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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Neubeginn

Die Lindenterrasse
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Maria Burmesters Mann kommt bei einem tragischen Unglück ums Leben und nun steht sie mit ihren Kinder vor der Frage wie es weitergehen soll. Kann sie als Frau alleine die Konditorei ihres Mannes erfolgreich ...

Maria Burmesters Mann kommt bei einem tragischen Unglück ums Leben und nun steht sie mit ihren Kinder vor der Frage wie es weitergehen soll. Kann sie als Frau alleine die Konditorei ihres Mannes erfolgreich weiterführen? Da kommt ihr das Angebot von Joachim Graaf, einem wohlhabenden Hamburger Kaufmann gerade recht. Und sein Landschaftsgärtner Daniel Luis Jaques verändert nicht nur ihre Terrasse, sondern gibt ihr auch wieder Lebensmut.

Ich habe mir mit dem Buch anfangs ein wenig schwer getan. Maria ist eigentlich eine starke Frau, aber sehr in den damaligen gesellschaftlichen Konventionen gefangen. Bei ihren dauernden Überlegungen „was sagen die Nachbarn“ wollte ich sie so manches Mal schütteln. Allerdings muss man auch sehen, dass in den 1790ern einfach noch viel mehr auf Anstand geachtet wurde und die Ideen der französischen Revolution noch nicht angekommen waren. Durch den Handlungsstrang rund um Joachim Graaf und seiner Jugendliebe Emilia von Wedekind wird es immer wieder richtig spannend.

Alles in allem habe ich das Buch dann gerne gelesen. auch wenn ich ein wenig gebraucht habe um mit den Protagonisten warm zu werden, hat mich die Handlung dann doch eingefangen und mit den anfänglichen Schwierigkeiten versöhnt. Daher von mir eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Wohltuend

Wolkenschiffe tragen dich
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Elin weiß nach dem Winter auf dem Filaperhoff nicht so recht wohin mit sich. Da wird sie von Venja beauftragt ihren Bruder Tede dazu zu bringen ein weiteres Flaschenschiff von Fiete Flömer zu suchen. Da ...

Elin weiß nach dem Winter auf dem Filaperhoff nicht so recht wohin mit sich. Da wird sie von Venja beauftragt ihren Bruder Tede dazu zu bringen ein weiteres Flaschenschiff von Fiete Flömer zu suchen. Da Tede derzeit auf einem Hof arbeitet, der Elin auch beruflich interessiert sagt sie widerstrebend zu. Nachdem sie Tede kennengelernt hat, überzeugt er sie gemeinsam mit ihm nach dem Schiff zu suchen. Der Weg führt sie nach Usedom und dort stellen beide fest, dass oft einfach der Weg das Ziel ist und eines zum anderen führt.

Mit diesem zweiten Band aus der Glückshafen Reihe Reihe erfahren wir nun mehr aus Fiete Flömers Leben. Tede und Elin entdecken auf Usedom Stück für Stück, wie Fiete den Krieg er- und überlebt hat. Dabei finden die beiden auch Klarheit bei dem, was die Zukunft ihnen bringen soll.

Patricia Koelle liefert auch mit diesem Buch wieder einen Wohlfühlroman par Excellence. Ich fand es schön Elin und Tede auf Usedom zu begleiten und Ecken zu entdecken, die nicht ganz so bekannt sind. Bei den Hotels und Unterkünften die im Buch erwähnt werden würde ich auch gerne Urlaub machen. Der Schreibstil war wie immer sehr Bildhaft und das Kopfkino lief von Anfang an mit. Und auch hier treffen wir wieder auf Charaktere aus den anderen Büchern der Autorin.

Von mir also wieder eine absolute Leseempfehlung für dieses wohltuende Buch!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

zauberhafte Lesestunden

Die kleine Villa in Italien
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Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ...

Lia hat gerade von ihrer Mutter erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das und die Ablehnung bei einem großen Auftrag lassen die Textilkünstlerin stark an sich zweifeln. Als der Manager ihres Vaters Raphael sie eiskalt abblitzen lässt, fährt sie an die Amalfi-Küste um zu versuchen dort ihren Vater zu kontaktieren. Doch auch hier tut Raph alles um die vermeintliche Erbschleicherin von seinem Stiefvater fernzuhalten. Der Zufall will es aber, dass die beiden sich doch begegnen und so fühlt sich Raph genötigt Lia zu überwachen. Dass ihm das lieber ist, als er zugeben mag, fällt nicht nur Lia auf.

