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Veröffentlicht am 22.03.2025

Leider nichts für mich

Der Tod kommt nach Pemberley
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Ich habe dieses Buch im Rahmen einer der Lese-Challenges gelesen, in der es darum ging, ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen, und leider war es nichts für mich. Ich habe „Stolz und Vorurteil“ ...

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer der Lese-Challenges gelesen, in der es darum ging, ein Buch außerhalb meiner Komfortzone zu lesen, und leider war es nichts für mich. Ich habe „Stolz und Vorurteil“ geliebt (auch wenn ich üblicherweise kaum historische Bücher lese) und ich schätze (manchmal) Krimis, also dachte ich, dass dieses Buch durchaus Spaß machen würde, auch wenn‘s nicht mein übliches Genre ist, aber leider hat es mich nicht überzeugt.
Ich fühlte mich nicht annähernd so, wie ich mich beim Lesen von Stolz und Vorurteil gefühlt habe, denn ich habe nichts von dem Humor wiederentdeckt, und außerdem hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch manchmal versucht hat, das Original umzuschreiben oder die Absicht dahinter, warum die Figuren im Original auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt haben, und das hat mir nicht wirklich gefallen. Ich fand den Anfang ganz gut, nicht wirklich toll, aber es war ziemlich interessant zu lesen, wie die Ehe zwischen Lizzy und Darcy für Leute, die keine Ahnung hatten, ausgesehen haben könnte, das fand ich eine ziemlich nette Idee, aber leider blieb es danach nicht wirklich gut, sondern hat mich sehr schnell gelangweilt. Ich habe einfach keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen können, und der Mordfall war nicht wirklich ein Krimi, was ich mir erhofft hatte, sondern es ging mehr um einen Prozess und was die Leute dachten und dann gleich die Lösung, was wirklich nach dem Prozess passiert ist, und leider konnte ich mich einfach nicht darauf einlassen.
Ich denke nicht, dass es eine schreckliche Geschichte ist, sie war nur nicht sehr einprägsam (ich habe das meiste schon wieder vergessen), und es kommt für mich nicht einmal in die Nähe von Austens Werken oder einem guten Kriminalroman, was ich mir ja erhofft hatte. Außerdem ist es ziemlich langsam geschrieben und fühlte sich zu keinem Zeitpunkt wirklich aufregend an, also insgesamt leider kein Buch für mich.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Selection

Selection
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Ich gebe zu, dass ich an dieses Buch herangegangen bin mit dem Wissen, dass es vermutlich nicht meinen Geschmack treffen würde, aber irgendwie hat es mich dennoch enttäuscht, wie wenig es mir gefallen ...

Ich gebe zu, dass ich an dieses Buch herangegangen bin mit dem Wissen, dass es vermutlich nicht meinen Geschmack treffen würde, aber irgendwie hat es mich dennoch enttäuscht, wie wenig es mir gefallen hat. Was eventuell auch daran liegt, dass es an einigen Stellen meine Erwartungen wirklich übertroffen hat.

Den kompletten Anfang über leider kaum, hauptsächlich weil die ganze Welt mir nicht ganz sauber vorkommt, und ich wirklich keine Ahnung habe, warum bestimmte Dinge passieren. Es wirkte sehr wie eine Mischung aus Bachelor und Hunger Games, wobei aus Hunger Games ein Großteil des Worldbuildings übernommen wurde. Nur, dass ich immer noch keine Ahnung habe, warum. In Hunger Games habe ich absolut verstanden, warum die Distrikte und der Aufbau von allem, und auch wenn es damit auch so seine Probleme gibt, konnte ich da komplett in die Welt eintauchen, aber hier? Warum gibt es die Nummern, wenn dann alle Leute doch einfach gemeinsam überall leben? Oder so wirkte es auf jeden Fall. Es gibt eine Begründung für die Verteilung, aber warum genau hält das jemand für eine gute Idee? Was daran erscheint Leuten sinnvoll? In Hunger Games sollte ein weiterer Aufstand verhindert werden, aber hier? Ich habe keine Ahnung. Die Aufteilung wirkt, als würde sie nur zu Komplikationen und sonst nichts führen können, weil dadurch mehr Leute sauer sind, aber es gibt im Gegenzug keinen Vorteil für irgendwen. Also warum sich selbst mögliche Schwierigkeiten bringen, wenn man genauso gut keine Kasten haben könnte?

