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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Zwischen Humor und existenziellen Fragen

Horror-Date
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„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken ...

„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken Mann, der sich online in Nala verliebt. Doch als sein Zustand sich verschlechtert, schickt er seinen gesunden Freund Julius als Ersatz zum Blind Date – mit fatalen Folgen.
Fitzeks Schreibstil ist leicht und gut verständlich, angereichert mit schwarzem Humor und kurzen Kapiteln, die das Lesen angenehm machen. Die kleinen Illustrationen verleihen dem Roman eine charmante Note. Trotz der humorvollen Erzählweise bleibt der Roman durch seinen ernsten Hintergrund, der Themen wie Krankheit und Vergänglichkeit behandelt, tiefgründig.
Leider fand ich die vielen absurden Situationen etwas zu überladen. Die Geschichte hätte von weniger skurrilen Wendungen profitiert, um den ernsten Themen mehr Raum zu geben.
Insgesamt ist „Horror-Date“ eine unterhaltsame, humorvolle Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt. Es liegt für mich zwischen den positiven Überraschungen von „Der erste letzte Tag“ und der Enttäuschung von „Elternabend“.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Fesselnder Fall

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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In „Die Nacht“ von Marc Raabe, dem dritten Band der Art Mayer-Serie, verschwinden ein kleiner Junge und später auch seine ältere Schwester Dana spurlos. BKA-Ermittler Art Mayer, dem Danas Tochter Milla ...

In „Die Nacht“ von Marc Raabe, dem dritten Band der Art Mayer-Serie, verschwinden ein kleiner Junge und später auch seine ältere Schwester Dana spurlos. BKA-Ermittler Art Mayer, dem Danas Tochter Milla ans Herz gewachsen ist, folgt einem anonymen Hinweis und stößt in einer verlassenen Waldsiedlung auf mehrere Tote und den brutalen Mord an einem Richter.
Der Thriller überzeugt mit einem temporeichen, bildhaften Schreibstil und starken, vielschichtigen Figuren. Die Handlung bleibt dank Perspektivwechseln und Wendungen spannend. Das Setting verstärkt die düstere Atmosphäre des Falls.
Trotzdem gab es einige Unglaubwürdigkeiten bei den Entscheidungen der Figuren, und das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Da ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe, war ich anfangs unsicher, aber die Handlung war für mich gut verständlich. Insgesamt hat mir der Thriller gut gefallen und mich durch seine Spannung mitgerissen.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Mord auf Schienen

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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In „Jeder im Zug ist verdächtig“ von Benjamin Stevenson nimmt Autor Ernest Cunningham an einem ganz besonderen Literaturfestival teil: Es findet an Bord eines Langstreckenzugs statt, der mehrere Tage durch ...

In „Jeder im Zug ist verdächtig“ von Benjamin Stevenson nimmt Autor Ernest Cunningham an einem ganz besonderen Literaturfestival teil: Es findet an Bord eines Langstreckenzugs statt, der mehrere Tage durch das australische Outback fährt. Seit sein letzter Krimi zum Bestseller wurde, steht Ernest unter Erfolgsdruck – da kommt ihm die Einladung gerade recht. Doch die inspirierende Kulisse wird schnell zum Schauplatz eines echten Verbrechens: Erst stirbt ein Passagier, dann wird eine zweite Leiche entdeckt – mit einem Manuskript neben sich, das noch feucht von der Tinte ist. Gemeinsam mit den anderen Krimiautor:innen an Bord versucht Ernest, den Täter zu entlarven. Doch wem kann man trauen, wenn sich alle bestens mit dem perfekten Mord auskennen?

„Jeder im Zug ist verdächtig“ ist der zweite Band der Reihe „Die mörderischen Cunninghams“ und lebt vor allem von seiner besonderen Atmosphäre, dem skurrilen Erzähler und der originellen Idee. Der Krimi spielt mit bekannten Tropen des Genres, bricht sie auf humorvolle Weise und bietet unterhaltsame Lesestunden mit einem augenzwinkernden Ton. Zwar ist der Mittelteil mitunter etwas langatmig, und die Vielzahl an Figuren kann verwirren, doch die Auflösung ist clever und das Setting sorgt für eine dichte, charmant-theatralische Krimistimmung.

