Das Buch Plankton - Wunderwesen der Unterwasserwelt hat mich besonders beeindruckt wegen der wirklich unfassbar tollen Bilder, hochaufgelöst und vergrößert werden Form und Farbe der winzigen Organismen ...
Das Buch Plankton - Wunderwesen der Unterwasserwelt hat mich besonders beeindruckt wegen der wirklich unfassbar tollen Bilder, hochaufgelöst und vergrößert werden Form und Farbe der winzigen Organismen des Plankton sichtbar und begreifbar gemacht.
Der Text gliedert sich in 6 Kapitel, die Vielfalt, Anpassung, Nahrung/Fortpflanzung, Wege des Plankton, die Ernährung der Ozeane und einen Blick in die Zukunft thematisieren.
Auf diese Art und Weise nähern wir uns dem Thema Plankton mit Beginn des Lebens auf der Erde bis hin zu den Gefahren durch den menschengemachten Klimawandel, denen wir heute gegenüberstehen.
Ein Buch, das sehr viel Wissen beinhaltet, als Nachschlagewerk und Gedankenstütze noch lange nach dem Lesen hilfreich und optisch wirklich herausragend!
Ganz aus Splittern ist ein ungewöhnliches YA Buch. Erstmal ist die Autorin noch sehr jung und selbst noch Schülerin. Ihrem Schreibstil tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil, ich war absolut überrascht, ...
Ganz aus Splittern ist ein ungewöhnliches YA Buch. Erstmal ist die Autorin noch sehr jung und selbst noch Schülerin. Ihrem Schreibstil tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil, ich war absolut überrascht, als ich während des Lesens im Buchumschlag gesehen habe, wie jung sie ist.
Die Geschichte handelt von der 16jährigen Chrissy, die in einem Problemviertel lebt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Freund. Sie hat eine found family bei ihrem besten Freund und seiner Mutter. Als sie ein Angebot erhält, das renommierte Heinrich-Heine-Gymnasium zu besuchen als "Sozialprojekt", zögert sie zunächst, nimmt dann aber doch an - und ihr Leben wird sich komplett verändern.
Anders als der Klappentext mich glauben gemacht hat, steht nun allerdings nicht die Liebesgeschichte zwischen Chrissy und dem "rich kid" Alex im Vordergrund, nein, es geht vielmehr um Chrissy selbst, ihre Herkunft, ihre Familie und was sie für ihr Leben möchte und wer sie selbst sein will.
Wie schon geschrieben ist der Schreibstil wirklich sehr reif und gefiel mir wirklich gut. Im Gegensatz zu den meisten anderen YA Büchern wird auch nicht der Fokus auf einen "trope" gelegt zwischen dem Paar, das man direkt erahnt. Es gibt keine detaillierten expliziten Szenen, keine Missverständnisse, die konstruiert wirken oder andere flache und austauschbare Stellen, wie man sie leider nicht allzu oft erlesen muss in dem Genre. In dieser Hinsicht ist das Buch wirklich ein Highlight und viel besser als ich dachte.
Allerdings gibt es für mich am Ende der Geschichte ein paar Stellen, die ich unrealistisch und zu schnell erzählt fand. Ich würde das Buch daher auch nur eingeschränkt jungen Lesenden empfehlen und gehe mit der Altersempfehlung von 14 Jahren auf jeden Fall mit. Es gibt durchaus heftige Stellen, die für jüngere Lesende verstörend sein könnten.
Alles in allem aber ein Roman, der mich positiv überrascht hat und eine Autorin, die ich im Auge behalten werde!
Im Wind der Freiheit spielt vor allem in den Jahren 1848/1849 in Deutschland zur Zeit der deutschen Revolution. Susanne Grabasch, eine junge, mittellose Fabrikarbeiterin aus Sachsen lernt durch Zufall ...
Im Wind der Freiheit spielt vor allem in den Jahren 1848/1849 in Deutschland zur Zeit der deutschen Revolution. Susanne Grabasch, eine junge, mittellose Fabrikarbeiterin aus Sachsen lernt durch Zufall die Schriftstellerin Louise Otto kennen. In den Wirren der Unruhen im Land, aber auch durch Susannes persönliches Schicksal kämpfen sich die beiden ungleichen Frauen durch ein Land, das im Aufruhr ist.
Tanja Kinkel schafft es wie gewohnt, Geschichte begreifbar zu machen durch die Personen des Romans und ihre Handlungen. Wir treffen auf viele echte Personen aus der Zeit wie Robert Blum, Heinrich von Gagern, das Ehepaar Amalie und Gustav Struve und Clotilde Koch-Gontard.
Durch Susannes Schicksal, die schon als junges Mädchen der ganzen Härte ausgesetzt war, die Frauen und Mädchen aus mittellosen Verhältnissen betroffen haben, wird eindringlich und anschaulich beschrieben, wie das Leben damals sein konnte, wenn man nicht als Bürgerfrau geboren wurde. Als Gegenpart lesen wir von der in guten Verhältnissen geborenen und begünstigten Louise Otto, die sich dem vorgezeichneten Leben als Ehefrau und Mutter nach dem Tod der Eltern verweigert, sich nicht von ihrem Schwager bevormunden lässt, sondern Schriftstellerin wird. Sie kämpft wie auch ihre Freundin Amalie Struve für die Gleichberechtigung und Bildungsmöglichkeiten von Frauen und ist eine Verfechterin der 1848er Bewegung in Deutschland. Hier waren die Szenen aus der Paulskirche im März 1848 wirklich fesselnd beschrieben - und ja, empörend, dass keine Frau zugelassen wurde!
