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Veröffentlicht am 04.05.2025

berührte mich tief

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Pauline arbeitet hart an ihrer Ausbildung zur Bibliothekarin. Sie hat das gewisse etwas, eine Gabe, Menschen und Bücher zusammen zu bringen und ihre geheimen Sehnsüchte zu verstehen. Sie tritt damit in ...

Pauline arbeitet hart an ihrer Ausbildung zur Bibliothekarin. Sie hat das gewisse etwas, eine Gabe, Menschen und Bücher zusammen zu bringen und ihre geheimen Sehnsüchte zu verstehen. Sie tritt damit in Jean Perdus Fußstapfen. Nicht auf seine Art und Weise, sondern auf ihre. Auch sie kann in die Seele der Leser blicken. Und Dank ihrer Jugend spricht sie jüngere Menschen an und findet einen Zugang zu ihnen.
Nur der Zugang zu sich selber, den scheint sie gerade zu verlieren. Sehnsucht ist ein großes Wort, dass es zu ergründen gilt.

Das Cover zeigt Pauline auf ihrem Roller. Bepackt mit eiligen Buchlieferung der Literarischen Apotheke, auf dem Weg durch Paris. Sie fährt am Ufer der Seine, umsäumt von Häuserschluchten, das Bücherschiff im Hintergrund, den Eifelturm in Sichtweite. Mir gefällt das Bild sehr gut, da es lebendig wirkt, gute Laune verspricht und gleichzeitig Sehnsucht in mir weckt.

Völlig überraschend für mich, steht diesmal Pauline im Mittelpunkt der Geschehnisse. Anfangs fühlte ich mich irritiert und verunsichert, weil mir Jean Perdu fehlte; seine ruhige Art, seine unnachahmliche Weise auf die Welt und die Menschen zu blicken, seine Liebe. Und doch gelang es Nina George, mich nach und nach in ihr neues Werk zu ziehen, an es zu fesseln und mir eine völlig neue Seite der Literarischen Apotheke zu zeigen. Eine Seite, die ich mag, die mich mitriss und eine völlig neue Seite zeigte. Bücher sind lebendig und die Autoren eben auch.
Jedes Mal, wenn ich ein Buch mit dem Bücherschiff aufschlage, ist mir klar, dass ich kein weiteres aus der Reihe lesen werde! Auf keinen Fall! Denn so schön, wie das gerade beendete Buch, kann ein weiteres einfach nicht sein! Und doch: Kommt ein neuer Band, halte ich ihn hoffnungsvoll und zugleich skeptisch in meinen Händen. Und so war es auch hier. Die geheime Sehnsucht der Bücher hat mich bewegt. Ich habe das Buch nicht gelesen, ich habe es gelebt! Ich bin Nina George dankbar, für dieses wunderschöne Kleinod, dass mich gedanklich noch lange begleiten wird.

Für mich ist Sehnsucht in Nina Georges Buch das zentrale Thema. Jeder sehnt sich nach etwas und wird die Sehnsucht nicht gestillt, ihr nicht auf den Grund gegangen, leidet die Seele. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Ich habe mich in vielen Situationen wieder gesehen. Konnte mit den Protagonisten lachen, weinen und mitfühlen. Selten gelingt es einem Autor, mich so an seine Charaktere zu binden und in ihr Leben eintauchen zu lassen.
Vielleicht steht Pauline in diesem Band im Mittelpunkt, weil Jean Perdu angekommen ist. Im Hier, im Jetzt, im Leben. Pauline hingegen sucht noch. Sie findet Halt und Unterstützung in ihren Freunden und in ihrer Arbeit, aber auch aus einer völlig neuen Richtung! Denn wie aus dem Nichts stolpert plötzlich Francoise mit ihrer Mutter in das Leben der ungewöhnlichen Literarischen Apotheke. Gemeinsam gehen sie auf eine Sehnsuchts-Reise, die mir unter die Haut ging.

Ich liebe dieses Buch mit jeder Faser: Die Kraft der Worte voller Zärtlichkeit!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Freundschaft

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
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Nur begleitet von ihrem Maulesel Laohu, streift die junge Wahrsagerin Tao durch das Land. Sie sagt kleine Schicksale voraus, nichts Großes, nur Kleinigkeiten eben, die das Leben nicht weiter beeinflussen. ...

