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Veröffentlicht am 31.03.2025

Schöne Geschichte

Das glückliche Geheimnis
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Dieses tolle Buch von Arno Geiger habe ich vom dtv Verlag zu einer Weihnachtsaktion bekommen. Ich habe es total gern gelesen. Arno Geiger erzählt hier wunderschön und sehr warmherzig aus seinem Schriftstellerleben. ...

Dieses tolle Buch von Arno Geiger habe ich vom dtv Verlag zu einer Weihnachtsaktion bekommen. Ich habe es total gern gelesen. Arno Geiger erzählt hier wunderschön und sehr warmherzig aus seinem Schriftstellerleben. Wir lernen sein größtes Geheimnis und Inspirationsquelle kennen - was hier natürlich nicht verraten wird. Er erzählt uns von den Schwierigkeiten die er zu Beginn hatte und nun vom Altern seiner Eltern. Hier ist der Klappentext:
Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oft ist er glücklich. Jahrzehntelang hat Arno Geiger ein Doppelleben geführt. Jetzt erzählt er davon, pointiert, auch voller Witz und mit großer Offenheit. Wie er Dinge tat, die andere unterlassen.
Wie gewunden, schmerzhaft und überraschend Lebenswege sein können, auch der Weg zur großen Liebe.
Wie er als Schriftsteller gegen eine Mauer rannte, bevor der Erfolg kam. Und von der wachsenden Sorge um die Eltern. Ein Buch voller Lebens- und Straßenerfahrung, voller Menschenkenntnis, Liebe und Trauer. -
Ein ganz tolles Buch das ich hier sehr gerne weiterempfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Interessante Vorstellung

Für immer
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„Ach möge doch die Zeit stehen bleiben" oder „hätte ich doch mehr Zeit"? Kennt ihr das?
Diesen Wunsch erfüllt Maja Lunde der Menschheit in ihrem neuen Roman „Für immer"
Für alle Menschen bleibt eines Tages ...

„Ach möge doch die Zeit stehen bleiben" oder „hätte ich doch mehr Zeit"? Kennt ihr das?
Diesen Wunsch erfüllt Maja Lunde der Menschheit in ihrem neuen Roman „Für immer"
Für alle Menschen bleibt eines Tages die Zeit stehen.
Keiner stirbt mehr, keiner wird geboren. Was sich traumhaft schön anhört wird aber zur Qual für alle.
Die Kinder entwickeln sich nicht weiter und verlieren scheinbar ihre Leichtigkeit. Die Alten sind Lebensmüde und können nicht sterben und die Schwerverletzten liegen mit Qualen im Krankenhaus.
Maja Lunde erzählt ihren Roman wieder aus der Sicht verschiedener Personen. Wir haben z.B. die krebskranke Jenny, Rentner Otto oder den werdenden Vater Jakob und einige mehr. Deshalb können wir uns in die verschiedensten Lebenssituationen hinein versetzen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Maja Lundes Buch regt zu Nachdenken an, denn ein scheinbar schönes Szenario wird zum Albtraum für alle. Die kleinen Freuden des Lebens scheinen zu verfliegen und alle wünschen sich die kostbare „Zeit" zurück die uns lehrt das Leben zu genießen.
Der Roman ist wieder wunderschön geschrieben, hätte aber ruhig ausführlicher ausfallen dürfen.
Nichtsdestotrotz eine dicke Empfehlung für dieses Buch, das uns daran erinnert wie wichtig Lebenszeit für uns ist.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Nicht ganz einfache Lektüre

Das Lieben danach
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„Was los war, wusste ich, wusste ich die ganze Zeit. So, wie wir eigentlich immer alles über uns selbst wissen, auch wenn wir um keinen Preis wissen wollen, dass wir es wissen."
Helene Bracht berichtet ...

