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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Wunderschön und tolles Setting

The Kinder Poison
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Als ich die Aufmachung des Buches das erste Mal erblickte, war ich bereits hin und weg. Meine Lieblingsfarbkombi (Lila + Gold), zusammen mit der Blume und dem Skorpion - himmlisch! Dazu noch der Titel ...

Als ich die Aufmachung des Buches das erste Mal erblickte, war ich bereits hin und weg. Meine Lieblingsfarbkombi (Lila + Gold), zusammen mit der Blume und dem Skorpion - himmlisch! Dazu noch der Titel und der Farbschnitt und mir war klar, dass ich dieses Buch unbedingt brauchte.
Nun, nachdem ich ein eARC gelesen habe, stelle ich fest: Ich brauche das Buch immernoch :D
Es handelt sich hierbei um einen sehr kurzweiligen Read, den ich innerhalb eines Tages durch hatte.
Zwar hat es hat einige Mankos, zu denen ich gleich komme, aber die Welt, Charaktere und Story konnten problemlos über diese hinwegtrösten.
Zunächst war das Buch deutlich jünger geschrieben, als ich erwartet hatte. Ich wusste zwar, dass es sich hierbei um YA handelt, hatte aber gedacht, dass wir uns da eher am oberen Ende befanden. Stattdessen waren wir eher auf dem Level von Hunger Games - was natürlich nichts Schlechtes sein muss, wenn man danach sucht!
Die Protagonistin handelt daher ziemlich naiv und einfältig, wofür sie auch des Öfteren bestraft wird. Außerdem entwickeln die Beziehungen sich zwischen den Charakteren auch so hastig, wie man es von dieser Altersgruppe erwaret.
Abgesehen davon hat es jedoch sehr viel Spaß gemacht, sich mit ihnen durch die Wüste zu kämpfen!
So viel Spaß, dass ich jetzt überlege, ob ich den Rest der Reihe auf Englisch lese, um nicht eine Ewigkeit warten zu müssen :P

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Achtung, Romantasy!

Five Broken Blades
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"Five Broken Blades" von Mai Corland hat mich in vielerlei Hinsicht begeistert, aber auch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Grundidee des Buches – eine Gruppe unzuverlässiger, aber fähiger Charaktere, ...

"Five Broken Blades" von Mai Corland hat mich in vielerlei Hinsicht begeistert, aber auch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Grundidee des Buches – eine Gruppe unzuverlässiger, aber fähiger Charaktere, die sich auf eine nahezu unmögliche Mission begeben – hat mich sofort angesprochen. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, jeder mit seiner eigenen Stimme, seinen eigenen Motivationen und Abgründen. Es war faszinierend, wie jeder seine eigene Agenda verfolgt, was eine spannende Dynamik innerhalb der Gruppe schafft.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist düster und brutal. Die Themen wie Leibeigenschaft, Misogynie und Gewalt werden nicht geschönt und verleihen der Erzählung eine bedrückende, aber auch fesselnde Tiefe. Dennoch gibt es auch leichtere Momente von Humor und sogar Romantik, die einen willkommenen Kontrast bieten.
Was mich jedoch gestört hat, war der übermäßige Fokus auf die Romanzen. Die ständige Betonung von Anziehung und 'Insta-Love' zwischen den Charakteren wirkte auf mich übertrieben und teilweise erzwungen. Es fühlte sich an, als ob die Geschichte immer wieder durch diese schnellen, wenig glaubwürdigen Liebesgeschichten unterbrochen wurde, was das Potenzial der eigentlichen Handlung schmälerte.
Auch die Darstellung von Sexismus im Buch hat mich zwiespältig zurückgelassen. Während ich verstehe, dass die Welt der Charaktere hart und ungerecht ist, fand ich die wiederholten, oft sehr plakativen Andeutungen etwas ermüdend. Es hätte dem Buch gutgetan, wenn die Gesellschaftsstrukturen und die daraus resultierenden Probleme differenzierter behandelt worden wären.
Trotz dieser Kritikpunkte muss ich sagen, dass das Buch in seinen besten Momenten wirklich packend war. Die Erzählweise im Wechsel der Perspektiven war hervorragend umgesetzt, und das Tempo der Geschichte ließ kaum eine Pause zu. Es ist klar, dass Mai Corland großes erzählerisches Talent hat, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass dieses Talent weniger in oberflächliche Romanzen und mehr in die Tiefe der Charakterentwicklung und Weltbeschreibung investiert worden wäre.
Insgesamt war "Five Broken Blades" für mich eine unterhaltsame, wenn auch nicht perfekte Lektüre. Es hat definitiv seine Stärken, vor allem in der Charakterdarstellung und der düsteren Atmosphäre, aber es gibt auch Schwächen, die das Lesevergnügen trüben können. Wer eine Mischung aus epischer Fantasy und Charakterdrama mit einem Schuss Romantik sucht, könnte an diesem Buch Gefallen finden – allerdings mit der Erwartung, dass nicht alles perfekt ausbalanciert ist.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Spannende Einblicke in nicht so spannender Story

