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Veröffentlicht am 24.04.2022

wendungsreicher Justizkrimi

Verweigerung
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Verweigerung ist ein Roman vom amerikanischen Autor Graham Moore. Er schreibt auch Drehbücher und lebt in Los Angeles. Das Buch kann dem Genre Justizkrimi zugeordnet werden. Es umfasst knapp 400 Seiten.

Vor ...

Verweigerung ist ein Roman vom amerikanischen Autor Graham Moore. Er schreibt auch Drehbücher und lebt in Los Angeles. Das Buch kann dem Genre Justizkrimi zugeordnet werden. Es umfasst knapp 400 Seiten.

Vor zehn Jahren wird der Afro-Amerikaner Bobby Nock des Mordes an seiner Schülerin Jessica, weiss und aus reichem Hause, angeklagt. In den Augen vieler ist er schuldig. Die Jury ist zwiegespalten. Aber Maya, eine der Geschworenen, überzeugt die anderen ihn als unschuldig freizusprechen.
Zehn Jahre danach wird in einer Tv-Show der Fall neu aufgerollt. Rick, einer der Geschworenen, soll neue Beweise vorlegen können, dass Bobby schuldig war. In der Nacht vor der Show wird er tot aufgefunden. Mord Unfall? Maya wird zur Hauptverdächtigen...



Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen geführt. Jedes zweite Kapitel findet in der Vergangenheit, in der Prozesszeit vor zehn Jahren, statt. In diesen können wir die Geschworenen von dazumal kennen lernen. In der Gegenwart ist der Hauptcharakter Maya, die verdächtigt wird, mit Ricks Tod etwas tun zu haben. Die Story ist sehr wendungsreich, dadurch bleibt der Spannungsbogen hoch. Wie kam Rick ums Leben, war Bobby wirklich unschuldig? Es darf mitgerätselt werden.
Neben dem Krimiteil wird man auch Zeuge davon, wie eine Jury aus zwölf US-Bürger, die aus Bürgerpflicht teilnehmen müssen, als Laien über Leben und Tod entscheiden. Dieses Thema ist uns entweder aus Fiktion (Filme, Bücher) oder Realität (O.J.Simpson-Prozess) auch schon begegnet.
Graham Moore spart nicht an Kritik, zwischen den Zeilen, dass bei diesem System die Urteile nicht immer gerecht sein können, und so immer Unschuldige verurteilt werden.
Auch geht es nicht immer nur um Wahrheit, sondern auch um erzwungene Gerechtigkeit.
Zitat (S. 366) Maya: wir entscheiden uns dafür, die Wahrheit links liegen zulassen. Wir kümmern uns um Gerechtigkeit. Oder das, was mit unserem Justizsystem der Gerechtigkeit am nächsten kommen kann.


Das Buch kann ich allen empfehlen, die gerne amerikanische Justizkrimis lesen.
Das Buch wird gerne als Justizthriller betitelt. Für mich war es klar kein Thriller, der obligate Nervenkitzel fehlt durch das ganze Buch.

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Regionaler Wohlfühlkrimi

Vier Leichen und ein Todesfall
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'Vier Leichen und ein Todesfall' ist der 4. Band der Mosel-Krimireihe von Andreas Erlenkamp.

Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Da die Hauptprotagonisten eingangs beschrieben werden, ist es ...

'Vier Leichen und ein Todesfall' ist der 4. Band der Mosel-Krimireihe von Andreas Erlenkamp.

Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam. Da die Hauptprotagonisten eingangs beschrieben werden, ist es noch angenehmer, flüssig vorwärts zu lesen. Ich kenne die 3 vorherigen Bände nicht, was hier aber kein Nachteil ist. Man erfährt alles Notwendige, um der Handlung folgen zu können.

Inhalt: In Niedermühlenbach findet das langersehnte Krimi-Festival 'Niedermühlenbach mörderisch gut' statt. Die fünf Mitglieder des örtlichen Krimi-Clubs tun alles dafür, dass alles perfekt wird. 4 Autoren werden für Lesungen eingeladen. Und dann ist einer davon schon vor der Premierelesung tot! Unfall, Mord? Der Krimi-Club hilft zur Auflösung tatkräftig mit.

Der Krimi ist humorvoll und unterhaltend. Die Protagonisten sind alle sympathisch, und so nett zueinander. Für meinen Geschmack dürfte der eine oder andere die Harmonie schon mal ein bisschen stören.
Die Gegend, die Weine und natürlich die Kuchen sind sehr bildlich beschrieben. Obwohl ich die Mosel-Gegend nicht kenne, konnte ich mir das Gelesene gut vorstellen.

Fazit: für gemütliche Lesestunden ein angenehmer Wohlfühlkrimi. Empfehlenswert auch, wenn man gerne Reihen liest. So kann man seine liebsten Protagonisten immer wieder antreffen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

viele Verdächtige... aber keine schlüssige Story

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
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Rose Klay schreibt mit diesem Buch ihren vierten psychologischen Krimi. Das Buch-Cover passt gut zu diesem Genre. Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich flüssig lesen.
Die Geschichte wird ...

