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Veröffentlicht am 21.03.2025

Einbildung, Realität, Fake?

Überleben ist alles
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Dass der Autor Ewan Morrison als Mann einen Roman aus der Sicht einer 15Jährigen und dann auch noch in der Ich-Form schreibt, finde ich schlicht und einfach genial.
Im Buch geht es um eine Familie, ...

Dass der Autor Ewan Morrison als Mann einen Roman aus der Sicht einer 15Jährigen und dann auch noch in der Ich-Form schreibt, finde ich schlicht und einfach genial.
Im Buch geht es um eine Familie, die nach der Scheidung der Eltern zwar keine mehr ist, aber immerhin sehen die Kinder die Eltern in wöchentlichem Wechsel. Mit allen Pros und Kontras, die möglich sind.
Bis eines Tages der Vater die Kinder ins Auto packt und anstatt sie nach Hause zur Mutter zu bringen, stundenlang mit ihnen durchs Land fährt, um sie auf einer streng bewachten Farm den dort bereits wohnenden Mitgliedern ihrer neuen Wohngemeinschaft vorzustellen.
Und dann geht es los, Leben im Urzustand, alles zur Vorbeugung vor der bereits ausgebrochenen Pandemie, mit Handbuch und strenger Überlebensstrategie. Prepper pur sozusagen.
Und zwar so lange, bis Haley, die 15Jährige, trotz Warnung der Mutter, selbst daran glaubt. Das arme Mädchen erlebt ein Wechselbad der Gefühle, soll sie nun glauben, was Mutter seit der Scheidung über den Vater sagt, oder stimmt das, was der Vater behauptet?
Ein Buch mit gewaltiger Eindringlichkeit, mit Wahrheiten, mit Fakes und auch mit Einbildungen, sortieren muß sie der Leser für sich selbst.
Das rote Cover mir der weissen Schrift lädt zum Zugreifen ein.
Unterhaltung mit Tiefgang garantiert.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Nicht nur Rennfahrer

Lewis Hamilton
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Dieses Buch, das Lewis Hamilton gewidmet ist, gibt wirklich spannende und interessante Einblicke hinter die Kulissen der Formel 1.

Der Autor besitzt großes Fachwissen und erzählt von den großen und kleinen ...

Dieses Buch, das Lewis Hamilton gewidmet ist, gibt wirklich spannende und interessante Einblicke hinter die Kulissen der Formel 1.

Der Autor besitzt großes Fachwissen und erzählt von den großen und kleinen Reibereien, Eifersüchteleien, versuchten und gelungenen Betrügereien im Rennfahrer-Alltag, auf und neben der Piste, privaten Rangeleien und echten Freundschaften unter schwierigen Bedingungen.

Das Buch ist steckenweise nicht ganz einfach zu lesen, denn die Menge an Daten muß man ja auch verdauen können. Aber wer sich die Mühe, die sicher in Freude ums Wissen umschlägt, macht, kann durchaus dabei gewinnen.

Das Cover mit dem Portrait von Lewis Hamilton ist ansprechend gestaltet und läßt den Rennfahrer sympathisch herüberkommen.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Der lange oder der kurze Weg

Campion. Tödliches Erbe
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Der Autorin Margery Allingham ist mit "Campion" ein richtig schöner, spannender und humoriger Krimi gelungen.
Es geht um Erbschaft, Pferde, alte Häuser, nicht sesshafte Menschen, Verbrechen, ...

