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Veröffentlicht am 19.12.2017

Nette Unterhaltungslektüre

Der kleine Teeladen zum Glück
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Dies ist der erste Band einer Reihe mit insgesamt vier Romanen. Diese haben gemeinsam, dass sie alle in der Valerie Lane spielen und jeder Band sich um die Inhaberin eines kleinen Ladens dort dreht.
Den ...

Dies ist der erste Band einer Reihe mit insgesamt vier Romanen. Diese haben gemeinsam, dass sie alle in der Valerie Lane spielen und jeder Band sich um die Inhaberin eines kleinen Ladens dort dreht.
Den Auftakt macht der kleine Teeladen von Laurie. An jedem Mittwoch treffen sich die Freundinnen bei Laurie auf einen Tee. Zur gemütlichen Runde gehören ihre Freundinnen: Keira aus der Chocolaterie nebenan, Ruby aus dem Antiquitätenladen, Susan aus dem Wollgeschäft und Orchid vom Geschenkeshop, alle gleich in Lauries Nachbarschaft in der Valerie Lane ansässig.
Ein aktuelles Thema bei ihren Treffen ist die Tatsache, dass Laurie in ihren Teelieferanten Barry verliebt ist. Dabei benimmt sich diese nicht gerade wie eine zweiunddreißigjährige Frau, sondern wirkt stellenweise wie ein verknallter Teenager. Deswegen gibt es auch bei einigen Begegnungen Pannen, nicht zuletzt weil sich ihre Freundinnen einmischen, die natürlich nur das Beste für Laurie wollen, ihr aber dabei schon mal ein Date vermasseln. Die Handlung beschränkt sich größtenteils auf das Thema, wie Laurie und Barry ein Paar werden. Daneben tun die fünf Freundinnen auch Gutes, indem sie sich gemeinsam um eine alte Dame kümmern. Alles in allem ist die Entwicklung der Geschichte recht vorhersehbar, aber sie lässt sich leicht und angenehm lesen. Schon das Cover wirkt einladend, und wenn man dann liest, wie liebevoll Laurie ihren Laden dekoriert, fühlt man sich richtig wohl in der Geschichte, so ging es zumindest mir. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Charaktere im Buch recht sympathisch dargestellt, wobei ich aus Laurie manchmal nicht schlau geworden bin, weil ihr Verhalten etwas widersprüchlich war. Der Schreibstil wirkt flüssig, und die Handlung ist nicht sonderlich aufregend, sondern plätschert eher munter dahin. Man hat hier eine leichte, ruhige Unterhaltungslektüre mit schönem Ambiente. I

Veröffentlicht am 26.03.2025

Vegetarische Küche für Experimentierfreudige

Plant based Soulfood
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Im ersten Kapitel stellt sich Ken Müller erst einmal vor. Er ist Ernährungsberater, Vater und YouTuber, und was genau er macht, wie eine gute Ernährung Glücksgefühle auslösen kann und zugleich gesund ist, ...

Im ersten Kapitel stellt sich Ken Müller erst einmal vor. Er ist Ernährungsberater, Vater und YouTuber, und was genau er macht, wie eine gute Ernährung Glücksgefühle auslösen kann und zugleich gesund ist, erzählt er zu Beginn des Buches. Es folgt einiges an Know-How in Sachen Ernährung, Lebensmittelauswahl sowie über Botenstoffe und eine gesunde Darmflora.
Die Rezepte-Übersicht ist hier mal ganz anders aufgebaut. Es gibt folgende Kapitel:
• Saucen und Dressings
• A gscheide Brotzeit
• Beilagen, Fingerfood und Snacks
• Für die Familie
• Was zum Naschen