Genauso unausgereift fand ich leider auch Americas Familie. Nach allem, wie die Mutter am Anfang auftritt, soll ich noch glauben, dass die ein gutes Verhältnis zueinander haben? Die Geschwister, die plötzlich irgendwann random erwähnt werden und vorher und später nie wieder eine Rolle spielen? Der kleine Bruder, der mit sieben plötzlich sein Talent entdecken muss, und von dem sie herausfinden wollen, für was er eine Begabung hat? Überhaupt das alles mit dem Bruder fand ich sehr merkwürdig. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Begabung für Kunst gefunden werden kann, indem man ein Kind mit sieben vor eine Leinwand setzt. So funktioniert Kunst nicht. Es ist ja nicht so, als würden die Leute in der Welt von Selection mit Begabungen geboren werden. (Oder doch? In dem Falle hätte man es vielleicht erwähnen sollen.) Also warum nicht das Kind von Anfang an mit einer Mischung aus Kunst und allem anderen aufwachsen lassen, also dass es sich immer selbst etwas künstlerisch weiterentwickeln kann? Ich verstehe noch immer nicht, was das Ziel davon war, den kleinen Bruder einfach wie zufällig vor irgendwelche Kunstobjekte zu setzen und aufs beste zu hoffen.

Aspen war unglaublich unsympathisch in meinen Augen. In Americas Erinnerung war er in Ordnung, besonders die Penny-Geschichte fand ich niedlich, aber in allem, bei dem ich ihn aktiv gesehen habe, fand ich ihn schrecklich. Nicht ein einziges Mal hat er innegehalten um zu erfahren, was genau America möchte, immer ging es um sein empfinden und nichts sonst, und dass er am Ende nicht einmal sofort ihr "Nein" akzeptieren wollte, und er nur mehr um sie kämpfen möchte, fand ich persönlich auch kritisch. Genauso die Tatsache, dass er scheinbar bereit ist, Americas Leben für seine Gefühle zu riskieren. Nur sein eigenes, meinetwegen, interessiert mich nicht, es ist sein Leben, aber sie kann sterben, wenn sie erwischt werden, also was genau denkt er sich dabei? Das ist doch keine Liebe! Wirklich nichts an ihm fand ich auch nur ansatzweise so, dass ich ihn als guten Menschen empfunden hätte, und gerade zum Ende hin fand ich ihn einfach nur schrecklich!

America war akzeptabel. Nicht großartig, aber oft auch nicht der schlimmste Charakter. Vielleicht manchmal (zum Beispiel als sie nicht sofort über Celeste mit der Sprache rausrückt, sondern erst ewig wartet), aber tatsächlich fand ich ihre Art meistens erträglich. Und ich mochte auch die Art, wie das Buch sie in Bezug auf die Auswahl dargestellt hat, und dass sie es geschafft hat, in wichtigen Momenten genau das zu zeigen, was sie zeigen sollte, ohne es überhaupt zu merken. Das kam mir durchaus schlau gemacht vor. Leider hat das Buch es dann kaputt gemacht, indem sie bei sich vom Gegenteil von allem gesprochen hat, was vorgefallen ist, wodurch das alles schon wieder gezwungen wirkte. Sie fürsorglich darzustellen ohne es zu kommentieren war gut. Sie dann sagen zu lassen, sie sei egoistisch, obwohl sie nicht ein einziges mal auch nur ansatzweise derartige Verhaltenszüge gezeigt hat, war zu viel des guten und hat mir auch die ursprüngliche Darstellung wieder kaputt gemacht.
Dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und es gerade dadurch schafft, sich irgendwie mit Maxon anzufreunden, mochte ich, und auch der ursprüngliche Deal war fantastisch in meinen Augen (ich fand die Idee so gut!), aber dass sie dann gleichzeitig immer sich selbst einredet, dass aus irgendwas nichts werden kann, oder sie Maxon gar nicht mag, oder ... egal was, fand ich unglaublich anstrengend. Die Mischung hat leider dafür gesorgt, dass ich sie insgesamt hauptsächlich nervig fand, trotz einiger guter Momente.

