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Veröffentlicht am 29.03.2025

Von der Raupe zum Schmetterling - oder wie Fee ihre Bindungsängste abstreift

Mirror Of My Soul. Fee & Aurelian
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Vorweg - ich mag die Idee des Buches und auch den Aufbau der Geschichte, die Abwertung kommt bei mir primär deswegen, weil ich mich mit dem Schreibstil der Autorin nicht anfreunden konnte.

Unsere Hauptcharakterin ...

Vorweg - ich mag die Idee des Buches und auch den Aufbau der Geschichte, die Abwertung kommt bei mir primär deswegen, weil ich mich mit dem Schreibstil der Autorin nicht anfreunden konnte.

Unsere Hauptcharakterin Fee hat seit jeher Bindungsängst. Um diese zu bekämpfen hat sie sich für ein Mental-Health Seminar in Malaga angemeldet - und dabei leider ein Paar-Seminar erwischt. Um trotzdem teilnehmen zu können sucht sie verzweifelt nach einem Fake-Partner. Und wird in ihrem meistgehasstem Kollegen Aurelian fündig. Und schon gehts auf ins wunderbare Malaga.

Die Chemie zwischen Fee und Aurelian ist von Anfang an stimmig und die Dialoge sind spritzig und brachten mich sehr zum Schmunzeln.
Auch der systemische Ansatz, der in den Coaching-Szenen immer wieder beschrieben wird, hat mir wirklich gut gefallen. Einige Stellen im Buch habe ich mir markiert, da ich mich damit noch näher beschäftigen möchte. Ich glaube, dass sie auch in meinem Leben gut Einsatz finden können, z.B. die Szene wo Emotionen "innerlich" begrüßt werden, auch wenn es unangenehme sind.
Dass die Autorin mit der Geschichte von Fees Mutter Eva die reale Geschichte von den "Verschickungskindern" mit eingeflochten hat, hat dem Buch noch zusätzlich einen Denkansatz verliehen. Ich kannte dieses Stück der Vergangenheit nicht, aber es hat mich definitiv berührt.

Und jetzt kommt mein großes Problem: Ich konnte mich leider mit Johanna Marquardts Stil nicht anfreunden. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt, aber ich konnte einfach nicht voll in das Buch eintauchen und musste mich zum Lesen zwingen. Normalerweise möchte ich ein Buch am Abend nicht aus der Hand legen, hier war das kein Problem und ich musste mich eher zum wieder in die Hand nehmen zwingen.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Liebesgeschichte durch die Jahrhunderte

Our Infinite Fates
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Arden und Evelyn - ein Liebespaar, deren Seelen sich in jedem Leben wiederfinden und ineinander verlieben. Doch in keinem Leben werden unsere zwei Hauptcharaktere älter als 18 Jahre, denn dann tötet Arden ...

Arden und Evelyn - ein Liebespaar, deren Seelen sich in jedem Leben wiederfinden und ineinander verlieben. Doch in keinem Leben werden unsere zwei Hauptcharaktere älter als 18 Jahre, denn dann tötet Arden Evelyn - oder gelegentlich auch umgekehrt.
Während Arden die Gründe für die verbundenen Seelen kennt, tappt Evelyn im Dunklen und möchte endlich wissen, warum ihre große Liebe sie immer wieder tötet.
Aktuell leben Arden und Evelyn im Jahr 2024. Und in diesem Jahr soll alles anders werden. Evelyn heißt im aktuellen Leben Bren, hat eine geliebte kleine Schwester namens Gracie, die an Leukämie erkrankt ist und auf Brens Knochenmarkspende angewiesen ist. Doch Bren läuft die Zeit bis zu ihrem Geburtstag weg. Sie beschließt dieses Mal alles zu riskieren, um Arden aufzuhalten, das Geheimnis ihrer Liebe zu ergründen und am wichtigsten – Gracie zu retten.
Ich mochte die Dynamik in dem Buch sehr. Die Hauptstory spielt im Jahr 2024 in Wales aber durch viele Rückblenden erfahren wir von den vergangenen Leben und Toden von Evelyn und Arden. Die Anziehung zwischen den Beiden, die Liebe, aber auch die Angst und die Wut. Und natürlich, dass man sich an die Menschen aus seinem vergangenen Leben erinnert und diese ebenfalls verloren hat.
Das Buch war definitiv mal etwas anderes - ich musste mich ganz darauf einlassen und es konnte mich wahrlich fesseln. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und die Rückblenden machen da ganze greifbarer. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Leser davon irritiert sind, da man aus der Hauptstory herausgerissen wird, mir hat das aber sehr gut gefallen.
Die Auflösung hat mir persönlich im ersten Moment nicht so toll gefallen, aber nach einmal darüber schlafen, muss ich sagen, es passt eigentlich zur gut zum Thema des Buches.

