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Veröffentlicht am 11.04.2025

Komplizierte Mütter und Töchter Generationen

Die Summe unserer Teile
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Die Summe unserer Teile ist ein Roman, der sich um drei Frauen dreht - Großmutter Ljudmila, Mutter Daria und Tochter Lucy/Lujdmila. 

Der Roman ist nicht besonders umfangreich, gerade etwas mehr als 250 ...

Die Summe unserer Teile ist ein Roman, der sich um drei Frauen dreht - Großmutter Ljudmila, Mutter Daria und Tochter Lucy/Lujdmila. 

Der Roman ist nicht besonders umfangreich, gerade etwas mehr als 250 Seiten, und schnell gelesen. Als Mutter von 3 Töchtern und Tochter einer Mutter mit drei Töchtern bin ich durchaus angesprochen worden von manchen Stellen. Die Auflösung der Geheimnisse gegen Ende des Buches lassen mich aber leider mit einem nicht so guten Gefühl zurück. Hätten sie doch einfach miteinander gesprochen... habe ich mehrfach gedacht. 

Bei mir kam zu keiner der Figuren eine richtige Nähe auf und mir fehlt auch die Tiefe der Charaktere, was vermutlich an dem geringen Umfang des Romans liegt. 

Sprachlich ist er aber auf jeden Fall sehr nach meinem Geschmack und ich habe viele Zitate gefunden, die mir sehr gut gefallen haben. Auch schafft es die Autorin die Gemeinsamkeiten der Frauen immer wieder herauszustellen, ohne dass sie selbst davon wissen und die Erzählstränge sind faszinierend verwoben und ergeben am Schluss des Buches ein recht rundes Bild. 

Alles in allem eine Leseempfehlung, aber kein absolutes Highlight.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Spannender Trip mit schwierigen Charakteren

Die Yacht
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Die Yacht handelt von Hannah, einer jungen Frau, die von ihrer reichen Schul- und Studienfreundin Libby auf eine Silvesterparty auf ihrer luxuriösen Yacht eingeladen wird. Die Gesellschaft ist klein und ...

Die Yacht handelt von Hannah, einer jungen Frau, die von ihrer reichen Schul- und Studienfreundin Libby auf eine Silvesterparty auf ihrer luxuriösen Yacht eingeladen wird. Die Gesellschaft ist klein und bis auf Hannah sind alle sagenhaft reich - und unfassbar widerlich.
Hannah erlebt einen schlimmen Abend und beschließt, sich am nächsten Morgen davonzustehlen. Doch als sie aufwacht, treibt die Yacht mitten im Ozean, ohne Treibstoff und ohne eine Chance auf Rettung. Bald eskaliert die angespannte Situation....
Der Thriller startet sehr vielversprechend und mir haben vor allem die Dialoge viel Spaß gemacht beim Lesen. Die widerlichen Protagonisten, wie Hannah mit den Demütigungen umgeht und dann auch mal zurück schlägt, das war wirklich gut zu lesen und hat mich sehr gefesselt. Auch die ausweglose Lage wurde gut beschrieben und war sehr spannend. Leider flacht am Ende die Spannung etwas ab und die Auflösung hat mich nicht zu 100% überzeugt. Da der Anfang und Mittelteil aber wirklich sehr gut lesbar und unterhaltsam waren, gebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Beeindruckend illustriertes Sachbuch zum Thema Plankton

Plankton
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Das Buch Plankton - Wunderwesen der Unterwasserwelt hat mich besonders beeindruckt wegen der wirklich unfassbar tollen Bilder, hochaufgelöst und vergrößert werden Form und Farbe der winzigen Organismen ...

Das Buch Plankton - Wunderwesen der Unterwasserwelt hat mich besonders beeindruckt wegen der wirklich unfassbar tollen Bilder, hochaufgelöst und vergrößert werden Form und Farbe der winzigen Organismen des Plankton sichtbar und begreifbar gemacht. 

Der Text gliedert sich in 6 Kapitel, die Vielfalt, Anpassung, Nahrung/Fortpflanzung, Wege des Plankton, die Ernährung der Ozeane und einen Blick in die Zukunft thematisieren. 

Auf diese Art und Weise nähern wir uns dem Thema Plankton mit Beginn des Lebens auf der Erde bis hin zu den Gefahren durch den menschengemachten Klimawandel, denen wir heute gegenüberstehen. 

Ein Buch, das sehr viel Wissen beinhaltet, als Nachschlagewerk und Gedankenstütze noch lange nach dem Lesen hilfreich und optisch wirklich herausragend! 

Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Ungewöhnliches YA Buch

Ganz aus Splittern
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Ganz aus Splittern ist ein ungewöhnliches YA Buch. Erstmal ist die Autorin noch sehr jung und selbst noch Schülerin. Ihrem Schreibstil tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil, ich war absolut überrascht, ...

