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Veröffentlicht am 22.12.2017

Sarah Pauli in ihrem ersten Fall als Ermittlungsjournalistin

Tödliches Rendezvous
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"Tödliches Rendezvous" ist der erste Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Nachdem ich vor kurzem den dritten Fall aus der Serie gelesen habe, wollte ich nun unbedingt den Beginn der Reihe kennenlernen. ...

"Tödliches Rendezvous" ist der erste Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian. Nachdem ich vor kurzem den dritten Fall aus der Serie gelesen habe, wollte ich nun unbedingt den Beginn der Reihe kennenlernen. Sarah Pauli, anfangs noch eher Mädchen für alles beim Wiener Boten, erhält nach dem Mord ihrer Kollegin Hilde Jahn die große Chance als Ermittlungsjournalistin zu arbeiten. Sehr zum Missfallen des Kommissar Stein, denn der ist auf ihren Chef, den Zeitungsverleger, nicht gut zu sprechen. Auch glaubt er anfangs nicht an die Theorie eines Serienmörder, aber Sarah Pauli lässt nicht locker und ermittelt Detail um Detail im Umfeld der Opfer. Beate Maxian ist dabei eine Protagonistin gelungen, die man einfach sympathisch finden muss. Sarah, ein Mensch mit Höhen und Tiefen, mit Stärken und Schwächen lässt nicht nur das Herz ihres Chefs anscheinend höher schlagen, sondern auch als Leser wird man begeistert. Ich hatte sehr früh einen Verdacht bzgl. des Täters, der zwar nach gut zwei Drittel des Buches in Frage gestellt wurde, sich aber dann doch bewahrheitete. Dies hat der Geschichte aber keinerlei Abbruch getan, das Buch liest sich flüssig und bietet zur rechten Zeit die nötige Spannung. Einzig Sarah's Bruder könnte etwas weniger die Damen beglücken. Manchmal kam er mir wie ein Deckhengst vor, etwas weniger hätte die Story nicht geschmälert. In Summe gefällt aber auch dieser Krimi aus der Reihe und ich werde sicherlich weitere Bände aus dieser Reihe lesen.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Ermittlungen in den eigenen Reihen der Polizei ...

Scherbennacht
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"Scherbennacht" ist der dritte Band aus der Kommissar-Wächter-Reihe von Nicole Neubauer. Diesmal muss das Team einen Mord an einem Polizisten aufklären. Dabei verfolgen sie die unterschiedlichsten Spuren, ...

"Scherbennacht" ist der dritte Band aus der Kommissar-Wächter-Reihe von Nicole Neubauer. Diesmal muss das Team einen Mord an einem Polizisten aufklären. Dabei verfolgen sie die unterschiedlichsten Spuren, vom Drogenhandel über USK-Einsätze bis zu einem Todesschuss, den das Opfer selbst vor Jahren bei einem Einsatz abgegeben hat. Aber je mehr Licht sie in den Fall bringen, umso mehr müssen sie in den eigenen Reihen der Polizei ermitteln. Und das wird nicht leichter, im Gegenteil. Teilweise geraten sie selbst ins Visier der internen Ermittlung. Die Protagonisten kommen als Leser bei mir unterschiedlich an. Ist da zum einen der schrullige Kommissar Wächter zu dem ich irgendwie keinen Draht finde, hat er aber in seinem Team den Hannes Brandl und die Elli, die mir sympathisch sind. Diese beiden Figuren mit ihren Nöten und Sorgen geben dem Ermittlerteam den richtigen Pep. Dagegen bleibt der "Hüter des Schweigens" und "die Chefin" für mich ein schwarzes Loch. Trotz allem ist dieser Band durchaus spannend und lässt sich flüssig lesen. Die verschiedenen Stränge entwickeln sich gut auf den eigentlich Showdown hin, aber es bleiben auch unbeantwortete Fragen am Ende. In Summe ist "Scherbennacht" für mich ein gelungener München-Krimi mit kleinen Abstrichen.

Veröffentlicht am 05.12.2017

Der Mann mit dem Koks ist da ...

Tod hinter dem Stephansdom
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"Tod hinter dem Stephansdom" ist der dritte Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian und mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Dies stellt aber kein Problem dar, wenn man die Vorgängerbände noch ...