Generell würde ich das Buch niemanden empfehlen, der nicht gut mit Mord und Tod umgehen kann - den davon gibt es hier genug. In jedem Leben sterben unsere zwei Hauptcharaktere auf eine andere Art und Weise. Für alle, die das nicht abschreckt, gebt "Our Infinite Fates" eine Chance und lasst euch auf eine Liebesgeschichte über Jahrhunderte hinweg ein.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Schöne Idee mit Luft nach oben

Die Spiele der Unsterblichen
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Vorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.

Die Spiele der Unsterblichen ...

Vorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.

Die Spiele der Unsterblichen war für mich eine kurzweilige Unterhaltung. Das Buch hat mir von der Idee her toll gefallen, aber so ganz konnte ich mich bis zum Schluss nicht mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden. Mein Kopfkino kam nicht richtig in Gang - es war mir einfach zu wenig Magie in der Wortwahl und dem Stil. Mir persönlich ging vieles einfach zu schnell und ein paar Seiten oder Abschnitte mehr hätten dem Buch mehr Tiefe gegeben.
Ava und Hades sind gut ausgearbeitete Charaktere, die im Laufe des Buches wachsen. Ihre Liebe und das Vertrauen entwickelt sich aber für mich am Beginn zu schnell. Ava denkt schon nach dem ersten oder zweiten Treffen, dass Hades so gelächelt hätte oder das denken würde. Das hat mich irritiert. Sie hatte ja eigentlich ein ganz anderes Bild von Hades, und dass sie das innerhalb von 1-2 Treffen komplett um 180° dreht, ich weiß nicht.
Die Götter sind - wie in der Mythologie oft gelesen - arrogant, selbstgefällig, die Menschen sind Spielbälle. Nur Hades sticht hier heraus. Wobei so richtig sieht man nur Zeus, Poseidon, Hermes und Hades. Die andern gehen unter und sind eigentlich nur da, damit genug Spielfiguren dabei sind. Ebenso die anderen Teilnehmer der Spiele. Sie sind generell sympathisch und schon einigermaßen gut beschrieben - aber trotzdem fehlt mir die Tiefe. Sie kommen mir etwas blass vor und treiben nur die Geschichte voran.
Was mir gefallen hat, war der Zusammenhalt der Spieler. Sie versuchen trotz der Konkurrenz im Team zu arbeiten um zu überleben. Jeder hat seine Stärken, die er mitbringt und Ideen die der Gruppe helfen.

Für Jugendliche ist das Buch sicher ein Lesehighlight. Als Erwachsene würde ich zu "The Games Gods Play" greifen, dass sehr ähnlich ist, aber mit viel runderen Charakteren. Aber auch viel blutiger.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Abenteuer an der magischen Schule der dunklen Rassen

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Die Schule der Mitternachtswelt- eine Schule für Kinder der "dunklen" Rassen. Hier trifft man Vampire, Werwölfe, Sirenen, Liche und noch viele mehr. Ich mochte es, dass in dem Buch so viele unterschiedliche ...

Die Schule der Mitternachtswelt- eine Schule für Kinder der "dunklen" Rassen. Hier trifft man Vampire, Werwölfe, Sirenen, Liche und noch viele mehr. Ich mochte es, dass in dem Buch so viele unterschiedliche Rassen zusammen an eine Schule gehen. Obwohl es teilweise Konflikte gibt, schaffen es die Jugendlichen das Internet zu besuchen und (halbwegs) friedliche miteinander zu leben. Die Toleranz könnte man auch auf unsere Welt umlegen ;)

Bei unserem Hauptcharakter handelt es sich um den Halbvampir Simeon, der laut seiner Ansicht alle Nachteile beider Rassen geerbt hat – er verträgt keine Sonne, kann nur Blut trinken, ist dicklich, unsportlich und kämpft mit den ersten Pickeln im Gesicht. Der zweite Hauptcharakter ist eine Werwölfin, namens Eir. Werwölfe sind in der magischen Gesellschaft eher nicht gerne gesehen und die Hauptfeinde der Vampire. Und obwohl die ersten Begegnungen der Beiden eher holprig vonstattengehen müssen sie sich zusammenraufen, um aufzuklären, wer hinter den vermissten Schülern steht. Zusammen mit der Ogerin Prune und dem Lich Joel landen Simeon und Eir in einem spannenden Abenteuer.
Ich mochte es wie aus den vier unterschiedlichen Charakteren in tolles Team wurde, dass seine stärken und schwächen hat und sich aufeinander verlassen kann. Auch die Irrlichter von Simeon und Eir fand ich toll. Sie geben der ganzen Geschichte nochmals einen zusätzlichen, besonderen Charme.

