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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2018

Empfehlenswerte Ergänzung zur Buchreihe

Das Lächeln des Todes
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Bei einem Spaziergang mit Tochter Scout und Hund Stan findet Max Wolfe einen Toten, Vic Masters, einem alten Kriminellen, der in der Vergangenheit für berüchtigte Gangerbosse gearbeitet hat, wurde ein ...

Bei einem Spaziergang mit Tochter Scout und Hund Stan findet Max Wolfe einen Toten, Vic Masters, einem alten Kriminellen, der in der Vergangenheit für berüchtigte Gangerbosse gearbeitet hat, wurde ein Lächeln, ein sogenanntes „Chelsea Smile“ ins Gesicht geschnitten. Auch wenn es nicht Wolfes Fall ist, fühlt er sich verpflichtet, zu ermitteln …

Der Kurzroman aus der Reihe um Detective Max Wolfe spielt unmittelbar vor Band 3 der Reihe („Wer Furcht sät“) und informiert den Leser auch über das Schicksal eines Kollegen von Max, der während eines Einsatzes schwer verletzt wurde. Der Roman fügt sich gut in die Reihe ein und nimmt den Leser zudem auf eine kleine Reise in die Vergangenheit mit. Wie aus der Reihe gewohnt, geben sich Beruf und Privates die Hand und Max hält sich nicht immer an die Regeln.

Wer die Reihe mag, kommt um diese Geschichte eigentlich nicht herum, sie ist keine Stand-alone-Erzählung, sondern gehört mit in das Gesamtkonzept der Reihe. Ich fand es spannend, Max' Ermittlungen zu verfolgen und ein bisschen über die berüchtigten Kriminellen Londons in den 60er Jahren zu erfahren. Auch die Auflösung ist gelungen.

Die empfehlenswerte Ergänzung der Buchreihe erhält von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2017

Entenhausen ist auch in der Weihnachtszeit eine Reise wert

Lustiges Taschenbuch Weihnachten 22
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Dieses Jahr hatte ich wieder einmal Lust auf Weihnachtsgeschichten aus Entenhausen. Allein das Cover dieses Albums macht direkt Lust auf Weihnachten und die einzelnen Geschichten sind auch mehr oder weniger ...

Dieses Jahr hatte ich wieder einmal Lust auf Weihnachtsgeschichten aus Entenhausen. Allein das Cover dieses Albums macht direkt Lust auf Weihnachten und die einzelnen Geschichten sind auch mehr oder weniger weihnachtlich.

In 9 spannenden, witzigen oder auch nachdenklich machenden Geschichten erlebt man bekannte Entenhausener, Donald und Dagobert Duck, Tick, Trick und Track, Daniel Düsentrieb, Klaas Klever, Kater Karlo, Micky Maus und Indiana Goof geben sich die Ehre.

Die Geschichten sind unterhaltsam und haben mir alle gefallen,überragend war allerdings keine von ihnen. 4 Sterne und eine Leseempfehlung für die Weihnachtszeit.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Solider Skandinavienkrimi

Dominotod (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 2)
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Nathalie Svensson wird mit ihrer Einheit für operative Fallanalyse, bei der sei seit kurzem Mitglied ist, zu einem Fall nach Nordschweden gerufen. Dort trifft sie auf Kriminalhauptkommissar Johan Axberg, ...

Nathalie Svensson wird mit ihrer Einheit für operative Fallanalyse, bei der sei seit kurzem Mitglied ist, zu einem Fall nach Nordschweden gerufen. Dort trifft sie auf Kriminalhauptkommissar Johan Axberg, der vor Ort den Fall eines tot aufgefundenen Arztes bearbeitet. Für beide geht es um mehr als nur um die Aufklärung eines Kriminalfalls, denn Johans bester Freund scheint in der Hand des Mörders zu sein und Nathalies Schwester, mit der sie länger keinen Kontakt hatte, ist in das Geschehen involviert.

Beide Ermittler ließ der Autor bereits eigene Fälle lösen, hier agieren sie nun gemeinsam – und das Ende lässt hoffen, dass dies nicht der letzte gemeinsame Fall gewesen sein wird. Darüber freue ich mich, denn ich finde, beide sind gelungene Charaktere, wobei mir Johan etwas besser gefällt als Nathalie, die mir ein zu ich-bezogen scheint. und die, in meinen Augen, ein paar grobe Fehler macht, da sie auf Grund ihrer eigenen Betroffenheit nicht immer objektiv handelt – etwas, was ich als Leser zwar verstehen kann, was mich aber dennoch stört. Beiden Ermittlern gönnt der Autor auch ein authentisch wirkendes Privatleben.

Das einführende Personenregister ist zwar in meinen Augen nicht notwendig, um den Überblick über die handelnden Personen zu behalten, gefällt mir aber gut, da es weitergehende Informationen liefert.

Die kurzen Kapitel verführen dazu, immer weiter zu lesen, Perspektivewechsel sorgen für eine gewisse Spannung, actionreich ist die Geschichte jedoch nicht. Sie zieht vielmehr ihre Spannung aus dem Mitraten, immer wieder eingeschobene Rückblenden unterstützen die Überlegungen. Der Autor spart auch nicht an Gesellschaftskritik, vor allem das Gesundheitssystem betreffend.

Der Fall ist in meinen Augen interessant, auch weil es mehrere Tatverdächtige gibt, die alle ein Motiv haben. Die Auflösung ist schlüssig und zufriedenstellend.

Man muss den ersten Band um Nathalie Svensson nicht gelesen haben, da jedoch hin und wieder darauf Bezug genommen wird, bin ich neugierig geworden und möchte diesen unbedingt noch lesen.

