Das zauberhafte Rätsel um die roten Handschuhe
Der WunschzetteldiebWas hatten meine Enkel und ich für eine schöne Zeit mit diesem Buch. Gestartet sind wir mit einer liebevollen Vorstellung der beiden Zwillinge Anni und Tim. So bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wer wer ...
Was hatten meine Enkel und ich für eine schöne Zeit mit diesem Buch. Gestartet sind wir mit einer liebevollen Vorstellung der beiden Zwillinge Anni und Tim. So bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wer wer ist. Sie waren uns gleich von Anfang an sympathisch – richtige liebenswerte Kinder, die man gern ein Stück durchs Adventsgewusel begleitet. Die Aufteilung in 24 kurze Kapitel macht das Ganze perfekt als Adventskalenderbuch. Nicht zu aufregend, schön ruhig, genau richtig zum Vorlesen, bevor die Kinder müde ins Bett plumpsen. Für meinen persönlichen Geschmack dürften manche Kapitel ruhig ein bisschen länger oder aufregender sein, aber ehrlich gesagt passt die ruhige Art der Geschichte wunderbar zum Abendritual. Gerade in der trubeligen Vorweihnachtszeit tut es gut, wenn eine Erzählung nicht gleich mit dem nächsten Knalleffekt um die Ecke kommt.
Die verschiedenen Schriftarten und die kleinen Sprechblasen bringen einen modernen Touch hinein. Nur manchmal hätte ich mir gewünscht, dass der Text aus den Sprechblasen nicht noch einmal unten wiederholt wird – ich lese ja wirklich gern, aber nicht unbedingt zweimal dasselbe.
Die Illustrationen haben mich ganz sentimental gemacht – sie erinnern mich an die Bücher meiner eigenen Jugend. So warm, so freundlich, fast wie ein weiches Licht im Winter. Und schön bunt noch dazu! Und dieser eine Abschnitt — „Es ist, als ob sie von einer wohlig-watteweichen Wolke eingehüllt würden…“ — ach, da geht mir das Herz auf! Muss ich wirklich erklären, warum ich den so gern habe?
Die kleinen Extras wie die lustige Koboldkarte, die Wunschzettel-Bastelanleitung, Antolinpunkte und natürlich das rote Lesebändchen sind das Tüpfelchen auf dem i. Meine Enkel waren ganz aus dem Häuschen.