Der Titel ist "Plant Based Soulfood", und daran ist bereits ersichtlich, dass es sich um vegetarische Gerichte handelt. Der Autor verwendet auch Eier oder Käse in seinen Gerichten, aber meist in so kleinen Mengen, dass man sie entweder gut weglassen oder austauschen kann, ohne dass sich gleich das ganze Gericht ändert, außer bei dem Rezept für "rote Eier", wo gleich zwölf Eier zum Einsatz kommen; das werde ich schon mal nicht ausprobieren.
Mein Favorit ist das Kapitel über Saucen und Dressings, da sind viele tolle Vorschläge enthalten, und Kens Lieblingsdressing ist wirklich köstlich.
Im nächsten Kapitel folgen diverse Varianten für Wraps und Sandwiches sowie passende Aufstriche. Hier gibt es ein interessantes Basisrezept für eine Paste, die man auf Vorrat herstellen und tiefkühlen kann. Damit hat man immer eine würzige Grundlage für Aufstriche bzw. Toppings im Haus. Auch weitere Burger-Saucen sind hier zu finden, ebenso wie Rezepte für Burger-Patties, Bratlinge und weitere Toppings.
Im Kapitel für Beilagen, Fingerfood und Snacks werden u.a. die bereits erwähnten roten Eier erklärt, außerdem sind hier Rezepte für Salate, diverses eingelegtes Gemüse und selbst gemachtes Knabberzeug (Grünkohlchips, würziges Popcorn und gebackene Kichererbsen) zu finden. Rezepte für Brokkoli-Blumenkohl-Pflanzerl und saftige, mediterrane Ofenkartoffeln (Hasselback-Kartoffeln) lachen mich hier besonders an, diese Gerichte werde ich demnächst einmal ausprobieren.
Für die Familie empfiehlt der Autor Bowls, Curries, eine Auberginen-Lasagne, diverse Suppen und einiges mehr.
Die Gerichte des Autors sind ziemlich herzhaft, und ich werde wohl von manchen eher eine abgeschwächte Variante davon zubereiten, da ich nicht gerne extrem salzig oder deftig esse. Ich kann eigentlich von mir behaupten, dass ich mit Gewürzen sehr gut ausgestattet bin, und doch verwendet der Autor einige Zutaten, die ich nicht kenne und auch nirgends in meiner Nähe erwerben kann, so zum Beispiel Ume Su Essig oder Sriracha-Sauce. Zwar findet man im Buch auch einen Hinweis auf Kens Shop, wo man online alle möglichen Zutaten bestellen könnte, aber ehrlich gesagt ist es für mich nicht sinnvoll, mir für ein paar Rezepte in einem einzigen Kochbuch Zutaten extra online zu besorgen, von denen ich nicht weiß, ob sie mir überhaupt schmecken. Schon oft ist es mir passiert, dass ich mir eine Zutat extra für ein Kochbuch gekauft habe, die ich dann nie aufbrauchen konnte. In dieser Beziehung bin ich nicht ganz so experimentierfreudig, denn ich möchte ungern Lebensmittel verschwenden.
Beim letzten Kapitel mit den Süßspeisen und Desserts ist mir aufgefallen, dass fast alle Rezepte eine kräftige Portion Misopaste enthalten. Diese habe ich zwar zuhause, aber ich nutze sie ähnlich wie Gemüsebrühe, zum herzhaften Würzen. Ich bin leider kein Freund von derartigen süß-herzhaften Kombinationen. Zwar sollte man in der gesunden Ernährung sparsam mit Zucker umgehen, aber der bei einem Kuchen empfohlene Süßstoff Xylit ist für mich keine Alternative.
Alles in allem betrachtet bietet mir das Buch zwar einige schöne Rezepte, aber den größeren Teil werde ich wohl nicht nachkochen, aus den oben genannten Gründen. Große Fans der asiatischen Küche, die experimentierfreudiger sind, werden sicher hier fündig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 17.03.2025

Für Vegetarier oder Veganer leider nur bedingt geeignet, eher etwas für Mischköstler

Anti-Heißhunger
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In diesem kleinen Kochbuch von Matthias Riedl geht es darum, Blutzuckerspitzen und damit Heißhunger zu vermeiden. Die Rezepte sind in drei Kategorien eingeteilt: Vegetarisch, Fisch & Meeresfrüchte, Geflügel ...

