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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2025

Historischer Roman oder doch Krimi?

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Der Auftakt der Dilogie nimmt mit 3 völlig unterschiedlichen Handlungssträngen seinen Anfang. Man kann sich erst mal so gar nicht vorstellen wie eine von Jetzt-auf-Gleich verlassene Dame des ...

Der Auftakt der Dilogie nimmt mit 3 völlig unterschiedlichen Handlungssträngen seinen Anfang. Man kann sich erst mal so gar nicht vorstellen wie eine von Jetzt-auf-Gleich verlassene Dame des damaligen Jetset, eine auf der Flucht befindliche Prostituierte aus Lemberg und ein ehemaliger einarmiger Hamburger Polizist in Hamburg zusammenfinden können. Henrike Engel schafft es in ihrer unnachahmlichen Art und Weise eine Geschichte zu erzählen in der genau diese 3 Hauptfiguren in eine fesselnde, nervenaufreibende und zugleich glaubwürdige Geschichte verstrickt sind. Einzigartig.
Für mich war es ein Buch das ich nur schwer aus der Hand legen konnte; ich wollte immer wissen wie es denn jetzt weitergeht. Sehr spannender, flüssiger und sehr bildhafter Schreibstil mit fein gezeichneten Charakteren über die gesamte Länge des Buches. Diese Feinzeichnung war mir schon bei der Hafenärztin (4-teiler der Autorin) aufgefallen. Ein paar Charaktere aus der Hafenärztin finden sich auch in dieser Dilogie als Nebenfiguren wieder. Es handelt sich bei den Elbnächten aber um eine eigenständige Dilogie - dieser erste Band ist auch in sich abgeschlossen lässt aber einige Fragen offen. Ich hoffe mir fällt die Wartezeit bis zum erscheinen von Band 2 nicht zu lange. Von mir eine klare Leseempfehlung für Freunde historischer Geschichten und starken Frauen zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Was geschah wirklich

Der irische Fremde
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Bei diesem Krimi der für mich ein Thriller ist passt wirklich alles. Es fängt schon mit dem sehr atmosphärischen Cover an; ein super schönes und vor allem passendes Bild.

Für mich seit langen einmal wieder ...

Bei diesem Krimi der für mich ein Thriller ist passt wirklich alles. Es fängt schon mit dem sehr atmosphärischen Cover an; ein super schönes und vor allem passendes Bild.

Für mich seit langen einmal wieder ein Buch bei dem man nicht gleich auf Seite 50 weiß wer der Täter ist um dann noch 300 Seiten bis zum Finale lesen soll. Ein Buch, kurz, knackig, von der Ersten bis zur letzten Seite spannend, zwar teilweise etwas verwirrend aber immer glaubwürdig.

Der Autor schafft einen ausgewogenen Konsens die Vergangenheit mit dem Hier und Jetzt zu verbinden. Ein Buch das ich kaum aus der Hand legen konnte und fast in einem Rutsch verschlungen habe. Der Autor hat einen schönen flüssigen und leichtgängigen Schreibstil ohne Sätze die sich über eine halbe Seite hinziehen.

Mary blieb mir in ihrer Art lange Zeit fremd, doch zum Schluss hin, nachdem die Geschichte immer mehr aufgeklärt wurde, konnte man viele ihrer "Aktionen" nachvollziehen. Überhaupt wurden die Figuren intensiv psychologisch hinterleuchtet.

Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war der (für mich) allzu leichtfertige Umgang mit den Joints.

Fazit: Eines der wenigen Bücher die ich weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Farbige Töne

Die Melodie der Lagune
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Als erstes hat mich das tolle Cover dieses Buches angezogen. Schlicht und doch geheimnisvoll mit der Silhouette Venedigs in einem Violinen-F-Loch. Aber auch der Klappentext machte mich sofort ...

Als erstes hat mich das tolle Cover dieses Buches angezogen. Schlicht und doch geheimnisvoll mit der Silhouette Venedigs in einem Violinen-F-Loch. Aber auch der Klappentext machte mich sofort neugierig. Vivaldi kennt man, aber bitte wer ist Anna Maria de la Pieta? Und gab es im 18. Jahrhundert Frauen die derartig im Rampenlicht standen? Ja - Diese wunderbar recherchierte Geschichte können wir hier lesen.
Etwas die ersten 30 Seiten tat ich mich ein bisschen schwer einen Zugang zu finden; aber dann ist der Funke übergesprungen und ich konnte das Buch kaum mehr auf die Seite legen. Wunderbar bildhaft erzählt die Autorin das Leben der Waisenkinder in der Pieta. Alles so, dass man meint ein Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein. Einer Gemeinschaft mit Freundschaften und Neid, geprägt von strengen religiösen Regeln, aber auch von Zusammenhalt der Kinder untereinander, von Hingabe zur Musik, von Intrigen und Abhängigkeiten, von Not, Armut und unermesslichen Reichtum.
Und mitten in dieser Gemeinschaft ein Ausnahmetalent; ein junges, äußerst ehrgeiziges Mädchen welches nach Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung schreit, ein Mädchen das wie so viele damals, und auch heute noch, nicht gewürdigt werden/wurden. Ein musikalisches Talent das Noten nicht einfach nur spielt sondern kaleidoskopartig sieht. Ganz wunderbar und mitreißend in einem flüssigen Schreibstil erzählt - mit wunderbar gezeichneten Figuren.