Maxon ist ... Maxon. Vielleicht nicht die schlauste Kerze auf der Torte, weil er keine Ahnung von seinem Land hat, aber er ist nett. Und jemand anderes meinte, dass es nur nett ist, und sonst nichts, und ja, das stimmt. Aber ehrlich gesagt war mir das vollkommen ausreichend. Mit allen anderen Figuren ist so viel los, und man kann irgendwie nirgends durchblicken, und alles ist so sehr hin und her, aber Maxon ist einfach nett. Zuvorkommend, aufmerksam, sehr höflich, und gibt sein bestes. Und das ist genug. Zum Ende hin wird er als Figur schlechter, aber bis dahin fand ich ihn einfach niedlich und er war (neben Marlee am Anfang und einigen anderen Teilnehmerinnen) der einzige Lichtblick im Buch.
Und tatsächlich würde ich mich glaube ich für Maxon und America interessieren und ihnen nur das Beste wünschen und vielleicht sogar weiterlesen, wenn Aspen nicht wäre. Aspen ist mir so unglaublich unsympathisch, dass die Aussicht darauf, dass er angeblich auch Chancen bei America haben soll, so schrecklich ist, dass ich nichts mehr davon wissen will. Nur Maxon und America mit allen Problemen, die vermutlich eh schon da wären fände ich unglaublich interessant, Aspen mit dabei? Auf keinen Fall. Das wird nur für zu viel unnötiges Drama und Grenzüberschreitungen und Probleme sorgen, und ich wünschte, ich müsste den Namen nie wieder lesen, einfach weil diese Art von Dreiecksbeziehung mir eh schon auf die Nerven geht, und dass America da Entscheidungsschwierigkeiten haben soll (oder vermutlich haben wird), macht es nur schlechter. Es hätte auch ohne dieses Drama genug Geschichte gegeben, bestimmt.

Dass Musik so wichtig für America ist aber dann nur einmal wirklich eine Rolle spielt, finde ich auch komisch, und die Tatsache, dass es keinerlei Geschichtsbücher in der Welt gibt, kommt mir wirklich nicht logisch vor. Warum? Und wenn das Ziel ist, dass irgendwas verheimlicht wird, warum dann nicht einfach falsche Geschichtsbücher drucken? (Es gibt immer wieder solche Kleinigkeiten, bei denen ich das Gefühl habe, die Welt sei nicht durchdacht.)

Alles in allem fand ich die Szenen zwischen Maxon und America großteils gut, und einige Szenen mit nur America (hauptsächlich mit den Zofen) haben mir auch gut gefallen, sodass ich das Buch nicht komplett schrecklich fand, aber während ich dem Buch bis zu Seite 300 vermutlich 3 Sterne gegeben hätte, fand ich alles rund um die Aussicht auf Aspen-America-Maxon-Probleme danach so schrecklich (und auch das Worldbuilding davor so durcheinander), dass ich nicht guten Gewissens irgendwas über 2 Sterne geben kann. Teilweise war es lustig und hat Spaß gemacht, die negativen Gefühle am Ende haben aber leider stark überwogen.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Gute Adaption, leider nicht meine Geschichte

Disney Raya und der letzte Drache: Der Roman zum Film
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[Wer den Film mag, wird das Buch ziemlich sicher auch lieben, wer sich für mehr als das interessiert, kann im folgenden Lesen, warum ich's nicht mochte.]

Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, ohne ...

[Wer den Film mag, wird das Buch ziemlich sicher auch lieben, wer sich für mehr als das interessiert, kann im folgenden Lesen, warum ich's nicht mochte.]

Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, ohne den Film zu kennen, und habe erst mit dem Lesen begonnen, und dann doch den Film gesehen, weil das Buch den Film schon irgendwie voraussetzt. Es ist zwar auch so zu verstehen, aber während vieles genau beschrieben wird, gibt es auch so einige Dinge, die eher vage oder missverständlich bleiben, sodass ohne den Film nicht immer ganz klar ist, was genau eigentlich gerade beschrieben wird.
Und vermutlich hätte ich nicht weiterlesen sollen, nachdem ich den Film dann doch gesehen hatte, weil schon der Film mir nicht gefallen hat, nur dann habe ich es doch getan, und ... nun ja

Als Buch zum Film funktioniert die Geschichte ziemlich gut. Sie lässt nicht zu viel aus (auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, es hätte sogar mehr ausgelassen werden können), gibt ziemlich auf den Punkt gebracht wieder, was alles passiert, und der Schreibstil ist zwar sehr kindlich, für ein Kinderbuch ist das aber auch nicht anders zu erwarten, und auch wenn es manchmal sehr einfach geschrieben ist, ist das dennoch in Ordnung.

Leider überzeugt die Geschichte selbst mich überhaupt nicht. Das hat sie schon im Film nicht wirklich getan, da gab es aber wenigstens noch gute Musik und die Bilder waren ziemlich cool, und im Buch bleibt leider nur die Geschichte übrig, die funktionieren könnte, aber das tut sie nicht.
Hauptsächlich, weil das große Thema der Geschichte ist, dass Raya Leuten vertrauen soll, und über die gesamte Geschichte hinweg ist das die eine Sache die sie lernt, das einzige Problem daran ist nur: Sie ist vollkommen im Recht damit, Leuten nicht zu trauen.

[Spoiler ab jetzt]
Alle Leute stellen es irgendwie so dar, als läge sie falsch, und als müsste sie nur mehr Vertrauen haben, und auch am Ende trägt sie ebenfalls einen Teil der Schuld, weil sie nicht genug vertraut hat, und sie hätte mehr Vertrauen haben müssen (angeblich), aber: Sie vertraut Leuten, es gibt mehrfach Situationen, in denen sie es tut, und immer wird sie verraten. Jedes einzelne Mal. Und wenn sie Leuten nicht vertraut, dann hat sie auch immer recht, weil sie tatsächlich verraten wird. An keiner einzigen Stelle im Buch oder Film wäre sie mit Vertrauen tatsächlich weitergekommen, oder es hätte ihr geschadet, dass sie misstrauisch war, und entsprechend funktioniert die gesamte Geschichte nicht und zerfällt einfach. Wenn es um Vertrauen geht, sollte die ganze Reise Raya zeigen, dass Vertrauen gut ist, aber es gibt keine einzige Stelle, in der Vertrauen ihr tatsächlich geholfen hätte.
Der einzige Punkt, an dem es wirklich etwas bringt, ist ganz am Ende, als sie ihre Lektion dann bereits gelernt hat (wie auch immer), und selbst da wird sie fast verraten. Ich weiß nicht, wer sich dachte, dass das ein guter Aufbau sei, aber leider lag die Person falsch. Und leider hat mich alles an dem ganzen Vertrauens-Thema ziemlich sauer gemacht, weil alle Leute immer so tun, als sei Raya im Unrecht, während die Geschichte ja zeigt, dass sie richtig liegt.

Insgesamt eine wirklich gute Adaption, aber inhaltlich funktioniert die Geschichte von Raya (auch wenn sie auf einer guten Idee basiert) leider überhaupt nicht, egal in welchem Medium, und im Buch sogar ein wenig schlechter, weil da nichts vom Inhalt ablenken kann.

Veröffentlicht am 26.07.2024

Leider eher enttäuschend

Feder & Klinge
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Dieses Buch hat mich leider beim Lesen wirklich viel zu traurig gemacht. Und leider nicht im positiven Sinne. Es fing damit an, dass das Cover (das wirklich großartig aussieht) nur so nach Fantasy schreit, ...

