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Veröffentlicht am 07.12.2025

Mister O’Lui und Rupert feiern Weihnachten

Mister O'Lui feiert Weihnachten
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Wir waren Neulinge der Mister O’Lui-Reihe und doch fühlte es sich für uns zumindest so an, als wären wir bereits länger untereinander bekannt.

Look & Feel sind mal wieder echt top umgesetzt. Das Buch ...

Wir waren Neulinge der Mister O’Lui-Reihe und doch fühlte es sich für uns zumindest so an, als wären wir bereits länger untereinander bekannt.

Look & Feel sind mal wieder echt top umgesetzt. Das Buch wirkt bei unseren Lütten insbesondere durch seine tollen Illustrationen, welche die übersichtlichen Texte dann gut ergänzen. So gelang es uns sehr schnell in den Weihnachtskosmos ein- und auch darin tief abzutauchen-

Die (Kurz)Geschichte selbst ist auch für Lesemuffel ein Genuss, da die Textpassagen dann nicht allzu lang ausfallen und die Lesekinder aufmerksam am Ball bleiben. Wir hätten uns vielleicht den Umfang der Geschichte dann doch noch etwas länger gewünscht.

Für uns war es aber dennoch ein tolles kurzweiliges Erlebnis und wir müssen und ganz einfach mal die ganzen anderen Abenteuer von Mister O’Lui und seinen Freunden ansehen.

Uns gefällt vor allem die Tonalität des Buches und die ganzen Emotionen und bei uns Erwachsenen die Erinnerungen, welche durch die Geschichte geweckt werden.

Beim Lesen wurden eben diese eigenen Kindheitserinnerungen wieder wach, wie schön doch die Weichnachtsfeste aus Kinderaugen wirklich waren.

Diese kindliche Leichtigkeit sollten wir uns auch im Erwachsenenalter bewahren. Das ist allerdings, wir sprechen hier leider aus Erfahrung, gar nicht mal so leicht.

Das Buch reduziert dann hier sehr schön auf den eigentlichen Geist der Weihnacht. Genau darauf kommt es nämlich an.

Außerdem gefällt uns natürlich Mister O’Lui in seiner Rolle als Biberbär. Hier in der Geschichte wird Inklusion wirklich (vor)gelebt. Jeder Charakter ist einzigartig und wird genau so respektiert.

Das "Zuckerl" am Schluss des Buches mit dem Plätzchenrezept finden wir eine coole Idee, sehr passend für die Adventszeit.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Der ewige Kreis vom Werden und Vergehen

Weißt du noch? Ein Bilderbuch vom Abschiednehmen
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Der ewige Kreis vom Werden und Vergehen bewegt uns aktuell gerade sehr, da wir uns gerade erst einen geliebten Menschen für immer loslassen mussten. Solche Abschiede sind für uns alle (egal ob alt oder ...

Der ewige Kreis vom Werden und Vergehen bewegt uns aktuell gerade sehr, da wir uns gerade erst einen geliebten Menschen für immer loslassen mussten. Solche Abschiede sind für uns alle (egal ob alt oder jung) immer hochemotional und eine sehr schwierige Ausnahmesituation, die gemeistert werden möchte.

Einem lieben Menschen aus unserer Mitte die allerletzte Ehre zu Teil werden zu lassen und ihn in die überirdischen Hände übergeben zu müssen ist wohl immer wieder sehr herausfordernd..

Da kam für uns gerade das (Kinder)buch zur rechten Zeit, um es auf Herz und Nieren prüfen zu können.

Uns als Familie gefällt die Umsetzung in Wort und Bild unheimlich toll. Besonders für kleinere Kinder finden wir die Tonalität des Themas richtig gut gelungen, um das Abschiednehmen dann besser verstehen und verarbeiten zu können.

Vordergründig sind natürlich die sehr genialen Illustrationen interessant und weckten unheimlich schnell das Leseinteresse unserer Kinder. Die Textpassagen passen dann wirklich nahezu perfekt, quasi wie die Faust aufs Auge und so wird man in die Geschichte rund um den fehlenden Eichelhäher und die anderen um ihn besorgten Waldbewohner hinein gesogen.

Es wird mit schönen Analogien gearbeitet. Die Erinnerungskultur an das gemeinsam Erlebte wird aktiviert und so spendet dieses Buch dann auch gut Trost und Hoffnung für die Hinterbliebenen.

Generell muss man sich wohl in unseren westlichen Gesellschaften die Frage stellen, wieso der Tod kaum eine Rolle im normalen Leben spielt. Quasi wird das Lebensende totgeschwiegen und man macht sich vielleicht auch gerne etwas vor, als würde man ewig leben können. Unser aller Lebenszeit ist sehr begrenzt auf dieser irdischen Welt. Wenn wir unser Leben vom Ende her denken, würden wir wohl sehr viel mehr anerkennen, wie kostbar jede einzelne Sekunde davon ist.

