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Veröffentlicht am 27.04.2025

Magische Geschichten

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
1

Akram El-Bahay hat eine Art zu schreiben, die für mich Geschichten wahrhaft lebendig macht. Hier sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Figuren reisen in die Bücher berühmter Geschichten, treffen ...

Akram El-Bahay hat eine Art zu schreiben, die für mich Geschichten wahrhaft lebendig macht. Hier sogar im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Figuren reisen in die Bücher berühmter Geschichten, treffen auf Buchfiguren und stellen sich den Gefahren und Schrecken der Geschichten. Eine fabelhafte Idee, die wunderbar umgesetzt wurde und Lust auf mehr macht.

Ich mochte wie diese urbane Fantasy die Realität Londons mit den buchigen Welten und ihren Bewohnern verknüpft. Die Geschichten, die hier im Fokus stehen sind gut gewählt. Nicht nur weil sie bekannt, sondern auch sehr unterschiedlich vom Setting angelegt sind, sodass es viel zu entdecken gibt und man als Leser in verschiedene Stimmungen/Atmosphären eintaucht.

Die Geschichte ist abenteuerlich, spannend zu verfolgen und gespickt mit Figuren, die einem ans Herz wachsen. Und vor allem finden spürbare Entwicklungen im Mindest der Figuren und in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen statt. Es gibt ein Igel interessante Offenbarungen, die die Geschichte zusätzlich spannend und interessant machen. Der konstante Wettlauf gegen eine unbekannte Gefahr und eine andere Interessengruppe geben der Geschichte Tempo.

Für mich ist das ein Buch in dem man geradezu versinken kann und das einen die Realität vergessen lässt. Ich bin so froh, dass diese Geschichte noch nicht auserzählt ist und es definitiv ein Wiedersehen mit den Figuren geben wird. Denn ich habe das Gefühl, dass es noch einiges zu entdecken und ein paar Geheimnisse zu lüften gibt.

Für mich ein ganz wunderbaren Buch über die Liebe zu Büchern, besonderen Fähigkeiten und magischen Geheimnissen. Habs von der ersten Seite an sehr geliebt.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Brutaler Pageturner

Der Nachtgänger
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Ich hab ja schon einige Bücher von Lars Kepler gelesen und eigentlich müsste man langsam mal wissen, worauf man sich da einlässt. Trotzdem bin ich jedes einzelne Mal von der Brutalität der Geschichten ...

Ich hab ja schon einige Bücher von Lars Kepler gelesen und eigentlich müsste man langsam mal wissen, worauf man sich da einlässt. Trotzdem bin ich jedes einzelne Mal von der Brutalität der Geschichten und auch von den starken sexuellen Komponenten überrascht. Dieses Buch ist wieder nichts für schwache Nerven und eher zartbesaitete Leser werden hier vermutlich eher abgestoßen, denn es wird blutig und sehr grausam.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich, dass Saga nicht am Fall mitarbeitet. Joona knackt den Fall zwar auch alleine, aber die Dynamik dieses eingespielten Duos hat schon ein bisschen gefehlt. Dafür hatte Erik Maria Bark mal wieder einen Gastauftritt, was ich sehr unterhaltsam fand. Die Hypnosesessions mit Erik waren für mich auch Schlüsselmomente Innerhalb der Handlung und waren so spannend und interessant inszeniert.

Generell war das Kernthema des Buches rund um Schlafwandeln und Schlafforschung sehr interessant angelegt und die Schlüsselrolle von Hugo, der sich vom Hauptverdächtigen zum wichtigsten Zeugen mausert, fand ich sehr gelungen angelegt. Generell gab es um Hugo auch eine packend angelegte Nebenhandlung, die mich stellenweise auch einfach richtig mitgenommen hat.

Das Autorenduo ist einfach super stark im Legen falscher Fährten und ich hatte während des Lesens einige Theorien und Verdächtigungen, aber das Ende habe ich tatsächlich überhaupt nicht kommen sehen. Ein bisschen überzogen fan dich das ganze schon, aber auch das kennt man ja von Lars Kepler- es ist alles ein bisschen übertrieben, sehr an der Grenze dessen, was noch halbwegs authentisch wirkt.
Ich habe hier trotzdem wieder fieberhaft mitgerätselt und fand das Buch einen absoluten Pageturner- packend von Beginn bis Ende. Und bei Kepler kann man sich gewiss sein: man weiß nie wer alles auf der Todesliste landet. Das Buch ist da wieder sehr schonungslos und war damit für mich wieder beste Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Verdiente Rache

Am roten Strand
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Diese Reihe verlangt mit wirklich alles ab und ist nichts für zarte Gemüter. Kindesmissbrauch ist ein Thema, dass mir immer sehr an die Nieren geht und über das ich eigentlich keine Bücher lese, wenn es ...

Diese Reihe verlangt mit wirklich alles ab und ist nichts für zarte Gemüter. Kindesmissbrauch ist ein Thema, dass mir immer sehr an die Nieren geht und über das ich eigentlich keine Bücher lese, wenn es sich vermeiden lässt. Aber die diese Reihe das Thema perspektivisch aufgreift, treibt mich nicht nur um den Verstand, ich muss einfach wissen, dass es ein Happy End gibt.

Die Geschichte wird auch hier wieder aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt- Täter, Opfer und Außenstehende werden hier beleuchtet und zusätzlich wirbelt das Buch die schmale Grauzone der Selbstjustiz und Rache auf. Was, wenn ein Opfer sich gegen seine Peiniger auflehnt? Wenn die Täter selbst zu Opfern werden?

