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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2025

Klassische Ermittlungsarbeit

Kreidemord
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Romy Beccare ermittelt zum 14. Mal. Die Thematik ist so aktuell wie nie, Deep Fakes.
Ein besonders perfider Mord ruft Romy und Kollegen auf den Plan.Schnell stellt sich heraus, dass ihr Mann Jan das Opfer ...

Romy Beccare ermittelt zum 14. Mal. Die Thematik ist so aktuell wie nie, Deep Fakes.
Ein besonders perfider Mord ruft Romy und Kollegen auf den Plan.Schnell stellt sich heraus, dass ihr Mann Jan das Opfer nicht nur kannte, sondern vor Jahren auch eine Affäre mit ihr hatte. Brisant deshalb, da gegen die Kollegin und weitere Beamte wegen Korruption ermittelt wurde. Nach dem Auftauchen von gefälschten Beweisen gerät Jan immer mehr unter Verdacht.
Wir begleiten das Team bei der detaillierten Ermittlungsarbeit, die einen kleinen Eindruck davon vermittelt, was Polizeiarbeit in der Hauptsache ist. Die Autorin stellt sehr authentisch dar, welche Auswirkungen Deep Fakes haben und wie hoch die Machtlosigkeit der Betroffenen ist.
Mir hat gerade diese Ermittlungsarbeit hier gut gefallen, wobei eine Straffung an der ein oder anderen Stelle sicher nicht geschadet hätte.
Insgesamt wieder eine gelungene Kombination aus Charakteren und authentischer Polizeiarbeit vor der wunderbaren Kulisse von Rügen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Sechs Wochen im Sommer

Wenn die Tage länger werden
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Das Cover ist ist wie ein Gemälde gestaltet und vermittelt schon ein Gefühl von Sommer, aber auch die leichte Melancholie, die dieses Buch begleitet.
Es ist die Geschichte von Lisa, Alleinerziehend, Lehrerin, ...

Das Cover ist ist wie ein Gemälde gestaltet und vermittelt schon ein Gefühl von Sommer, aber auch die leichte Melancholie, die dieses Buch begleitet.
Es ist die Geschichte von Lisa, Alleinerziehend, Lehrerin, die zum ersten Mal wieder Zeit für sich hat. Ihr Sohn ist mit seinem Vater in Urlaub gefahren.
Lisa ist in den ersten Tagen mit der Situation überfordert. Wie soll sie die Leere am Tag füllen und wer ist sie, abseits von der Mutterrolle?
Das Buch beschäftigt sich aber noch mit anderen Themen.
Lisa holt ihre Geige wieder hervor und beginnt hier eine Reise in die Vergangenheit der Familie. Der frühe Tod des Vaters, dessen Hergang nie ganz geklärt wurde. Das schwierige Verhältnis zur Mutter, die selbst mit ihrer Vergangenheit kämpft. Die Geige ist ein Symbol für die Ereignisse während des Naziregimes und die Konsequenzen, die bis in die Gegenwart reichen. Geheimnisse in der Familie, über die man bis heute aus Scham nicht gerne spricht.
Ein sehr schöner Aspekt in dem Buch ist die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Frauen Ute und Lisa, die sehr unterschiedlich sind, aber einander genau im richtigen Moment ihres Lebens begegnen.
Der Schreibstil von Anne Stern ist sehr bildhaft und kreiert genau die Atmosphäre, die die Themen dieses Buches brauchen.
Obwohl es viele Themen sind, die hier aufgegriffen werden, hat man trotzdem nicht das Gefühl der Überfrachtung. Wer leise, melancholisch Geschichten mag, die auch zum Nachdenken anregen, dem kann ich dieses Buch gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Interessant und unterhaltsam

Die Brücke von London
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London im Jahre 1749. Die verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley gerät in Geldnot, durch das Verschulden ihres Mannes und durch den Bau einer zweiten Brücke.
Durch Zufall trifft sie auf Alder, der zusammen ...

