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Veröffentlicht am 08.09.2025

Fesselndes Debüt!

Bestie
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Delia sehnt sich nach einem neuen Leben. Sie möchte alles, was sie ausmacht, alles, was sie in dem letzten Jahr erlebt hat hinter sich lassen — da kommt ihr die Wohnungsanzeige von Anouk gerade recht. ...

Delia sehnt sich nach einem neuen Leben. Sie möchte alles, was sie ausmacht, alles, was sie in dem letzten Jahr erlebt hat hinter sich lassen — da kommt ihr die Wohnungsanzeige von Anouk gerade recht. Anouk, die auf Instagram so ein perfektes Leben führt, Anouk, die alles ist, was Delia sein möchte. Also wird Delia zu Lilly und zieht mit ihrer neuen Identität zu Anouk. Aber Anouk sieht in Lilly eine Chance, sie für ihre eigenen Ziele zu nutzen. Bald steht ihre Beziehung auf wackeligen Füßen: zwischen Inszenierung und Authentizität, zwischen Machtspiel und Verlangen nach echter Verbindung. Zwei Frauen, die sich — trotz Unterschiede — gegenseitig herausfordern. Können sie jenseits von Selbstinszenierung eine wahre Freundschaft finden? 👩🏼‍🤝‍👩🏻

💄🥂🪩

„Bestie“ ist das Debüt von Joana June — und ein Buch, auf das ich laaange hingefiebert habe. Schon vor dem ET wusste ich, ich muss es lesen. Klappentext, LP und Cover haben mich direkt gecatcht — und nachdem ich den Roman nun gelesen habe, kann ich sagen, dass er alles hält, was er verspricht. 😍😍

Der Schreibstil ist künstlerisch, modern und ehrlich. Er hat der gesamten Geschichte und Lilly und Anouk eine ganz eigene Stimme gegeben. Auch die Charaktere haben mir gefallen. Beide Protagonistinnen sind vielschichtig, nicht unbedingt immer sympathisch, aber dafür umso fesselnder. Meiner Meinung nach hat Joana sie super ausgearbeitet! 💖🫶🏼

Die Handlung hat mich von Seite eins gefangen genommen. Ich finde die Dynamiken zwischen Frauen total spannend und finde, dass „Bestie“ diese gut eingefangen hat. Die Beziehung von Delia und Anouk ist kompliziert, schön, eigennützig und einfach interessant. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie sie ausgehen wird und was bis dahin noch alles geschehen wird. 🤭

Letztendlich halte ich „Bestie“ für ein sehr gelungenes Debüt! Ich vergebe 4,5 Sterne. ✨

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein wahnsinnig intelligentes und chaotisches Buch

Greta & Valdin
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Titel: Greta & Valdin
Autorin: Rebecca K Reilly
Verlag: Gutkind

[ unbezahlte Werbung | ReziEx von Vorablesen ]

KLAPPENTEXT
Valdin ist immer noch in seinen Ex-Freund Xabi verliebt, der früher in einem ...

Titel: Greta & Valdin
Autorin: Rebecca K Reilly
Verlag: Gutkind

[ unbezahlte Werbung | ReziEx von Vorablesen ]

KLAPPENTEXT
Valdin ist immer noch in seinen Ex-Freund Xabi verliebt, der früher in einem SUV durch Auckland gurkte, das gleiche jetzt aber in Buenos Aires macht. Greta ist unglücklich in ihre Kollegin Holly verliebt, die nicht mal weiß, wie man Gretas Nachnamen Vladisavljević richtig ausspricht. Aber noch scheint nicht alles verloren: Vielleicht hat Valdin ja doch Liebe verdient. Und eventuell ist Greta mehr wert als die Arbeiten, die sie benotet. Von ihrer Aucklander Wohnung aus bewegen sich Bruder und Schwester auf den verschlungenen (Irr-)Wegen moderner Liebesbeziehungen. Und dann ist da noch ihre ebenso leidenschaftliche, warme wie exzentrische Familie mit maori-russisch-katalanischen Wurzeln.