Susanne dagegen kämpft schon ihr Leben lang dafür, dass sie nicht hungern muss, Bildung oder gar das Wahlrecht sind keine Träume, die sie hat - sie erfährt in ihrem Leben Missbrauch, Ungerechtigkeit und Verrat und muss selbst niedrigste Tätigkeiten annehmen, um überhaupt leben und essen zu können.
Dieser Unterschied zwischen der echten Figur Louise Otto und der erfundenen, aber exemplarisch für viele Frauen der Zeit stehenden Susanne Grabasch hat für mich einen großen Reiz des Buches ausgemacht. Als Frau der heutigen Zeit bewundere ich durchaus die Vorreiterinnen und Kämpferinnen für Gleichberechtigung, sehe aber auch, dass das eine Sache war, die man sich leisten können musste.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wie alle Romane von Tanja Kinkel. Am Ende hatte es leichte Längen für mich, weil die vielen Unruhen und politischen Themen dieser Zeit dann doch nicht sooo fesselnd waren auf die Länge des Buches hin.
Aber - auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für lebendige Geschichte und starke Frauenfiguren, die mich sehr gut unterhalten haben.
Gleich zu Beginn - Dark Cinderella ist der erste Teil einer Dilogie - und endet daher mit einem Cliffhanger!!!!
Es geht um Sofia, eine junge Schwedin, deren Freundin Alva vor 6 Monaten verschwunden ist. ...
Gleich zu Beginn - Dark Cinderella ist der erste Teil einer Dilogie - und endet daher mit einem Cliffhanger!!!!
Es geht um Sofia, eine junge Schwedin, deren Freundin Alva vor 6 Monaten verschwunden ist. Das letzte, was von ihr bekannt ist, ist, dass sie Kontakt mit dem skonischen Königshaus hatte und sich vermutlich dort aufgehalten hat.
Skonien ist ein erfundenes Land, was mich zunächst beim Lesen etwas irritiert hat, da es mich sehr stark an Skogland erinnert hat, eine wirklich tolle Jugendbuch Reihe von Kirsten Boie.
Sofia also, eine junge Frau aus Schweden, macht sich auf, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Freundin zu lösen und trifft bei ihren Nachforschungen auf die skonische Prinzessin, die sie direkt aus einer lebensgefährlichen Lage rettet. So lernt sie auch den Kronprinzen Maximilian kennen und nimmt sein Angebot, im Schloss zu arbeiten, an.
Dabei will sie weiter nach Alva suchen - und gleichzeitig kommt sie den Königskindern, vor allem Maximilian immer näher und auch Maximilian ist von Sofia immer mehr verzaubert.
Der Roman ist genretypisch aufgebaut mit wechselnden Perspektiven, die meist plausibel beschrieben sind (bei einer Szene aus Maximilians Sicht war ich etwas irritiert, aber im Großen und Ganzen passt es). Der Farbschnitt ist wirklich wunderschön und zeigt Sofia, ich vermute auf Band 2 werden wir dann Maximilian sehen. Sofia ist eine mutige, intelligente junge Frau, die ich sympathisch fand. Maximilian ist ebenfalls ein sympathischer Typ und die Liebe, die beide zu Büchern haben, tröstet mich dann doch über manche Klischees hinweg (eingesperrt in den Pflichten eines Royals, jammer jammer).
Alles in allem eine Geschichte, die hält, was sie verspricht und gut geschrieben ist. Das Setting mag ich sehr gerne und ich konnte mich mit dem Märchenhaften und gleichzeitig Modernen in der Geschichte gut anfreunden.
Leseempfehlung mit Warnung vor dem Cliffhanger am Ende - und ich habe den 2. Teil bereits vorbestellt!
Die Kurve handelt von Carl, der ein Netzwerk aufgebaut hat aus jungen Menschen, die er in seinem Jugendzentrum kennengelernt hat. Jetzt, viele Jahre später, arbeiten alle für ihn und seine Auftraggeber. ...
Die Kurve handelt von Carl, der ein Netzwerk aufgebaut hat aus jungen Menschen, die er in seinem Jugendzentrum kennengelernt hat. Jetzt, viele Jahre später, arbeiten alle für ihn und seine Auftraggeber. Als er für einen amerikanischen Tycoon herausfinden soll, wie seine Tochter gestorben ist und gleichzeitig die Tochter eines Mafia Paten und ihren sterbenskranken Vater in Deutschland betreuen lassen soll, wird es für alle Beteiligten lebensgefährlich.
Der Roman kommt erst langsam in Fahrt und ich brauchte etwas, um mit den vielen Perspektivwechseln und den Personen warm zu werden. Allerdings wurde dann der Bogen zwischen Gegenwart und Vergangenheit geschlagen und ab dann wurde es für mich spannend. Ich tauchte immer tiefer in die kaputten Leben der einzelnen Personen ein und wurde mehr und mehr in die Geschichte eingesogen bis zum heftigen Schluss.
Fazit: Die Geschichte ist nicht im klassischen Sinne spannend oder ein Pageturner Thriller, aber sie ist wirklich gut aufgebaut und alle Fäden finden am Ende zusammen. Und kleine Warnung - einige Stellen sind wirklich brutal!