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Veröffentlicht am 27.12.2017

✎ Cat Clarke - vergissdeinnicht

vergissdeinnicht
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Diesem Buch hätte ich gerne die Höchstbewertung gegeben und es in den höchsten Tönen gelobt, denn es überraschte mich in vielerlei Hinsicht. Leider gibt es jedoch auch ein paar Punkte, die mich absolut ...

Diesem Buch hätte ich gerne die Höchstbewertung gegeben und es in den höchsten Tönen gelobt, denn es überraschte mich in vielerlei Hinsicht. Leider gibt es jedoch auch ein paar Punkte, die mich absolut gestört haben.

Der Klappentext hat damals meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Ich hatte mit einem Psychothriller gerechnet, der mich in seinen Bann ziehen kann. Es kam aber ganz anders.

Der Anfang machte es mir wahrlich nicht leicht. Es werden so viele (auf den ersten Blick) nichtssagende Dinge erzählt, die nicht wirklich interessant rüberkommen. Man merkt sehr schnell, dass hier irgendwas anders ist, aber der Beginn war für mich einfach nur beschwerlich. Ich hatte sogar schon mit dem Gedanken abgeschlossen, das Buch in andere liebevolle Hände zu geben. Durchhalten lohnt sich jedoch.

Ich hatte nach den ersten Seiten (und nach dem Lesen des Klappentextes) mit einem ganz anderen Genre gerechnet. Ich weiß gar nicht, wann die Erkenntnis kam, mit was ich es hier zu tun habe. Ganz am Schluss, als alles aufgedeckt wird? In der Mitte, als es anfing, tatsächlich interessant zu werden? Definitiv hat mich die Autorin in mehr als einem Punkt verblüfft.

Irgendwann war ich an die Seiten gefesselt und konnte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Erst, als ich die letzte Seite umschlug und wieder Luft holte, fiel etwas von mir ab. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mit dem gerechnet, was man hier präsentiert bekommt.

Cat Clarke weiß auf jeden Fall, wie man den Leser bekommt. Ihr Schreibstil ist, nachdem man sich einmal eingelassen hat, fesselnd und berührend. Sie kratzt nicht nur an der Oberfläche, sondern dringt tief in einen ein. Das Ende - oder der Zeitpunkt, nachdem man weiß, was passiert ist -, lässt einen atemlos zurück.

Wie gesagt, schade finde ich nur, dass der Start sich ein wenig zieht, aber dran bleiben wird belohnt. Dieses Buch bleibt jedenfalls in meinem Regal und ich werde es mit Sicherheit weiterempfehlen.

©2017

Veröffentlicht am 22.12.2017

✎ Alex Lake - Jeden Tag gehörst du mir

Jeden Tag gehörst du mir
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'Jeden Tag gehörst du mir' ist endlich mal wieder ein Psychothriller, den ich gern gelesen habe, auch wenn er an ein paar Stellen schwächelt. Die meiste Zeit über habe ich mit Spannung die Handlung verfolgt.

Ich ...

'Jeden Tag gehörst du mir' ist endlich mal wieder ein Psychothriller, den ich gern gelesen habe, auch wenn er an ein paar Stellen schwächelt. Die meiste Zeit über habe ich mit Spannung die Handlung verfolgt.

Ich war erstaunt, wie gekonnt Alex Lake mit Worten umgehen kann. Mich hat sein Schreibstil an die Seiten gefesselt und kaum losgelassen. Die Beschreibungen der Personen und Handlungen war wirklich ausgereift.

Auch gab es so viele Wendungen und überraschende Momente, dass ich manchmal glaubte, der Autor müsse sein Pulver doch längst verschossen haben. Aber da irrt man sich. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken und es wird kaum langweilig.

Wie gesagt, nur manchmal hätte ich mir eine Straffung der Handlung gewünscht.

Ja, man erfährt irgendwann, wer der Täter ist. Wer jedoch aufmerksam liest, bekommt das schon ein wenig eher heraus und ist nicht gar so überrascht. Dennoch bleibt die Spannung erhalten, denn Kate muss weiterhin um ihr Leben bangen. Mir hat das gut gefallen und teilweise bekam ich sogar ein mulmiges Gefühl. Selbst nach der Entlarvung hat der Schriftsteller noch einiges zu bieten, womit man wirklich nicht gerechnet hat - vor allem auf das Ende bezogen.

Ich empfehle diesen Psychothriller daher gern weiter.

©2017

Veröffentlicht am 22.12.2017

✎ Maria W. Peter - Invita 3 Der Schatz Salomos

Der Schatz Salomos
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Dies ist nun also vorerst der letzte Teil um Invita - zumindest ist bisher nichts weiter in diese Richtung erschienen. Die Neuauflage der bisher vorhandenen Titel lässt jedoch ahnen, dass es in naher Zukunft ...

Dies ist nun also vorerst der letzte Teil um Invita - zumindest ist bisher nichts weiter in diese Richtung erschienen. Die Neuauflage der bisher vorhandenen Titel lässt jedoch ahnen, dass es in naher Zukunft weitergehen wird. Das Ende lässt für mich auch keinen anderen Schluss zu.