MEINE MEINUNG
„Greta & Valdin“ ist ein Buch, auf das ich durch Bookstagram gestoßen bin. Ich habe ein paar Rezensionen gelesen und jede einzelne hat das Buch bis in den Himmel gelobt. Logisch, dass ich es dann auch lesen muss. Vor allem wenn es auch noch von der New York Times, Elle und der Washington Post so hoch angepriesen wird.

Wie sich herausgestellt hat, war es kein Fehler von mir, das Buch zu lesen. Auch ich habe es geliebt. So sehr, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht sollte ich zunächst das Cover erwähnen, das ich SO schön finde. Ich mag die knalligen Farben, die Tatsache, dass das Design einem direkt ins Auge springt und auch das Harcover hebt es von anderen Büchern ab. In meinem Regal hat es einen Sonderplatz: Das Cover nach vorne gedreht steht es in der Mitte meines Regals, sodass ich es immer bewundern kann.

Weiter geht es mit dem Schreibstil, für dessen Beschreibung ich einen Haufen Adjektiven vorrätig habe: intelligent, ehrlich, witzig, alleinstellungsmerkmalig (tut bitte so, als wäre das ein reales Verb), poetisch. Wenn ich noch länger nachdenke, fallen mir sicherlich weitere Beschreibungen ein. Auf jeden Fall habe ich den Schreibstil sehr geliebt.

Geliebt habe ich auch die Handlung an sich. Zunächst kam es mir nicht wirklich so vor, als gäbe es einen roten Faden; es gab Szenen, die scheinbar zusammenhangslos aufeinanderfolgten, oft lagen Wochen zwischen den einzelnen Kapiteln. Deshalb habe ich ein bisschen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. (Deshalb und weil ich mich beim Lesen dieses intelligenten Buches ein bisschen dumm gefühlt habe. Aber das macht nichts, da ich Bücher mag, die mich mich dumm fühlen lassen.) Aber irgendwann im Verlauf der Handlung, wenn man endlich alle Figuren kennt und ein paar mehr Einblicke hat, hat sich für mich doch ein roter Faden ausgemacht. Ab dann konnte ich die Geschichte richtig genießen.

Auch für die Figuren habe ich eine ganze Palette an Adjektiven: dreidimensional, real, chaotisch, ausgearbeitet, bunt. Ich denke, auch die Liste könnte ich noch weiter ausführen. Greta und Valdin sowie deren große, turbulente Familie begleiten zu dürfen, hat sich wie etwas sehr Besonderes angefühlt. Sie alle haben ihre ganz eigenen Probleme, mit denen sie kämpfen, und es war bereichernd, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Besonders die Geschwister-Dynamik zwischen Greta und Valdin hat mir sehr gefallen. Aber auch die anderen Figurenkonstellationen fand ich interessant.

Schlussendlich kann ich nur sagen, wie schwer es mir fällt, die richtigen lobenden Worte für dieses Buch zu finden. Die Tatsache, dass „Greta & Valdin“ Keillys Debütroman ist, macht mich nur noch sprachloser. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall und vergebe 4,5 Sterne — einen halben Stern Abzug, da ich wie gesagt etwas gebraucht habe, um mich in die Geschichte einzufinden. Ansonsten habe ich aber NICHTS zu kritisieren und lege das Buch allen ans Herz!!!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein bedeutsames Debüt

Erdbeeren und Zigarettenqualm
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„Ein beeindruckendes, schonungsloses Debüt über das Frausein, Intimität und Freundschaften.“

Titel: Erdbeeren und Zigarettenqualm
Autorin: Madeline Docherty
Verlag: Ecco

[ unbezahlte Werbung | ReziEx ...