Der Autorin Margery Allingham ist mit "Campion" ein richtig schöner, spannender und humoriger Krimi gelungen.
Es geht um Erbschaft, Pferde, alte Häuser, nicht sesshafte Menschen, Verbrechen, Verwirrspiele, Geister, Mumien und das ganze Drumherum.
Mittelpunkt der Geschichte ist ein uralter legendärer Kelch, der im Besitz einer alten englischen Familie ist und in einer Kammer auf dem Anwesen der Familie aufbewahrt wird.
Allerdings stellt sich heraus, dass der Kelch gestohlen werden soll. Und da kommt der titelgebende Albert Campion ins Spiel.
Er hat nämlich schon davon gehört, ehe die Besitzer auch nur auf die Idee gekommen waren, dass der Kelch in Gefahr ist.
Der Sohn der - verarmten - Familie wird mit einigen Tricks zur Adresse Campions geleitet und erfährt dort den Stand der Dinge.
Danach wird es auf gute, traditionelle, englische Art und Weise turbulent...
Ein sehr schön gestaltetes Cover rundet den Eindruck ab.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Der Panamakanal

Der große Riss
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In ihrem Roman " Der große Riss " schreibt Cristina Henriquez über das Leben in der Bauregion um 1700.
Nachdem der erste Versuch, den Kanal zu bauen gescheitert war, suchte nun die Isthmische ...

In ihrem Roman " Der große Riss " schreibt Cristina Henriquez über das Leben in der Bauregion um 1700.
Nachdem der erste Versuch, den Kanal zu bauen gescheitert war, suchte nun die Isthmische Kommission im Jahr 1907 erneut Arbeitskräfte für den Bau des Kanals. Geboten wurde ein 2-Jahres-Vertrag, kostenlose Hin-und Rückreise, kostenlose Unterkunft und Verpflegung, sowie medizinische Versorgung.
"Arbeit im Paradies"
Allerdings wütete die Malaria, gegen diese Krankheit gab es nur Chinin, auch das Gelbfieber kam noch ab und an vor. Und, wegen der ständigen Feuchtigkeit und Schwüle erkrankten auch viele Menschen an Lungenentzündung.
Das Beste war aber wohl der Lohn, 10 bis 20 Cent pro Stunde, ausbezahlt alle 2 Wochen.
Damals war das viel Geld und nicht wenige Männer kamen, um ihren zu Hause gebliebenen Familien zu etwas Wohlstand zu verhelfen.

So kam auch das Mädchen Ana als blinde Passagierin aus Barbados nach Panama, um Geld für die Behandlung ihrer erkrankten Schwester zu verdienen.
Auch der Sohn des Fischers Francisco, Omar, meldete sich gegen den Willen des Vaters , denn er war nicht für die Fischerei geboren.
Viele Einzelschicksale fügen sich zu einem historischen Gesamtbild zusammen und vermitteln die bedrückende Atmosphäre, denn viele Menschen mussten ihre Heimat aufgeben, um für die Dämme und Bauarbeiten Platz zu schaffen.
Ein durchaus lesenswertes Buch über den für mich so doppeldeutigen "Großen Riss"
Das Cover mit der Ansicht der Bauzone und einem historischen Foto fängt die Stimmung gut ein.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Kettenreaktionen

Blutrote Grazien
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Benno Pamer hat hier einen Thriller geschrieben, in dem Blut fließt. Aber er hat auch der Ursache dafür Platz gegeben. Was nicht als Entschuldigung angeführt wird.

Der Tat- und Handlungsort Meran ist ...

Benno Pamer hat hier einen Thriller geschrieben, in dem Blut fließt. Aber er hat auch der Ursache dafür Platz gegeben. Was nicht als Entschuldigung angeführt wird.

Der Tat- und Handlungsort Meran ist eigentlich viel zu schade für die fiktiven Untaten, die titelgebend sind.

Zarte und sanfte Gemüter werden sich beim Lesen daher eher schwer tun.

Insgesamt aber zeigt der Autor Wege auf, die eben zum Glück nur wenige gehen müssen.

Kindesmissbrauch und Mord samt Entführung, dazu noch Ausflüge ins Darknet bilden die Grundlage für die Wege, die gerade Opfer von Kindesmissbrauch nicht gehen müssen, runden den Roman ab

Das Cover zeigt, worum es geht.

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