London im Jahre 1749. Die verwitwete Tuchhändlerin Juliana Hamley gerät in Geldnot, durch das Verschulden ihres Mannes und durch den Bau einer zweiten Brücke.
Durch Zufall trifft sie auf Alder, der zusammen mit anderen obdachlosen Kindern, seinen Unterhalt durch Diebstahl bestreitet. Bei dieser Kinderbande kam direkt so ein bisschen Oliver Twist Feeling auf. Zusammen steigen sie ins Schmuggelgeschäft ein.
Oliver Morris, einer der Brückenwächter, steht er auf ihrer Seite oder nicht ?
Die Handlung wird eingerahmt von einer tollen und authentischen Darstellung von London. Die Atmosphäre von London lässt Bilder im Kopf entstehen.
Für Spannung sorgen Intrigen im Hintergrund und die Gefahren des Schmuggelgeschäft.
Unterbrochen wird die Handlung durch Ereignisse des Jahres 1202, die Zeit der Errichtung der Brücke. Hier wird der Grundstein für eine unheilvolle Weissagung getroffen. Man bewegt sich einer Zeit, in der Heilkunst noch gleich Hexerei gesetzt wurde.
Die handelnden Personen wirken alle sehr authentisch und man findet schnell eine Verbindung zu ihnen.
Der Autor lässt die beiden Zeitebenen lebendig werden und das Ergebnis ist ein toller historischer Roman.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Roman mit Herz und Urlaubsflair

Die kleine Villa in Italien
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Das Buch ist der elfte Band der Romantic- Escape-Reihe der Autorin. Diesmal entführt sie uns an die schöne Amalfiküste. Schon das Cover vermittelt ein Gefühl von Meer und Sonne.
Lia, eine Textilkünstlerin, ...

Das Buch ist der elfte Band der Romantic- Escape-Reihe der Autorin. Diesmal entführt sie uns an die schöne Amalfiküste. Schon das Cover vermittelt ein Gefühl von Meer und Sonne.
Lia, eine Textilkünstlerin, erfährt, dass ihr Vater nicht der leibliche Vater ist.
Ernesto ist ein Schauspieler und lebt an der Amalfiküste. Lia nimmt sich eine Auszeit und macht sich auf die Suche nach ihm.
Dabei trifft sie auf Raph, den Stiefsohn von Ernesto, und das Gefühlschaos nimmt seinen Lauf.
Julie Caplin gelingt es, die Atmosphäre der Amalfiküste einzufangen. Im Kopf entstehen Bilder von der Landschaft, man kann das Essen riechen und das Meer rauschen hören.
Obwohl die Ereignisse vorhersehbar sind, wird es nicht langweilig. Die Charaktere sind authentisch und erfrischend beschrieben.
Insgesamt ein schöner Roman, mit viel Herz und Urlaubsflair.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Spannend erzählt

Allein gegen die Lüge
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Die Familie von Matt Pine wird tot aufgefunden. War es ein tragisches Unglück oder Mord? Und was hat das alles mit Danny Pine zu tun, seinem Bruder, der wegen Mordes an seiner Freundin im Gefängnis sitzt?
Die ...

Die Familie von Matt Pine wird tot aufgefunden. War es ein tragisches Unglück oder Mord? Und was hat das alles mit Danny Pine zu tun, seinem Bruder, der wegen Mordes an seiner Freundin im Gefängnis sitzt?
Die Familie glaubte an seine Unschuld und eine True Crime Story sät Zweifel an seiner Schuld.
Wer spannende Thriller liebt, ist hier richtig. Der Autor baut von Anfang an einen tollen Spannungsbogen auf. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven und aus der Zeit vor dem Tod der Familie und danach. Zusätzlich unterbrechen Auszüge aus der Doku die Story und sorgen damit auch für einen zusätzlichen Blickwinkel. Die Kapitel sind kurz gehalten und enden häufig mit einem kleinen Cliffhanger. Die Charaktere sind sehr authentisch und man beginnt schnell Sympathien und Antipathien aufzubauen. Die Lösung ist unerwartet, aber durchaus schlüssig. Die losen Fäden fügen sich zusammen. Ein Thriller, der keine übertriebene Action braucht, um spannend zu sein.

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