Dieses Buch hat mich leider beim Lesen wirklich viel zu traurig gemacht. Und leider nicht im positiven Sinne. Es fing damit an, dass das Cover (das wirklich großartig aussieht) nur so nach Fantasy schreit, der Klappentext ebenfalls eindeutig nach Fantasy klingt (jedenfalls in meiner Version) und es auf Goodreads als Fantasy-Buch gelistet wird, weshalb ich natürlich mit Fantasy gerechnet habe, und gerade bei dem Cover und dem Namen Raban bin ich davon ausgegangen, dass Ariane ein High-Fantasy-Setting für ihr Buch entworfen hat, aber als ich das Buch dann aufgeschlagen habe, haben mich Superkräfte und Nummern und Experimente erwartet, was eindeutig eher nach Science-Fiction aussieht. Und mich insofern relativ enttäuscht hat, dass ich in dem Moment wirklich gerne ein Fantasy-Buch lesen wollte, keinen Sci-Fi-Roman. Aber ich lese Sci-Fi durchaus gerne, und ich fand das erste Kapitel auch ansprechend geschrieben, und so habe ich das Buch einfach ein wenig beiseite gelegt, um es dann zu lesen, wenn mir mehr nach Sci-Fi ist. Ich war zwar in dem Moment enttäuscht, aber absolut bereit, dem Buch mit meinen neuen Erwartungen eine zweite Chance zu geben ... und leider wurde ich dann beim nächsten Versuch auf einem ganz anderen Level enttäuscht, fürchte ich.
Die Idee der Geschichte gefällt mir wirklich gut, und es gab immer wieder Situationen, in denen ich wirklich in den geschriebenen Szenen gefangen war und ich gemerkt habe, dass Andel durchaus zu wissen scheint, was sie tut, aber leider gab es wesentlich häufiger Momente, in denen das Buch dann doch sehr weit hinter meinen Erwartungen und Hoffnungen zurück blieb.
Der Wechsel aus Arianes Geschichte und ihrem Buch hat mir eigentlich ganz gut gefallen, und es war eine ganz spannende Art, die Geschichte zu lesen, aber leider nimmt Ariane in ihrem Leben dann oft sehr viel vom Buch vorweg, sodass eigentlich klar ist, was passieren wird, und man selbst mir dem, was sie verfasst, dann nicht mehr mitfiebern kann. Man weiß ja, was kommt. Und eigentlich stören mich Spoiler überhaupt nicht, und sie hätten es hier vermutlich auch nicht getan, aber auf der anderen Seite ist Arianes Buch stilistisch dann auch nicht gut genug geschrieben, als dass ich daran dennoch meine Freude gehabt haben könnte. Was mich noch einmal mehr gestört hat, weil ich in Arianes echtem Leben durchaus sehen konnte, dass Andel schreiben kann. Oder auf jeden Fall hatte ich den Eindruck. Jedenfalls war das echte Leben um einiges ansprechender zu lesen in meinen Augen. Vielleicht auch, weil dort nicht alles schon vorgegeben war, ich weiß es nicht, aber das Buch, das Ariane schrieb, war für mich leider eher mittelmäßig. Mit Monologen von Bösewichten, vorhersehbaren Plots (selbst ohne, dass vorher klar gewesen wäre, was kommt), und vielen Figuren, die eher recht flach wirkten. Was hier allerdings etwas ist, das auch im restlichen Buch vorkam. Und leider hat es auch nicht geholfen, dass Arianes Buch eine menge Logikfehler hatte, die im richtigen Buch benannt wurden, was dann dafür gesorgt hat, dass es nicht mehr ein einfacher Logikfehler war, über den ich hinwegsehen konnte, sondern mir dann das Gefühl gab, dass Andel einfach keine Lust hatte, sich eine Lösung auszudenken, denn sonst hätte sie die Gelegenheit ja gehabt, immerhin waren ihr die Fehler bewusst. Auch denkt Ariane am Anfang darüber nach, dass ihr Buch nicht sonderlich gut geschrieben ist, was auf mich ein wenig den Eindruck hatte, dass Andel zu entschuldigen versucht, dass in Arianes Buch nicht genauso viel Energie floss wie in Andels, das wird dann aber gepaart damit, das absolut jede Figur, die Arianes Buch liest, absolut begeistert davon ist, und es für so großartig hält, dass es sofort verlegt werden muss, weil die ganze Welt davon lesen muss. Für mich hat das leider überhaupt nicht zusammengepasst, und ... so leid es mir tut, aber so gut war das Buch nicht. Nicht einmal ansatzweise. Besonders, weil Arianes Psychologe teils seine komplette Sitzung nur damit verbringt, das Buch zu lesen und über das Buch zu reden, weil es ihn so mitreißt und er es so unglaublich großartig findet, und ... das fühlte sich beim Lesen einfach wirklich nicht richtig an. Und außerdem hat es die Figuren leer wirken lassen, und als hätten sie nicht wirklich eigene Dinge zu tun.
