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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

Endlich den Krimi auch als Comic

Agatha Christie Classics: Tod auf dem Nil
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Agatha Christie gehört zu Recht zu den unangefochtenen Königinnen des Kriminalromans, und Tod auf dem Nil ist einer ihrer besten Fälle. In diesem atmosphärischen Whodunit führt sie uns an Bord eines eleganten ...

Agatha Christie gehört zu Recht zu den unangefochtenen Königinnen des Kriminalromans, und Tod auf dem Nil ist einer ihrer besten Fälle. In diesem atmosphärischen Whodunit führt sie uns an Bord eines eleganten Dampfschiffs auf dem Nil – und mitten hinein in ein tödliches Spiel aus Eifersucht, Gier und verletztem Stolz. Und jetzt beschert uns der Carlsen Verlag eine Comicausgabe mit den spannendsten Fälle von Agatha Christie. Wahnsinn.

Auch hier steht Im Zentrum die reiche, wunderschöne Linnet Ridgeway, deren frisch angetrauter Ehemann früher der Verlobte ihrer einstigen Freundin war. Eine prekäre Dreieckskonstellation, die sich schnell zuspitzt und nicht nur mit einer Leiche aufwartet. Auch hier spielt wieder Hercule Poirot des Meisterdetektiv und löst den Fall auf erstaunliche weise.

Der Comic ist wirklich liebevoll gestaltet und auf dem 65 Seiten, welche randvoll gefüllt sind, ist wirklich alles geboten. Die Zeichnungen sind detailreich und verspielt, sodass man sich als Leser*in direkt an den Nil versetzt fühlt. Die Ausgabe ist etwas groß, was gewöhnungsbedürftig ist. ich weiß nicht, ob das Format mit Absicht so gewählt wurde, aber für den täglichen Gebrauch kann die Ausgabe recht sperrig wirken.

"Tod auf dem Nil" in Comic-Format ist eine abwechslungsreiche Ausgabe für alle Krimi-Fans oder Fans von Agatha Christie.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Love Story zum mitfiebern

How To End A Love Story
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"How to End a Love Story" ist eine tief emotionale Geschichte über Schuld, Trauma und die Möglichkeit der Heilung. Yulin Kuang entführt ihre Leser*innen in eine fesselnde und emotionale Geschichte.

Die ...

"How to End a Love Story" ist eine tief emotionale Geschichte über Schuld, Trauma und die Möglichkeit der Heilung. Yulin Kuang entführt ihre Leser*innen in eine fesselnde und emotionale Geschichte.

Die Protagonisten Helen und Grant sind keine typischen Liebesromanfiguren. Helen ist eine gefeierte Autorin, die mit Impostor-Syndrom und Schreibblockaden kämpft, während Grant nach außen hin charmant wirkt, aber innerlich mit seiner Vergangenheit und Panikattacken ringt. Als sie sich nach dreizehn Jahren wieder begegnen, entsteht eine Dynamik, die gleichzeitig elektrisierend und schmerzhaft ist. Besonders spannend ist dabei das Setting: Die beiden arbeiten an der Serienadaption von Helens Romanen, was nicht nur kreative Konflikte, sondern auch emotionale Konfrontationen mit sich bringt.

Der Schreibstil der Autorin ist emotional und fesselnd. Sie schafft es, die innere Zerrissenheit der Figuren spürbar zu machen, ohne ins Melodramatische abzudriften. Die Dialoge der Protagonisten sind vielschichtig und atmosphärisch. Besonders beeindruckend ist die Art, wie Kuang mit schwierigen Themen wie Trauer, Schuld und psychischer Gesundheit umgeht.

"How to End a Love Story" ist eine wunderschön geschriebene, emotionale Second-Chance-Love-Story.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Ein interessanter Einblick

Der ewige Tanz
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"Der ewige Tanz" entführt seine Leserinnen in das Berlin der 1920er Jahre – eine Welt voller Kunst, Exzess und Zerbrechlichkeit. Im Zentrum steht Anita Berber, die als Tänzerin, Schauspielerin und Skandalfigur ...

