Mich hat das Buch leider enttäuscht
Moonlit ThornsAnabelle fällt aus allen Wolken als sie kurz nach dem Tod ihres Vaters erfährt, dass dieser das Familienanwesen mit einem Kredit bei Asher Voss belastet hat und sie nun drohen, es zu verlieren. Anabelle ...
Anabelle fällt aus allen Wolken als sie kurz nach dem Tod ihres Vaters erfährt, dass dieser das Familienanwesen mit einem Kredit bei Asher Voss belastet hat und sie nun drohen, es zu verlieren. Anabelle ist bereit alles zu tun, um das zu verhindern, auch einen Deal mit Asher zu machen. Sie wird ein Jahr lang für ihn arbeiten und alles tun, was er von ihr verlangt. Absolut alles.
Das Buch soll eine Dark Romance Nacherzählung von Die Schöne und das Biest sein, allerdings ohne Fantasy – jedenfalls fast. Für mich war die Vorlage nur wirklich ganz am Rande zu erkennen, darin, dass Anabelle bestimmte Bereiche des Anwesens nicht betreten darf und dass es eine tolle Bibliothek gibt. Das war’s aber auch schon wieder.
Asher ist im ersten Drittel des Buches einfach nur ein Obera… Ich fand ihn da wirklich zum Kotzen. Aus einem Grund, den nur er kennt, will er Anabelle bestrafen, indem er sie ohne Ende demütigt, ihr körperlich anstrengende Arbeiten zuteilt, nur damit sie mal merkt, was echte Arbeit ist und sich auch sonst einfach unausstehlich aufführt.
Dann wechselt das alles plötzlich in die sexuelle Richtung und auf einmal geht es nur noch darum. Anabelle, die ihn eigentlich hasst, hasst ihn auf einmal nicht mehr und sabbert stattdessen die ganze Zeit. Die beiden gehen eine Dom-Sub-Beziehung ein, was Anabelle um jeden Preis will, obwohl sie sich damit überhaupt nicht auskennt. Das fand ich unlogisch.
Allgemein tat ich mich echt schwer mit dem Buch. Es wirkte für mich wie eine Mischung aus Fifty Shades of Grey und einer Bully-Romance – also einer Romance, in der sich die Protagonistin in ihren Mobber verliebt. Leider keine Mischung für mich.
Irgendwann geht es leider nur noch um Sex und Besitzdenken seinerseits. Auf einmal will er Anabelle besitzen, aber sie soll sich bloß nicht einbilden, dass zwischen ihnen mehr ist als Sex. Das fand ich ermüdend.
Die Spice-Szenen sind gut geschrieben, aber mir waren es irgendwann einfach zu viele. Die eigentliche Handlung ging für mich darüber verloren.
Fazit: Leider war das Buch gar nicht meins. Ich fand Asher einfach ganz lange zum Kotzen. Er weiß einfach nie, was er will. Erst will er Anabelle brechen und demütigen, dann anschreien, dann plötzlich ins Bett kriegen und eigentlich auch wieder nicht, weil sie doch viel zu jung für ihn ist.
Während sich Anabelle von einer Frau, die bereit ist, zu tun, was notwendig ist, sich trotz seines Verhaltens in ein Fangirl verwandelt, das ihn ständig anhimmelt und vollsabbert.
Im Verlauf hat sich Ashers Verhalten gebessert, aber dafür ging es fast nur noch um Sex, was ich auch wieder übertrieben fand.
Die weiteren Bände werde ich nicht lesen.
Von mir bekommt das Buch 1,5 Sterne.