"Tod hinter dem Stephansdom" ist der dritte Band aus der Sarah-Pauli-Reihe von Beate Maxian und mein erstes gelesenes Buch der Autorin. Dies stellt aber kein Problem dar, wenn man die Vorgängerbände noch nicht kennt. Ein angesehener Unternehmer wird tot in seiner Stadtwohnung aufgefunden. Schnell wird klar das war kein natürlicher Tod, denn die Leiche war nackt drapiert und die Ermittler finden Spuren von Kokain. Die Journalistin Sarah Pauli wird von einer Zeugin informiert, die angeblich die "schwarze Frau" aus dem Haus der Leiche kommen sah. Sarah Pauli, die selbst nicht dem Aberglauben verfallen ist, wittert viel mehr hinter dem Leichenfund und beginnt zu recherchieren. Damit ist für den Leser eine Welt von High Society, Drogen und Vertuschungen geöffnet. Geschickt wechselt dabei Beate Maxian die Erzählperspektive zwischen den einzelnen Kapiteln und Protagonisten. Immer wieder erfährt der Leser kleine Puzzleteilchen und nach und nach ergibt sich ein Bild des Opfers und seinem Umfeld. Die Gliederung und Aufteilung der Kapitel ist dabei gelungen und hält die Spannung für den Leser hoch. Mir hat dieser Krimi gut gefallen, die Protagonistin Sarah Pauli empfand ich sympathisch. Daher werde ich bald mal die beiden Vorgängerbände lesen, um in diese Reihe tiefer einzusteigen. Insgesamt sind bisher sieben Bände daraus erschienen.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Ein toter Kommissar und die Spuren in die Vergangenheit

Die linke Hand des Bösen
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In "Die linke Hand des Bösen" lässt Wolfgang Burger seinen Kriminalrat Alexander Gerlach zum vierzehnten Mal ermitteln. Diesmal wird ein Kommissar aus Gerlachs Team ermordet. Zwar war dieser erst seit ...

In "Die linke Hand des Bösen" lässt Wolfgang Burger seinen Kriminalrat Alexander Gerlach zum vierzehnten Mal ermitteln. Diesmal wird ein Kommissar aus Gerlachs Team ermordet. Zwar war dieser erst seit kurzem in seiner Abteilung und ein ziemlicher Eigenbrötler, aber alle sind hochmotiviert schnell den Tod des Kollegen aufzuklären. Dieser arbeitete an sogenannten "Cold Cases", alte ungeklärte Fälle. Und je mehr Gerlach und sein Team in der Vergangenheit forscht, um so mehr tun sich neue Verdachtsmomente auf. Ich mag diese Reihe seit Jahren sehr gern, die Kombination von Gerlachs Ermittlungen und seinem Privatleben habe ich immer gern gelesen. Doch zuletzt hatte diese an altem Schwung für mich ein wenig verloren. Dieser Band konzentriert sich diesmal wesentlich mehr auf Gerlach selbst und seine Ermittlungen. Seine Zwillingstöchter und seine Lebensgefährtin Theresa rücken ein wenig mehr in den Hintergrund. Dieser kleine Wandel in diesem Band tut aber in Summe der Reihe sehr gut. Wolfgang Burger kehrt für mich wieder zu alten Stärken zurück, in dem er mehr Fokus auf den Fall legt. Ich habe zwar immer mit Begeisterung von den Zwillingen und ihren pubertären Anwandlungen gelesen, aber auch Gerlach und seine Familie werden älter und die Protagonisten entwickeln sich. Daher empfinde ich diesen Wandel gelungen. Ebenso tritt ein neues Teammitglied auf das Parkett, die Kommissaranwärterin Laila. Man darf gespannt sein, wie es mit ihr weitergeht. Wolfgang Burger ist mit seinem vierzehnten Fall wieder ein sehr guter Heidelberg-Krimi gelungen, der mit Spannung und interessanten Wendungen im Geschehen überzeugt. Für mich wieder eine klare Steigerung zu den letzten beiden Fällen, die mein Interesse schon jetzt für einen nächsten Band wecken.

Veröffentlicht am 20.11.2017

Das Ende der Dynastie der Staufer ...

Löwenblut
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"Löwenblut" ist der zweite historische Roman von Monika Pfundmeier. Dabei führt sie die Geschichte von Ludwig dem Strengen, sowie einiger bekannter Protagonisten aus dem ersten Roman "Blutföhre" fort. ...

"Löwenblut" ist der zweite historische Roman von Monika Pfundmeier. Dabei führt sie die Geschichte von Ludwig dem Strengen, sowie einiger bekannter Protagonisten aus dem ersten Roman "Blutföhre" fort. Außerdem rückt nun Konradin, der Letzte des Geschlecht der Staufer, mit in den Mittelpunkt. Er soll als Friedenskaiser in die Geschichte eingehen, aber dem entgegen steht Papst Clemens IV. und Charles d'Anjou, die gemeinsam nur die Vernichtung Konradins im Sinn haben. Ohne die rechtzeitige Unterstützung des Wittelsbacher Ludwig verliert der junge Staufer die entscheidende Schlacht und wird letztendlich hingerichtet. Die Geschichte wird dabei in den einzelnen Kapiteln immer wieder aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Wie auch schon in "Blutföhre" bedient sich Monika Pfundmeier dabei wieder einer bildhaften, teils altertümlichen Sprache. Als Leser muss man sich erst wieder daran gewöhnen und darauf einlassen. Dafür erhält man aber wieder einen guten historischen Roman, der von Krieg, über Intrigen und Liebe alles enthält. Am Ende wartet das Buch mit keinem Happyend auf, aber Cäcilias Schicksal würde schon Raum für einen weiteren Roman bieten. Man darf gespannt sein!