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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2025

Wohltuend

Wolkenschiffe tragen dich
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Elin weiß nach dem Winter auf dem Filaperhoff nicht so recht wohin mit sich. Da wird sie von Venja beauftragt ihren Bruder Tede dazu zu bringen ein weiteres Flaschenschiff von Fiete Flömer zu suchen. Da ...

Elin weiß nach dem Winter auf dem Filaperhoff nicht so recht wohin mit sich. Da wird sie von Venja beauftragt ihren Bruder Tede dazu zu bringen ein weiteres Flaschenschiff von Fiete Flömer zu suchen. Da Tede derzeit auf einem Hof arbeitet, der Elin auch beruflich interessiert sagt sie widerstrebend zu. Nachdem sie Tede kennengelernt hat, überzeugt er sie gemeinsam mit ihm nach dem Schiff zu suchen. Der Weg führt sie nach Usedom und dort stellen beide fest, dass oft einfach der Weg das Ziel ist und eines zum anderen führt.

Mit diesem zweiten Band aus der Glückshafen Reihe Reihe erfahren wir nun mehr aus Fiete Flömers Leben. Tede und Elin entdecken auf Usedom Stück für Stück, wie Fiete den Krieg er- und überlebt hat. Dabei finden die beiden auch Klarheit bei dem, was die Zukunft ihnen bringen soll.

Patricia Koelle liefert auch mit diesem Buch wieder einen Wohlfühlroman par Excellence. Ich fand es schön Elin und Tede auf Usedom zu begleiten und Ecken zu entdecken, die nicht ganz so bekannt sind. Bei den Hotels und Unterkünften die im Buch erwähnt werden würde ich auch gerne Urlaub machen. Der Schreibstil war wie immer sehr Bildhaft und das Kopfkino lief von Anfang an mit. Und auch hier treffen wir wieder auf Charaktere aus den anderen Büchern der Autorin.

Von mir also wieder eine absolute Leseempfehlung für dieses wohltuende Buch!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

zauberhafte Lesestunden

Die kleine Villa in Italien
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Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ...

Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ihres Vaters Raphael sie eiskalt abblitzen lässt, fährt sie an die Amalfi-Küste um zu versuchen dort ihren Vater zu kontaktieren. Doch auch hier tut Raph alles um die vermeintliche Erbschleicherin von seinem Stiefvater fernzuhalten. Der Zufall will es aber, dass die beiden sich doch begegnen und so fühlt sich Raph genötigt Lia zu überwachen. Dass ihm das lieber ist, als er zugeben mag, fällt nicht nur Lia auf.

Julie Caplin nimmt uns dieses Mal mit nach Italien an die Amalfi-Küste. In Positano lernen wir das Dolce Vita kennen, das dort nicht nur die vermögenden Menschen leben. Man kann sich den Ort lebhaft vorstellen und möchte dort auch gerne ein Eis essen und sich am Strand vergnügen. Die Geschichte ist gut konstruiert, und abwechselnd aus Lias und Raphs Sichtweise heraus geschildert. So erfährt man auch, warum er so misstrauisch ist. Es kommt natürlich zu den üblichen Verwicklungen, die es in einem solchen Buch braucht, aber die Auflösung hat mir hier besonders gut gefallen.

Wie immer liegt der Schwerpunkt auch auf dem lokalen Essen, dass man durch die Geschichte besser kennenlernt. Da läuft einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Und auch Lias Kunst aus Textilien klingt unglaublich interessant.

Die Familie Ernestos ist laut und quirlig und mir hat es gut gefallen Lia dabei zu begleiten ihre nicht ganz so kleine Zweitfamilie näher kennenzulernen.

Ich kann also auch diesen Band aus der Romantic Escapes Reihe wieder rundherum empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Nicht Krieg und nicht Freiden

Nacht der Ruinen
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Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß ...

Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß geworden. Er musste Köln mit seiner Familie 1939 verlassen und dabei die Freunde Jakub und Hilda zurücklassen. Er begibt sich auf die Suche nach den beiden und deckt dabei nicht nur die Geschehnisse rund um den Bomberpiloten auf.

Der Krieg ist offiziell noch nicht zu Ende, als die Amerikaner im März 45 die linke Rheinseite von Köln besetzten und sich sofort daran machen aufzuräumen und wieder aufzubauen. Wir begleiten Joe durch seine Heimatstadt, vertraut und fremd zugleich. Die Gedanken an seine Freunde lassen ihn nicht los und die Nachforschungen dazu sind anfangs noch unabhängig von den Ermittlungen zu dem Verschwinden des Soldaten.

Cay Rademacher gelingt es hier ein Buch aus der Zeit zwischen Ende des Krieges und dem offiziellen Frieden zu zeigen. Im Rest von Deutschland toben noch die Kämpfe und auch in Köln gibt es noch Menschen, die meinen, dass sich das Blatt noch wenden wird. Dementsprechend ist auch das Auftreten der Kölner. Viele schon sehr unterwürfig den Besatzern gegenüber, andere noch voller Stolz aufs Vaterland.