Dieses Problem bestand allerdings noch aus weiteren Gründen, und es macht mich so unglaublich traurig, denn ich glaube, die Figuren hätten wirklich wirklich toll werden können, aber irgendwie sind dann alle Szenen, in denen die Figuren tiefere Beziehungen eingehen könnten, oder Gespräche, oder in denen sich Verbindungen entwickeln könnten oder irgendwas ... einfach übersprungen. Leider war das so ein wenig der Punkt, an dem ich dann die Hoffnung aufgegeben habe. Bis dahin habe ich immer gehofft, dass es besser wird, danach habe ich eigentlich nur noch weitergelesen, weil ich wissen wollte, was passiert. Und das wollte ich bis zum Ende, also es war wirklich nicht so, als hätte das Buch mich nicht interessiert! Aber ganze viele Momente in denen Figuren hätten aufgebaut werden sollen, oder in denen sie mir beim Lesen hätten ans Herz wachsen sollen, waren wirklich einfach nicht beschrieben. Teils, indem lange Zeiträume einfach übersprungen wurden und Figuren dann da waren (was mich wirklich mit am traurigsten gemacht hat, denn ich glaube, ich hätte es geliebt, diese ganzen Jahre zu lesen), teils, indem in einem Gespräch von zwei Seiten eigentlich jegliche Konflikte aus dem Weg geräumt werden und dann alle glücklich sind, abgesehen von zwei/drei zukünftigen Erwähnungen. Und als jemand, der es liebt, wenn Partner in Büchern kommunizieren ... das fühlte sich nicht richtig an. Kommunikation ist toll, aber sie soll bitte auch ein Fünkchen Realismus in sich tragen, und hier wurden wirklich einfach jegliche Konflikte übersprungen, und es fühlte sich ziemlich ... faul an? Was mir total leid tut, aber so ging es mir beim Lesen leider wirklich.
Und genauso ist der Höhepunkt und das Ende dann irgendwie auch. Ich bin tatsächlich nicht mal sauer oder enttäuscht wegen dem Klischee, gerade für die Situation war das eine realistische Lösung (auch wenn es zweifellos noch andere Lösungen gegeben hätte, oder mir wäre zumindest eine eingefallen, wie man das alles etwas umschreiben und das Klischee hätte vermeiden können, und das ohne viel aufwand), aber der Rest war leider auch hier wieder sehr Konfliktfrei und Dinge haben sich sehr viel einfach ergeben. Was in Kombination damit, wie viele Konflikte in das Buch geschrieben wurden, und wie düster es teilweise war, für mich leider nicht wirklich zufriedenstellend war. Das Ende schien zum Buch einfach nicht so ganz zu passen.
Und insgesamt tut es mir wirklich unglaublich leid, dass ich so über dieses Buch herziehe, aber ich hatte wirklich große Erwartungen, und auch während des Lesens noch Hoffnungen, und irgendwie hat Andel es geschafft, dass diese Hoffnung erst ganz am Ende endgültig enttäuscht wurde, sodass es sich irgendwie noch schlechter anfühlt. Merkwürdigerweise bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben, gerade weil die Idee mir auch wirklich gut gefallen hat, aber da ich durchaus das Gefühl hatte, dass Andel schreiben kann, hätte ich mir mehr erwartet. Mindestens in der Ausarbeitung der Figuren, obwohl etwas mehr Aufmerksamkeit und Einfühlsamkeit bei bestimmten angesprochenen Themen auch nicht geschadet hätten.
Leider keine Geschichte, die mich überzeugen konnte, auch wenn sie Inhaltlich durchaus hätte gut werden können. Sie hatte aber auch ihre guten Momente, und es gab durchaus einige (leider wenige) Kapitel, die ich regelrecht verschlungen habe ... ich wünschte nur, es wären mehr gewesen.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Fantasy mit Thriller-Elementen, das sich leider als Romance ausgibt