Nur begleitet von ihrem Maulesel Laohu, streift die junge Wahrsagerin Tao durch das Land. Sie sagt kleine Schicksale voraus, nichts Großes, nur Kleinigkeiten eben, die das Leben nicht weiter beeinflussen. Lange verweilt sie nicht an einem Ort, denn wenn sich die Vorhersagen bewahrheiten, wollen die Menschen mehr und mehr und mehr. Außerdem muss sie der Gilde ausweichen, die Tao als Seherin in ihre Reihen pressen wollen.
Auf der Flucht vor der Vergangenheit und auch der Zukunft streift Tao durch Eshtera. Bis sie durch Zufall - oder doch Schicksal - Gefährten findet, die ihren Weg begleiten. Und plötzlich lernt Tao, was Freundschaft, Familie und Beständigkeit bedeutet.

Das Cover zeigt Tao. Sie sitzt mit Fidelitus zu ihren Füßen auf den Stufen ihres Wagens, blickt ins Feuer und scheint gedanklich den Tag Revue passieren zu lassen. In weiter Entfernung sieht man ein in der Abenddämmerung erleuchtetes Dorf, beschienen von einem Sternenhimmel. Auf mich macht die Szene einen friedlichen und entspannten Eindruck. Ich finde das Bild sehr gut zum Inhalt gewählt, da es mich in eine ruhige Stimmung versetzt und gleichzeitig bereit macht, von Abenteuern zu träumen.

Julie Leong hat ein magisches Kleinod geschaffen. Mit ihrem ruhigen und bewegenden Schreibstil, hat sie schnell mein Herz und auch meine Phantasie erobert. Die Autorin schreibt nicht bildgewaltig, gewaltig ist für so einen zarten Roman einfach das falsche Wort, vielmehr schreibt sie magisch, so dass die Landschaft, die Orte und vor allem Tao mit ihrem Gefährt vor meinem inneren Auge zum Leben erwachten. Ich konnte sie nicht nur sehen, sondern auch begleiten. Ob das in den dunklen Dornenwäldern, im steinigen Gebirge oder einfach in einer Gaststätte war; stets nahm Tao mich mit. Ich genoss die Reise sehr und ließ mich gerne auf die Geschichte der Wahrsagerin und ihrer Gefährten ein.

Denn noch schöner und intensiver als die örtliche Umgebung und die Beschreibung Eshteras waren die Beschreibungen der Freundschaft der Menschen unter sich. Julie Leong schildert das Wachsen der Gefühle, der inneren Zugewandtheit und das Reifen der Charaktere sehr anschaulich, liebevoll und zärtlich. Aus jeder Zeile sprach die innige Verbundenheit der Gruppe, aber auch der Verbundenheit zwischen Autorin und ihren Protagonisten.
Besonders begeistert hat mich, dass ich bei der inneren Reifung der Personen dabei sein durfte. Als Bindeglied schien mir ursprünglich die Shinn-Wahrsagerin Tao. Doch nach und nach kristallisierte sich heraus, dass einer nicht ohne den anderen kann. Jeder ist bedeutend für den anderen und die Gruppendynamik scheint ein Selbstläufer; Da sie wie Magnete zueinander sind.
Tao sah als Kind den Tod ihres Vaters vorher und leidet seit dem unter den Folgen, die diese Vorhersage für sie bedeutet haben. Als Einzelgängerin, misstrauisch und ängstlich der Welt gegenüber, sucht sie einen Weg, mit dem Verlust und dem Schmerz umzugehen.
Mash, der Krieger. Mutig, selbstsicher und bärenstark steht er in allen Situationen wie ein Fels in der Brandung. Nichts kann ihn erschüttern; kein Kampf ist zu brutal, kein Gegner zu stark, keine Situation ausweglos. Und doch scheint er an dem Verlust seiner kleinen Tochter schier zu zerbrechen. Die Suche nach ihr ist sein einziger Lebensinhalt.
Silt, der Dieb mit der weichen Seite. Er begleitet seinen besten Freund. Nicht nur im Kampf, sondern auch auf der Suche nach dem Kind, das Mash die Welt bedeutet. Doch Silt möchte kein Dieb mehr sein, kann aus seiner Natur nur schwer ausbrechen.
Und schließlich die Bäckerin Kina. Ohne Selbstvertrauen, stets im Schatten, scheint es gerade für sie unheimlich wichtig, einen Schritt nach vorne zu gehen. Raus aus den Schatten, hin zum Leben.
Eine Truppe, die mein Herz im Sturm erobert hat! Denn Julie Leong hat ihnen Leben eingehaucht und lässt die vier Personen das Buch tragen. Ich hätte noch viel mehr von ihnen lesen können und ja, es würde mich nicht überraschen, falls die Autorin irgendwann die Reise der Gruppe erneut aufleben lassen würde.