„Ein beeindruckendes, schonungsloses Debüt über das Frausein, Intimität und Freundschaften.“

Titel: Erdbeeren und Zigarettenqualm
Autorin: Madeline Docherty
Verlag: Ecco

[ unbezahlte Werbung | ReziEx von Vorablesen ]

„Erdbeeren und Zigarettenqualm“ dreht sich um eine namenlose Protagonistin in ihren 20ern, welche mit den verschiedensten Schwierigkeiten in ihrem Leben zu kämpfen hat: ihre Sexualität, ihr selbstzerstörerisches Verhalten und ihre diagnostizierte Endometriose. Als Leser*innenschaft begleiten wir sie auf ihrem Weg und lernen dabei auch ihre beste Freundin Ella kennen, der die Protagonistin sich in allem anvertraut. Doch irgendwann verwischen die vielen Partys, der hohe Alkoholkonsum und die etlichen Krankenhausbesuche die Grenzen dieser Freundschaft und die Protagonistin muss lernen, wie es ist, Ella nicht an ihrer Seite zu haben, um die Scherben ihres Lebens aufzusammeln…

Im Juli 2024 erstmals veröffentlicht mit dem Originaltitel „Gender Theory“ ist „Erdbeeren und Zigarettenqualm“ das Debüt der 23-jährigen Madeline Docherty — und was für ein Debüt. Während des Lesens war ich so sehr von der Geschichte gefangen, dass ich sie in einer einzigen Sitzung beendet habe. Nicht nur ist die Protagonistin, welche im Roman das „Du“ darstellt, eine interessante Figur mit vielen Ecken und Kanten, sie legt auch eine wahnsinnige Charakterentwicklung hin. Dies verfolgen zu können hat mir sehr gefallen, wobei ich sagen muss, dass mir einige Szenen und Dinge, die sie getan hat schon sehr heftig erschienen. Dies liegt wohl daran, dass ich das genaue Gegenteil zu der Prota darstelle; es fiel mir also nicht immer leicht, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungsgründe zu verstehen.

Dennoch habe ich mich sehr für den Weitergang der Story interessiert, was auch an der bereits erwähnten Freundschaft zwischen Ella und der Prota liegt. Diese hat die Autorin so gut nachgezeichnet; ich fand die Dynamik der beiden jungen Frauen so spannend!

Des weiteren hat mir der Schreibstil von Madeline Docherty gefallen. Sie schreibt ehrlich, schonungslos und zieht einen direkt in das Geschehen. Dabei hat auch das zackige Erzähltempo geholfen und die Tatsache, dass die Kapitel immer relativ kurz gehalten sind.

Die im Fokus stehende Thematik des Buches ist die diagnostizierte Endometriose der Prota. Die Autorin erzählt realitätsnah und aus eigener Erfahrung, wie diese chronische Krankheit das Leben einer jungen Frau beeinflussen kann. In ihrer Anmerkung auf der letzten Seite erwähnt Madeline Docherty außerdem, wie häufig Endometriose ist (tatsächlich ist es die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung) und wie lange es dauern kann bis diese diagnostiziert wird (ab dem ersten Auftreten von Symptomen vergehen durchschnittlich 7,5 Jahre). Zudem thematisiert sie in „Erdbeeren und Zigarettenqualm“, wie häufig es den betroffenen Frauen an Unterstützung fehlt — z.B. auch durch Ärzte, die deren Beschwerden oft einfach nicht ernst nehmen.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mir das Thema sehr ans Herz gegangen ist und ich „Erdbeeren und Zigarettenqualm“ für ein sehr wichtiges Buch halte, in dem so viele Dinge angesprochen werden, die unserer Gesellschaft totschweigt. 5 Sterne kann ich aufgrund des zerstörerischen und egoistischen Verhaltens der Prota, welches mich doch oft gestört hat, nicht vergeben — 4,5 Sterne sind aber auf jeden Fall drin! Ein wirklich tolles Debüt, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Eine positive Überraschung!

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
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»Ein brillanter Krimi, in dem die Dinge beim Namen genannt werden.« Adam Silvera, Bestsellerautor von AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO

Titel: „Promise Boys“
Autor:in: Nick Brooks
Verlag: ONE

[ unbezahlte ...