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
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Das Buch wird auf Goodreads als "Romance" aufgeführt, und angesichts des "findet die große Liebe" im Klappentext bin ich genau davon auch ausgegangen, aber leider hat das Buch sich für mich wirklich nicht ...

Das Buch wird auf Goodreads als "Romance" aufgeführt, und angesichts des "findet die große Liebe" im Klappentext bin ich genau davon auch ausgegangen, aber leider hat das Buch sich für mich wirklich nicht so angefühlt. Ich habe jemanden gesehen, der es als "beinhaltet Horror-Elemente" beschrieben hat, und ich glaube, so habe ich es auch eher wahrgenommen. In meinen Augen war es eher ein Thriller, als einer Liebesgeschichte, und leider wich es damit etwas zu sehr von meinen Erwartungen ab, als dass ich mich wirklich darauf hätte einlassen können.
Hätte ich gewusst, dass es in die Richtung geht, dann hätte ich es eventuell eher gemocht (oder aktuell nicht gelesen), aber so fiel es mir teils sehr schwer, Spaß beim Lesen zu haben.
Ich mag den Beginn des Buches eigentlich gerne, die Idee gefällt mir auch, und es hat durchaus spannende Momente, leider sind die weiblichen Figuren aber sehr eindimensional, und fast alle Figuren in meinen Augen wirklich unangenehme Zeitgenossen. Ich hatte die meiste Zeit über ein wirklich schlechtes Gefühl bei vielen Figuren, und während es bei einigen zweifellos gewollt ist, bin ich mir auch sicher, dass es bei anderen eigentlich nicht so beabsichtigt war,denn selbst Idas angebliche große Liebe war teilweise einfach nur creepy und unangenehm (Leute im Schlaf ausziehen oder fotografieren geht gar nicht, ganz besonders nicht, wenn man sie gerade mal einen Tag kennt, und mir ist egal, ob es sich nur um Socken gehandelt hat, das hatte trotzdem einen sehr widerlichen Beigeschmack für mich).
Leider hat dieser unangenehme Unterton sich durch die ganze Geschichte gezogen, und die angebliche Liebesgeschichte war in meinen Augen sehr gefühllos, wodurch es auch kein wirkliches Gegenstück zu dem Unterton gab. Am besten beleuchtet waren wohl einige männliche Figuren mit ihrer ganzen Vergangenheit, leider waren diese auch großteils düster, und sowohl die Geschichten als auch die zugehörigen Figuren waren auch hier wieder eher unangenehm, und insgesamt hatte ich oft einfach wirklich das Gefühl, eher einen Thriller zu lesen. Nicht zwingend einen gruseligen oder so, also es war schon erträglich, aber das Buch wirkt vom Cover her so hell und verspricht eine Liebesgeschichte, sodass der Thriller eher sehr fehl am Platz war.

Wäre ich mit der richtigen Erwartung an die Geschichte gegangen, dann bin ich sicher, sie hätte mir gefallen, weil die Thriller-Elemente durchaus ganz gut geschrieben sind, entsprechend gibt es die zwei Sterne von mir, mit den falschen Erwartungen funktioniert die Geschichte leider eher weniger.

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