Wer klassische Whodunits liebt, gerne miträtselt und dabei auch den ein oder anderen Seitenhieb auf das Genre selbst zu schätzen weiß, wird bei diesem Buch bestens unterhalten. Fans nüchterner Ermittlungsarbeit oder hochspannender Thriller sollten hingegen besser zu einem anderen Titel greifen – hier geht es mehr um Atmosphäre, Stil und Witz als um realistische Polizeiarbeit. Alles in allem ein gelungener Cosy Crime mit einem etwas anderen Ton.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Ein Thriller mit familiären Spannungen und unerwarteten Wendungen

Dein ist die Schuld
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„Dein ist die Schuld“ von Mary Higgins Clark und Alafair Burke ist ein Thriller, der vor zehn Jahren ungelöst gebliebene Morde an den Eltern der Zwillingsbrüder Simon und Ethan thematisiert. Beide verdächtigen ...

„Dein ist die Schuld“ von Mary Higgins Clark und Alafair Burke ist ein Thriller, der vor zehn Jahren ungelöst gebliebene Morde an den Eltern der Zwillingsbrüder Simon und Ethan thematisiert. Beide verdächtigen sich gegenseitig, doch erst als TV-Produzentin Laurie Moran den Fall erneut aufgreift, wird er wieder aktuell. Das Besondere an diesem Thriller ist die Verknüpfung familiärer Spannungen mit der Dynamik eines True-Crime-Formats.
Mir hat die Grundidee gefallen, dass Zwillinge ein perfektes Verbrechen begehen könnten, ohne dafür bestraft zu werden. Auch die Cold-Case-Ermittlungen von Laurie Moran und die unerwarteten Wendungen gegen Ende haben für Spannung gesorgt. Besonders positiv habe ich die authentischen Charakterentwicklungen wahrgenommen.
Weniger überzeugt hat mich die langsame erste Hälfte des Buches. Der Spannungsaufbau setzte erst ab der Mitte ein, und insgesamt fehlte mir die für einen Thriller typische Atmosphäre.
Auch ohne die anderen Bände der Laurie-Moran-Serie zu kennen, lässt sich „Dein ist die Schuld“, der 8. Band der Reihe, gut lesen und die Beziehungen der Protagonisten sowie die Handlung sind verständlich. Der Thriller spricht vor allem Fans von komplexen Familiendramen und unerwarteten Enthüllungen an. Persönlich hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, und die typische Thriller-Stimmung hat mir gefehlt.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Mehr Verständnis für den emotionalen Alltag

Emotional Load
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In ihrem Buch Emotional Load spricht Mierau über die emotionalen Aufgaben, die oft von Frauen und besonders von Müttern übernommen werden. Dazu gehören Dinge wie das Pflegen von Beziehungen, das Begleiten ...

In ihrem Buch Emotional Load spricht Mierau über die emotionalen Aufgaben, die oft von Frauen und besonders von Müttern übernommen werden. Dazu gehören Dinge wie das Pflegen von Beziehungen, das Begleiten von Kindern durch schwierige Gefühle oder das Aufrechterhalten des Familienfriedens. Diese Belastungen können sehr groß sein, besonders wenn man auch noch mit eigenen Erfahrungen oder unbewussten Erwartungen zu kämpfen hat.
Mierau regt die Leser dazu an, sich mit ihrem eigenen „Emotional Load“ auseinanderzusetzen. Sie bietet dazu Fragen und Übungen an, die helfen, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und vielleicht auch zu verringern. Besonders hilfreich ist, dass der Begriff „Emotional Load“ nun endlich einen Namen hat und das Thema sichtbar macht. Das alleine hat mir schon geholfen, denn damit kann diese emotionale Arbeit besser benannt werden.
Das Buch bietet keine direkten Lösungen, aber es unterstützt damit den ersten Schritt zur Auseinandersetzung mit den eigenen emotionalen Lasten. Es ist besonders empfehlenswert für alle, die sich mit den emotionalen Seiten des Familienlebens beschäftigen wollen.
Ich konnte das Buch aufgrund des einfachen Schreibstils zügig lesen. Viele Punkte konnte ich gut nachvollziehen und habe in vielen Situationen mehr Verständnis für mich und andere entwickelt. Emotional Load ist ein wertvoller Ratgeber für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten und bereit sind, auch in der eigenen Erziehung nach Gründen zu suchen.

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