zäh und langweilig
TiereDer zurückgebliebene Nigel wohnt nach dem Tod seiner Eltern in deren stillgelegten Pub. Er ist schüchtern, verklemmt und wir erfahren von seiner Weltanschauung und wie er den Alltag meistert aus der Ichperspektive. ...
Der zurückgebliebene Nigel wohnt nach dem Tod seiner Eltern in deren stillgelegten Pub. Er ist schüchtern, verklemmt und wir erfahren von seiner Weltanschauung und wie er den Alltag meistert aus der Ichperspektive. Besonders schlimm erträglich sind für den gehemmten jungen Mann unanständiges Verhalten oder Menschen, die sich wie Tiere verhalten. Tatsächlich versucht er dann die Stadt zu säubern und sperrt ein paar dieser "Tiere" im Keller ein. Aber auch, wenn er ihnen Futter vorenthält, gehorchen sie nicht immer so, wie er will und besonders sein neuester Fang beschimpft und beleidigt ihn und zeigt sich extrem aufsässig. Dieser erste Teil des Buches ist spannend und wie eine Einleitung und man ist gespannt, wie es weiter geht.
Doch dann bekommt Nigel Besuch und das Buch zieht sich zäh und langweilig bis zum Schluß dahin. Man liest auf über 100 Seiten (Das Buch hat nur 283 Seiten), wer wieviel Bier trinkt und wer was sagt. Und dann ist das Buch zu Ende. Ganz kurz geht es nochmal um die Gefangenen im Keller und dann ist das Buch vorbei. Das Verhalten von Nigels Besuch ist unerträglich und man meint, es seien 16jährige, die einen drauf machen wollen. Wäre das Buch nicht so kurz gewesen hätte ich wahrscheinlich abgebrochen. Eigentlich kenne ich Simon Beckett als Autor von wahren Pageturnern die von vorne bis hinten spannend sind. Dies hier ist mehr wie ein Kammerspiel oder eine äußerst langweilige Milieustudie, zumindest, was den 2. Teil angeht. Der langsame, spannungsarme Erzählstil ist sicher passend gewählt, da ja aus Nigels Sicht erzählt wird, der im Denken auch recht langsam und schlicht ist. Das ist dem Autoren gut gelungen. Aber für den Leser ist es halt etwas zäh und öde.
Keine Leseempfehlung