Wenn jemand gestorben ist, ist dies immer wieder aufs Neue eine sehr schmerzliche Erfahrung. Die physische Hülle ist urplötzlich dann nicht mehr unter uns. Aber die ganzen Erinnerungen an diese Personen bleiben uns erhalten. Wir müssen uns "nur" aktiv an die Begegnungen, Unternehmungen mit diesen Personen dann erinnern. Und genau dort setzt dann auch die Erzählung im Buch an.

Dazu auch ein schönes Zitat von Albert Schweizer:

"Menschen, die wir lieben, bleiben für immer,
denn sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen."

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Der Ernst des Lebens beginnt nun auch in Frau Bienenstichs Schrebergarten

Zipfelmaus und die grandiose Gartenschule
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Die Zipfelmaus-Buchreihe von Uwe Becker und dem Südpol-Verlag ist für uns keine Unbekannte.

Wir hatten bereits die Gelegenheit die Zipfelmaus, das kleine gewitzte Tierchen mit der rot-weiß-gestreiften ...

Die Zipfelmaus-Buchreihe von Uwe Becker und dem Südpol-Verlag ist für uns keine Unbekannte.

Wir hatten bereits die Gelegenheit die Zipfelmaus, das kleine gewitzte Tierchen mit der rot-weiß-gestreiften Zipfelmütze, bei einem anderen Abenteuer zu begleiten. So waren wir nun auf das neue Abenteuer in der grandiosen Gartenschule schon sehr gespannt.

Wir hatten ehrlich gesagt überhaupt keine Probleme in die Story zu kommen. Den Großteil der Charakteren kannten wir aus dem bereits gelesenen Buch und für uns war es dann fast ein wenig wie ein Heimkommen. Wer von der Zipfelmaus bis dato noch nie gehört hatte, braucht allerdings keine Angst zu haben. Das Buch liest sich auch ohne große Vorkenntnisse sehr gut. Gleich eingangs werden dann die wichtigsten Protagonisten in einem kurzen Steckbrief vorgestellt, bevor dann auch gleich das spannende neue Abenteuer beginnt.

Wie bereits gewohnt bei der Zipfelmaus-Buchreihe, besticht auch dieses Werk durch die durchgängig sehr üppige und bunte Bebilderung. Für die Illustrationen möchten wir uns dann auch nochmals ganz herzlich bei der Illustratorin Ina Krabbe bedanken. Erst durch die sehr geniale Symbiose zwischen Text- und Bildanteilen nimmt die durchweg spannend erzählte Story richtig Fahrt auf. Auch Lesemuffel dürfen hier unserer Meinung nach gerne zugreifen, da es ein stets kurzweiliges Leseerlebnis ist und die tierischen Protagonisten die Story sprichwörtlich zum Leben erwecken.

Mit viel Wortwitz für Jung und Alt treibt Becker die Geschichte rund um die Zipfelmaus und ihre tierischen Gefährten voran. Dabei baut er dann auch immer wieder sehr kindgerecht lehrreiche Botschaften fast spielerisch mit ein, die dann den Kindern unterbewusst den rechten Weg aufzeigen (ohne erhobenem Zeigefinger).

Wir waren bereits zuvor große Zipfelmaus-Fans und uns hat auch das neue Abenteuer sehr gut unterhalten. Unbeschwerte und vor allem spannende Lesestunden sind auf alle Fälle garantiert mit dem kleinen possierlichen Tierchen.

Das Buch eignet sich unserer Meinung nach durch das Thema Schule insbesondere für Vorschulkinder bzw. Kinder direkt bei der Einschulung. Mit dem Buch wird vielleicht eine anfängliche Furcht oder Angst vor dem neuen Lebensabschnitt vermieden und der Schulalltag sehr spielerisch durch die tierischen Charakteren vermittelt. Bloß blöd, wenn vielleicht am ersten Schultag der Direktor dann wirklich auch Herr Maulwurf heißt.

Uwe Becker wie auch der Südpol-Verlag verstehen ihr Handwerk exzellent von der Pike auf und genau deshalb ist auch dieses Zipfelmaus-Abenteuer wieder eines unserer Lesehighlights 2025 im Bereich Kinderbücher.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Sind Russlands historische Ressentiments mit der Ukraine bereits gestillt?

Wenn Russland gewinnt
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Carlo Masalas neues Buch birgt unheimliche Sprengkraft, ist dabei hochaktuell und enthält viel Brisanz mit Blick auf die aktuell beginnenden Friedensgespräche/-verhandlungen zwischen dem russischen Aggressor ...

Carlo Masalas neues Buch birgt unheimliche Sprengkraft, ist dabei hochaktuell und enthält viel Brisanz mit Blick auf die aktuell beginnenden Friedensgespräche/-verhandlungen zwischen dem russischen Aggressor und der überfallenen Ukraine.

Sind die historischen Ressentiments Russlands dann mit der Ukraine bereits gestillt? Oder ist der Überfall der Ukraine erst der Beginn einer bald folgenden weiteren kriegerischen Eskalation?