In diesem kleinen Kochbuch von Matthias Riedl geht es darum, Blutzuckerspitzen und damit Heißhunger zu vermeiden. Die Rezepte sind in drei Kategorien eingeteilt: Vegetarisch, Fisch & Meeresfrüchte, Geflügel & Fleisch. Davon sind 15 Rezepte vegetarisch, 6 mit Fisch und 8 mit Fleisch. Da ich kein Fleisch esse und Milchprodukte nicht vertrage, mittlerweile auch nicht mehr mag, kann ich nur eine kleine Auswahl der Gerichte ausprobieren. Bei einigen Rezepten kann ich Zutaten gut austauschen, so beispielsweise bei der Kohlrabi-Lasagne. Statt Rinderhackfleisch kann ich das Gericht mit Soyahack zubereiten, und auch einige Milchprodukte lassen sich gut austauschen. Hauptsächlich von den vegetarischen Gerichten sprechen mich einige an. Den Hirse-Kokos-Brei mit Orange kann ich gut so zubereiten, statt Skyr nehme ich hier eine vegane Alternative. Auch die Auberginen-Pilz-Schnitten klingen gut, hier muss ich nur für Quark eine andere Lösung finden und den Feta gegen eine vegane Variante austauschen. Leider ist nur ein einziges veganes Gericht dabei, das sind die asiatischen Linsen-Pfannkuchen. Allerdings mag ich keinen Koriander, und bei diesem Gericht wird sowohl mit gemahlenem Koriander als auch mit Koriandergrün gearbeitet. Ich werde es wohl mal ohne Koriander ausprobieren und hoffen, dass es dann schmeckt. Besonders gut gefallen mir die Quinoa-Bowl mit Ofenkürbis und die Ofenchampignons mit Räuchertofu. Auch hier muss ich jeweils Zutaten austauschen, aber es hält sich in Grenzen. Ich muss gestehen, wenn in einem Gericht zwei bis drei verschiedene Milchprodukte und dann noch Eier verwendet werden, dann lasse ich lieber ganz die Finger von diesen Rezepten, denn das Endergebnis hat nur noch wenig mit dem Original-Gericht zu tun.
Für Menschen, die sich mischköstlich ernähren und keine Verträglichkeits-Probleme haben, ist dieses Büchlein jedoch durchaus gut geeignet, denn dann ist die Auswahl doch gut, zum Beispiel Sesam-Zander mit Spinatnudeln, Lachsgratin mit Rosenkohl, Rotbarsch mit Pfifferlingen oder Hähnchen-Gemüseauflauf. Alle Gerichte sind für zwei Personen gerechnet, und die Nährwerte sowie die Zubereitungs-Dauer sind immer angegeben, wobei die Nährwerte natürlich nur stimmen, wenn man die angegebenen Zutaten verwendet. Recht hilfreich finde ich die Eiweiß-Tabelle hinten im Buch, so dass man sich auch bei anderen Gerichten gut ausrechnen kann, ob man genügend Eiweiß bekommt, denn gerade die gute Versorgung mit Proteinen ist eine wirksame Maßnahme gegen Heißhunger.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.01.2025

In Erwartung eines historischen Romans hat mich die Geschichte nicht wirklich abgeholt

Der Traum der Lady Flower
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Schottland in den Highlands, 1485: Flower, die älteste Tochter von Gregor MacKay, hat vor, Tierheilerin zu werden. Dafür müsste sie in das Dorf Portskerra reisen, um von der dortigen Heilerin lernen zu ...

Schottland in den Highlands, 1485: Flower, die älteste Tochter von Gregor MacKay, hat vor, Tierheilerin zu werden. Dafür müsste sie in das Dorf Portskerra reisen, um von der dortigen Heilerin lernen zu können. Dieser Wusch ist jedoch nicht mit den Plänen ihrer Eltern vereinbar, die Flower in einer guten Ehe wissen möchten. Ausgerechnet der attraktive und arrogante Cailan Sinclair, in den Flower heimlich verliebt ist, soll einen guten Ehemann für sie finden. Als Flower Cailans Cousin Finley kennenlernt, sieht sie in ihm die Chance, ihre Pläne zu verwirklichen. Nun steht sie zwischen zwei Männern, der eine bietet ihr die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, der andere sieht sie als Mutter seiner Kinder, denn er braucht einen Clanerben, und in ihn ist Flower verliebt. Wie soll sie sich entscheiden?