„Was los war, wusste ich, wusste ich die ganze Zeit. So, wie wir eigentlich immer alles über uns selbst wissen, auch wenn wir um keinen Preis wissen wollen, dass wir es wissen."
Helene Bracht berichtet in ihrer ersten literarischen Veröffentlichung aus ihrem Leben. Im Vorschulalter wurde sie Opfer von sexueller Gewalt. Als Kind konnte sie das jedoch nicht wirklich einordnen, der Onkel war doch immer so nett zu ihr und gab ihr das Gefühl etwas ganz besonderes zu sein. Die Mutter mochte ihn so sehr und es war so schön ein Geheimnis zu teilen. Erst später konnte sie das Erlebte einordnen, nur verarbeiten konnte sie es nicht. Doch was macht so etwas aus einem Menschen und mit dessen (Liebes-) Leben? Das konnte Helene Bracht erst nach vielen Jahren analysieren und reflektieren. Sie erzählt uns von ihrem Liebesleben, dass sie alle Wünsche ihrer Partner bedingungslos erfüllte und immer irgendwie auf der Suche war. Sie berichtet davon, was Frauen aushalten müssen und das der öffentliche Umgang mit den Opfern mittlerweile zur Normalität gehört.
Helene Bracht schreibt in diesem Buch sehr ehrlich über viele Situationen in ihrem Leben. Gerade die Szenen über den Missbrauch und was ihre Mutter ertragen musste, waren sehr hart und kaum auszuhalten. Aus psychologischer Sicht war es aber sehr interessant und ich fand die ehrliche und starke Schreibweise sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Ein Tag im Leben einer Oxford Studentin

Übung
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„Vielleicht,
wenn es regnen würde. Manchmal ist ein dunkler Regentag tröstlicher als eine ganze Woche lesen, Yoga und Meditation. Der Regen fallt still und vernünftig und lässt sie in Ruhe."
Der Inhalt ...

„Vielleicht,
wenn es regnen würde. Manchmal ist ein dunkler Regentag tröstlicher als eine ganze Woche lesen, Yoga und Meditation. Der Regen fallt still und vernünftig und lässt sie in Ruhe."
Der Inhalt dieses Buches ist schnell erzahlt. Es ist Sonntag und wir begleiten die 21 jährige Oxford Studentin Annabel durch ihren Tag. Vom Aufstehen am frühen Morgen bis zum ins Bett gehen, ist der Leser hier an Annabels Seite. Wir erleben ihre Disziplin beim bewältigen ihrer Aufgaben, das Zubereiten ihrer Mahlzeiten, Meditation und Yoga, Gespräche mit der Familie und Freunden und auch ihre Toilettengänge. So weit so gut.....
Das außergewöhnliche an diesem Roman ist allerdings, wie die Autorin diesen Tag beschreibt und uns in Annabels Gedankenwelt entführt. Dieses Buch ist so faszinierend geschrieben, dass man es bei aller Belanglosigkeit nicht aus der Hand legen kann.
Ich mochte es sehr gern lesen und empfehle es gern weiter - an alle die gern leise Bücher mit schönen Worten lesen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Ein alpines Kammerspiel

Wild wuchern
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„Es war
so schön im Sturm, denk ich. Es war so schön, ein Spielball zu sein und selbst nichts entschieden zu müssen. So schön einfach, vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind hochgehoben, irgendwie ...

„Es war
so schön im Sturm, denk ich. Es war so schön, ein Spielball zu sein und selbst nichts entschieden zu müssen. So schön einfach, vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind hochgehoben, irgendwie ganz frei."
Marie war die perfekte Ehefrau und Tochter. Brav erzogen um allen zu gefallen und alles richtig zu machen. Doch jetzt ist sie auf der Flucht vor ihrem Mann und ihrem Leben. Da sie nicht richtig weiß wo sie hinsoll, flüchtet sie zu ihrer Cousine Johanna.
Diese lebt als Eremitin in den Tiroler Alpen. Die Leben der beiden jungen Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Schon als Kinder waren sie grundverschieden. Marie das Püppchen und Johanna das Naturkind. Schon damals waren sie sich fremd. Doch die Not schweißt die verschiedenen Frauen zusammen und Stück für Stück nähern sie sich an.
Katharina Köller hat einen ganz wunderbares Buch geschrieben. Bereits ab den ersten dramatischen und hoch spannenden Seiten wurde ich in den Sog des alpinen Kammerspiels gezogen. Die Liebe zur Natur und den Tiroler Bergen sind auf jeder Seite spürbar. Die langsame Sprache und der Wortwitz sind einfach genial und es hat e Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Eine dicke Empfehlung von mir für diesen Roman

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