Nicht nur für jeden Klassikfan ein Muss zum lesen; ein Buch welches einen dazu aufruft sich intensiver mit den Werken Vivaldis - oder denen von Anna Maria ?- auseinanderzusetzen. Ein Buch mit einer klaren Leseempfehlung.



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Veröffentlicht am 28.02.2025

Interessante Brückengeschichte

Die Brücke von London
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Als erstes sticht einem das schön gestaltete Cover dieses historischen Romans ins Auge; vielleicht etwas modern aber trotzdem passend (vielleicht haben wir ja auch einen falschen Blick auf die ...

Als erstes sticht einem das schön gestaltete Cover dieses historischen Romans ins Auge; vielleicht etwas modern aber trotzdem passend (vielleicht haben wir ja auch einen falschen Blick auf die damalige Zeit - wer weiß?).
Und von diesem Cover wird man unmittelbar in die Geschichte hineinkatapultiert. Gut recherchiert erfährt man hier von einer Brücke, die heute nicht mehr existiert, aber in Vorzeiten für die Ewigkeit erbaut wurde.
Die Geschichte ist auf 2 Handlungsstränge aufgebaut: Ein Handlungsstrang entführt uns in die Zeit der Erbauung der Brücke Anfang des 13. Jahrhunderts und der zweite Strang in das Leben auf eben jener Brücke in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Geschichte spielt sich aber vorwiegend in der Mitte des 18. Jahrhunderts ab.
Die Charaktere - egal auf welcher Zeitebene - werden sehr lebendig und authentisch in einer atmosphärischen Stimmung dargestellt. Man kann sich wirklich gut in die Figuren hineinversetzen und der facettenreichen Geschichte sehr bildhaft folgen.
Sehr gut hat mir das Ende gefallen - hier werden die beiden Handlungsstränge gut miteinander verwoben, so dass eine stimmige und abgerundete Geschichte draus wird.

Der Autor hat einen schön flüssigen Schreibstil der sich leicht lesen lässt. Die Idee der Geschichte bringt einen London der alten Zeit etwas näher und man erhält einen guten Einblick; für Liebhaber historischer Romane eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Interessante Einblicke

Die drei !!!, Maries Channel, #endlich_online
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Ich kannte die drei Ausrufezeichen bis dato noch nicht, was aber wahrscheinlich am Alter liegt. Meine Enkeltochter dagegen schon und sie wollte dieses Buch auch gerne lesen - gefallen hat es ...

Ich kannte die drei Ausrufezeichen bis dato noch nicht, was aber wahrscheinlich am Alter liegt. Meine Enkeltochter dagegen schon und sie wollte dieses Buch auch gerne lesen - gefallen hat es uns aber beiden sehr gut. Enkeltochter glücklich und Oma hat einiges dazugelernt.

Ein sehr modernes und zeitgemäßes Buch mit einigen schön gestalteten und kreativen Illustrationen (natürlich alles in der perfekten Internetmanier) lassen dieses Buch sehr authentisch wirken. Der Schreibstil ist schön flüssig, spannend und humorvoll. Sämtliche Interessen was die jungen Leserinnen in diesem Alter so interessiert wird in diesem Buch angesprochen: Freundschaft, der Umgang mit Social-Media, ein bisschen Krimi aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Tiefgang erhält das Buch da auch Trauerbewältigung, Okkultismus, Stressbewältigung, das Leben in einer Patchworkfamilie aber auch die Negativseiten der Social-Media-Nutzung offen angesprochen werden - alles ohne Oberlehrerhaft daherzukommen.
Gelesen werden kann das Buch selbstverständlich auch, ohne dass man die ganze Reihe kennt, man kommt schnell mit den Protagonisten klar.

Eine klare Leseempfehlung nicht nur für die jungen Leser; auch Eltern/Großeltern können sich mit diesem Buch sehr gut in die Situation der jungen Generation hineinversetzen und einiges vielleicht besser verstehen ohne nur darüber zu lächeln.

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