Between Your Memories
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Nachdem ich den ersten Band primär wegen des hübschen Covers gekauft habe, war ich angenehm überrascht von der Geschichte.
Normalerweise ist einfache Romance nicht mein Genre, aber hier hat sie mich wirklich ...

Nachdem ich den ersten Band primär wegen des hübschen Covers gekauft habe, war ich angenehm überrascht von der Geschichte.
Normalerweise ist einfache Romance nicht mein Genre, aber hier hat sie mich wirklich gefesselt.
Das ist vermutlich unter anderem dem geschuldet, dass es für mich (eine Person, die sehr deutsch aussieht) sehr interessant und leider auch schockierend war, den Alltagsrassismus entgegengebracht zu bekommen, den die Own Voice Autorin in ihrer Dilogie beschreibt. Reviews, die diese Erfahrungen bestätigen, machen mich zusätzlich sprachlos. Und zeigt, wie viel mehr wir hiervon brauchen, damit uns Nicht-Betroffenen die schwierige Lage deutlicher in Bewusstsein rückt und eines Tages vielleicht auch diese Form von Rassismus versiegen kann.
Die Liebesgeschichte selbst fand ich ganz nett, wenn auch teilweise sehr anstrengend. Nói ist zwar mit seiner Umgebung geschlagen, davon abgesehen aber VIEL zu perfekt, um wirklich interessant zu sein. Es war zu jedem Zeitpunkt sehr vorhersehbar, was er als nächstes tun wird, womit bei seinem Charakter kein wirkliches Interesse bei mir aufkam. Er wirkte unecht und langweilig.
Kalima konnte das zu einem guten Teil wieder ausgleichen. Ja, auch sie war anstrengend - aber auf eine andere, natürliche Art. Vielleicht ist es als Außenstehende:r nicht immer spannend gewesen, zu lesen, dass sie sich selbst mal wieder für nicht gut genug hielt; aber genau diese Reaktionen waren erfrischend real und nachvollziehbar.
Unterschwellig hoffe ich, dass die ganzen Nebencharaktere, denen wir insbesondere in Island begegnet sind, womöglich eines Tages ein SpinOff kriegen werden. Eventuell mit ein paar mehr Hintergründen der isländischen Kultur? Wobei natürlich die bisher präsentierten Kulturen durch den Own Voice-Part an Stärke gewonnen haben.
Die Sprechenden waren großartig. Ihr Tempo war angenehm aufeinander abgestimmt. Oft passiert ist, dass bei einer weiblichen Erzählerin und einem männlichen Erzähler letzterer furchtbar langsam spricht, sodass man zwischen ihren Parts die Geschwindigkeit ständig verändern muss. Hier war das nicht der Fall und man konnte es mit einer Einstellung problemlos durchhören.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Alt und neu zugleich

Starling House
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Als "Starling House" damals erschien, hatte ich gerade "A Study in Drowning" gelesen und war somit sehr begeistert von der Vorstellung, direkt noch ein Buch über ein Haus mit einem vererbten Geheimnis ...