Viel zu realistisch entwickelt er ein Szenario aus der Annahme, was passieren könnte, wenn Russland den Angriffskrieg in der Ukraine für sich entscheiden kann. Alles andere als eine bittersüße Dystopie stellt sich hier interessierten Lesern dar. Man würde sich vielleicht wünschen Masala erzählt hier einen vom Pferd, aber die Dinge, die der strategische Militärexperte hier in den Fokus rückt und eskalieren lässt wirken überaus realistisch und sind wenn es denn so kommen sollte eher beängstigend.

Die hybride Kriegsführung Russlands ist bereits jetzt in unserer Realität Wirklichkeit geworden und genau daraus strickt Masala dann das passende weiterführende Szenario, wie Russland quasi über Nacht dann die NATO-Partner, insbesondere hier die USA, auf ihren Treueschwur prüft. Ob wirklich der Artikel 5 des Nordatlantik-Vertrags dann wirklich zum Zuge kommen würde und auch der Bündnisfall ausgerufen wird?

Das Buch wirkte in mir sehr lange nach und machte mich dabei auch sehr nachdenklich, welchen Zeiten wir zukünftig entgegen gehen werden. Verschließen wir aber gerade in den aktuell anspruchsvollen Zeiten die Augen nicht vor dem Offensichtlichen. Genau solche mögliche Szenarien sind es, die uns zu denken geben sollten. Daraus abgeleitet sollten wir uns bestmöglich auf etwaige Handlungen vorbereiten.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Wie geht richtiges Leben im Einklang mit der Natur?

Das Parlament der Natur
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Boris Herrmann, der Interviewer im neuen Sachbuch "Das Parlament der Natur - Was uns Farne, Finken und ihre Verwandten zu sagen haben" entlockt den beiden Naturforscher-Koryphäen Sarah Darwin und Johannes ...

Boris Herrmann, der Interviewer im neuen Sachbuch "Das Parlament der Natur - Was uns Farne, Finken und ihre Verwandten zu sagen haben" entlockt den beiden Naturforscher-Koryphäen Sarah Darwin und Johannes Vogel vielerlei wissenswerte Details zu unserem Leben mit und in der Natur um uns herum.

Darwin und Vogel sind wahrliche Kenner ihres jeweiligen Fachgebiets und lassen den Lesenden an ihren Erkenntnissen in diesem Buch direkt teilhaben.

Gestaltet ist das Werk durchweg in Interviewform und kommt genau deshalb als Sachbuch eher außergewöhnlich daher. Gerade diese spezielle Form bringt allerdings sehr viel Kurzweil mit sich und hebt sich dabei von anderen, vielleicht eher spröden, Sachbüchern ab. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen.

Kein Wunder, dass mit Darwins Ur-Ur-Enkelin dann eben auch mehr als ein Hauch von Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie im Buch enthalten ist. Generell merkt man dem Forscherpaar die Passion für ihre Berufe sowie die Natur wirklich bei nahezu jeder Aussage an. Für mich wirken beide sehr authentisch und vor allem nahbar.

Das Werk selbst beleuchtet sehr viele Aspekte, wie der aktuelle Stand in verschiedenen Ökosystemen gerade ist. Auch die zukünftige Perspektive gerät dabei nicht in Vergessenheit. Denn beide Forscher sehen konkrete Ansatzpunkte, wie wir unseren Planeten dann vielleicht doch noch retten können. Wer beispielsweise wissen möchte, wieso wir aktuell im Zeitalter des Huhns leben, der sollte bei diesem Werk hier direkt zugreifen.

Die Ausstattung des Buches gefällt mir ganz besonders. Nimmt man den Schutzumschlag außen ab, dann eröffnet sich nochmals ein sehr prächtiger Einband. Die matten innenliegenden Seiten bringen dann insbesondere auch die immer wieder eindrücklichen Fotos sehr genial zur Geltung. Die matte Gestaltung hat zusätzlich den Pluspunkt, dass man Fingerabdrücke (insbesondere bei dunklen Bildern) weniger bzw. kaum sieht.

In unserem täglichen Autopilotenmodus nehmen wir die Natur um uns herum und unsere Stellung als Spezies innerhalb der Natur kaum mehr wahr. Genau diesen Blick gewähren uns dann Darwin und Vogel und lassen uns auch wissen, wie wichtig es ist, uns dieser kost- und verletzbaren Ökosysteme anzunehmen. Schlussendlich interagiert jede Spezies mit allen anderen um sich herum (egal ob in Flora oder Fauna) und beeinflusst wirklich jede Art mit ihrem ganz eigenen Verhalten.

Schließen möchte ich meine Rezension mit einem starken Zitat:

"Wir Menschen sitzen alle gemeinsam auf dem Ast, an dem wir kräftig sägen. Und: Wir, nur wir gemeinsam, wissensbasiert und demokratisch, können das ändern."

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