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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

Mysteriöser Kinderkrimi mit Knobelspaß

Sherlock & You, Band 1 - Das Rätsel um das verschwundene Haus
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Sherlock erzählt aus seiner Sicht von seinem ersten merkwürdigen Fall mit der neu gegründeten Detektivagentur für verzweifelte Leute, die Hilfe brauchen. Gemeinsam mit Verity, Leslie und einer Bande von ...

Sherlock erzählt aus seiner Sicht von seinem ersten merkwürdigen Fall mit der neu gegründeten Detektivagentur für verzweifelte Leute, die Hilfe brauchen. Gemeinsam mit Verity, Leslie und einer Bande von Informationssammlern nimmt er sich den Fall von Bradley an, dessen Haus verschwunden ist. Dabei entgeht dem Urururenkel von Sherlock Holmes kein wichtiges Detail, um der Lösung auf die Spur zu kommen. Dann kommt es zu einem Verbrechen, das schnelles Handeln erfordert. Alle Kapitel sind durcheinander gewirbelt. Nur die Lösungen der Rätsel verraten dann, wo es weitergeht. Das brachte Knobelspaß, hatte aber auch Nachteile. Der Lesefortschritt war nicht sichtbar, wie sonst und wir fanden die Kapitel viel zu lang. Da wurden meine Zuhörer richtig ungeduldig. Manchmal kommt es auch zu nerdigen Ausschweifungen, aber das war eher lustig.
Erstmal werden die Charaktere eingeführt und dann wird´s richtig spannend. Die Verschwörung ist mysteriös, nicht so leicht zu durchschauen. Das gilt auch für mache Rätsel, wo wir dann doch die Lösungshilfe brauchten. Sherlocks Ausführungen und der Schreibstil sind richtig gut. Andrew Lane hat ein Denkmal gesetzt und macht den alten Detektiv als moderne Version auch für Kinder interessant.

Veröffentlicht am 08.05.2025

Kriegsverlauf im fiktiven Ginsterburg

Ginsterburg
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Ich war sehr gespannt auf diese Zeitreise, nachdem ich den vielversprechenden Prolog verschlungen habe. Man landet im Städtchen Ginsterburg im Jahr 1935 und lernt sehr viele Charaktere kennen, die ganz ...

Ich war sehr gespannt auf diese Zeitreise, nachdem ich den vielversprechenden Prolog verschlungen habe. Man landet im Städtchen Ginsterburg im Jahr 1935 und lernt sehr viele Charaktere kennen, die ganz unterschiedlich mit der Diktatur der Nazis umgehen. Diese große Bandbreite an Charakteren und Darstellungen verlangt aufmerksames Durchhaltevermögen, um nicht den Durchblick zu verlieren. Mir hat aber gefallen, dass so viele Lebenskonstrukte abgebildet werden, die es möglich machen, sich in die Zeit hineinzuversetzen. Immer mit der Frage im Hinterkopf, wie es soweit kommen konnte und warum Menschen sich dazu entschieden haben. Als Leser habe ich mich distanziert gefühlt. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne die Entwicklung erleben zu dürfen. Leider kommt es auch zu historischen Ungenauigkeiten, was ich schade fand. Für mich war es aber trotzdem ein lohnenswertes Buch mit einer eindrucksvollen Heftigkeit, die ihren Lauf nimmt. Damit ist es nicht spurlos an mir vorbei gezogen, auch wenn ich mich manchmal schwer getan habe, dieser anspruchsvollen Aneinanderreihung zu folgen.

Veröffentlicht am 24.03.2025

Fesselnd geschrieben

Stromlinien
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"Stromlinien" ist ein packender Familienroman über eine Frau, die nach ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester sucht. Die Umstände sind rätselhaft. Ihre Mutter Alea wurde frühzeitig aus dem Gefängnis ...