Mich hat dieser Skandinavien-Krimi sehr schnell gepackt, insgesamt gut gefallen und Lust auf weitere Romane des Autors gemacht. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Krimi-Fans.

Veröffentlicht am 09.12.2017

Eine etwas andere Geschichte

Die Schöpfer der Wolken
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2021: Der Tod des Schriftstellers Koba Gunn bedrückt seine Schwester Ciara sehr, war er doch der einzige, der ihre besondere Fähigkeit kannte. Kobas Testament führt Ciara nach Shanghai, wo nicht nur das ...

2021: Der Tod des Schriftstellers Koba Gunn bedrückt seine Schwester Ciara sehr, war er doch der einzige, der ihre besondere Fähigkeit kannte. Kobas Testament führt Ciara nach Shanghai, wo nicht nur das Wetter, sondern auch bald die Zeit verrückt spielt. Doch das ist erst der Anfang, denn bald steht die Welt vor ihrem Untergang.

In Shanghai treffen weitere Menschen mit besonderen Fähigkeiten aufeinander. Sie alle scheinen in die apokalyptischen Geschehnisse involviert zu sein, doch erst nach und nach erfahren sie, und mit ihnen der Leser, die Hintergründe.

Sehr interessant sind die Fähigkeiten der Protagonisten, die alle mit der besonderen Hintergrundlegende der Welt, die Marie Graßhoff erschaffen hat, verbunden sind. Das macht auch die Charaktere besonders, allerdings kamen sie mir menschlich und emotional nicht nahe, manche, wie z. B. Ciara blieben für mich sehr blass und berührten mich kaum. Das ist schade, aber mir erscheint die Geschichte wichtiger als die Charaktere, so dass es letztlich nicht ganz so stark ins Gewicht fällt.

Marie Graßhoffs Roman ist spannend, keine Frage, und die Geschichte sorgt dafür, dass der Leser den Roman nur ungern aus der Hand legt. Die Autorin hält einige Überraschungen bereit, wer aufmerksam liest, kann sich aber so einiges selbst zusammenreimen. Es brauchte allerdings ein bisschen, bis ich mich eingelesen hatte, manchmal geht der Roman etwas zu sehr auf die philosophische Ebene und stellenweise wird es sehr surreal, für mich insgesamt ein Touch zu viel.

Wer gerne Buchzitate sammelt, wird hier überdurchschnittlich fündig, sprachlich ist an „Die Schöpfer der Wolken“ nichts auszusetzen.

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, ich habe ihn regelrecht gebannt gelesen. Ich vergebe daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung für jene, die sich von etwas anderen Geschichten nicht abschrecken lassen. Ich bin jetzt gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Veröffentlicht am 08.12.2017

Gelungener Abschluss der Trilogie

Nachtschatten 3 : Unbezwingbar
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Das Team um Lily reist nach Siebenbürgen, um weitere Informationen über den magischen Vampir Nazar zu bekommen. Für Radu ist dies besonders schwer, denn er muss sich seiner Vergangenheit stellen. Auch ...

Das Team um Lily reist nach Siebenbürgen, um weitere Informationen über den magischen Vampir Nazar zu bekommen. Für Radu ist dies besonders schwer, denn er muss sich seiner Vergangenheit stellen. Auch Lily hat es nicht einfach, Adrian, ihr Schutzengel ist verschwunden.

Schließlich steht noch eine Auseinandersetzung mit Rasmus und dem Orden Tenebrae bevor. Hier gilt es sensibel zu sein, denn Rasmus hat Lilys Schwester Rose in seiner Gewalt. Und auch hier, zurück in Deutschland, muss sich jemand aus dem Team seiner Vergangenheit stellen. Und auch Lilys Vergangenheit wird noch einmal Thema.

Endlich ist der Abschlussband der Nachtschatten-Trilogie erschienen, der die Geschichte zu einem runden Ende bringt. Mir hat von Anfang an die Schutzengel-Interpretation der Autorin gut gefallen und so mochte ich auch diese Wesen bis zum Ende am liebsten – vor allem Adrian ist ganz besonders, im wahrsten Sinne des Wortes, wie sich bereits in Band 2 herausgestellt hat. Dass er hier zunächst fehlt, ließ mich sehr um ihn bangen – und ich werde auch nicht verraten, ob er wieder aufgetaucht ist. In diesem Zusammenhang hatte die Autorin übrigens eine hübsche Idee und sie hat sich auch die Leserkritiken zu Herzen genommen, was ich besonders schön finde.

Das war dann auch ein Grund mit, dass Lily in diesem Band endlich mein Herz erreicht hat, sie hat die Zickerei aufgegeben und sich auf Dinge besonnen, die wichtiger sind. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Storyline um Rose und Lilys Familie noch einmal aufgegriffen und zu einem gelungenen Ende geführt wird.

Auch dass Nele aus dem Spinoff-Roman „Fuchsgeister“ in diesen Band miteinbezogen wird, gefällt mir gut, es macht zudem die Gesamtgeschichte zusätzlich rund. Wer ein bisschen Probleme hat, sich an die verschiedenen Charaktere zu erinnern oder sie nicht direkt einordnen kann, findet im Anhang übrigens ein sehr nützliches Personenregister.

Juliane Seidel ist ein spannender, unterhaltsamer und zufriedenstellender Abschluss der Nachtschatten-Trilogie gelungen, der Lust macht, auch andere Werke der Autorin kennen zu lernen und vielleicht später sogar einmal wieder in dieses Universum einzutauchen. Ich bin gespannt auf das nächste Werk der Autorin und darauf, wohin sie uns dann entführt.

Lesen sollte man die Trilogie, die ich sehr gerne weiter empfehle, unbedingt der Reihe nach! Von mir gibt es gute 4 Sterne.