"Der ewige Tanz" entführt seine Leserinnen in das Berlin der 1920er Jahre – eine Welt voller Kunst, Exzess und Zerbrechlichkeit. Im Zentrum steht Anita Berber, die als Tänzerin, Schauspielerin und Skandalfigur ihrer Zeit gefeiert und verurteilt wurde. Der Autor Steffen Schroeder erzählt die atmosphärische und emotionale Geschichte der jungen Frau, welche mit den Problemen ihrer Zeit konfrontiert wird.

Der Schreibstil des Autors ist beeindruckend klar und besticht durch seine historische Atmosphäre. Steffen Schroeder fängt die fiebrige Stimmung der Weimarer Republik meisterhaft ein , sodass die Leser
innen nahezu zu Zeitzeugen werden. Die Rückblicke auf Berbers Kindheit, ihre Begegnungen mit Größen wie Fritz Lang, Marlene Dietrich oder Otto Dix und ihre Suche nach Freiheit und Anerkennung machen dieses Buch zu etwas besonderen.

Anita Berber ist eine leidenschaftliche, sehnsuchtsvolle und missverstandene junge Frau, die sich allen Normen widersetzt, aber auch an den Konsequenzen ihres Lebensstils hart zu knabbern hat. Der Autor schafft es meisterhaft nicht nur die glanzvollen Aspekte der 20er Jahre zu beleuchten, sondern auch die Schattenseiten aufzuzeigen.

"Der ewige Tanz" ist ein historische sehr gut ausgearbeitetes Werk, welches das Leben einer jungen Kämpferin in den Fokus stellt.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Goldige Fantasy

Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe
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"Fairiegolden Town" ist eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und magischer Abenteuer. Jennifer Benkau entführt ihre Leserinnen in eine fantastische Geschichte rund um die Prinzessin Bria. Es erwartet ...

"Fairiegolden Town" ist eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und magischer Abenteuer. Jennifer Benkau entführt ihre Leserinnen in eine fantastische Geschichte rund um die Prinzessin Bria. Es erwartet uns ein Buch voller Action und Emotionen.

Bria wächst im Schatten ihrer berühmten Mutter auf und sehnt sich danach, ihren eigenen Namen in der Diebesgilde unsterblich zu machen. Ihr mutiger Diebstahlversuch bringt sie jedoch nicht nur in Gefahr, sondern auch mit Menschen in Kontakt, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Die Geschichte ist voller Intrigen, gefährlichen Bündnissen und spannungsreicher Wendungen. Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch. Sie erschafft mit ihren Worten eine fantasiereiche Welt mit toller Kulisse, in der sich die Leser
innen verlieren.

"Fairiegolden Town" ist ein atemberaubendes Fantasy-Abenteuer, welches demnächst in die zweite Runde geht.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Interessant aber auch stellenweise zäh

Perspektiven
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"Perspektiven" steckt voller Intrigen und Geheimnisse. Laurent Binet entführt seine Leser*innen in das Florenz des 16. Jahrhunderts – eine Stadt voller politischer Intrigen, künstlerischer Rivalitäten ...

"Perspektiven" steckt voller Intrigen und Geheimnisse. Laurent Binet entführt seine Leser*innen in das Florenz des 16. Jahrhunderts – eine Stadt voller politischer Intrigen, künstlerischer Rivalitäten und gefährlicher Geheimnisse. Der mysteriöse Mord an Maler Jacopo da Pontormo und das Verschwinden eines brisanten Gemäldes lassen uns in eine längst vergangene Zeit abtauchen.

Der Roman beeindruckt durch seinen einzigartigen Erzählstil. Der Autor hat sein Reise in die Vergangenheit in Form von Briefwechsel zum Leben erweckt. Ordensschwestern, Künstler und die mächtigen Medici kommen hier zu Wort und erzählen sich unverblümt ihren Alltag. Jede Stimme bringt eine neue Facette der Wahrheit ans Licht, wodurch sich ein faszinierendes Puzzle aus Kunst, Politik und persönlichem Ehrgeiz zusammensetzt. Was jedoch am Anfang sehr ungewohnt war, da man sich erst einmal an die Form von Informationsgewinn gewöhnen muss.

Besonders fesselnd ist Binets Fähigkeit, historische Fakten mit literarischer Spannung zu verweben. Der Schreibstil Dees Autors ist sehr atmosphärisch und man kann schnell das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

"Perspektiven" ist ein toller historischer Roman in Briefform, der mit seine Authentizität besticht.

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