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Veröffentlicht am 25.03.2025

Der Kampf der Frauen

Im Wind der Freiheit
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In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin ...

In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin Louise Otto und die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Susanne Grabasch. beide haben sich den Kampf für die Rechte der Frauen auf die Fahne geschrieben. Das ist in der damaligen Zeit fast ein unmögliches Vorhaben, da den Frauen die geistige Fähigkeit für größere Aufgaben völlig abgesprochen wird und das ist nur ein Stolperstein, auf ihrem Weg.
Während für Louise schon sehr früh klar war, dass sie sich uneingeschränkt ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmen möchte und auf keinen Fall eine Ehe anstrebt.
Susanne hingegen, hat ihre Arbeit verloren und ist gezwungen, um sich und ihre kranke Mutter versorgen zu können, ihren Körper zu verkaufen.Dabei geht sie,auf Anraten eines Freiers,ein großes Risiko ein.

Die Autorin hat es gut verstanden, die Kämpfe der beiden ungleichen Frauen, ihre Hoffnungen, aber auch die Niederlagen, welche sie immer wieder erlebt haben, eindringlich zu schildern. Auch wenn ich mir manchmal etwas mehr aus dem Privatleben der Protagonistinnen gewünscht hätte, habe ich ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Wieder einmal wird einem bewusst, welche Kämpfe die Frauen in der Gesellschaft auszustehen hatten und es teilweise immer noch tun. Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Schwere Zeiten für große Gefühle

Nur ein kurzer Sommer
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Während in der Bretagne schwere Panzer durch die Küstenstadt Vannes rollen, liegt die junge Anne – Marie stundenlang in den Wehen,der junge deutsche Arzt Helmut hilft ihr durch die schwere Geburt.Als die ...

Während in der Bretagne schwere Panzer durch die Küstenstadt Vannes rollen, liegt die junge Anne – Marie stundenlang in den Wehen,der junge deutsche Arzt Helmut hilft ihr durch die schwere Geburt.Als die ledige Mutter, der Vater ist verheiratet und kümmert sich nicht um das Kind, von ihren Eltern verstoßen wird,findet sie Unterschlupf bei einer Freundin. Helmut unterstützt die junge Mutter nach Kräften, und nach und nach verlieben sich die beiden ineinander. Als seine Einheit versetzt wird, verspricht er ihr, sie nach Ende des Krieges zu heiraten.

In einem zweiten Erzählstrang geht es um Emil, den jüngeren Bruder von Helmut und seine Familie, die im Schwarzwald leben.



Im vorliegenden Buch hat die Autorin ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet und dabei geschickt fiktive Elemente eingebaut. Schon der titel lässt vermuten, dass es sich nicht um eine Liebesgeschichte im üblichen Sinne handelt.

Das Denken und Fühlen der Menschen in der damaligen Zeit, die engen gesellschaftlichen Zwänge und der Umgang mit Moral und Sitte, welche damals eine übergeordnete Rolle spielten, wurde sehr gut transportiert. Daneben geht es auch im kleineren Rahmen um das Weltgeschehen. Ich habe die Geschichte, welche sich über einen großen Zeitraum bewegt,sehr gerne gelesen und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Streckenweise etwas langatmig

Gebt mir etwas Zeit
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In seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. ...

In seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. Es ist in der Tat eine etwas außergewöhnliche Autobiografie, welche mich nur zum Teil fesseln konnte. Am besten haben mir die Abschnitte, welche in den achtziger Jahren und später spielten, gefallen, weil es da zu einem großen Teil um das Leben des Künstlers ging. Wogegen mir das geschehen im 17. Jahrhundert, manchmal etwas zu weit schweifend war und dadurch der Lesefluss verloren ging. obwohl mir schon etliches, aus seiner persönlichen Geschichte und der seiner Familie, bekannt war, habe ich einige wissenswerte Neuigkeiten erfahren.Besonders bewegend, fand ich die Liebesbeziehung zu Duncan und seinen viel zu frühen Tod. In dem Zusammenhang kam auch deutlich zum Ausdruck, wie das Leben eines Künstlers, außerhalb der Scheinwerfer aussieht. Es muss sehr schwer sein, eine lustige Show zu präsentieren und dabei in tiefer Trauer zu sein. Über solche Sachen macht man sich viel zu wenig Gedanken.
Obwohl ich Hape Kerkeling als Künstler sehr mag, fand ich ihn als Sprecher nicht. Die erste Wahl, manche Dialoge wirkten eintönig.
Trotz dieser Kritikpunkte, kann ich das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Schein und Sein