Ich habe mich hier von dem schönen Cover verführen lassen und war neugierig auf den Roman, da der dritte Band dieser Reihe, in dem es um eine von Flowers Schwestern geht, beim Lovelybooks Community Award 2024 den dritten Platz bei den historischen Romanen belegt hat. Erst beim Lesen habe ich gemerkt, dass es sich hier um den ersten Band einer historischen Liebesroman-Reihe handelt und dem Genre "New Adult" zuzuordnen ist. Von einem historischen Roman, wie ich ihn erwartet habe, ist dieses Buch weit entfernt, denn die Geschichte könnte auch in einem anderen Jahr oder sogar Jahrzehnt spielen, ohne dass es auffallen würde. Außer dem historischen Setting, das jedoch auch nicht unbedingt glaubhaft auf mich gewirkt hat, handelt es sich einfach nur um einen Liebesroman. Ich muss zugeben, die Gedankengänge und Handlungen der Protagonisten konnte ich oft nicht nachvollziehen. Klar, Flower hat ihre Vorstellungen von der Zukunft, und Cailan gibt sich nach außen hin stark und handelt als zukünftiger Clanchef. Dass er in seinem Innern nicht so selbstbewusst ist wie er wirkt, wird zwar angedeutet, das Thema aber nicht wirklich vertieft. Das ganze Hin und Her, die "Dreiecksgeschichte" mit Finley und dass zwischen Flower und Cailan anscheinend kein vernünftiges Gespräch möglich ist, fand ich aber auf Dauer doch ein wenig nervig. Der Schreibstil ist leicht und eingängig, und wer reine Liebesromane mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Mir waren die Protagonisten zu sprunghaft und unentschlossen, und in Erwartung eines historischen Romans wurde ich enttäuscht. Als leichte Unterhaltung ohne Tiefgang war es okay. Ich denke mal, junge Leser(innen) werden durchaus Gefallen an der Story finden und bekommen vielleicht dadurch einen ersten Zugang zu historischen Romanen.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Hat mich leider nicht so abgeholt wie gehofft

Ein Rauhnachtswunder
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Das Cover gefällt mir sehr, und es hat mich wohl auch dazu bewogen, mir das Buch näher anzusehen. Ich finde das Thema um die Rauhnächte faszinierend, und eigentlich ist die Idee, altes Wissen hier in einen ...

Das Cover gefällt mir sehr, und es hat mich wohl auch dazu bewogen, mir das Buch näher anzusehen. Ich finde das Thema um die Rauhnächte faszinierend, und eigentlich ist die Idee, altes Wissen hier in einen Roman einzubringen, durchaus gut. Leider hat mich die Umsetzung nicht wirklich abgeholt. Der Roman wird unter dem Genre "Magischer Realismus" geführt, davon war in der Geschichte jedoch für mich wenig zu spüren. Irgendwie bin ich auch den Charakteren nur schwer nahegekommen. Da ist zum Beispiel Greta, die sich mit Kurts Sohn für die Heimreise zusammentut. Ich wusste nicht so recht, was ich mit dieser Figur anfangen sollte. Man erfährt auch nicht sonderlich viel über sie, und ich hatte den Eindruck, dass sie für die weitere Handlung nicht wirklich unverzichtbar ist, und trotzdem ist sie bis zuletzt dabei. Die Reise von Norwegen nach Deutschland zieht sich über mehrere Tage, was man an den Überschriften, die mit der jeweiligen Rauhnacht gekennzeichnet sind, erkennen kann. Der zeitliche Verlauf hat für mich mit der Handlung nicht so recht zusammengepasst, und der Schreibstil wirkt immer mal etwas holprig.

Charaktere, die ich nicht einordnen kann, überstürzte Handlungen, unrealistische Erwartungen und ein offenes Ende haben es mir schwer gemacht, den Roman zu mögen. Es gibt zwei weitere Teile, aber ich bin mir nicht sicher, ob es für mich Sinn macht, sie zu lesen. Schade, denn ich wollte das Buch so gerne mögen. Naja, es wird auch ein bisschen romantisch, und es gibt ein paar nette Szenen mit nachbarschaftlichem Zusammenhalt, das Rauhnachtswunder hat sich mir jedoch nicht wirklich erschlossen. Wer einen mystischen Roman über die Rauhnächte mit Tiefgang erwartet, wird hier enttäuscht werden.

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