Ein Buch über Freundschaft und alle Facetten, die dieses Wort und vor allem das Gefühl, mit sich bringt.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Freiheit und Gleichheit

Im Wind der Freiheit
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Nach dem Tod der Eltern stehen Louise und ihre Schwestern alleine da. Noch lange ist es nicht selbstverständlich, dass Frauen sich alleine um ihr Erbe kümmern dürfen; alleine ohne die Herrschaft eines ...

Nach dem Tod der Eltern stehen Louise und ihre Schwestern alleine da. Noch lange ist es nicht selbstverständlich, dass Frauen sich alleine um ihr Erbe kümmern dürfen; alleine ohne die Herrschaft eines männlichen Vorwundes. Doch in Sachsen ist dies möglich und so besteht Louise auf ihre Unabhängigkeit. Ein Verhalten, dass nicht von allen für gut befunden wird. Doch Louises Weg steht fest: Sie will für die Rechte von Frauen kämpfen!
Auch Susanne steht alleine da. Nachdem sie und ihre Mutter die Anstellung in einer Tuchfabrik verloren haben, müssen sich die beiden durchs Leben schlagen. Susannes Mutter ist schwer krank und kann nicht mehr arbeiten. Susanne bleibt nur ein Weg: Sie verkauft ihren Körper. Ihr ist die Ungerechtigkeit durchaus bewusst und als sich ihr der Weg zum Kampf für die Rechte von Frauen bietet, greift sie zu!

Das Cover zeigt Louise, wie sie auf die Wirren des Bürgerkriegs blickt. Soldaten gegen Bürger mitten in den Straßen Berlins und sie als Frau kann nur flüchten und mit Worten kämpfen. Die deutsche Flagge flattert über der Szene, schon halb zerrissen.
Ich finde das Coverbild sehr stark und passend zum Inhalt des Buches gewählt. Mir sprang es sofort ins Auge und zusammen mit dem Klapptext ließ es mich zu dem Buch greifen.

Tanja Kinkel hat mit ihrem Roman Im Wind der Freiheit bei mir einen Nerv getroffen. Die Autorin schildert die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Den Anfang des Grundgesetzes und den Kampf um das Recht von Gleichberechtigung. Viele der geschilderten Geschehnisse, sind natürlich allgemein bekannt und trotzdem verleiht Tanja Kinkel der Geschichte Lebendigkeit. Plötzlich ist alles so nah, so greifbar und der Kampf für die Freiheit und die Gleichheit ein ehernes Ziel. Dass, was ich jetzt genießen kann, ist wirklich noch nicht lange ein allgemeines Gut. Und deshalb tut es mir gleich doppelt weh, wenn ich die Nachrichten einschalte und sehe, dass der damalige Kampf auch heute noch aktuell ist. Und noch viel schlimmer, dass die erkämpften Rechte nicht nur als selbstverständlich angesehen werden, sondern vor allem als Selbstläufer. Doch um Freiheit und Gleichheit muss leider immer noch gekämpft werden. Wählen gehen darf keine Pflicht sein, sondern ist ein teuer erkämpftes Recht, das jeder von Herzen gerne nutzen sollte!