Mir hat das Buch gut gefallen. Joe ist sehr zerrissen, das Wiedersehen mit seiner Heimatstadt nimmt ihn doch sehr mit und er erinnert sich an die Zeiten, als er hier noch glücklich war. Das macht ihn verwundbar und er muss sich eingestehen, dass er dann doch den falschen Menschen vertraut hat. Ich fand die Geschichte sehr spannend und die Auflösung gut gemacht. Man konnte sich das Köln in diesen Tagen gut vorstellen, als langsam doch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges überhand nimmt.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, es liest sich flüssig und man kann emotional gut mit Joe mitgehen. Dazu schafft es der Autor auch noch bekannte Persönlichkeiten der Zeit wie George Orwell und Irmgard Keun in seinen Plot glaubwürdig mit aufzunehmen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

spannend

Luna
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Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet ...

Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet alleine auf dem Erdtrabanten. Auf der Erde wird fieberhaft nach einer Möglichkeit gesucht Luna zu retten. Allerdings gibt es dabei nicht nur bürokratische Hürden zu überwinden.

Das Buch ist wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Katastrophe jagt die nächste, immer wieder tauchen Hürden auf. Dazu kommt das Chefastronaut Blake damit zurecht kommen muss, dass seine Exfrau Charlie die Untersuchung von Seiten der FAA übernimmt. Das Verhältnis der beiden macht es Anfangs schwierig überhaupt sinnvoll miteinander zu arbeiten.

Ich habe das Buch richtig gerne gelesen, auch wenn ich Blake gerade am Anfang ziemlich nervend und anstrengend fand. Sein Verhalten gerade Charlie gegenüber war einfach sehr unprofessionell. Aber im Laufe der Zeit hat sich das gelegt und auch Charlie hat sich deutlich im Laufe des Buches weiterentwickelt.

Ich kann das Buch empfehlen. Es ist eine wirklich spannendes Science Fiction Geschichte, die richtig Spaß macht.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Berthas Traum

Bertha Benz und die Straße der Träume
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Als Bertha Ringer Carl Benz kennenlernt ist sie sich sicher, den Mann ihres Lebens gefunden zu haben. Für ihn begehrt sie gegen den geliebten Vater auf und lässt sich ihre Mitgift vorab auszahlen, um Carl ...

Als Bertha Ringer Carl Benz kennenlernt ist sie sich sicher, den Mann ihres Lebens gefunden zu haben. Für ihn begehrt sie gegen den geliebten Vater auf und lässt sich ihre Mitgift vorab auszahlen, um Carl heiraten zu können. Doch Carl ist zwar ein begnadeter Ingenieur, aber ein lausiger Geschäftsmann. So müssen beide lange um ihre Existenz bangen. Bis Bertha beschließt, dem Traum ihre Mannes Bekanntheit zu verschaffen.

Carl Benz ist ein Name, der aus der deutschen Wirtschaftsgeschichte nicht wegzudenken ist. Ohne seine Erfindung des selbst fahrenden Wagens gäbe es wohl keine Autos. Den Erfolg seiner Erfindung hat er aber auch zu einem nicht geringen Anteil seiner Ehefrau Berta zu verdanken, die mit dem Patentwagen Nr. 3 die erste große Ausfahrt von Mannheim nach Pforzheim wagte. Mit dieser Fahrt hat sich Bertha wohl auch ihren Lebenstraum erfüllt, nicht vergessen zu werden.

Alexander Schwarz nimmt uns mit auf eine Reise durch Berthas Leben, das immer davon geprägt war, dass sie sich über die Beschränkungen, die Frauen damals auferlegt wurden, soweit wie möglich gewehrt hat. Als sie erkennt, dass ihr Mann sich geschäftlich immer wieder übers Ohr hauen lässt, übernimmt sie im Hintergrund die Kontrolle über die Finanzen und mischt sich auch in Verhandlungen mit eventuellen Inverstoren ein. Mit der Fahrt von Mannheim nach Pforzheim wollte sie den Wagen außerhalb Mannheims bekannt machen und Menschen dafür begeistern.

Mir hat das Buch gefallen, wir begleiten Bertha durch ihre Jugendjahre hindurch und durch die schwere Zeit, in der die Familie immer kurz vor dem Armenhaus stand. Die Fahrt ist dann das Ende und die Wendung, die Carl Benz gebraucht hat um einen Schritt weiter mit seiner Entwicklung gehen zu können. Der Autor setzt mit diesem Buch Bertha ein Denkmal. Ihre Geschichte, bzw. die der Fahrt ist zwar recht bekannt, aber wer Bertha war, ist nun nicht so klar. In diesem Buch lernen wir sie nun so kennen wie es Schwarz anhand seiner Quellen zusammensetzen konnte. Natürlich bleibt vieles der Fantasie des Autors überlassen, aber meines Erachtens hat er die Geschichte so erzählt, wie sie gewesen sein könnte.

Von mir daher eine Leseempfehlung für alle, die sich auch für die Geschichte der Automobilentwicklung in Deutschland interessieren.

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