Julie Caplin nimmt uns dieses Mal mit nach Italien an die Amalfi-Küste. In Positano lernen wir das Dolce Vita kennen, das dort nicht nur die vermögenden Menschen leben. Man kann sich den Ort lebhaft vorstellen und möchte dort auch gerne ein Eis essen und sich am Strand vergnügen. Die Geschichte ist gut konstruiert, und abwechselnd aus Lias und Raphs Sichtweise heraus geschildert. So erfährt man auch, warum er so misstrauisch ist. Es kommt natürlich zu den üblichen Verwicklungen, die es in einem solchen Buch braucht, aber die Auflösung hat mir hier besonders gut gefallen.

Wie immer liegt der Schwerpunkt auch auf dem lokalen Essen, dass man durch die Geschichte besser kennenlernt. Da läuft einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Und auch Lias Kunst aus Textilien klingt unglaublich interessant.

Die Familie Ernestos ist laut und quirlig und mir hat es gut gefallen Lia dabei zu begleiten ihre nicht ganz so kleine Zweitfamilie näher kennenzulernen.

Ich kann also auch diesen Band aus der Romantic Escapes Reihe wieder rundherum empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Nicht Krieg und nicht Freiden

Nacht der Ruinen
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Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß ...

Köln in den letzten Kriegstagen 1945. Bei einem letzten Bombenangriff verschwindet ein amerikanischer Pilot. Joe Salmon soll aufklären was passiert ist. Joe heißt eigentlich Jonathan und ist in Köln groß geworden. Er musste Köln mit seiner Familie 1939 verlassen und dabei die Freunde Jakub und Hilda zurücklassen. Er begibt sich auf die Suche nach den beiden und deckt dabei nicht nur die Geschehnisse rund um den Bomberpiloten auf.

Der Krieg ist offiziell noch nicht zu Ende, als die Amerikaner im März 45 die linke Rheinseite von Köln besetzten und sich sofort daran machen aufzuräumen und wieder aufzubauen. Wir begleiten Joe durch seine Heimatstadt, vertraut und fremd zugleich. Die Gedanken an seine Freunde lassen ihn nicht los und die Nachforschungen dazu sind anfangs noch unabhängig von den Ermittlungen zu dem Verschwinden des Soldaten.

Cay Rademacher gelingt es hier ein Buch aus der Zeit zwischen Ende des Krieges und dem offiziellen Frieden zu zeigen. Im Rest von Deutschland toben noch die Kämpfe und auch in Köln gibt es noch Menschen, die meinen, dass sich das Blatt noch wenden wird. Dementsprechend ist auch das Auftreten der Kölner. Viele schon sehr unterwürfig den Besatzern gegenüber, andere noch voller Stolz aufs Vaterland.

Mir hat das Buch gut gefallen. Joe ist sehr zerrissen, das Wiedersehen mit seiner Heimatstadt nimmt ihn doch sehr mit und er erinnert sich an die Zeiten, als er hier noch glücklich war. Das macht ihn verwundbar und er muss sich eingestehen, dass er dann doch den falschen Menschen vertraut hat. Ich fand die Geschichte sehr spannend und die Auflösung gut gemacht. Man konnte sich das Köln in diesen Tagen gut vorstellen, als langsam doch die Hoffnung auf ein Ende des Krieges überhand nimmt.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, es liest sich flüssig und man kann emotional gut mit Joe mitgehen. Dazu schafft es der Autor auch noch bekannte Persönlichkeiten der Zeit wie George Orwell und Irmgard Keun in seinen Plot glaubwürdig mit aufzunehmen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

spannend

Luna
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Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet ...

Luna hat einen Flug auf den Mond gewonnen. Sie soll als Lehrerin junge Menschen für den Weltraum begeistern. Doch bei der Landung geht alles schief und Luna überlebt als einzige den Absturz und strandet alleine auf dem Erdtrabanten. Auf der Erde wird fieberhaft nach einer Möglichkeit gesucht Luna zu retten. Allerdings gibt es dabei nicht nur bürokratische Hürden zu überwinden.

Das Buch ist wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Katastrophe jagt die nächste, immer wieder tauchen Hürden auf. Dazu kommt das Chefastronaut Blake damit zurecht kommen muss, dass seine Exfrau Charlie die Untersuchung von Seiten der FAA übernimmt. Das Verhältnis der beiden macht es Anfangs schwierig überhaupt sinnvoll miteinander zu arbeiten.

Ich habe das Buch richtig gerne gelesen, auch wenn ich Blake gerade am Anfang ziemlich nervend und anstrengend fand. Sein Verhalten gerade Charlie gegenüber war einfach sehr unprofessionell. Aber im Laufe der Zeit hat sich das gelegt und auch Charlie hat sich deutlich im Laufe des Buches weiterentwickelt.

Ich kann das Buch empfehlen. Es ist eine wirklich spannendes Science Fiction Geschichte, die richtig Spaß macht.

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