»Ein brillanter Krimi, in dem die Dinge beim Namen genannt werden.« Adam Silvera, Bestsellerautor von AM ENDE STERBEN WIR SOWIESO

Titel: „Promise Boys“
Autor:in: Nick Brooks
Verlag: ONE

[ unbezahlte Werbung | ReziEx von @lesejury ]

Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord. Die Urban Promise School hat einen tadellosen Ruf — bis der Direktor der Schule tot aufgefunden wird. Seine Vision war es, aus gefährdeten männlichen Jugendlichen anständige Erwachsene zu machen. So auch aus J.B., Ramón und Trey — den Hauptverdächtigen. Sie alle haben ein Motiv. Sie alle behaupten, unschuldig zu sein. Wer ist also der Mörder? Einer der drei Promise Boys? Oder jemand ganz anderes?

Zu Beginn muss ich anmerken, dass „Promise Boys“ Genre-technisch etwas aus meiner Komfortzone ist. Ich lese normal Romance und Fantasy — ein Buch mit kriminalen Aspekten findet nur selten seinen Weg in mein Regal. Dennoch — oder genau deshalb? — hat mir Nick Brooks Werk wahnsinnig gut gefallen!

Ich habe den Spannungsbogen geliebt, der konstant oben geblieben ist. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich mit 100 %iger Sicherheit sagen, wer der Täter ist und das hat mich schon ziemlich an die Seiten gefesselt.

Auch die Kapiteleinteilung fand ich echt außergewöhnlich. Die Kapitel sind aus vielen verschiedenen POVs und oft im Interview-Stil geschrieben. Damit wurde das Lesen nie langweilig und ich bin nur so durch die Geschichte geflogen. Da ich noch nie ein Buch mit solch einer Kapitelgestaltung gelesen habe, war das mMn schon sehr kreativ!

Auch die Charaktere mochte ich. In alle drei Promise Boys konnte ich als Leserin mich hineinversetzen, wenngleich die Beschreibungen z.T. natürlich an der Oberfläche blieben — immerhin gibt es hier mehre Protagonisten und zudem noch Nebencharakteren, denen ebenso Kapitel gewidmet werden.

Wo ich noch Luft nach oben gesehen habe, das ist die emotionale Tiefe. Zwar habe ich mitgefiebert, jedoch aufgrund der Spannung und nicht wegen irgendwelchen tief gehenden Gefühlen. Hier aber dieselbe Begründung wie oben schon — und gefesselt hat es mich ja dennoch. Stark gestört hat mich das also nicht.

Schlussendlich hat mir auch die Auswahl der vorliegenden Themen gut gefallen. Das Buch ist aus der Perspektive verschiedener PoCs geschrieben — etwas, das auf dem gegenwärtigen deutschen Buchmarkt noch immer eher weniger der Fall ist. Auch Jugendkriminalität, Diskriminierung, Misshandlung und Drogenverkauf spielen in der Geschichte eine Rolle. Meines Empfindens nach wurden diese Themen realistisch und verständlich aufgegriffen.

Fazit: Bis auf wenige, klitzekleine Kritikpunkte hat mir „Promise Boys“ wirklich gut gefallen! Ich vergebe 4,5 Sterne!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 24.06.2024

Gut, aber ich habe mehr erwartet

The Lost Memory Project
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Wie von Alexis Hall gewohnt, ist die Geschichte seeehr humorvoll und die Charas sehr einzigartig. Allerdings kamen mir im Vergleich zu z.B. „Boyfriend Material“ die Emotionen zu kurz. Die ganze Zeit habe ...

Wie von Alexis Hall gewohnt, ist die Geschichte seeehr humorvoll und die Charas sehr einzigartig. Allerdings kamen mir im Vergleich zu z.B. „Boyfriend Material“ die Emotionen zu kurz. Die ganze Zeit habe ich auf eine deepe Szene gewartet — die aber nicht kam. Das war etwas schade; das Buch hat so viel Potenzial! Trotzdem eine Leseempfehlung!

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