Mich hat Tanja Kinkels Buch deswegen so bewegt, weil sie mit so viel Herzblut und Energie schreibt, dass ich mich in die Geschehnisse förmlich hineingezogen fühlte. Ja, an einigen Stellen war das Buch sehr politisch und auch langatmig. Und doch war jedes Wort es wert, gelesen und verinnerlicht zu werden. Der Kampf um die Freiheit ist mir natürlich bekannt, was es mit den einzelnen Menschen, egal ob arm oder reich wirklich gemacht hat, das zeigte mir Tanja Kinkel. Anschaulich, bewegend und mitreißend.

Die beiden Protagonistinnen, oder sollte ich besser sagen Heldinnen des Buches, Susanne und Louise könnten nicht unterschiedlicher sein. Während die eine in bitterer Armut aufwuchs und schon früh das Gesetz der Straße lernen musste um zu überleben, kämpft die andere in ganz anderen gesellschaftlichen Gefilden. So unterschiedlich die beiden Frauen und ihre Herkunft auch ist, sie kämpfen beide für die gleiche Sache: Die Gleichberechtigung von Frauen. Und doch könnte der Unterschied nicht größer sein.
Während Louise für die Freiheit und für das Wahlrecht einsteht, möchte Susanne gleichen Lohn und die Anerkennung von der weiblichen Arbeitskraft. Der Schlachtruf "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist leider auch heute, knapp zweihundert Jahre später, immer noch aktuell.

Aktuell, schonungslos und aufrüttelnd. So bleibt mir dieses wunderbare Buch von Tanja Kinkel in Erinnerung!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

intensiv

Pearly Everlasting
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Mitten in den ungezähmten Wäldern von New Brunswick erblickt in einer rauen Nacht die kleine Pearly Everlasting das Licht der Welt. Irgendwo anders - fast zur gleichen Zeit - wird Bruno der Bär geboren. ...

Mitten in den ungezähmten Wäldern von New Brunswick erblickt in einer rauen Nacht die kleine Pearly Everlasting das Licht der Welt. Irgendwo anders - fast zur gleichen Zeit - wird Bruno der Bär geboren. Doch Bruno ist allein. Zufall, Glück oder Vorsehung führen die beiden zusammen. Fortan wachsen Pearly und Bruno wie Geschwister gemeinsam auf. Mitten im Holzfällercamp 33 erleben sie eine hart, aber auch ungetrübte Kindheit und Jugend. Bis Bruno eines Tages verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben. Der Bär wird weggebracht; doch seine Schwester Pearly kann nicht ohne ihn leben. Für beide beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Das Cover zeigt den Bären Bruno. Er wandelt am Ufer eines Gewässers, im Hintergrund kann man Wälder erahnen. Das Bild wirkt wild, ungezähmt und voller Leben. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie Bruno durch die Wildnis streift, Pearly stets im Hintergrund.
Ich liebe dieses Coverbild. Es ist zwar recht schlicht und doch spiegelt es das ganze Buch gekonnt wieder.

Tammy Armstrong hat einen sehr intensiven und tiefbewegenden Schreibstil. Sie lässt die urtümlichen Wälder, die es 1934 noch gab, vor meinem inneren Auge entstehen. Doch es ist nicht nur die Wildnis, die mich berührt, sondern vor allem die Menschen, die in ihr leben. Dieses Urtümliche. Das Raue und Unbeugsame. Die Wildheit und zugleich ungezügelte Schönheit. Die Kraft der Menschen, die bereit sind, mitten in der Wildnis nicht nur zu arbeiten, sondern auch zu leben, spricht aus jeder Zeile. Für mich unvorstellbar, so ein Leben zu führen. Und doch gelang es der Autorin, mich mitten unter die Baumfällergemeinschaft zu bugsieren und ihre Lebensweise kennenzulernen. Besonders beeindruckt hat mich die stille Geschlossenheit der Gemeinschaft. Aus der Not geboren, machen diese Menschen das beste aus ihrer Situation.
Dass dort nicht nur ein Kind aufwächst, sondern ganze Familien leben, unvorstellbar! Und doch schickte mich Tammy Armstrong mitten unter sie. Und ich fühlte mich wohl. Vermutlich, weil Zusammenhalt und Ehrlichkeit hier noch groß geschrieben wird.