"Stromlinien" ist ein packender Familienroman über eine Frau, die nach ihrer Mutter und ihrer Zwillingsschwester sucht. Die Umstände sind rätselhaft. Ihre Mutter Alea wurde frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen und verschwand. Jale verschwindet zwei Wochen später. Enna sucht nach ihnen, bis ihr klar wird, dass sie viel tiefer graben muss, um zu verstehen.

Die Zeitsprünge im Roman bringen einem die Familiengeschichte näher, deren Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart hat. So schließt sich Stück für Stück der Kreis und Enna gelingt durch ihre Nachforschung ein neuer Blick auf ihre Situation. Es gibt Bezüge zu realen Begebenheiten, auf die am Ende hingewiesen wird.

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich warm gelesen hatte. Dann nimmt die Spannung zu und ich kam, trotz der Kompliziertheit, durch die fesselnde Schreibweise gut voran. Die Atmosphäre der Marschlandschaft ist einnehmend und wirkt wie ein Ausgleich zu der vielschichtigen Familiengeschichte und ihren starken Frauen. Ein faszinierender Roman, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat.

Veröffentlicht am 23.03.2025

Frische, fantastische Ideen

Die Insel der magischen Wächter – Der große Test
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Berry wird auf der paradiesischen Lotusinsel zur Wächterin der Pflanzen und Tiere ausgebildet. Doch die anderen ziehen an Berry vorbei und sie zweifelt an ihren Fähigkeiten. Wer sich nicht verwandelt, ...

Berry wird auf der paradiesischen Lotusinsel zur Wächterin der Pflanzen und Tiere ausgebildet. Doch die anderen ziehen an Berry vorbei und sie zweifelt an ihren Fähigkeiten. Wer sich nicht verwandelt, muss die Akademie wieder verlassen.

Dieses Fantasy-Buch eignet sich gut für Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen. Die Kapitel sind kurz, das Buch nicht so dick und es ist einfach und interessant geschrieben. Dazwischen immer mal kleine Illustrationen. Das hält die Lesemotivation hoch.

Die Charaktere sind gut beschrieben und es ist sehr interessant, wie sich Freundschaften schließen, was sie lernen und wie Berry trotz Schwierigkeiten nicht aufgibt. Berry ist eine tolle Hauptfigur und zeigt, wie man in Harmonie mit der Natur leben kann. Das Ende kam sehr plötzlich, auch wenn das bei einem ersten Band vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Es ist wie eine Einführung mit frischen Ideen und sympathischen Charakteren. Also ein vielversprechendes und kindgerechtes Konzept, das Spaß und Lust auf das kommende Abenteuer macht.

Veröffentlicht am 18.06.2026

Aufs Lügenkarussell aufspringen

Die Klippe – Jede Lüge könnte deine letzte sein
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Ein harmloses Missverständnis setzt eine Lawine von Fehlentscheidungen in Gang – und reißt den einst gefeierten Bestsellerautor Marcus in ein immer schneller rotierendes Lügenkarussell.

Für mich reichte ...

Ein harmloses Missverständnis setzt eine Lawine von Fehlentscheidungen in Gang – und reißt den einst gefeierten Bestsellerautor Marcus in ein immer schneller rotierendes Lügenkarussell.

Für mich reichte „Die Klippe“ nicht an „Der Ausflug“ heran – aber die Qualität des Autors bleibt stabil. „Die Klippe“ ist mehr ein Psychothriller als ein Thriller, in dem psychologisch plausibel innere Konflikte und verzerrte Intuitionen sich zuspitzen. Das ist durchaus unterhaltsam, aber nicht bahnbrechend.

Für mich kam wahrscheinlich hinzu, dass ich weder die Hauptfigur noch andere Figuren – mit einer Ausnahme – mochte und mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Trotzdem, und das liegt am Schreibstil, der stringenten Handlung und der fesselnden Wirkung, habe ich das Buch verschlungen.

Ulf Kvenser zeigt intensiv, wozu und weshalb Menschen bereit sein können, sich aus schwachen Positionen zu befreien. Und es gibt genügend Material, über das es sich nachzudenken lohnt. Wer darauf Lust hat, kann sich auf solide Spannungsliteratur freuen.

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