Ganz aus Splittern ist ein ungewöhnliches YA Buch. Erstmal ist die Autorin noch sehr jung und selbst noch Schülerin. Ihrem Schreibstil tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil, ich war absolut überrascht, als ich während des Lesens im Buchumschlag gesehen habe, wie jung sie ist.
Die Geschichte handelt von der 16jährigen Chrissy, die in einem Problemviertel lebt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Freund. Sie hat eine found family bei ihrem besten Freund und seiner Mutter. Als sie ein Angebot erhält, das renommierte Heinrich-Heine-Gymnasium zu besuchen als "Sozialprojekt", zögert sie zunächst, nimmt dann aber doch an - und ihr Leben wird sich komplett verändern.
Anders als der Klappentext mich glauben gemacht hat, steht nun allerdings nicht die Liebesgeschichte zwischen Chrissy und dem "rich kid" Alex im Vordergrund, nein, es geht vielmehr um Chrissy selbst, ihre Herkunft, ihre Familie und was sie für ihr Leben möchte und wer sie selbst sein will.
Wie schon geschrieben ist der Schreibstil wirklich sehr reif und gefiel mir wirklich gut. Im Gegensatz zu den meisten anderen YA Büchern wird auch nicht der Fokus auf einen "trope" gelegt zwischen dem Paar, das man direkt erahnt. Es gibt keine detaillierten expliziten Szenen, keine Missverständnisse, die konstruiert wirken oder andere flache und austauschbare Stellen, wie man sie leider nicht allzu oft erlesen muss in dem Genre. In dieser Hinsicht ist das Buch wirklich ein Highlight und viel besser als ich dachte.
Allerdings gibt es für mich am Ende der Geschichte ein paar Stellen, die ich unrealistisch und zu schnell erzählt fand. Ich würde das Buch daher auch nur eingeschränkt jungen Lesenden empfehlen und gehe mit der Altersempfehlung von 14 Jahren auf jeden Fall mit. Es gibt durchaus heftige Stellen, die für jüngere Lesende verstörend sein könnten.
Alles in allem aber ein Roman, der mich positiv überrascht hat und eine Autorin, die ich im Auge behalten werde!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Starke Frauen in einer unruhigen Zeit

Im Wind der Freiheit
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Im Wind der Freiheit spielt vor allem in den Jahren 1848/1849 in Deutschland zur Zeit der deutschen Revolution. Susanne Grabasch, eine junge, mittellose Fabrikarbeiterin aus Sachsen lernt durch Zufall ...

Im Wind der Freiheit spielt vor allem in den Jahren 1848/1849 in Deutschland zur Zeit der deutschen Revolution. Susanne Grabasch, eine junge, mittellose Fabrikarbeiterin aus Sachsen lernt durch Zufall die Schriftstellerin Louise Otto kennen. In den Wirren der Unruhen im Land, aber auch durch Susannes persönliches Schicksal kämpfen sich die beiden ungleichen Frauen durch ein Land, das im Aufruhr ist.
Tanja Kinkel schafft es wie gewohnt, Geschichte begreifbar zu machen durch die Personen des Romans und ihre Handlungen. Wir treffen auf viele echte Personen aus der Zeit wie Robert Blum, Heinrich von Gagern, das Ehepaar Amalie und Gustav Struve und Clotilde Koch-Gontard.
Durch Susannes Schicksal, die schon als junges Mädchen der ganzen Härte ausgesetzt war, die Frauen und Mädchen aus mittellosen Verhältnissen betroffen haben, wird eindringlich und anschaulich beschrieben, wie das Leben damals sein konnte, wenn man nicht als Bürgerfrau geboren wurde. Als Gegenpart lesen wir von der in guten Verhältnissen geborenen und begünstigten Louise Otto, die sich dem vorgezeichneten Leben als Ehefrau und Mutter nach dem Tod der Eltern verweigert, sich nicht von ihrem Schwager bevormunden lässt, sondern Schriftstellerin wird. Sie kämpft wie auch ihre Freundin Amalie Struve für die Gleichberechtigung und Bildungsmöglichkeiten von Frauen und ist eine Verfechterin der 1848er Bewegung in Deutschland. Hier waren die Szenen aus der Paulskirche im März 1848 wirklich fesselnd beschrieben - und ja, empörend, dass keine Frau zugelassen wurde!
Susanne dagegen kämpft schon ihr Leben lang dafür, dass sie nicht hungern muss, Bildung oder gar das Wahlrecht sind keine Träume, die sie hat - sie erfährt in ihrem Leben Missbrauch, Ungerechtigkeit und Verrat und muss selbst niedrigste Tätigkeiten annehmen, um überhaupt leben und essen zu können.
Dieser Unterschied zwischen der echten Figur Louise Otto und der erfundenen, aber exemplarisch für viele Frauen der Zeit stehenden Susanne Grabasch hat für mich einen großen Reiz des Buches ausgemacht. Als Frau der heutigen Zeit bewundere ich durchaus die Vorreiterinnen und Kämpferinnen für Gleichberechtigung, sehe aber auch, dass das eine Sache war, die man sich leisten können musste.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wie alle Romane von Tanja Kinkel. Am Ende hatte es leichte Längen für mich, weil die vielen Unruhen und politischen Themen dieser Zeit dann doch nicht sooo fesselnd waren auf die Länge des Buches hin.
Aber - auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für lebendige Geschichte und starke Frauenfiguren, die mich sehr gut unterhalten haben.

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