Als "Starling House" damals erschien, hatte ich gerade "A Study in Drowning" gelesen und war somit sehr begeistert von der Vorstellung, direkt noch ein Buch über ein Haus mit einem vererbten Geheimnis zu lesen. Wie das Leben allerdings so spielt, kam ich lange nicht dazu. (Das wirklich unansehnliche englische Cover hat da leider ebenfalls zu beigetragen. Ich bin sehr froh, dass die deutsche Ausgabe ein Anderes erhalten hat.)
Umso mehr freute ich mich, als ich zur Weihnachtszeit 2024 einen eARC erhielt.
Ich hatte keine hohen Erwartungen an das Buch - hätte aber ruhig welche haben können, denn es hat sehr viel Freude bereitet, es zu lesen. Es war eine klassische Haunted House-Story mit nicht ganz so klassischen Details. Wie zum Beispiel, dass beide Hauptcharaktere nicht makellos und wunderschön sind, so wie sie es sonst in Geschichten immer sind - insbesondere, wenn es sich dabei um ein (zukünftiges) Paar handelt. Allerdings hat die Autorin hier es etwas übertrieben. Nicht etwa, dass sie "zu hässlich" sein, sondern schlichtweg mit der ständigen Wiederholung der gleichen optischen Aspekte. Insbesondere die schiefen Zähne der Protagonistin erhielten überproportional viel Aufmerksamkeit vom lyrischen Ich.
Der Plot ist so, wie man es bei einem solchen Buch erwarten würde und damit sehr solide. Auch die Abbildung verschiedener Personengruppen fügte sich sehr natürlich und für eine Kleinstadt angemessen ein.
Meine einzige Kritik geht an die Übersetzung. Diese war nicht schlecht, aber noch durchaus ausbaufähig. Ab und an wurden Wörter falsch verwendet (z.B. "daddeln"), was aber selten genug vorkam, dass es nur ein kleiner Stolperstein und kein größeres Ärgernis war.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Andere Richtung als erwartet

The Cruelest Mercy
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Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt ...

Zunächst einmal: Das Cover. Mein Gott, dieses Cover! Schon das englische Design hat mich begeistert, aber die deutsche Variante? Perfektion. Das einheitliche Farbschema, die Atmosphäre, die es ausstrahlt – einfach ein Traum für jedes Bücherregal.

Inhaltlich bleibt The Cruelest Mercy der faszinierenden Welt und dem einzigartigen Magiesystem treu, die bereits im ersten Band überzeugt haben. Die Prämisse für Band 2 ist vielversprechend, und die meisten Charaktere fügen sich großartig in die Geschichte ein – mit einer entscheidenden Ausnahme: Zahru.

Wenn ich sie im ersten Band schon als naiv und einfältig empfand, dann hat sich das hier nur bedingt gebessert. Ihre Unschuld schlägt in eine fast schon obsessive Sturheit um, und es ist schwer, ihr beim gefühlt unvermeidbaren Selbstzerstörungstrip zuzusehen. Wenn man auf Villain Origin Storys steht, könnte das trotzdem spannend sein – für mich war es allerdings oft eher anstrengend.
Gleiches gilt für Jet, der mich ebenso wenig begeistern konnte. Bei ihm lag es nur bedingt an Obsession und eher an einer dem gegenüberstehenden moralischen Überlegenheit, die einen ständig die Augen verdrehen lässt. (Wobei Zahru die auch öfters hat...)

Trotzdem fand ich es spannend, wie sich ihre Beziehung zu Jet entwickelt. Auch wenn ich mit beiden Charakteren struggle, gefällt mir die Art und Weise, wie ihre Dynamik geschrieben ist. Sie wirkt sehr echt und realistisch.


Trotz meiner Frustration mit Zahru freue ich mich auf das große Finale. Die Ausgangslage für Band 3 verspricht wieder eine fantastische Prämisse, und ich bin gespannt, wie sich alles auflösen wird. Ich hoffe nur, dass Zahru bis dahin einen Entwicklungssprung macht – oder die Geschichte den Mut hat, sie konsequent in eine dunklere Richtung zu führen.

Fazit: The Cruelest Mercy bleibt trotz einer anstrengenden Protagonistin ein erheiterndes Leseerlebnis. Wer die Welt und Story von Band 1 mochte, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!

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