, zu dem nur angemerkt wird, es gäbe erste Studien, dass das Kindern nicht schaden würde (dem eine Vielzahl an Studien zu den gesundheitlichen und sonstigen Risiken, denen Kinder, die vaterlos aufwachsen, ausgesetzt sind, gegenüberstehen - das erwähnt sie aber nicht). Fundierte medizinische Informationen über die Kinderwunschreise oder auch nur wissenschaftliche Quellenangaben sucht man vergebens.

In meinem Umfeld habe ich viele Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch. Diesen empfehle ich dieses Buch ausdrücklich nicht, denn sie könnten sich über einige der erwähnten Themen und die mangelnde Selbstreflexion der Autorin sehr ärgern, vor allem aber auf nicht hinterfragte Fehlinformationen stoßen, so wie die Autorin selbst. Ich wüsste auch nicht wirklich, wie dieses Buch jemanden mit unerfülltem Kinderwunsch abgesehen von Binsenweisheiten unterstützen könnte. Somit empfehle ich das Buch nur jenen, die sich insbesondere für Nova Meierhenrich und ihr Leben interessieren, aber von dem Thema persönlich nicht sonderlich betroffen sind.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Dieses Buch weiß nicht, was es sein will

Die Zeit der Fliegen
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"Zeit der Fliegen", das neue Buch von Claudia Pineiro, knüpft lose an ihr vor etwa zwei Jahrzehnten erschienenes Werk "Ganz die Deine" an, in dem Inés die Geliebte ihres Mannes ermordet und dafür für 15 ...

"Zeit der Fliegen", das neue Buch von Claudia Pineiro, knüpft lose an ihr vor etwa zwei Jahrzehnten erschienenes Werk "Ganz die Deine" an, in dem Inés die Geliebte ihres Mannes ermordet und dafür für 15 Jahre ins Gefängnis kommt. Nun ist Inés wieder aus dem Gefängnis draußen und hat gemeinsam mit ihrer Freundin Manca, die sie dort kennen gelernt hat, das Unternehmen FFF - Frauen, Fliegen, Finale - gegründet. Tatsächlich handelt es sich dabei eher um zwei lose verbundene Einzelunternehmen, die wenig miteinander zu tun haben, da es sich um komplett verschiedene Geschäftsbereiche handelt: Manca betreibt eine Detektei, während sich Inés mit Ungeziefervernichtung beschäftigt.

Dann bekommt Inés ein verlockendes, aber unmoralisches Angebot von einer Kundin. Diese bittet sie, ihr ein hochwirksames Gift zu besorgen, denn auch sie möchte jemanden ermorden. Es sieht so aus, als würde es sich um eine ähnliche Geschichte handeln wie die mit Inés' untreuem Ehemann und seiner Geliebten. Für sowas hat Inés Verständnis und könnte das Geld gut brauchen...

Soweit zum Inhalt, ohne an dieser Stelle spoilern oder mehr verraten zu wollen. Liest sich ja ganz spannend und hätte ein sehr interessanter Thriller werden können. "Ganz die Deine" mochte ich sehr, das war ein unterhaltsames Buch mit tiefschwarzem Humor und kurzen Kapiteln auf knapp 200 Seiten. Hohen literarischen Anspruch musste man daran nicht legen, aber das passte zum Genre.

Aber "Die Zeit der Fliegen", was soll denn das nun für ein Buch sein? Von Aufmachung und Umfang (mehr als 300 Seiten) kommt es als ein Buch mit mehr Anspruch daher. Aber die Figuren sind ziemlich flach gezeichnet und haben kaum nachvollziehbare Entwicklung. Inés ist in weiten Teilen äußerst unsympathisch, sie lehnt sowohl ihre Mutter als auch ihre Tochter ab, obwohl insbesondere letztere ihr nichts getan hat, außer sie aus nachvollziehbaren Gründen nur einmal im Gefängnis zu besuchen. Immer und immer wieder muss man die Bezeichnung "die Frau, die ich auf die Welt gepresst habe" lesen, wenn es um ihre Tochter geht. Diesen Ausdruck und ihre immerwährende Wiederholung empfand ich als abstoßend und in seiner Häufigkeit unnötig. Auch den Mord an der Geliebten ihres Mannes bereut sie keineswegs und ist überhaupt kaum selbstreflektiert.

Dazwischen finden sich im Buch sehr theoretisch klingende Exkurse über Feminismus & Queerness. Aus welcher Perspektive diese erzählt sind, blieb für mich beim Lesen unklar - Inés traue ich dieses Niveau an Bildung und Reflexionsvermögen nicht zu. Somit stehen diese Teile weitgehend unverbunden im Buch, und das gilt umso mehr für die Passagen eines Chores zu Medea, dessen Bedeutung sich höchstens ganz am Ende teilweise als Metapher zeigt, aber insgesamt nicht sehr passend ins Buch eingebettet ist.

Ich weiß nicht, ob die Feminismus-Exkurse interessant sein könnten für Menschen, die davon noch nichts gehört haben (vermute aber, für diese sind sie wiederum nicht anschlussfähig genug): für mich war nichts Neues dabei, ich habe diese Exkurse überwiegend als uninteressant und langatmig empfunden und sie haben immer wieder ansonsten spannende Stellen unterbrochen. Wobei es sicher bis zur Hälfte des Buches gebraucht hat, bis überhaupt irgendeine Spannung aufgekommen ist.

Wäre das nicht schon genug der Genrevermischung zwischen banaler Latino-Telenovela-Tragödie und dem Versuch, das Lesepublikum feministisch zu bilden, gibt es auch noch die Exkurse über die Fliegen. Seitenweise erfahren wir über deren Lebeweise und Verhalten. Bezug zum Buch - abseits des Titels - besteht nur sehr am Rande, wir lernen etwa, dass Inés sich ihr Wissen über Fliegen durch Lektüre im Gefängnis angeeignet hat, und sie vergleicht die vielen ihr verhassten Frauen in ihrem Leben mit diversen Fliegenarten, auch für ihre ungeliebte Tochter hat sie einen bösen Vergleich. Am Ende gibt es einen eher banalen Vergleich zur angeblichen Zeitwahrnehmung der Fliegen. Ansonsten sind diese Exkurse aber für alle, die keine große Leidenschaft für Fliegen haben, eher langweilig und unterbrechen oft ansonsten spannende Stellen.

Würde man also die feministischen und die Fliegenexkurse streichen und auch sonst das Buch von der Handlung her deutlich straffen, hätte es ein interessanter Thriller werden können, ein bisschen ähnlich wie "Ganz die Deine". Für ein literarisch hochwertiges Buch bräuchte es deutlich mehr Figuren- und Charakterentwicklung und einen glaubwürdigeren Plot - speziell am Ende wird alles hollywoodreif in letzter Minute actionmäßig aufgelöst.

3 Sterne für das Bemühen, verschiedene Genres miteinander zu verbinden und dabei eine spannende Geschichte zu erzählen, auch wenn das nur streckenweise gelungen ist. Und als Anerkennung dafür, dass die erwähnten feministischen Diskurse in Lateinamerika möglicherweise neuer sind als hierzulande, und dementsprechend mit der Kenntnis dieses kulturellen Hintergrundes lehrreicher und etwas anders zu bewerten sein könnten. Empfehlen kann ich das Buch insgesamt leider nicht.

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