Es ist nicht nur die Schilderung der Lebensumstände und der Menschen, die mich bewegt haben. Sondern, oder vermutlich noch am meisten, die Beschreibung der Natur. Wunderschön, ungezähmt und stark. Hier ist die Natur, wie sie sein soll. Damals, heute und immer. Wer nicht aufpasst, geht verloren. Nur jemand, der im Einklang mit ihr lebt und sie versteht, hat eine Chance. Und wie tief dieses Verständnis gehen kann, wird an Pearly und Bruno deutlich. Die Reise, die beide antreten, bewegte mich zu tiefst. Fremd ist ihnen nicht die kanadische Nacht. Nicht die Stille, die Kälte, der Schnee. Fremd ist ihn die Menschheit, die Gier und der Egoismus. Hier prallen zwei Welten aufeinander und ich bin mir nicht sicher, dass der Fortschritt wirklich die bessere Alternative ist.

Ich bin dankbar, Pearly Everlasting und Bruno auf ihrem Lebensweg begegnet sein zu dürfen. Eine so tiefe Verbundenheit kennenlernen und ihre Verständnis zur Natur begreifen lernen zu können. Ein Buch mit Tiefgang, das die Seele berührt!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

kleines Buch mit großem Herz

Die Magnolienkatzen
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Unter einem Hortensienbusch erblicken fünf kleine Katzen das Licht der Welt. Anfangs als Ärgernis, dann als wahre Glücksbringer erobern sie schnell die Herzen von Noriko und ihrer Mutter. Vorher waren ...

Unter einem Hortensienbusch erblicken fünf kleine Katzen das Licht der Welt. Anfangs als Ärgernis, dann als wahre Glücksbringer erobern sie schnell die Herzen von Noriko und ihrer Mutter. Vorher waren sie klassische Hundemenschen. Und jetzt erobert ein Schnurren die Welt der beiden Frauen.

Das Cover zeigt Mimi. Sie sitz unter den behütenden Zweigen eines Magnolienbaumes und blickt versonnen in eine Welt, die nur eine Katze wirklich sehen und verstehen kann.

Die Zeichnungen auf und in dem Buch berührten mich sehr. Sie sind kraftvoll und zugleich zart wie eine Feder. Selten habe ich ausdrucksstärkere Illustrationen von Katzen gesehen wie diese. Sie fügen sich in das Buch nahtlos ein und unterstreichen die kraftvolle Zartheit des Inhalts gekonnt. Oft habe ich sie betrachtet und ich werde sie auch noch oft betrachten, da sie ein Seite in mir zum Klingen bringen, die mich berührt.

Noriko Morishita hat mir mit ihrem Buch ein ganz besonderes Geschenk gemacht und ich bin unendlich dankbar, dass ich dieses Kleinod lesen durfte. Selten habe ich jemanden erlebt, der das Wesen einer Katze so intensiv und detailgetreu schildern kann. Dieser unbändige Stolz, der Freiheitsdrang, die Augen, die ein Wissen zu vermitteln scheinen, das wir Menschen einfach nicht erfassen können.
Ich habe mich so oft in dem Buch wiedergefunden. Eine Katze zu beobachten und dann auch noch eine, die man innig liebt, hat etwas ganz besonderes. Einen Zauber, den man nur verstehen kann, wenn man es selbst erleben durfte.

Ich habe das Buch an einem Tag gelesen. Ich habe gelacht, geschmunzelt und bitterlich geweint. Ein ganzes Farbspektrum an Gefühlen habe ich durchlebt, was bei einem Buch wirklich selten ist. Noriko Morishita hat mir mit ihrem wunderbaren Erzählstil aus der Seele gesprochen.
Ich glaube, dass es nur sehr wenigen Menschen vergönnt ist, seinem Herzenstier zu begegnen. Von dieser Begegnung erzählt die Autorin und teilt dieses berauschende Gefühl. Mal ganz objektiv schildert sie, wie das Leben mit Tieren und speziell mit Katzen sein kann. Und dann driftet sie ins berührende ab. Sie schildert, wie eine Katze ganz leicht am Herz zupft und es damit erobert. Für immer.

Ein Herzensbuch. Tiefbewegend und wunderschön!

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