Ein ungezähmtes Tier
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Im Mittelpunkt eines spannenden Verwirrspiels stehen zwei Ehepaare,die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und durch die Aktivitäten ihrer Kinder immer wieder aufeinandertreffen und sich anfreunden. ...

Im Mittelpunkt eines spannenden Verwirrspiels stehen zwei Ehepaare,die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und durch die Aktivitäten ihrer Kinder immer wieder aufeinandertreffen und sich anfreunden. Sophie und Arpad sind ein schillerndes Paar,was in einem luxuriösen Anwesen wohnt und ein Leben in Saus und Braus führt,während Karine und Greg eher bodenständig sind.Desweiteren stehen ein geplanter großer Raubüberfall und weitere kriminelle Ereignisse im Fokus.

Wie in seinen anderen Büchern wechselt der Autor auch hier immer wieder die Zeiträume zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nach und nach ergibt sich ein teuflisches Spiel mit immer wieder raffinierten neuen Wendungen.So wird man als Leserin( in meinem Fall als Zuhörerin)in eine Äußerst geschickt aufgebaute, raffinierte Geschichte hineingezogen.Es wird immer deutlicher,wieviel Abgründe hinter den scheinbar heilen Fassaden lauern.Auch wenn ich glaubte, ab einem gewissen Zeitpunkt die Handlung durchschaut zu haben, wurde ich zum Schluss noch einmal überrascht.Der Autor hat wieder einmal bewiesen,dass auch ohne Actionszenen und Blutvergießen Spannung erzeugen kann.
Der hervorragende Sprecher Torben Kessler machte dieses Hörbuch zu einem tollen Erlebnis.Die

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Reif für die Insel

Der Duft von Kuchen und Meer
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Die junge Witwe Maren lebt mit ihrer Tochter Leni in Kassel. ihre große Leidenschaft ist das Backen und so fühlt sie sich bei ihrer Arbeit in einem Café sehr wohl. Mit ihrer Chefin Ruth verbindet sie außerdem ...

Die junge Witwe Maren lebt mit ihrer Tochter Leni in Kassel. ihre große Leidenschaft ist das Backen und so fühlt sie sich bei ihrer Arbeit in einem Café sehr wohl. Mit ihrer Chefin Ruth verbindet sie außerdem eine Freundschaft. um die Arbeit und die Fürsorge für ihre Tochter unter einen Hut zu bringen, wird sie tatkräftig von ihrer Großmutter Undine unterstützt. Eines Abends eröffnet ihr diese, dass sie ein Haus auf Amrum besitzt, welches sie ihr vererben will. sie selbst stammt von dieser Insel, die sie aber kurz vor der Geburt ihrer Tochter nicht ganz freiwillig verlassen hat. Sie hat sich geschworen, nie mehr dorthin zurückzukehren. Maren ist völlig erstaunt darüber,was ihre Großmutter, lange Zeit verborgen hat, und es gibt noch viele weitere Geheimnisse. Bereits kurze Zeit später, macht sie sich zusammen mit ihrer Tochter auf den Weg nach Amrum, um in die Familiengeschichte einzutauchen.

Ich kenne schon einige Bücher dieser Autorin ,in denen es sich immer um Familiengeschichten mit Nordseefeeling und leckere Backwaren dreht.Da ich die Nordsee ebenfalls sehr liebe, konnte ich umgehend in die Geschichte eintauchen.
Die Protagonisten Maren, Undine, Gesche und nicht zu vergessen, die quicklebendige Leni sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die Beschreibung der kleinen Insel und ihrer bodenständigen Bewohner ist erneut gut gelungen.Nach der Aufarbeitung der Familiengeschichte ergibt sich ein harmonisches Ende mit einer n

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