Rose Klay schreibt mit diesem Buch ihren vierten psychologischen Krimi. Das Buch-Cover passt gut zu diesem Genre. Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich flüssig lesen.
Die Geschichte wird von Karolin Boger aus der Ich-Perspektive erzählt.
Karolin Boger hat das Erreichen ihres Lebensziels, die Leitung einer Schraubenfabrik im Westerwald, zum Greifen nah. Ausserdem ist sie glücklich verliebt, auch wenn sie die Beziehung geheim halten muss. Er ist noch verheiratet und ist zudem ein Arbeitskollege.
Aber dann, wie aus dem Nichts, fängt ihr Leben aus der Balance zu kippen. Es geschehen bedrohliche Dinge: ein totes Kaninchen, ein aufgeschlitzter Autoreifen, Hass-Mails auf dem Geschäftsrechner, Sachen verschwinden aus dem Haus...
Karolin verdächtigt die Noch-Ehefrau, dann einen Arbeitskollegen, und es werden immer mehr Personen in die Geschichte involviert. Jeder erscheint zu einem Zeitpunkt verdächtig, Karolin Böses zu wollen. Eine gewisse Spannung ergibt sich dadurch, als Leser beginnt man mitzurätseln.
Dann wird die Story aber ein wenig zu konstruiert. Einiges muss hingebogen werden, damit die Geschichte aufgeht. Dies vor allem durch eine doch sehr naive Karolin, die sich auch zu unrealistischen Handlungen hinreissen lässt. Auch andere Personen verhalten sich so. Die Geschichte kann so aber zum erwarteten Ende kommen.
Fazit: Der Krimi kann unterhalten, man kann miträtseln, es ist eine gewisse Spannung da. Als Leser muss man über einige Handlungen hinweg sehen können, dann kann dieses Buch ein paar Lesestunden wert sein.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Rasanter spannender Start mit rasantem Ende, leider im negativen Sinn

Die Lektorin - Ich schreibe dein Ende!
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Die Vertragslektorin Lilli erhält mehrmals anonym Seiten von einem Manuskript. In diesem wird sie und ihre Familie direkt bedroht. Von der Polizei nicht genug ernst genommen versucht sie alleine ihrem ...

Die Vertragslektorin Lilli erhält mehrmals anonym Seiten von einem Manuskript. In diesem wird sie und ihre Familie direkt bedroht. Von der Polizei nicht genug ernst genommen versucht sie alleine ihrem Widersacher auf die Spur zu kommen.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Der Spannungsbogen wird hoch gehalten und der Leser wird auf einige falsche Fährten geschickt.
Lilli und auch die meisten anderen Hauptprotagonisten waren mir mit der Zeit ziemlich unsympathisch geworden-ausser Sandra vielleicht. Lilli wurde gegen das Ende hin immer unüberlegter, von der Panik her, die sie hatte, konnte ich zwar ihre Handlungen nachvollziehen, aber es war einfach too much. Das Ende war dann zu abrupt da. Für mich ist auch das Motiv für die Morde zu wenig glaubhaft.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Beschaulicher Norwegen-Krimi

Kalt wie die Nacht
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'Kalt wie die Nacht' ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Bernhard Stäber. Es dreht sich in erster Linie um Rolf 'Wolf' Larsen, einen Ex-Polizeikommissar aus Oslo. Er muss sein Leben nach dem viel ...

'Kalt wie die Nacht' ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe von Bernhard Stäber. Es dreht sich in erster Linie um Rolf 'Wolf' Larsen, einen Ex-Polizeikommissar aus Oslo. Er muss sein Leben nach dem viel zu frühen Tod von seiner Frau neu ordnen. Er tritt aus dem Polizeidienst aus und zieht nach Bo in der Provinz Telemark. Dort steht das Elternhaus seiner Frau, von dem er eine Hälfte geerbt hat. Er will neu selbständig als Privatdetektiv arbeiten.

Das Buch beginnt mit einem Prolog. Im Januar 2009 ereignet sich in Oslo ein brutaler Überfall auf ein Juweliergeschäft. Jan Tore Kjestad ist ein Student aus reichem Haus, inzwischen aber ein Junkie und pleite. Er beobachtet zufälligerweise den Überfall, aber leistet keine Hilfe. Es gelingt ihm sogar ein Etui aus der Beute an sich zu nehmen.

Dann beginnt der Krimi mit dem Umzug von Rolf Larsen, den alle Wolf nennen, nach Bo. Kaum da erhält er seinen ersten Auftrag. Er soll einen vermeintlich untreuen Mann beschatten. Dieser Ehemann kommt beim Treffen mit einer unbekannten Person zu Tode, während er von Wolf observiert wird. Unfall, Mord? Die Witwe beauftragt Wolf herauszufinden, was passiert ist. Sie glaubt, die Polizei würde den Fall zu wenig ernst nehmen.
Nun kreuzen sich die Wege von Wolf und Sanna. Sanna ist Reporterin und hat die Aufgabe, Wolf zu interviewen.
Sie leidet an einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung, hervorgerufen von einem Kindheitstrauma. Da sie nicht gut unter Leuten sein kann, ist sie dafür ein Ass in Recherchearbeiten. So kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen den zwei verschiedenen Hauptcharakteren, die überaus gut klappt. Aus den zwei Einzelgängern wird ein vielversprechendes Ermittler-Duo.

Der Schreibstil ist gut und flüssig lesbar. Der Spannungsbogen beginnt hoch, der Prolog macht neugierig. Es nimmt zuerst ein paar Wendungen, bis ein Zusammenhang erkennbar wird. Die Geschichte ist bis zum Ende glaubwürdig, aber die Spannung lässt nach.

Fazit: für mich war der Krimi etwas zu gemütlich und auch nicht so spannend. Ich hatte mehr skandinavischer Thriller erwartet. Ich habe den Autor vorher nicht gekannt. Für alle, die lieber (Regio)Krimis lesen als Thriller, ist das Buch empfehlenswert.
Ich werde die weiteren Bände aber nicht lesen.

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