Maëlle Desard hat eine tolle Idee in ein flüssig zu lesendes Buch umgesetzt. Ich hatte ehrlicherweise Angst, dass es eine 08/15 Internatsgeschichte ist, aber die dunklen Rassen haben mich dann doch dazu motiviert, dem Buch eine Chance zu geben. Und ich habe es nicht bereut. Auch für das empfohlene Lesealter von 10 Jahren finde ich das Buch gut geeignet. Die Kapitel sind nicht allzu lange und der Stil ist spannend aber nicht überfordernd.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Toll geschrieben, offene Fragen am Schluss laden zum philosophieren ein

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Pfuh schwierig, ob ich der Geschichte 4 oder 5 Sterne geben soll. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so hin- und hergerissen hat. Meine 10-jährige Tochter hat es zeitgleich gelesen ...

Pfuh schwierig, ob ich der Geschichte 4 oder 5 Sterne geben soll. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so hin- und hergerissen hat. Meine 10-jährige Tochter hat es zeitgleich gelesen und mir teilweise ganz neue Blickwinkel auf die Geschichte gegeben. Das war wirklich sehr spannend zu hören, wie ihre Auffassung von einigen Handlungssträngen so ganz von meinen abweicht.

Aber mal von vorne – wir durften das Buch im Zuge einer Leserunde lesen. Ich fand den Titel sehr neugierig machend und das Cover unsagbar schön. So richtig mystisch. Und in real ist es noch viel schöner ebenso der Farbschnitt, der dem ganzen Buch nochmals des besondere etwas gibt.
Inhaltlich hat mich "Die Bibliothek der Wahren Lügen" hat mich so ziemlich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil und die Wortwahl des Autors hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ebenso hat mir die Gestaltung der Charaktere richtig gut gefallen. Einige umgab immer eine mysteriöse Aura (z.B. November), bei anderen konnte man so richtig die Charakterentwicklung mitverfolgen (Oskar). Und dann gab es noch den Sonnenscheincharakter des Buches, die Raupe Melodie. Sie fand ich einfach nur entzückend.

Ich bin so richtig in die Story reingekippt und konnte mich gut in die Geschichte einfühlen. Der Mix zwischen der "realen" Welt, in der Herr Bruma Oskar etwas über das Schreiben beibringt und Oskars Fantasygeschichte, hat mir gut gefallen. Auch das sich Oskars Geschichte manchmal eher flach anfühlt, hatte für mich einen gewissen Charme. Ich fand es super eingefangen, dass dieser Teil der Geschichte von einem Kind geschrieben wird. Teilweise war die Geschichte gruselig und es gab auch viele Kämpfe aber spannenderweise hat meine Tochter das ganz anders empfunden wie ich. Auch einige andere Stellen hat sie komplett anders interpretiert wie ich (hierzu mehr im Spoiler am Schluss). Dennoch hat uns beiden das Buch sehr gut gefallen - auch wenn wir es beide anders wahrgenommen haben.

Ich empfinde die Bibliothek der Wahren Lügen als ein Buch, auf das man sich voll einlassen muss. Es gibt einige Passagen, die sehr verwirrend sind und man bleibt mit vielen offenen Fragen zurück, womit aber die eigene Vorstellungskraft angeregt wird. Bei vielen Fragen finde ich das gut, hier erlaubt der Autor dem Leser sich einen eigenen Abschluss zu bilden. Ich mag es sehr gerne, wenn ich über Ideen und Möglichkeiten philosophieren kann und mir meine eigene Welt aufbauen kann.

Allerdings gibt es auch eine handvoll Fragen, die ich gerne beantwortet gehabt hätte oder zumindest hätte ich gerne die Idee oder den Hintergedanken vom Autor verstanden.

SPOILER:
Was ich faszinierend fand, war wie sie das Ende der Geschichte wahrgenommen hat. Meiner Meinung nach stirbt November am Ende. Ihrer Meinung nach verlässt November unsere Welt und wechselt zurück in "ihre" Welt.


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