Es gibt hier einige spannende Charaktere, wie den leitenden Ermittler Ben, der sich in einem moralischen Krieg mit sich selbst befindet und immer mehr vom Weg abkommt. Der Fall geht allen an die Nieren, aber einige drohen unter seiner Last zu brechen. Das ist wahnsinnig stark aufgearbeitet und für mich das, was mich an der Reihe nicht loslässt.

Es ist grausig, menschenunwürdig und absolut abgründig, worüber hier geschrieben wird. Das Buch enthält explizite Schilderungen von Missbrauch. Und zwar in einer Art, die gerade zu schmerzlich zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Lässt einem das Blut in den Adern gefrieren

The Twenty
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Ich habe schon wirklich viele Thriller gelesen und hatte mich von den Werbeslogans herausfordern lassen. Dieser Thriller ist absolut perfide und bitterböse, eine wahre Odyssee des Schreckens.

Zum Inhalt: ...

Ich habe schon wirklich viele Thriller gelesen und hatte mich von den Werbeslogans herausfordern lassen. Dieser Thriller ist absolut perfide und bitterböse, eine wahre Odyssee des Schreckens.

Zum Inhalt: Fünf ausgeblutete Leichen, wie Müll abgelegt. Und ein sonderbarer Countdown, der von 16 runterzuzählen scheint. Das allein wäre schon ein spektakulärer Fall für DCI Adam Bishop. Doch dann taucht seine Exfrau mit einer Info auf, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt: der Countdown begann mit 20 unf startete bereits 30 Jahre zuvor.

Die Haupthandlung wird immer wieder durchbrochen von medizinischen Berichten, Kolumnen und anderen Schriftstücken aus der Zeit der ersten Mordserie. An sich trägt das zur Plastizität der Geschichte bei, mich reißt sowas aber immer aus dem Lesefluss.

Immer wieder werden auch Passagen aus Sicht des Täters erzählt, was ich sehr gelungen fand. Es gibt außerdem Rückblenden, sowohl in die Kindheit des Serienmörders Elijah Cole, als auch des führenden Ermittlers Adam. Die Geschichte ist also ordentlich vollgepackt mit Handlungssträngen und unterschiedlichen Perspektiven. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es nicht unübersichtlich oder überladen wirkte, sondern in sich sehr stimmig.

Der Erzählton ist schon teilweise brutal und obszön, Gewaltdarstellungen werden teilweise recht anschaulich geschildert. Der Spannungsbogen wird konstant gehalten und es gibt viele überraschende Wendungen innerhalb des Falls. Bis zum Schluss ist die Geschichte wirklich nervenaufreibend und lässt einen nicht los.

Ein ziemlich heftiger Thriller, der das Versprechen atemloser Spannung bis zur letzten Seite absolut hält.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Die Gefahr lauert ganz in der Nähe

Unser Buch der seltsamen Dinge
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Ein Kriminalfall aus Sicht eines Kindes klang für mich erstmal total spannend und interessant. Ich muss sagen, dass das Buch nicht spannend im herkömmlichen Sinne ist, was vor allem auch an der Erzählart ...

Ein Kriminalfall aus Sicht eines Kindes klang für mich erstmal total spannend und interessant. Ich muss sagen, dass das Buch nicht spannend im herkömmlichen Sinne ist, was vor allem auch an der Erzählart und der kindlich naiven Sicht und Handlungsweise der Protagonisten lag. Stattdessen überzeugt das Buch auf einer tieferen Ebene und durch seine feinfühlige und doch schonungslose Betrachtungsweise des Lebens in Yorkshire in den 1970ern.

Das Buch greift viele ernste und wichtig Themen auf, die damals wie heute relevant sind und das Alltagsleben der Menschen bestimmen. Und trotz allem, wirkt die Geschichte überhaupt nicht überladen, sondern sehr stimmig, weil diese stellvertretenden Einzelschicksale sehr authentisch erzählt werden.

Generell tritt der Fall rund um den Ripper schnell in den Hintergrund und wird eher zum Hintergrund des für mich eigentlichen Inhalt des Buches: die Sozialstruktur und das Gemeinschaftsleben in Yorkshire abzubilden. Und das gelingt wirklich eindrucksvoll. Es wird ein umfassendes Bild von Mivs Umfeld geschaffen, von den Menschen, denen sie täglich begegnet und was diese bewegt.

Durch die wechselnden Perspektiven bekommt der Leser viele eindrückliche Situationen vermittelt, die das Leben in einer kleinen Stadt, wo jeder jeden kennt und man viele Berührungspunkte hat, aber trotzdem gezielt aneinander vorbeilebt und gezielt wegsieht, gut einfangen. Vor allem das Kleinreden von Problemen fand ich hier sehr gut eingefangen, dieses Relativieren und Verharmlosen, bis es dann doch eskaliert.

Das Ende ist überraschend und absolut tragisch. Gleichzeitig hat es etwas Hoffnungsvolles und tröstliches, so als könnte aus den Schrecken der vergangenen Zeit auch etwas Gutes erwachsen.
Ein Buch, das nachdenklich stimmt und trotzdem zu unterhalten weiß. Für mich ein Buch, dass mich total überrascht hat und mich sicher noch lange gedanklich begleiten wird.

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