Ich tu mich manchmal schwer, richtig in diese Zeit einzutauchen. Die Autorin beschreibt die Umgebung und die Personen absolut authentisch und es ist auch spannend, zu erfahren, wie die Zeit damals war. Dennoch hält mich irgendwas, was ich im Moment noch nicht richtig benennen kann, stets ein wenig zurück.

Invita, die Hauptperson, kommt gut rüber. Auch die anderen Darsteller werden bildhaft dargestellt und man findet sich in Dividurum zurecht. Was das Kino in meinem Kopf angeht, da hat die Schriftstellerin auf alle Fälle super Arbeit geleistet.

In 'Der Schatz Salomos' hat mir auch die Krimihandlung wieder gefallen. Zufall hin oder her - daran muss man sich einfach gewöhnen. Und wer bereits Werke aus dieser Feder kennt, rechnet auch damit. Zudem wurde hier die Spannung - gerade zum Schluss hin - permanent gesteigert. Das hat mir gut gefallen, obwohl ich nicht alles, was die Sklavin tat, nachvollziehen und schon gar nicht gutheißen konnte.

Zudem hat mir das Ende und die Auflösung sehr zugesagt. Es war viel Drama, ok, aber es war toll beschrieben und kam für mich auch glaubwürdig rüber. Sowas möchte man gerne mal live erleben.

Wird das Geheimnis im nächsten Band gelüftet? Oder lässt uns Maria W. Peter unseren eigenen Gedanken nachgehen, was die junge Sklavin betrifft? Ich bin gespannt.

©2017

Veröffentlicht am 18.12.2017

✎ Thomas Christos - Buddy Cool

Buddy Cool
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Auf der Suche nach einem Buch für meinen 11-jährigen Neffen bin ich über 'Buddy Cool' gestolpert. Nicht nur, weil er das gleiche Alter hat, sondern auch, weil ich merke, dass ohne Handy selbst bei den ...

Auf der Suche nach einem Buch für meinen 11-jährigen Neffen bin ich über 'Buddy Cool' gestolpert. Nicht nur, weil er das gleiche Alter hat, sondern auch, weil ich merke, dass ohne Handy selbst bei den Jüngsten heutzutage scheinbar gar nichts mehr geht.

Vordergründig soll das Werk sicher lustig sein und das ist es auch. Abgerundet wird die Geschichte durch die Zeichnungen. Aber es dient nicht nur zur Unterhaltung, sondern regt vor allem zum Nachdenken an. Daher denke ich auch, dass dies ein super Buch für den Schulunterricht ist, denn es gibt eine Menge zu besprechen und zu diskutieren.

Ganz überzeugt hat es mich dennoch nicht. Es gibt so ein paar wenige Stellen, die mich einfach gestört haben. Wenn man bedenkt, dass Kinder dieses Buch auch alleine lesen, dann finde ich es nicht ok, wenn manche Aktionen ohne Konsequenzen bleiben. Gerade deshalb denke ich, dass es eher ein Buch für eine Diskussionsrunde ist, als dass Kinder es alleine lesen sollten.

Ich empfehle ein Lesealter ab ca. 10 Jahren. Die Werte, die angesprochen werden, spielen dann wahrscheinlich langsam so richtig eine Rolle im Leben und die Jungs und Mädels können sich gut in die Charaktere hineinversetzen.

©2017

Veröffentlicht am 28.11.2017

✎ Michael Ende - Momo

Momo
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Die meisten kennen "Momo" aus ihrer Kindheit - ich gehöre nicht dazu. Natürlich war mir der Titel ein Begriff, aber worum es genau ging, konnte ich nie sagen.

Nun habe ich diese Lücke geschlossen und ...

Die meisten kennen "Momo" aus ihrer Kindheit - ich gehöre nicht dazu. Natürlich war mir der Titel ein Begriff, aber worum es genau ging, konnte ich nie sagen.

Nun habe ich diese Lücke geschlossen und bin auch froh drum.

Ich habe mich bewusst für das Hörbuch entschieden. Sehr gut gewählt finde ich den Sprecher. Er passt von vorne bis hinten zum Geschehen und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, einem Opa eine Geschichte erzählen zu hören, die vor langer, langer Zeit geschah. Dadurch konnte ich mich sehr gut treiben lassen.

Obwohl sich der Anfang ein wenig zog, fand ich es im Verlauf immer besser. Man muss sich wirklich drauf einlassen und auf den Kern der Geschichte hören.

Erstaunlich ist, wann der Klassiker geschrieben wurde und wie aktuell dieser heute noch ist. Ich glaube, die meisten können sich von der Moral eine Scheibe abschneiden. Nicht wenige werden sich eingestehen müssen, dass Michael Ende hier absolut richtig liegt.

Ein Buch, welches eine wichtige Nachricht vermittelt und für Kinder durchaus interessant ist. Meiner Meinung nach ist für die Kleinsten jedoch nicht alles verständlich und ich würde das Werk jungen Jugendlichen empfehlen - Kindern, die bereits ein wenig von der Welt mitbekommen haben und die Botschaft hinter der Geschichte verstehen.

©2017