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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

gute Bettlektüre

Muschelglück und Meeresrauschen
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Vor einem halben Jahr verließ Samuel seine Frau Christin ohne ein Wort zu sagen. Sie kam damit klar bis ihre Oma an der Nordsee Hilfe bei ihrem Geschäft brauchte. Christin erhält Urlaub und reist nach ...

Vor einem halben Jahr verließ Samuel seine Frau Christin ohne ein Wort zu sagen. Sie kam damit klar bis ihre Oma an der Nordsee Hilfe bei ihrem Geschäft brauchte. Christin erhält Urlaub und reist nach St. Peter-Ording.

Ihre Schwester seufzt als sie hört, dass die „Muschelkiste“ vor dem Aus steht und der Vermieter ihrer Oma kündigen will und sogar einen potentiellen Nachmieter präsentiert. Die Oma ist bekannt wie ein bunter Hund, mittlerweile tüdelig und hat offensichtlich vor, Christin den Laden zu überlassen und ihren Mann wieder an ihre Seite zu bekommen. Geschieden sind sie nämlich noch nicht. Als Christin merkt, dass was gespielt wird, weiß sie nicht, wie sie reagieren soll. Der hübsche Florian spielt auch noch mit…
Es ist ein sehr seichter, übersichtlicher Liebesroman mit Kuppel- und Nordseeflair. Nett zu lesen, gute Bettlektüre! Könnte aber mehr Witz und Esprit vertragen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Nett

Wolkenschiffe tragen dich
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Der erste Roman rund um die Buddelschiffe Kapitän Flömers und die voran gegangene Reihe waren schön zu lesen. Seicht, aber wohlfühlig und mit besonders schönem Flair. Dieses hier fängt genauso an, aber ...

Der erste Roman rund um die Buddelschiffe Kapitän Flömers und die voran gegangene Reihe waren schön zu lesen. Seicht, aber wohlfühlig und mit besonders schönem Flair. Dieses hier fängt genauso an, aber man verliert sich zwischen Finowkanal und Usedom und den anderen Örtlichkeiten. Dann kommt die Mark Brandenburg und Mecklenburg mit Plau am See noch dazu. Die Figuren wirken irgendwie lahm auf mich, leicht unstet wohin die Reise wohl gehen mag. Und irgendwie langweilig. Wie in der ersten Reihe kenne ich hier auch einige Regionen, aber das reißt das Ruder nicht herum. Für mich der schwächste Roman rund um Flömer.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Anregend, kein Krimi

Stralsund ermittelt - Falsche Koffer lügen nicht
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Nele arbeitet als Psychologin in New York als sie sich in einen Stralsunder verliebt und sich eine alte Villa in Stralsund kauft, um dort einzuziehen. Peter wiederum hat inzwischen festgestellt, dass er ...

Nele arbeitet als Psychologin in New York als sie sich in einen Stralsunder verliebt und sich eine alte Villa in Stralsund kauft, um dort einzuziehen. Peter wiederum hat inzwischen festgestellt, dass er homosexuell ist. Sie hockt allein im großen Haus in einer fremden Stadt. Bis Leute bei ihr klingeln, weil die Villa Schauplatz einer Detektiv-Serie war. Das nervt sie, sie kennt die Serie nicht und will nix damit zu tun haben. Bis eine junge Frau immer wieder bei ihr auftaucht, die Fiktion und Realität nicht trennen kann.
Es ist kein Krimi sondern eine Beschreibung von Nebensächlichkeiten. Beziehungsweise es ist lockerflockiger Roman mit Krimi als Nebenschauplatz. Man lernt die neuen Bekannten, die Merkwürdigkeiten der Villa und der früheren Bewohnerin kennen. Auch ein Ermittler ist dabei, aber eher im Privaten. Die Handlung plätschert vor sich hin, durchaus anregend, aber kein Krimi.

Veröffentlicht am 17.02.2025

Bettlektüre

Die Bergwacht: Schneetreiben
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Lena, Chefin der Bergwacht eines kleinen Dorfes bei Garmisch, feiert mit ihrem Freund den Geburtstag auf einer kleinen Berghütte. Bis das Telefon läutet und ihr Stellvertreter sie doch braucht. Ein Gleitschirmflieger ...

Lena, Chefin der Bergwacht eines kleinen Dorfes bei Garmisch, feiert mit ihrem Freund den Geburtstag auf einer kleinen Berghütte. Bis das Telefon läutet und ihr Stellvertreter sie doch braucht. Ein Gleitschirmflieger hängt an der Seilbahn fest und Leute müssen aus Gondeln gerettet werden, das Wetter ist zu schlecht für Helikopter…

Aus einer Gondel muss sie auch Victoria, die ätzende Exfreundin ihres Partners, befreien. Anscheinend ist sie schwanger und weiß nicht, was sie machen soll…

Lena gerät in einen inneren Konflikt. Denn das, was Viktoria ihr anvertraut, müsste ihr Freund wissen, aber dem soll sie nichts sagen. Victoria fühlt sich augenscheinlich bei Lena wohl und kontaktiert sie immer wieder, weil sie sich so einsam fühlt. Was man sich beim lesen denkt, tritt dann auch ein. Und dazu gibt es noch eine Art „Natur-Kriminalfall mit Klimawandelwirkung“. Letzterer ist allerdings sehr vorhersehbar und nervt zwischendurch ein wenig, weil immer wieder auf das, was später echt (man glaubt es nicht!) passieren wird. Trotzdem ist dieses Wohlfühlbuch als echte Bettlektüre im positiven Sinn gut zu ertragen 🙂

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Gut recherchiert, zu viele inhaltliche Wiederholungen im Text

Der Geschmack von Freiheit
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Fanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.

Fanny ...

Fanny Caillier wächst mit zwei Brüdern auf und kocht für ihr Leben gerne Schokolade. Richtige, essbare Zartbitterschokolade in ihrer kleinen Kammer, die der Vater extra für sie eingerichtet hat.

Fanny ist gewitzt, ihr fällt immer etwas ein, wie die Schokolade noch besser werden kann. Als ihr Vater stirbt, übernimmt ihr älterer Bruder die Firma Caillier. Er ist eifersüchtig auf ihr Können und dreht ihr den Hahn ab, wo er nur kann. Erst als Fanny heiratet, wird es besser. Aber immer noch schwierig, denn sie ist immer noch eine Gefahr in Augen ihres Bruders und ihrer Schwägerin.
Die Geschichte an sich ist gut zusammengestellt und es ist spannend den Anfang der heutigen Schokoladenvielfalt zu lesen. Caillier stellt immer noch hochwertige Schokoladen her und erfand die Milchschokolade. Damals etwas Ungeheuerliches. Interessant ist, wie Fanny und ihr Mann überhaupt darauf kamen, was dem Ganzen zugrunde lag und wie sie die beiden Stoffe zusammenbrachten, die eigentlich so gar nicht zusammenpassen.
Das Haar in der Suppe sind die vielen inhaltlichen Wiederholungen. Ja, die Lesefähigkeiten vieler nehmen ab. Aber ich muss nicht auf jeder dritten Seite eine minimale Wiederholung des soeben Gelesenen erhalten. Nicht zwei- bis drei Mal nacheinander. Das stört meinen flüssigen Lesefluss gewaltig. So ist es eher eine nette Bettlektüre für Schokoladenfreunde und historisch Interessierte.

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